Ich bin noch immer der Meinung: Systeme vereinfachen, entschlacken, Schlupfloecher schliessen. Und zum Thema Sozialabgaben find ich den Vorschlag von Threshold eigentlich gar nicht so verkehrt.
So wird jeder prozentual gleich belastet. Sowas ist gerecht, nicht das was einige Vorschlagen, was nahezu an Enteignung grenzt.
Frage an der Stelle: sind solche Forderungen und Aussagen von Politikern nicht auch stumpfer Populismus?
Populismus ist ja eigentlich das erzählen, von dem angenommen wird, dass das Volk das so haben will. Also mehr oder weniger.
Wenn also die FDP mal wieder von Steuersenkung labert, ist das genauso Populismus -- denn weniger Steuern zahlen findet ja jeder super -- wie wenn die Linken eine Reichensteuer fordern -- dass das nicht umsetzbar ist, sollte klar sein, aber das Volk hört das trotzdem gerne.
Populismus ist es natürlich auch, wenn die Politiker wieder reden, dass Amazon und Apple Steuern zahlen solle. Das reden die seit Jahren, machen aber nichts. Entweder können oder wollen sie nicht. Je nach dem.
Die Frage ist halt, welche Art des Populismus stört?
Versprechen tätigen, die dann eh nicht einhaltbar sind? So sind sie ja, die Volksabzocker. Sie können einem das Blaue vom Himmel versprechen und nach der Wahl dann genau das Gegenteil machen. Man kann sie dafür nicht haftbar machen. Sie sind von Gesetz wegen alleine ihrem Gewissen verantwortlich und das wird ja eh immer von der Fraktion vorgegeben.
Schlimm ist Populismus dann, wenn eine andere Gruppe diskriminiert wird, wenn Unwahrheiten vermittelt werden. Davon gibt es ja inzwischen auch eine Menge.
Es ist einfach mit dem Finger zu zeigen und stumpf nur auf die entgangenen direkten Steuereinnahmen zu zeigen, aber mal einen Schritt zurueckgehen und auf das große Ganze zu schauen?
Ich hab schon weiter oben geschrieben: fuer solche Sachen fehlt mir die Kompetenz, aber ich versuche trotzdem Themen von vielen Seiten zu betrachten.
Man müsste das gesamte Steuersystem ändern und das Finanzsystem gleich mit, denn die gehen ja Hand in Hand.
Was wir brauchen sind klare Strukturen, ohne große Ausnahmen und ohne große Lobbyistenverbände. Schlimm ist ja, dass sich die Regierung inzwischen externe Berater holt um Gesetze zu verfassen. Offenbar ist das so kompliziert, dass das nicht mal die Juristen der Parteien können.
Wenn wir an so einem Punkt angekommen sind, bedeutet das für mich, dass man mal grundlegend was ändern sollte.
Alltagsluxus ist doch schon fast jedes Hobby. Das würdest du damit auch so teuer machen, dass es sich viele gar nicht mehr leisten können. Selbst die heute eher günstigen Hobbys oder Dinge wie im Bereich Musik: Große Einmalinvestition, die heute schon nicht klein ist, je nachdem, was man da wählt. Solche Dinge werden dann gleich noch viel teurer.
Musik, Film und Theater sind Kultur. Sowas kannst du auch von der Steuer befreien.
Das Musik Instrument kostet dann das, was es eben in der Herstellung und dem Vertrieb kostet.
Als Gering Verdiener hast du vergünstigen Eintritt für Film oder Theater Vorführungen.
Menschen, die ALG 2 bekommen, sollten ein kostenloses Konto bekommen.
Der Staat will von denen sowieso ständig die Kontoauszüge sehen. Wieso also gibt es keine staatlich gesteuerte Bank, in der die ALG 2 Empfänger ihr Konto haben?
Der Staat spart sich das mit den Kontoauszügen, er kann direkt auf die Konten sehen und nachvollziehen, was ein und ausgezahlt wurde.
Im Gegenzug ist das Konto dann frei von Gebühren.
Wer das nicht möchte, kann ja immer noch ein Konto bei einer anderen Bank eröffnen. Der darf sich dann aber nicht wundern, wenn vom ALG 2 Geld 10€ pro Monat fürs Konto drauf gehen -- und das ist ein netter Wert, wenn ich nicht irre. Bei Leuten, die wenig einkommen haben, kassieren die Banken inzwischen horrende Summen fürs Konto.
Hab ich schon erwähnt, dass Banken und Versicherungen Wegelagerer, Halsabschneider, Blutsauger, Trickbetrüger und Hütchenspieler sind?
