Hab mich noch nie damit beschäftigt wie Beamte sich versichern müssen, aber wieso sollte man ihr Gehalt erhöhen müssen?
Von ihrem Netto geht doch jetzt einiges an die PKV?
Der Beitrag zu PVK geht bislang vor allem nicht in ihr Brutto ein und wird deswegen nicht versteuert, da Beamte nicht sozialversicherungspflichtig sind.
Falls sie krank werden übernimmt ihr Dienstherr einen Teil der Krankheitskosten komplett oder sogar ganz.
Für das Restrisiko können sie sich privat versichern (dann geht der Beitrag vom Netto ab),aber die Kosten der Krankenversicherung kann man bis 1 900 €uro im Jahr als Vorsorgeaufwendungen beim Lohnsteuerjahresausgleich geltend machen...
Momentan privat versichert:
Bruttolohn 2.000,00
Nettolohn 1.758,06
Lohnsteuer 229,33
Solidaritätszuschlag 12,61
Summe der Steuern 241,94
PKV und Pflegeversicherung 0,00
Summe Sozialversicherung 0,00
Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung
Zuschuss zur PKV inkl. Pflegevers. 0,00
Gesamtbelastung Arbeitgeber 2.000,00
Momentan in der gesetzlichen Krankenkasse versichert:
Bruttolohn 2.289,00
Nettolohn 1.755,17
Lohnsteuer 292,83
Solidaritätszuschlag 16,10
Summe der Steuern 308,93
8,300% Krankenversicherung 189,99
1,525% Pflegeversicherung 34,91
Summe Sozialversicherung 224,90
Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung
7,300% Krankenversicherung 167,10
1,275% Pflegeversicherung 29,18
Gesamtbelastung Arbeitgeber 2.485,28
In der gesetzlich Krankenkasse benötigt der Beamte also um den gleichen Nettolohn zu haben 289 €uro mehr Brutto und zahlt deswegen auch 66 €uro mehr Steuern.
Der Dienstherr müsste sogar 485 €uro mehr zahlen... und das Geld als Steuer wieder eintreiben...
289/2000 = 14,45% Bruttolohnerhöhung, trotzdem nicht mehr netto.
485/2000 = 24,25% mehr Kosten für den Steuerzahler.
Gut, an die gesetzliche Krankenkasse & Pflegeversicherung gehen dann 419 €uro Beitrag... ob der privat versicherte Beamte wohl jeden Monat soviel an die PVK gezahlt hat... ?
Der Gehaltsrechner 2018 - der Brutto Netto Rechner