Ich gehör ja normalerweise nicht zu denen, die auf der DUH rumhaken, aber das ist nun wirklich ein billiger Versuch, die eigene Agenda mit einem komplett anderen Thema zu verknüpfen, um einen Teil der arg monopolisierten Aufmerksamkeit abzugraben...
Cov-SARS2 dürfte es verdammt egal sein, ob es von einer Fledermaus aus einem täglich schrumpfenden Lebensraum auf einem versifften Markt für Buschfleisch auf den Menschen übergesprungen ist, oder von genau der gleichen Fledermaus, die im Besucherzentrum eines wunderbar bewahrten Nationalparks ins Gesicht einer Touristin knallt. Was zählt ist der Kontakt mit einer großen Zahl von Arten, nicht die Art des Kontaktes. Zwar stimmt es, dass Umweltzerstörung dringend nachlassen muss und für den Planeten insgesamt ein viel größeres Problem als Corona ist, aber wenn Schuppentiere genauso gehegt und geregelt bejagt werden würden, wie hier Rehe, wären die Übersprungchancen genauso gut/schlecht gewesen.
Umso mehr müssen wir regenerative Energien nutzen. Das muss nun maximal forciert werden.
Wenn doch nur mal jemand ein paar 100 Milliarden für die Förderung zukunftsfähiger Branchen und Infrastruktur locker machen könnte. Aber Union und SPD sind leider gerade damit beschäftigt, die wirtschaftlichen Folgen von Corona für etabilierte Industrielle wegzugießkannen.
Vor allem sollten illegale Tiermärkte verboten und auch der Umgang mit Tieren nochmal hinterfragt werden.
Weil wenn ich sehe, wie Tiere eingepfercht und (noch lebendig) durch die Gegend geworfen, geschlagen, gehäutet oder gegrillt werden, dann werde ich wütend und traurig zugleich.
Und die Chinesen sollte mal darüber nachdenken, dass die meisten ihrer verwendeten Tierprodukte, ihre traditionellen "Medizin", wirkungslos sind und man viel Leid verhindern könnte, wenn man darauf verzichtet.
Illegale Tiermärkte sind per Definition verboten

Und die bislang legalen Wildtiermärkte sollte China im Januar auch abschaffen (ob es konsequent umgesetzt wurde, habe ich aufgrund der 1-Themen-Nachriten nicht mitbekommen)
Beim Rest, dem eigentlichen Respekt gegenüber Tieren, wird es aber schwierig. Und bei weitem nicht nur in China (auch wenn die ostaisatische Küche und Medizin ein riesiges Problem ist), wie man als Einwohner des Landes, das vor kurzem zum xten Mal betäubungslose Kastrationen weiter genehmigt hat.
Überrascht mich nicht. Aber ich bin gespannt, wie lange seine Kreativität noch reicht. In Wuhan hat der Lockdown 11 Wochen gedauert, kam viel pünktlicher und war weitaus gründlicher als alles, was Trump auch nur versucht hat. Wenn er jetzt in Woche 2 nach China und Anfeindungen gegenüber Europa schon der UN die Schuld gibt, was macht er dann in Woche 3 und 4 und 14? Iran wird schwierig, Russland auch, Terroristen sind gerade ruhig, auf Linke sollte er gerade nicht aufmerksam machen...
Es bleibt spannend in den USA. Und tödlich.
Vegan im Sinne von ökologisch wird dann schon ganz schön schwierig, weil viele vegane Produkte aus ökologisch bedenklichem Anbau kommt.
Ist ja recht sinnfei, wenn man sich Biozitronen aus Südamerika übern Winter einfliegen lässt
Also gibt es selbst angebaute Kartoffeln, Rosenkohl und Grünkohl. Letztere nach der Ernte kurz blanchiert und schnell eingefroren.
Nicht nur die Jahreszeiten sind bei rein Veganer Ernährung ein Problem, auch Anbaugebiete als solches: Wenn man zur Deckung des eigenen Nährstoffbedarfs diverse Sondergemüse braucht, hat man bei dem in Deutschland gut anbaubaren schnell ein Problem. Und es nützt der Umwelt nichts, wenn man auf Flächen die eigentlich nur für Gras taugen, hier schlecht wachsende Pflanzen hochzuzieht, die dann pro humane Nahrungseinheit doppelt so viele Fläche und Energie erfordern, wie Tierhaltung. Der Mensch hat mit letzterer schließlich nicht nur angefangen, weil Fleisch lecker und nahrhaft ist, sondern auch weil Weidewirtschaft für viele Standorte tatsächlich eine ziemlich gute Nutzungsform ist. Erst recht wenn man extensive Landwirtschaft gut heißt.
Schaut man sich alleine die Zusammenhänge von Feinstaub und Corona-Infektionen an, wird es notwendig werden. Und es ist völlig egal, was manche Menschen davon halten oder mit welchen fadenscheinigen Begründungen sie weiter verschmutzen wollen, es wird eine Frage des Überlebens werden.
Luftverschmutzung erhoeht Covid-19-Sterberisiko | Telepolis
Ist das nicht genau die falsche Schlussfolgerung? Wenn Corona sich über Feinstaub verbreiten würde, dann würden in Regionen mit hoher Luftbelastung die
Infektionsquote steigen. Die
Todesquote könnte dadurch in erster Instanz sogar sinken, weil auf einmal vergleichsweise vorsichtig und bewusst agierende als Infizierte in die Statistik wandern, die tendenziell eine höhere Überlebenschance haben.
Umgekehrt ist es absolut nichts neues, dass in Gegenden mit erhöhter Luftverschmutzung auch mehr Lungenschäden auftauchen und dass Corona-Infektionen bei Vorschäden häufiger tödlich verlaufen, ist auch bekannt. Das sagt aber rein gar nichts über die Verbreitungschancen des Virus aus.
Na ja, früher oder später wird uns allen nix anderes übrig bleiben, sich nach einer alternativen Energiequelle an Stelle Öl, Gas oder Kohle umzuschauen.
Unabhängig von ökologischen Fragen ist es Fakt, dass die Energie tragenden Bodenschätze endlich sind und immer knapper werden.
Die Amis pressen nicht umsonst schon für 35-40 €/Barrel Erdöl aus dem Schiefer, weil die natürlichen Flüssiglagerstätten z. B. in Texas praktisch leer sind.
Die Amis (oder eher: die Kanadier, die ebi Teersanden führend sind) machen das aus politischen Gründen: Sie wollen nichts mehr importieren. Es stimmt zwar, dass die Förderung tendenziell immer teurer wird, aber gerade bei Gas ist da noch verdammt viel Luft nach oben und Kohle gibt es weiterhin fast umsonst. Iirc enthalten allein die derzeit schon wirtschaftlich getesteten Öl- und Gas-Lagerstätten mehr CO2, als wir dem Klima in den nächsten 200 Jahren zumuten können und mit den unkonventionellen Lagerstätten ist es mehr als das Vierfache. Mit Kohle ist man beim Zehnfachen und dann steckt nochmal ungefähr die Summe dieses ganzen in Methanhydraten, für deren Nutzung auch schon Konzepte bestehen. Also nö: Fossile Energieträger gehen uns so schnell nicht aus, auch wenn sie bei hohem Verbrauch teurer werden könnten. Aber da ist noch viel Raum nach oben, ehe Deutsche auch nur an Verhaltensänderungen denken geschweige denn Probleme bekommen.
In der Realität ist eher das Gegenteil der Fall: Nachdem Venezuela mal vorgeprescht war, ist nicht nur den Arabern, sondern auch den USA und zunehmend selbst Putin klar geworden, dass die Menschheit nicht einmal die aktuell eingeplanten Lagerstätten leeren sollte und das ein zunehmend größerer Teil der Welt das auch nicht zu tun plant. Heißt: Wer seinen Klimamüll jetzt nicht billig vertickt, der bleibt darauf sitzen. Deswegen wird auch dieser Tage munter weiter gefördert. Es hat kein Ölförderer mehr großes Interesse daran, den Ölpreis hochzuhalten. Damit würde er das Ende seines eigenen Marktes nur beschleunigen, wenn auf einmal auch ökonomische Gründe für weniger fossilen Verbrauch sprechen täten.
Du merkst, ich argumentiere gar nicht ökologisch, weil der wirtschaftliche Hebel viel, viel gewaltiger bei regenerativen Energiequellen ist.
Man kann trefflich darüber diskutieren, ob es nicht sinnvoller wäre, zuerst die regenerative Energieerzeugung hochzufahren, bevor man Kohlekraftwerke abschaltet.
Ich denke, das setzt die Bundesregierung schlichtweg auf die Eigendynamik des Marktes.
Nö. Da rettet die Bundesregierung die Pfrunde der dicksten Lobbys. Deswegen !bremsen! wir aktuell den Aufbau von erneuerbaren Energien, finanzieren aber umgekehrt den weiteren Betrieb von Kohlekraftwerken und den Bau übergewichtiger Batterieautos. Dabei verursacht ein mit Kohlestrom betriebenes Elektroauto wesentlich mehr Umwelt- und Klimaschäden als ein Benziner. Die Bundesregierung bezahlt also zusätzliche Klimaschädigung mit jeder Menge Steuergeld. Steuergeld, dass mal wieder an Eon, EnBW, Vattenfall, VW, Daimler, BMW,... geht. Wie so vieles in den vergangenen Jahrzehnten.
Ich wäre blöd, würde ich künftig nur einen einzigen Cent in Gas, Kohle, Pellets oder Erdölprodukte investieren - ich spare ab dem 5. Jahr jedes Jahr über 6000 € Energie, Sprit und Heizkosten!
6000 € ???
Sorry, aber selbst für einen Vierpersonenhaushalt klingt das nicht gerade nach öko, sondern nach ziemlicher Energieverschwendung. Ich kam mit 2 Personen letztes Jahr auf rund 2500 € und davon könnte man nochmal locker 500 € abziehen, wenn statt Biogas normale Tarife buchen könnte. Deine Umstellung auf Selbstversorgung würde ich eher als Investition in einen (aus ökologischer Sicht) Luxuslebensstil betrachten denn als Klima- oder gar Umweltschutzmaßnahme.
Das Problem bei der ganzen Sache, kann man in Jeder historichen Quelle nachlesen, deshalb artet es hier auch in politische Glaubensfragen aus.
Wird Fleisch wesentlich teurer, können es sich nur noch gewisse gesellschaftliche Schichten (regelmäßig) leisten, während die weniger Begüterten sich in Verzicht üben müssen, hatten wir alles schon in der Historie und auch blendend belegt, plus die daraus resultierenden gesellschaftlichen und politischen Effekte.
Naja: Aktuell konsumieren die Deutschen mehr als doppelt so viel Fleisch wie allein aus rein gesundheitlichen Gründen empfehlenswert wäre. Und da gibt es außer bei den untersten 1-5% meines Wissens nach auch keine soziale Staffelung. Nur weil man ein paar 100 € mehr im Monat hat, hat man ja nicht mehr Hunger und bewusste Ernährung mit abnehmendem Fleischkonsum wird mit steigendem Wohlstand sogar leicht häufiger. Demnach wäre eine Verdoppelung der Preise wohl allemal machbar. Gegen die direkte Erhöhung von Fleischpreisen bin ich trotzdem, aber es ist allerhöchste Zeit für das Verbot von Haltungsbedingungen und insbesondere auch Gülleregelungen, die die derzeitige Billigstproduktion überhaupt möglich machen. Dass das günstigste Steak dann bei 10 €/kg statt 5 €/kg liegt wäre nur ein netter Nebeneffekt - und immer noch sozialverträglich. (HIV und Mindestlohn entsprechend anpassen, fertig)
Viel Fleisch ist ökologisch halt ein Luxus und solange wir in einer Marktwirtschaft leben, muss jeder selbst entscheiden, in welchen Luxus er sein überschüssiges Budget am liebsten investiert. Das sollte man nicht mit dem Grundproblem vermengen, dass einige insgesamt zuwenig Budget haben. Was nützt es einem armen Vegetarier auch, wenn wir Fleisch aus "sozialen" Gründen billig halten, er aber weiterhin zuwenig Geld für Bildungsreisen hat?
Backt ihr eigentlich auch mittlerweile frisches Brot Zuhause? Haben hier ja etwas Mehl gehortet
Nö. Habe, im Gegensatz zu anderen Forumsteilnehmern, niemandem etwas weggehamstert und sehe bei selbstgebackenem Brot weiterhin den Verhältnis aus Aufwand und Nutzen* nicht. Vom guten Bäcker schmeckt es praktisch genauso gut und da bin ich ja oft schon zu faul, es extra zu holen
*: Übrigens auch ökologisch. Selbst Nahrung zubereiten, die man in gleicher Qualität aus einem effizient arbeitenden Großbetrieb bekommen kann, ist eigentlich Verschwendung.
Ich kann ihre Beiträge lesen.
Ich auch, aber einige lesen sich genauso schlecht wie einige von meinen. Nur dass ich die dann meistens nach Mitternacht geschrieben habe, nicht nachmittags
Ich bekomme aber die Ingredienzien nicht. Da müsste ich zum Hamburger Fischmarkt fahren. Es geht um leckere Schweinereien, nicht um Fisch mit Reis. Alleine schon der extra fette Tonno, den es nur für Stammgäste gibt, eingeflogen aus Japan, ist nirgendwo zu kaufen.
Soviel zum Thema Umwelt/Klimaschutz/sich um kommende Generationen sorgen. Wenn du früher viermal die Woche eingeflogenes gegessen hast, weil wegen der Nordschleifentouren die Zeit zum Kochen fehlte, brauchen wir uns über den heutigen Zustand des Planeten auch nicht wundern.
Neues aus der Türkei:
Erdogan hat Kündigungen verboten für 3 Monate (bei Bedarf 6 Monate), der Arbeitgeber kann die Arbeitnehmer zum Urlaub schicken, muss aber täglich ca 40 Lira zahlen.
Betrifft das auch unfähige/gemeingefährliche Präsidenten oder kann man die weiterhin feuern?
Ich habe da keine Vorstellung. Wie weit kommt man in der Türkei mit 40 Lira (~5,40 Euro) am Tag? Ist das dort machbar, oder eher so eine "Marketing-Aktion" von Erdogan?
Letztes Jahr lagen die Lebenserhaltungskosten da ungefähr bei der Hälfte der hiesigen, aber ich weiß nicht, wie die zunehmende Inflation sich auswirkt. Es ist jedenfalls deutlich unter dem Mindestlohn und der ist afaik bei weitem nicht ausreichend, um eine Familie zu ernähren.
- Off topic -
Und ja, ich bin natürlich gegen Thunfischjagd, weil sie ausgerottet werden. Aber wenn mir der Koch eine Schale mit besonderem Thunfisch vor die Nase stellt, dann kann ich nicht ablehnen. Der Fisch ist ja eh schon tot. Ausgerottet werden sie für Millionen billiger Dosen. Ja, man könnte es auch ablehnen, aber das wäre arg unhöflich. Das kann man nicht machen. Nicht beim Japaner
Jein. Es ist zwar der massenhafte Fang, der Bestände einbrechen lässt, aber es sind die absurd hohen Gourmetpreise für bereits seltene Arten, die für die Ausrottung sorgt. Und die wäre es schlicht unrentabel, noch gezielt nach Rotem oder Blauflossenthun zu suchen. Umgekehrt landet in den billigen Dosen eben sowieso nur die Arten, denen es noch vergleichsweise gut geht.
Dieses Phänomen gilt übrigens auch für viele andere Wildtiere, egal ob zur Ernährung, für Medizin oder andere Zwecke (ganz klassisches Beispiel: Riesenalk): Kaum etwas wird durch massenhafte Nutzung ausgerottet. Das geschieht erst, wenn selbsternannte Kenner anfangen, wegen der Seltenheit Sonderpreise zu zahlen. Und das pflanzt sich durch die ganze Kette bis nach unten durch - ein Koch stellt nur dann einem zweiten Gast eine Schale besonderen Thunfischs hin, wenn er die erste Schale dieser Art bekommen hat. Und kein Großhändler ordert einen weiteren deratigen Fisch, wenn der Koch nach dem ersten Stück kein weiteres mehr gekauft hat. Und ohne die Bestellung vom Großhändler kommen die Preise nicht zustande, die für die Ausrottung sorgen. Da sollte sich absolut niemand aus der Verantwortung drücken, sondern jedem, der Fleisch einer gefährdeten Art auf den Tisch stellt, den Tisch um die Ohren schlagen!
(Ein Glück, dass mir alles nördlich von Thailand und östlich von Nepal eh selten schmeckt, da komme ich gar nicht erst in solche Konflikte

)