DKK007
PCGH-Community-Veteran(in)
Stellt man eine ökonomische Betrachtung an, ist das einzige Ziel, nicht zu sterben. Nach einer Pandemie geht es dann die Überlebenden merklich besser als vorher, weil vorhandene Ressourcen auf weniger Menschen aufgeteilt werden müssen.
Hans-Joachim Voth: "... Im Mittelalter haben die Regierenden in solchen Situationen kaum eingegriffen. Sie fuhren nicht die ganze Wirtschaft herunter wie jetzt oder isolierten auch nicht die Bürger. Das führte natürlich zu extrem hohen Todesraten. In unterentwickelten Volkswirtschaften bedeutete dies allerdings für die Überlebenden ökonomisch einen Riesengewinn.
England verlor nach der verheerenden Pestepidemie um 1350 rund ein Drittel der Bevölkerung. Damals war Boden der wichtigste Produktionsfaktor, Land ist aber nicht vermehrbar. Die verbliebenen Bauern bekamen zusätzliche Anbauflächen quasi geschenkt.
Denen ging es richtig gut. Wer eben noch Porridge gegessen hatte, aß jetzt Roastbeef und trug Lederschuhe. Wir können das Ergebnis sehr genau am Konsumverhalten ablesen. Die Reallöhne stiegen damals auf ein Niveau, dass sie in den folgenden 500 Jahren nicht mehr erreichen sollten.
Corona-Pandemie - OEkonom Hans-Joachim Voth: "Wir koennten eine virtuelle Pestmauer bauen" - DER SPIEGEL
Wobei heute nur ein kleiner Teil der Bevölkerung in der Landwirschaft arbeitet.
Und Arbeitsplätze machen Rentner auch nicht mehr frei.
Bei der Pest war das Alter ziemlich egal.
Das einzige, wo es was bringen würde, wären Wohnungen. Denn die Alten haben oft noch alte Mietverträge mit recht günstigen Mieten. Durch die Mietpreisbremse können die dann nicht beliebig erhöht werden, beim neuen Mieter.


