Ihr driftet schon wieder ins Flamen über Einzelpersonen ab, die -im Gegensatz zu Parteien und Konzepten- gar nicht zur Wahl stehen

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Wäre auch wirklich schade, wenn eure Stimmen nicht für die 5% reichen würden. Bereits die "Kleinen Anfragen" der Linken würden mir fehlen.
Die Linke wird mittlerweile in allen Umfragen stabil über 5% gesehen, im Schnitt mindestens 6%, teils 7%. Rettungsstimmen werden da wohl nicht nötig sein. (Mein Glück, denn weit oben auf meiner Wunschliste stehen sie nicht. Aber es ist ein Zeichen, mit einer einzelnen Stimme ein außerparlamentarisches Zeichen zu setzen und einn anderes, 4,5% der Stimmen zusätzlich rausrollen zu sehen.)
Herr Pistorius hat mehrfach deutlich mehr für die Bundeswehr verlangt, als er bekommen hat. Eben weil er den Handlungsbedarf kennt - ganz sicher noch besser als wir -, hat er das auch eindringlicher getan, als es andere Ministerien für gewöhnlich tun.
Mit Ausnahme von denen, die die Finanzierung erklären sollen, gibt es doch praktisch niemanden mehr, der nicht Fantastilliarden für die Bundeswehr fordert.
Was dabei leider niemand (außer Volt, s.o.) anspricht: Was/wie das was bringen soll. Wir brauchen keine teure Bundeswehr (die haben wir schon lange), wir brauchen eine fähige Bundeswehr. Und zwischen diesen beiden Aspekten klafft leider ein immer größer werdendes Loch, an dem keine Partei, die in den letzten 20+ Jahren das Ressort inne hatte, auch nur versucht hat etwas zu ändern. In den letzten Jahren hat die Bundeswehr soviel Geld verbraten, wie Südkorea und Niederlande zusammen, mehr als Israel und Polen zusammengenommen, mehr als die Ukraine und zusammen mit dieser (oder mit Frankreich. oder mit Spanien und Italien) mehr als Russland, die Gerüchten zu Folge gerade etwas mehr Verschleiß als im typisch deutschen Manöver haben. Der einzige europäische Staat, der derzeit (geringfügig) mehr für sein Militär ausgibt, ist Großbritannien und die haben nicht nur einen erheblichen Teil ihres aktuellen Materials (inkl. Marschflugkörper und Kampfpanzer) der Ukraine geschenkt, was sie jetzt ersetzen müssen, sondern auch noch zwei neue Flugzeugträger mit F-35 zu bestücken nebst der Erneuerung einer global operierenden Flotte ICBM tragender Nuklear-U-Boote aus eigener Entwicklung. Will nicht sagen, dass Deutschland sowas anstreben sollte (ganz im Gegenteil), aber es erklärt zumindest die Kosten. Die Bundeswehr hat es dagegen schon vor der Zeitwende hinbekommen, für das Stopfen von ein paar Lecks und einem Satz neuer Segel so viel zu bezahlen, wie die Briten für eine neue 5000-t-Fregatte inkl. Helikopter. (Und nein, das lag nicht an Forderungen nach CO2-neutralem Antrieb, die einzige Grünen am Tisch waren damals die im Flecktarn)
Bislang scheint die zugunsten der Bundeswehr explodierte Staatsverschuldung nichts weiter gebracht zu haben, als ebenso explodierende Aktienkurse einzelner deutscher Rüstungsunternehmen sowie solcher aus Trumpistan.