Die Bundestagswahl 2017

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Süß. Der zahlt gar keine Erbschaftssteuer.
Eben. Aber das ist wohl einer der "ruhmreichesten" Leistungen von Lobbyisten, dass die Leute bei der Erbschaftssteuer sofort denken, dass es ihrer Datsche oder Kleinstunternehmen an den Kragen geht, obwohl es äußerst großzügige Freibeträge gibt, selbst bei den Plänen der Linkspartei, und sowas wie selbstgenutzter Wohnraum sowieso ausgenommen ist.
 
Das sehe ich völlig anders. Ja das Vermögen wurde schon mal irgendwann besteuert als es verdient wurde, soweit richtig. Aber wen Vermögen von einer Person zu einer anderen Person wechselt, egal ob da verwandschaftliche Verhältnisse vorliegen, gehört es nochmal versteuert, weil was hat diese Person den geleistset um dieses Geld geschenkt zu bekommen, außer das unsagliche Glück zu haben als Erbe eingesetzt worden zu sein?

Hätte sie das gleiche Geld wirklich durch eigene Arbeitsleistung verdienen müssen hätte sie es ja auch versteuern müssen, warum sollte es bei einer Erbschaft, wo keinerlei eigene Arbeit erbracht worden ist, sondern nur Vermögen umgeschichtet wird dieses Geld nicht nochmal versteuert werden?
Ähm, was heißt hier "unsägliches Glück"?
Glaubst du etwa, jeder der Geld erbt, hat irgendwie faul drauf gewartet, oder wie?
Wie sieht's denn mit Familienunternehmen aus, wo mehrere Generationen Arbeit reingesteckt haben? Ist da auch 'ne Erbschaftssteuer nötig?

Warum sollte gerade da jemand nur auf Grund von verwandschaftlichen Verhältnissen für eine Erbschaft begünstigt werden die ein anderer erarbeitet hat?
Am Einkommen hat der Staat schon Geld verdient. Meines Wissens gibt es kein Gesetz, das besagt, dass der Staat etwas besteuern kann, das er schon besteuert hat.
 
Was übrigens viele vergessen, selbst nach liberaler Logik ist die ständige Vermögenskonzentration nicht gut. Denn irgendwer muss die ganzen Produkte auch kaufen. Superreiche kaufen aber keine 1000 Smaprtphones, 100 Autos und 5000 Hosen.

Im Gegenteil, sie "investieren" ihr Geld. Blöd nur wenn sich das Investment nur auszahlt, wenn die Leute weiter Produkte kaufen, aber kein Geld haben, weil das Vermögen immer weiter schrumpft. Deswegen kann man ja heute alles auf Pump kaufen. Ohne wirkliche Liquiditätsprüfung.
 
Ich persöhnlich würde da ja sogar noch viel weiter gehen, manch einer mag das schon als extrem bezeichnen, aber ich halte es nur für die im Grunde einzig faire Lösung.
Ginge es nach mir würde man bis auf Wohnungen / ein Haus und kleine Betriebe nichts mehr vererben können. Wer sich durch eigene Leistung was erarbeitet soll davon bis zu seinem Tod auch profitieren, aber nach dem Tod der Person gehört das Vermögen der Allgemeinheit und fließt alles Vermögen entsprechend dem Staat zu, der es im Sinne der Allgemeinheit zu verwenden hat. Firmen / Großunternehmen ab einer gewissen Größe würde ich zu allgemeinnützigen Gesellschaften umfirmieren, da Betriebe in Staatshand nicht auf Dauer funktionieren. Kleine Familienbetriebe dürfen duch Erbschaft weitergegeben werden, werden aber besteuert, wobei die Steuer auch in Raten über längere Zeit abgezahlt werden kann, um die Betriebe nicht ggf. zu ruinieren.

Frei nach dem Moto Leistung gehört belohnt, Nichtleistung nicht entlohnt.
Letztlich ist Erbschaft am Ende genau das eine Entlohnung für nicht erbachte Leistung, nur wegen des Glücks in diese Verwandschaft geboren / verheiratet zu werden / sein und mal ehrlich, jeder der in eine Familie mit Vermögen geboren wurde hat im Grunde schon genug daraus, ohne eigene Leistung profitiert, durch eine fianziell sorgenfreie Kindheit, bessere Bildung und einen einfacheren Start ins Leben, warum sollte man diese Menschen auch noch durch eine Erbschaft belohnen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Am Einkommen hat der Staat schon Geld verdient. Meines Wissens gibt es kein Gesetz, das besagt, dass der Staat etwas besteuern kann, das er schon besteuert hat.
Aber beim vererben bekommt doch jemand anderes dadurch ein Einkommen oder?
Und nein ich glaube nicht jeder Erbe wartet faul darauf aber er bekommt halt trotzdem ein Einkommen mit dem Erbe :ka:
 
Der Herr Sixt hat Ende der Neunziger Mal richtig Stunk gemacht weil er den Weiterbestand seiner Firma als Familienbetrieb gefährdet sah.
Bei deren Umsatz hätte auch kein noch so hoher Freibetrag geholfen.

Ähnlich kenne ich es als man meinen Opa bei dem Anteilen an seinem ehemaligen Arbeitgeber ein paar Jahre vor seinem Tod ordentlich über den Tisch gezogen hat: Einzige Alternative wäre behalten gewesen und das hätte (nach Schätzwert, bei einer nicht frei gehandelten Firma aber nicht realisierbar) meine Eltern beim Erbe in den Ruin getrieben.
 
Der Herr Sixt hat Ende der Neunziger Mal richtig Stunk gemacht weil er den Weiterbestand seiner Firma als Familienbetrieb gefährdet sah.
Bei deren Umsatz hätte auch kein noch so hoher Freibetrag geholfen.

Ähnlich kenne ich es als man meinen Opa bei dem Anteilen an seinem ehemaligen Arbeitgeber ein paar Jahre vor seinem Tod ordentlich über den Tisch gezogen hat: Einzige Alternative wäre behalten gewesen und das hätte (nach Schätzwert, bei einer nicht frei gehandelten Firma aber nicht realisierbar) meine Eltern beim Erbe in den Ruin getrieben.

Man könnte ja eine Ratenzahlung vereinbaren. Zur Zeit sieht es bis jetzt so aus, dass sich die Vermögen einiger wieder immer weiter vermehren.

Und was die angebliche Doppelbesteuerung angeht, es ist Keine.
 
Ich finde euer Anliegen schon nachvolziehbar, habe aber halt (vor den letzten Reformen) schon erlebt wie eine Menge Angst vor einem möglichen Erbfall aufkam. Es ist halt oft nicht so einfach wie man glaubt.

Ich halte eine Schenkungssteuer (eine Erbschaft ist in DE quasi gleich einem Geschenk) allgemein durchaus für sozial gerecht, aber leider gibt es eine Menge Fälle wo ein "Geschenk" die Existenz bedrohen könnte.
Gerade sowas wie Firmenanteile sind ein großes Problem da die ausserhalb einer AG auf Aktien eben auch bei Minderheitsbeteiligungen nicht "mal eben" zu dem geschätzten Wert zu realisieren sind, oft sogar nie.
 
Ich arbeite in einem mittelstaendischen Betrieb.
Mitarbeitergroeße inkl. allen drum und dran aktuell ~30 Leute.
Mein Chef und Firmengruender ist Ende 2015 gestorben.
Familienlage: in Trennung lebende Frau (Witwe), Tochter, Sohn.
Familie untereinander zerstritten.
Die ganzen Beschaeftigten, bis inkl. Betriebsleiter wusste nicht genau wies weitergeht und ob ueberhaupt.
Wir (die Belegschaft) dachten eigentlich das die ganze Firma zerschlagen oder verkauft wird.

Zu unserem Glueck hat die Tochter das Ganze uebernommen.
Die Erbgeschichte ist bis heute noch nicht durch, weil hier noch immer geklaert wird was wie wo aufgeteilt werden muss.

Der Firma geht es, fuer die Groeße nicht schlecht, kann Loehne und Material ohne Probleme zahlen. Auch kleinere Investitionen sind moeglich.
Es werden aber keine Vermoegen gehortet.

Wenn jetzt beachtliche Erbschaftsabgaben an den Staat noch on Top kommen wuerden, wuerds die Firma nicht mehr geben.

Nein die Chefin streicht sich kein Megagehalt ein und saugt den Betrieb nicht aus. Eher im Gegenteil. Sie taetigt laengst ueberfaellige Investitionen in den Betrieb.


Ich denke, es gibt zahllose aehnlicher Betriebe in Deutschland, eigentlich eins der Rueckgrate der deutschen Industrie.

Was passiert wenn man, wie weiter oben genannt rigoros Erbschaftssteuern/Abgaben einfuehrt?
Nach dem Tod des Inhabers/Gruenders wird ein womoeglich gut dastehender Betrieb in den Ruin getrieben.
Ernsthafte Nachfolge wirds kaum geben. Und ja, ich bringe hier das Argument: zahllose Arbeitsplaetze sind bedroht.

Ich weis nicht wie eure Arbeitssituation ist, inwieweit ihr Einblick bei eurem Arbeitgeber habt und was solche Sachen fuer euch bedeuten wuerde.


Natuerlich fallein einem bei Erbschaftssteuer eher ein Quandt und Co ein. Ich kann mir gut vorstellen, das es genuegend Menschen gibt die eine Familie Quandt am liebsten enteignen wuerden, im Auftrag der sozialen Gerechtigkeit.
Nur ist das der richtige Weg?
Vielleicht muss man ueberlegen warum es moeglich ist, solche Vermoegen anzuhaeufen, welche Mechanismen sowas zulassen, und was man machen kann sowas etwas einzudaemmen.
Aber ueber Erbschaft? Ich weis nicht.
Ich habe da eher das Gefuehl das aus einem guten Gedanken, die total falschen getroffen werden. Die, die man eigentlich damit erreichen will, werden Mittel und Wege finden, dem zu entgehen.
 
Die Rechnung ist ganz einfach. Am Geld von Quandt und co werden die Linken scheitern und danach gehts an die nächstkleineren Verdienste, unter anderem an deine Chefin und dabei wird nichts gutes herauskommen.
 
Ich verstehe jetzt auch nicht, wo das grundlegend sein soll, um Schulz nicht zu wählen.:ka
Dass der Typ völlig inkompetent ist, bestreitet doch keiner.:ka:

Du gibst dir die Antwort doch direkt im nächsten Satz ;)

Die Sache ist doch die, dass man den Wähler fast vor die Entscheidung Schulz oder Merkel stellt. Denkt doch mal nur eine Sekunde weiter, wir haben noch knapp 30 weitere Parteien. Lasst euch doch nicht so ein enges Weltbild aufzwängen. Ja, Merkel ist ungut. Schlz ist, wie die meisten wissen, auch keine bessere Wahl. Dann eben den nächsten Kandidaten, anstatt zwischen Pest und Cholera zu wählen (wie in den USA). Hier sind wir noch nciht so weit und haben noch eine Wahl.

Aber wie willst du die Reichen sonst zu fassen kriegen?

So jedenfalls auch kaum. Die juckt es wohl kaum. Und dadurch, dass es dann doch nicht so viele sind, holst du darüber nicht viel rein. Steuertechnisch ist das eine schwierige Frage, hier könnte man aber relativ einfach in Sachen Sozialversicherungen ansetzen, was wiederum Kosten im Gesundheitssektor spart und die Einkommen von der großen Masse vergrößert, Stichwort Beitragsbemessungsgrenze.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dann kommen aber halt auch noch die Dienstleister dazu und die kriegst du nicht so zu "fassen". Facebook und Google eben, was machst du mit denen?:schief:

Wieso Dienstleister?
Es geht ja darum, dass du den Leuten das Geld aus der Tasche ziehen musst, die hier konsumieren. Das tut Facebook und Google nicht.
Dass man solchen Firmen klar machen muss, dass sie Steuern zahlen müssen, ist eine andere Sache.

Alltagsluxusartikel werden bestimmt auch nicht unbezahlbar für die meisten allein schon weil sonst der ganze Markt für die Hersteller kaputt wäre, es kann eben nicht jeder Hersteller von dem gut verdienenden Prozent leben also wird es auch immer ein Angebot für jedermann geben.

Was ist für dich denn Alltagsluxus?
Der Lachs aus Alaska?
Erdbeeren im Winter?
billiges Hühnerfleisch?
Wieso kosten 100g Hühnerfleisch eigentlich weniger als 100g Tomaten? Tomaten bestehen zu 90% aus Wasser.

Hat halt überhaupt nichts mit Yachten oder einem Porsche Cayenne zu tun. Denn die Käufer juckt das quasi gar nicht. Die kaufen ihre Ware dann einfach nicht in Deutschland, ankert das Boot eben länger in Monaco.
Der, der sie hier im Laden kaufen muss bzw. dessen Paket der Zoll nachträglich besteuert, ist der Normalbürger.

Was kauft denn der Normalbürger?
Einen Porsche Cayenne?
Wer einen Porsche Cayenne im Ausland kauft und nach Deutschland einführt -- rate mal, was der an Steuern zahlen darf? Genau, den Kaufpreis.
Das gleiche gilt für die Yacht oder sonst irgendwas, das niemand braucht aber hier anschleppt.
guck mal, was ein Auto in Singapur kostet. ;)

Was passiert wenn man, wie weiter oben genannt rigoros Erbschaftssteuern/Abgaben einfuehrt?
Nach dem Tod des Inhabers/Gruenders wird ein womoeglich gut dastehender Betrieb in den Ruin getrieben.
Ernsthafte Nachfolge wirds kaum geben. Und ja, ich bringe hier das Argument: zahllose Arbeitsplaetze sind bedroht.

Die Erbschaft wird ja auch in das Unternehmen investiert.
Es geht ja darum, ob du Geld aus dem Unternehmen herausziehst oder nicht.
Das kann man schon ermitteln. Das Problem ist, dass es hier einfach zu viele Ausnahmen gibt. Das müsste man viel einfacher gliedern, dann kann man das auch einfacher nach verfolgen und die erwischen, die eben bescheißen.

Natuerlich fallein einem bei Erbschaftssteuer eher ein Quandt und Co ein. Ich kann mir gut vorstellen, das es genuegend Menschen gibt die eine Familie Quandt am liebsten enteignen wuerden, im Auftrag der sozialen Gerechtigkeit.
Nur ist das der richtige Weg?
Vielleicht muss man ueberlegen warum es moeglich ist, solche Vermoegen anzuhaeufen, welche Mechanismen sowas zulassen, und was man machen kann sowas etwas einzudaemmen.
Aber ueber Erbschaft? Ich weis nicht.
Ich habe da eher das Gefuehl das aus einem guten Gedanken, die total falschen getroffen werden. Die, die man eigentlich damit erreichen will, werden Mittel und Wege finden, dem zu entgehen.

Niemand will die Quants enteignen. Aber müssen die 500 Millionen im Jahr abzweigen?
Wieso können die das Geld nicht reinvestieren und das neue Motorenwerk oder die neue Elektroentwicklung damit finanzieren?
Wieso kriegt BMW noch Geld in den Arsch geblasen?
Oder guck dir Müller an.
Der Typ hat mit Eu Hilfen eine Milchproduktion in Ostdeutschland aufgebaut und so 50 Arbeitsplätze geschaffen. Schön und gut.
Nur hat er dann eine Woche später gemerkt, dass er ja schon eine Milchproduktion hat. Nur 30km entfernt, in Niedersachsen.
Die hat er kurzerhand dicht gemacht -- war ja auch schon alt und nebenan hatte er ja gerade eine ganz neue gebaut -- und so 250 Leute in die Arbeitslosigkeit geschickt.
Dafür hat der Penner auch noch Geld gekriegt. Und dann ist er in die Schweiz gegangen, als er Erbschaftssteuer zahlen sollte.
Solche Typen würde ich nicht enteignen -- die würde ich in den Knast stecken.

So jedenfalls auch kaum. Die juckt es wohl kaum. Und dadurch, dass es dann doch nicht so viele sind, holst du darüber nicht viel rein. Steuertechnisch ist das eine schwierige Frage, hier könnte man aber relativ einfach in Sachen Sozialversicherungen ansetzen, was wiederum Kosten im Gesundheitssektor spart und die Einkommen von der großen Masse vergrößert, Stichwort Beitragsbemessungsgrenze.

Ja, die Beitragsbemessungsgrenze ist auch so ein Witz. Ich kann soziale Gerechtigkeit da nicht drin sehen.
Daher würde ich das System ja auch umdrehen.
Jeder zahlt 20% seines Gehaltes in die Sozialsysteme ein, egal wie viel er verdient, egal was er macht. Immer sind es 20%.
Bei einem 1000€ Job sind das dann 200€.
Wer 100.000€ verdient, muss schon 20 Riesen einzahlen. Wer 20 Millionen kriegt, hat mehr zu tragen.
Daraus bekommt dann jeder eine Rente gezahlt. Wer mehr einzahlt, kriegt mehr, keine Frage, aber die Menge wird gedeckelt. Es gibt einen Maximalwert, den man bekommen kann. Mehr nicht.
 
Threshold, soweit liegen wir doch gar nicht auseinander.

Um nochmal auf die Quandts zu sprechen zu kommen.
Stefan Quandt wird mit ~20 Milliarden gefuehrt, seine Schwester mit ~24 Milliarden.
Ich habe aber keine Ahnung was da alles zaehlt.
Die haben ja nicht mal eben etliche Milliarden als frei verfuegbares Kapital, oder?
BMW besteht auch aus mehr als nur die Quandts.


Wie was wo und ob man da ueberhaupt was machen und ansetzten muss oder soll, weis nicht. Dafuer habe ich auch nicht wirklich die Kompetenz darueber eine vernuenftige Meinung auszusagen.
Reiche haben nicht automatisch weniger Rechte als andere Menschen, natuerlich auch nicht mehr. Auch wenn der Bogen dahingehend, subjektiv empfunden manchmal sehr gespannt wird.

Ich bin noch immer der Meinung: Systeme vereinfachen, entschlacken, Schlupfloecher schliessen. Und zum Thema Sozialabgaben find ich den Vorschlag von Threshold eigentlich gar nicht so verkehrt.
So wird jeder prozentual gleich belastet. Sowas ist gerecht, nicht das was einige Vorschlagen, was nahezu an Enteignung grenzt.
Frage an der Stelle: sind solche Forderungen und Aussagen von Politikern nicht auch stumpfer Populismus?

Zu den auslaendischen Firmen: ist eine Gratwanderung.
Man muss auch sehen was diese Firmen bringen. Natuerlich wollen die so viel Geld wie moeglich verdienen und am Besten dafuer nichts zahlen.
Es muss aber einfach eine Kosten/Nutzen-Rechnung gestellt werden.
Was genau bringt ein Standort in Deutschland?
Wieviel Arbeitsplaetze werden geschaffen?
Waeren diese Arbeitsplaetze ohne diesen Standort auch moeglich?
Und wahrscheinlich auch viele andere Fragen....

Es ist einfach mit dem Finger zu zeigen und stumpf nur auf die entgangenen direkten Steuereinnahmen zu zeigen, aber mal einen Schritt zurueckgehen und auf das große Ganze zu schauen?
Ich hab schon weiter oben geschrieben: fuer solche Sachen fehlt mir die Kompetenz, aber ich versuche trotzdem Themen von vielen Seiten zu betrachten.
 
Alltagsluxus ist doch schon fast jedes Hobby. Das würdest du damit auch so teuer machen, dass es sich viele gar nicht mehr leisten können. Selbst die heute eher günstigen Hobbys oder Dinge wie im Bereich Musik: Große Einmalinvestition, die heute schon nicht klein ist, je nachdem, was man da wählt. Solche Dinge werden dann gleich noch viel teurer.
 
Ich bin noch immer der Meinung: Systeme vereinfachen, entschlacken, Schlupfloecher schliessen. Und zum Thema Sozialabgaben find ich den Vorschlag von Threshold eigentlich gar nicht so verkehrt.
So wird jeder prozentual gleich belastet. Sowas ist gerecht, nicht das was einige Vorschlagen, was nahezu an Enteignung grenzt.
Frage an der Stelle: sind solche Forderungen und Aussagen von Politikern nicht auch stumpfer Populismus?

Populismus ist ja eigentlich das erzählen, von dem angenommen wird, dass das Volk das so haben will. Also mehr oder weniger.
Wenn also die FDP mal wieder von Steuersenkung labert, ist das genauso Populismus -- denn weniger Steuern zahlen findet ja jeder super -- wie wenn die Linken eine Reichensteuer fordern -- dass das nicht umsetzbar ist, sollte klar sein, aber das Volk hört das trotzdem gerne.
Populismus ist es natürlich auch, wenn die Politiker wieder reden, dass Amazon und Apple Steuern zahlen solle. Das reden die seit Jahren, machen aber nichts. Entweder können oder wollen sie nicht. Je nach dem.
Die Frage ist halt, welche Art des Populismus stört?
Versprechen tätigen, die dann eh nicht einhaltbar sind? So sind sie ja, die Volksabzocker. Sie können einem das Blaue vom Himmel versprechen und nach der Wahl dann genau das Gegenteil machen. Man kann sie dafür nicht haftbar machen. Sie sind von Gesetz wegen alleine ihrem Gewissen verantwortlich und das wird ja eh immer von der Fraktion vorgegeben.

Schlimm ist Populismus dann, wenn eine andere Gruppe diskriminiert wird, wenn Unwahrheiten vermittelt werden. Davon gibt es ja inzwischen auch eine Menge.

Es ist einfach mit dem Finger zu zeigen und stumpf nur auf die entgangenen direkten Steuereinnahmen zu zeigen, aber mal einen Schritt zurueckgehen und auf das große Ganze zu schauen?
Ich hab schon weiter oben geschrieben: fuer solche Sachen fehlt mir die Kompetenz, aber ich versuche trotzdem Themen von vielen Seiten zu betrachten.

Man müsste das gesamte Steuersystem ändern und das Finanzsystem gleich mit, denn die gehen ja Hand in Hand.
Was wir brauchen sind klare Strukturen, ohne große Ausnahmen und ohne große Lobbyistenverbände. Schlimm ist ja, dass sich die Regierung inzwischen externe Berater holt um Gesetze zu verfassen. Offenbar ist das so kompliziert, dass das nicht mal die Juristen der Parteien können.
Wenn wir an so einem Punkt angekommen sind, bedeutet das für mich, dass man mal grundlegend was ändern sollte.

Alltagsluxus ist doch schon fast jedes Hobby. Das würdest du damit auch so teuer machen, dass es sich viele gar nicht mehr leisten können. Selbst die heute eher günstigen Hobbys oder Dinge wie im Bereich Musik: Große Einmalinvestition, die heute schon nicht klein ist, je nachdem, was man da wählt. Solche Dinge werden dann gleich noch viel teurer.

Musik, Film und Theater sind Kultur. Sowas kannst du auch von der Steuer befreien.
Das Musik Instrument kostet dann das, was es eben in der Herstellung und dem Vertrieb kostet.
Als Gering Verdiener hast du vergünstigen Eintritt für Film oder Theater Vorführungen.
Menschen, die ALG 2 bekommen, sollten ein kostenloses Konto bekommen.
Der Staat will von denen sowieso ständig die Kontoauszüge sehen. Wieso also gibt es keine staatlich gesteuerte Bank, in der die ALG 2 Empfänger ihr Konto haben?
Der Staat spart sich das mit den Kontoauszügen, er kann direkt auf die Konten sehen und nachvollziehen, was ein und ausgezahlt wurde.
Im Gegenzug ist das Konto dann frei von Gebühren.
Wer das nicht möchte, kann ja immer noch ein Konto bei einer anderen Bank eröffnen. Der darf sich dann aber nicht wundern, wenn vom ALG 2 Geld 10€ pro Monat fürs Konto drauf gehen -- und das ist ein netter Wert, wenn ich nicht irre. Bei Leuten, die wenig einkommen haben, kassieren die Banken inzwischen horrende Summen fürs Konto.

Hab ich schon erwähnt, dass Banken und Versicherungen Wegelagerer, Halsabschneider, Blutsauger, Trickbetrüger und Hütchenspieler sind? :D
 
Schlimm ist Populismus dann, wenn eine andere Gruppe diskriminiert wird, wenn Unwahrheiten vermittelt werden. Davon gibt es ja inzwischen auch eine Menge.

Also gibt es ihn doch, den guten und den bösen Populismus?

Ich finde Populismus mit nicht haltbaren Versprechen genauso schlimm, auch ohne Diskriminierung anderer.
Schlicht weil man sich dadurch Macht, Einfluss und Geld sichert, ohne aber die Leistung zu erbringen, oder erbringen zu können die man verspricht.

Damit "lügt" man sich im Grunde auf Kosten der Allgemeinheit an die Macht, das ist in meinen Augen kaum weniger schlimm als irgend jemanden mit seinem Populismus zu diskriminieren.
 
Ja, die Beitragsbemessungsgrenze ist auch so ein Witz. Ich kann soziale Gerechtigkeit da nicht drin sehen.
Daher würde ich das System ja auch umdrehen.
Jeder zahlt 20% seines Gehaltes in die Sozialsysteme ein, egal wie viel er verdient, egal was er macht. Immer sind es 20%.
Bei einem 1000€ Job sind das dann 200€.
Wer 100.000€ verdient, muss schon 20 Riesen einzahlen. Wer 20 Millionen kriegt, hat mehr zu tragen.
Daraus bekommt dann jeder eine Rente gezahlt. Wer mehr einzahlt, kriegt mehr, keine Frage, aber die Menge wird gedeckelt. Es gibt einen Maximalwert, den man bekommen kann. Mehr nicht.

Ja, so eine Art Bürgerversicherung.

Damit könnte man auch Geringverdienern eine angemessene Altersrente garantieren.

In Österreich funktioniert ein ähnliches System bestens :daumen:.

Stattdessen haben Maschmeyer und Co. einen Freifahrtsschein erhalten,
mit Steuernmitteln noch mehr Kohle zu raffen :ugly:
 
Österreich taugt nur teilweise als vergleich.
Ein großer Teil wird da durch die Einwanderungspolitik finanziert.
Das nächste problem ist das du in ö 15 jahre einzahlen musst um etwas zu bekommen. Einen monat zu wenig.....schon gibts nix mehr.
 
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