Die Bundestagswahl 2017

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Kann man nicht direkt wissen, da das wieder ein volkswirtschaftlicher Aspekt ist.

Woher will man im Voraus wissen, wie viele Leute krank werden?:huh:
Ist immer schwierig zu sagen. Klar kannst du jetzt behaupten, "ja aber so würde das aussehen", aber ist alles bisher nur Theorie und existiert weitestgehend in den Köpfen der SPD.

Dass die Methode der SPD so funktioniert glaube ich erst, wenn ich's sehe.:D

Man geht ja davon aus, dass durch den Umstieg jetzt nicht sehr viel mehr Leute auf einmal krank werden :D
 
Die Bürgerversicherung wird erstmal teurer für den Steuerzahler.
Zum Einen weil für neueingestellte Beamte und Umsteiger der Arbeitnehmeranteil der Krankenkasse auf das Gehalt des Beamten addiert und versteuert werden muss.
Damit der Beamte netto nicht weniger verdient muß sein Bruttogehalt steigen. Gleichzeitig muß der Dienstherr des Beamten seinen Arbeitgeberanteil an die Krankenkasse abführen.
Sprich der Beamte wird teuerer - und dafür muß der Steuerzahler aufkommen (ich geh davon aus das die SPD die Nettogehälter der Beamten nicht kürzen will). Wenn das kein guter Grund ist die Steuern zu erhöhen ?
Das schöne ist das von dieser Steuererhöhung dann auch gleich die Beamten betroffen sind, die nun Brutto mehr verdienen...
Wer als Beamter oder Selbstständiger mehrere Kinder mitversichern muß kommt mit der Bürgerversicherung billiger weg (ich gehe mal davon aus das die SPD die kostenlose Mitversicherung von Ehepartnern und Kindern nicht abschaffen will - auch wenn das sowas wie eine Herdprämie ist...)
Kleine Selbstständige sind mit der Versicherungspflicht sowieso schon betroffen - wer nicht genügend Umsatz mit seinem Laden macht muß den dann eben aufgeben und als Arbeitnehmer ackern... dumm nur wenn man keine Ausbildung hat und mit seiner Frittenbude/Kiosk/Trödelladen bislang als privat Versicherter billiger weggekommen ist...
Den richtig Reichen wie z.B. der Familie Bertelsmann ist das eh egal, die zahlen weiterhin bar...

Langfristig bricht das den bisherigen privaten Lebensversicherungen das Genick... Aber ganz sicher wird der Staat sie dann retten und die restlichen Versicherten und das Vermögen der privaten Krankenversicherungen (falls noch eins da ist) in die gesetzliche Krankenkasse überführen.
Was ich übrigens nicht verstehen: wenn die SPD die gesetzliche Krankenkasse und Renten so toll findet, warum hat sie dann in BaWü dafür gestimmt das die Abgeordneten privat versichert werden ?...
 
Hab mich noch nie damit beschäftigt wie Beamte sich versichern müssen, aber wieso sollte man ihr Gehalt erhöhen müssen?
Von ihrem Netto geht doch jetzt einiges an die PKV?
 
Hab mich noch nie damit beschäftigt wie Beamte sich versichern müssen, aber wieso sollte man ihr Gehalt erhöhen müssen?
Von ihrem Netto geht doch jetzt einiges an die PKV?

Der Beitrag zu PVK geht bislang vor allem nicht in ihr Brutto ein und wird deswegen nicht versteuert, da Beamte nicht sozialversicherungspflichtig sind.
Falls sie krank werden übernimmt ihr Dienstherr einen Teil der Krankheitskosten komplett oder sogar ganz.
Für das Restrisiko können sie sich privat versichern (dann geht der Beitrag vom Netto ab),aber die Kosten der Krankenversicherung kann man bis 1 900 €uro im Jahr als Vorsorgeaufwendungen beim Lohnsteuerjahresausgleich geltend machen...

Momentan privat versichert:
Bruttolohn 2.000,00
Nettolohn 1.758,06
Lohnsteuer 229,33

Solidaritätszuschlag 12,61
Summe der Steuern 241,94
PKV und Pflegeversicherung 0,00
Summe Sozialversicherung 0,00
Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung
Zuschuss zur PKV inkl. Pflegevers. 0,00

Gesamtbelastung Arbeitgeber 2.000,00


Momentan in der gesetzlichen Krankenkasse versichert:
Bruttolohn 2.289,00
Nettolohn 1.755,17
Lohnsteuer 292,83

Solidaritätszuschlag 16,10
Summe der Steuern 308,93
8,300% Krankenversicherung 189,99
1,525% Pflegeversicherung 34,91
Summe Sozialversicherung 224,90
Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung
7,300% Krankenversicherung 167,10
1,275% Pflegeversicherung 29,18
Gesamtbelastung Arbeitgeber 2.485,28

In der gesetzlich Krankenkasse benötigt der Beamte also um den gleichen Nettolohn zu haben 289 €uro mehr Brutto und zahlt deswegen auch 66 €uro mehr Steuern.
Der Dienstherr müsste sogar 485 €uro mehr zahlen... und das Geld als Steuer wieder eintreiben...
289/2000 = 14,45% Bruttolohnerhöhung, trotzdem nicht mehr netto.
485/2000 = 24,25% mehr Kosten für den Steuerzahler.

Gut, an die gesetzliche Krankenkasse & Pflegeversicherung gehen dann 419 €uro Beitrag... ob der privat versicherte Beamte wohl jeden Monat soviel an die PVK gezahlt hat... ?

Der Gehaltsrechner 2018 - der Brutto Netto Rechner
 
Du denkst schon an die Ausgaben? Arbeitgeber und Staat sind hier nunmal ein und dasselbe.
Beamte bekommen nicht nur im Krankheitsfall weiter Geld vom Staat, sondern auch im Falle von Arbeitslosigkeit, -unfähigkeit,... . Umgekehrt geht ein nicht unerheblicher Teil der zusätzlichen Zahlungen, die du gerade auflistet, vom Staat an den Staat und bedeutet somit keinerlei Minderheitseinnahmen. Die einzigen, die bei einer staatlichen Versicherung von Beamten nennenswert verlieren, sind die privaten Krankenkassen (mir kommen gleich die Tränen...). Der Staat zahlt nur den Teil drauf, den die staatliche Bürgerversicherung aufgrund ineffizienterer Strukturen (muss nicht sein, ist aber oft der Fall) und höherer Löhne (was ich nicht als negativ erachten würde) im Vergleich zur privaten Versicherung mehr kostet verglichen mit der Gewinnspanne der privaten Krankenversicherung. Letztlich wird schließlich in beiden Fallen der gesamte Nettolohn und alle Versicherungsleistungen, die der (Nicht-)Beamte in Anspruch nimmt, vom Staat bezahlt. Nur die Wege, die das Geld nimmt, ändern sich.
 
Die Bürgerversicherung wird erstmal teurer für den Steuerzahler.

Ja sicher, es wird teurer für alle.

Dafür wird aber wieder die soziale Balance hergestellt.

Privatversicherungen lohnen sich nur, wenn man sie auf die Dauer finanzieren kann.

Gerade angehende Selbstständige wählen diese Art der Versicherung,
nicht wissend, dass später die Beitragszahlungen ins Unermessliche steigen, wenn man sie in Anspruch nimmt.

Was passiert dann, wenn man die Beiträge nicht mehr finanzieren kann?

Ja, man meldet das Gewerbe ab, und meldet sich beim H4-Amt. :D

Und kommt zurück in die Gemeinschaft, ohne einen Cent eingezahlt zu haben. :daumen2:
 
Zuletzt bearbeitet:
Du denkst schon an die Ausgaben? Arbeitgeber und Staat sind hier nunmal ein und dasselbe.
Und der Staat bezahlt seine Arbeitnehmer mit Geld das er aus Steuern einnimmt.
Kostet der Arbeiter mehr, müssen die Steuern erhöht oder das Geld anderswo eingespaart werden.

Beamte bekommen nicht nur im Krankheitsfall weiter Geld vom Staat, sondern auch im Falle von Arbeitslosigkeit, -unfähigkeit,...
Und das macht der Staat bislang so weil vor allem junge Beamte auf diese Art der Krankenversorgung billiger sind.


Umgekehrt geht ein nicht unerheblicher Teil der zusätzlichen Zahlungen, die du gerade auflistet, vom Staat an den Staat und bedeutet somit keinerlei Minderheitseinnahmen.
Wie kommst Du auf die Idee ?
Die gesetzlichen Krankenkassen sind kein Teil des Staates, sondern verwalten sich selbst.
Und wo hab ich was von Minderheitseinnahmen gesagt ? Ich dachte eher an Mehrausgaben für die der Staat die Steuern erhöhen muß.

Die einzigen, die bei einer staatlichen Versicherung von Beamten nennenswert verlieren, sind die privaten Krankenkassen (mir kommen gleich die Tränen...). Der Staat zahlt nur den Teil drauf, den die staatliche Bürgerversicherung aufgrund ineffizienterer Strukturen (muss nicht sein, ist aber oft der Fall) und höherer Löhne (was ich nicht als negativ erachten würde) im Vergleich zur privaten Versicherung mehr kostet verglichen mit der Gewinnspanne der privaten Krankenversicherung. Letztlich wird schließlich in beiden Fallen der gesamte Nettolohn und alle Versicherungsleistungen, die der (Nicht-)Beamte in Anspruch nimmt, vom Staat bezahlt. Nur die Wege, die das Geld nimmt, ändern sich.
Der Staat bezahlt momentan gar keine Beiträge für Beamte die privat versichert sind.
Wenn der Beamte krank ist, dann zahlt er erstmal privat, der Staat erstattet dann einen Teil der Kosten als Beihilfe.
Wenn der Beamte sich privat versichert dann schießt ihm die private Krankenkasse die Behandlungskosten vor oder übernimmt den Teil der Kosten der nicht von der Beihilfe gedeckt ist. Da das finanzielle Risiko niedrig ist, sind auch die Beiträge für den Beamten niedrig.
Für Staat, Beamten und private Versicherung ist das billiger solange der Beamte gesund ist. Und Gesund ist der Regelfall.

Bei der Bürgerversicherung muß der Staat dagegen jeden Monat einen festen Beitrag an die gesetzliche Krankenkasse zahlen, egal ob er krank ist oder nicht.
Erklär mir doch mal warum das billiger sein soll als eine Beihilfe die nur im Krankheitsfall fällig wird...
 
Ja sicher, es wird teurer für alle.

Dafür wird aber wieder die soziale Balance hergestellt.

Privatversicherungen lohnen sich nur, wenn man sie auf die Dauer finanzieren kann.

Gerade angehende Selbstständige wählen diese Art der Versicherung,
nicht wissend, dass später die Beitragszahlungen ins Unermessliche steigen, wenn man sie in Anspruch nimmt.

Was passiert dann, wenn man die Beiträge nicht mehr finanzieren kann?

Ja, man meldet das Gewerbe ab, und meldet sich beim H4-Amt. :D

Und kommt zurück in die Gemeinschaft, ohne einen Cent eingezahlt zu haben. :daumen2:
Das gesunde und junge Selbstständige mit der privaten Krankenversicherung billiger dran sind liegt vor allem daran das bei der privaten das Risiko den Beitrag bestimmt.
Die gesetzliche Krankenkasse will statt dessen gern gleich den Maximalbetrag, egal ob der Selbstständige soviel verdient oder nicht... vor allem weil der Verdienst ja auch schwankt.
Ist vor allem für Selbstständige ein Problem die nicht viel verdienen (Kiosk, Frittenbude,...)

Ach ja, wenn sich der Typ erst gar kein Gewerbe anmeldet sondern gleich rumharzt ist das natürlich besser für die soziale Balance weil er dann zwar nichts verdient und keine Beiträge zahlt, aber zumindest nie die Gemeinschaft verlassen hat ?
 
Warum ist euch Geld so wichtig? Ich dachte immer, die Gesundheit steht an erster Stelle :D
Nur bei der Techniker ;) aber gleich kommt einer und erklärt das wir uns glücklich schätzen können, das nicht die Flüchtlinge alles kriegen xD
Naja das Gesundheitssystem wird eh immer teurer und weniger zahlen ein, unter den Gesichtspunkten ist eine Bürger Versicherung sicher nicht blöd.

Gesendet von meinem Redmi Note 4 mit Tapatalk
 
Was soll an diesen Seitenhieben bzgl. Flüchtlingen eigentlich komisch sein? Das ist auch ein gigantischer Kostenblock der irgendwo anderst eingespart wird.
 
Der Staat bezahlt momentan gar keine Beiträge für Beamte die privat versichert sind.
Wenn der Beamte krank ist, dann zahlt er erstmal privat, der Staat erstattet dann einen Teil der Kosten als Beihilfe.

Und womit zahlt er? Mit selbst gedrucktem? Sicherlich nicht, sondern mit Geld vom Staat. Und da macht es für das Endergebnis keinen großen Unterschied, ob dieses Geld vom Staat auf das Konto des Beamten gezahlt und dann von dort an den Arzt überwiesen wurde (bzw. wenn man die folgende Erstattung durch die PKK gleich mitberücksichtigt zwischendurch noch einmal vom Beamten zur privaten Krankenkasse floss, ehe es beim Arzt landet), oder ob der Staat das Geld als Teil der Lohnnebenkosten an eine Bürgerversicherung überwiesen hat und diese dann die Arztrechnung zahlt. (Ein Teil derjenigen, die eine Bürgerversicherung fordern, wollen diese übrigens sehr wohl als Teil des Staates gestalten.)
Letztlich werden alle Leistungen (sowohl medizinischer Natur als auch Rente als auch der gesamte restliche Lebensstandard) des Beamten vom Staat finanziert, denn Staatsmittel sind (in der Theorie :schief:) seine einzige Einnahmequelle. Das gilt unabhängig davon, welcher Teil dieser Mittel direkt an den Beamten geht, welcher Teil direkt an Versicherungen geht und welche Teile bedarfsabhängig direkt vom Staat gezahlt werden - es ist letzten Endes alles Steuergeld. Die Frage ist nur, welcher Weg für die restliche Gemeinschaft die geringsten Kosten (oder andere Nachteile) versursacht - und das ist sicherlich nicht der Weg, auf dem eine private Krankenversicherung großzügige Gewinne abzweigt.

Bei der Bürgerversicherung muß der Staat dagegen jeden Monat einen festen Beitrag an die gesetzliche Krankenkasse zahlen, egal ob er krank ist oder nicht.
Erklär mir doch mal warum das billiger sein soll als eine Beihilfe die nur im Krankheitsfall fällig wird...

Weil die Beiträge umgekehrt und für alle betroffenen Personen einschließlich der Kranken niedriger ausfallen? Die private Krankenversicherung will ordentlich Gewinn machen und Dividenden ausschütten. Die müssen die Beitragszahler zusätzlich mitzahlen. Dieser Abfluss von Beiträgen entfällt bei der Bürgerversicherung und kann zur Senkung der Beiträge (oder Aufwertung der Leistungen) genutzt werden. Oder glaubst du die nicht privaten Versicherungen nehmen einfach nur mehr ein, geben weniger aus und zünden sich mit der Differenz Zigarren an?
 
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