Die USA haben auch diverse Maßnahmen ergriffen. Gut die werden gerade alle abgeschafft. Aber auch dort wurde mehr gemacht als nix.
Man sollte auch nicht vergessen, dass zu "gemach" auch Maßnahmen zählen, die nicht von der Regierung vorgeschrieben wurden. Trump hat da tatsächlich beinahe alles falsch gemacht, aber nicht alle Amerikaner sind so blöd wie Trump und insgesamt haben sehr viele ihre Lebensweise sehr stark verändert. Insgesamt gab es genug (unkorrdinierte, entsprechend nutzenarme) Einschränkungen in den USA, dass
die Wirtschaft um 1/3 eingebrochen ist.
Klingt nach einem echt guten Vorbild.
Das Problem ist nicht die Planung oder das Hygiene Konzept . die sind meistens sehr gut. Aber die Gäste sind das Problem, die halten sich nicht an die Regelungen.
Weil was willst du Veranstalter tun wenn es Verstöße gibt? Konzert abbrechen und alle nach Hause schicken? Strafen kannst du nicht verteilen, wenn gäbe es nur die möglich ein Hausverbot auszusprechen und ich bezweifel das jemand der auf die Regeln scheißt Diskussionslos und Hygienekonzept konform die Location verlässt.
Und es geht auch nicht darum nur 50 Leute zu überwachen , sondere mehrere Tausend Menschen gleichzeitig.Das wäre sehr Personalintensiv --> dem Veranstalter wahrscheinlich zu teuer.
Also ich weiß nich, wie das bei Leuten ist, die allgemein intensiver Veranstaltungen besuchen. Aber meinetwegen könnte ein Veranstalter gerne die Preise verdanderthalb- bis vervierfachen, je nach Preisklasse. Bei einem Stones-Konzert wären 150% das Limit, aber in einem kleinen Kino würde ich auch 400% des Normalpreises auf den Tisch legen,
WENN Schutzmaßnahmen konsequent durchgesetzt werden. Selbst meine Supermarktausgaben sind im Zuge eines Corona-bedingten Wechsels des Stammladens bereits um 15-20% gestiegen (bei schlechterer Auswahl). Aber so, wie Veranstalter, Restaurant-Betreiber, etc. den Corona-Schutz aktuell behandeln, zahle ich bis auf weiteres 0% dessen, was ich vor Corona ausgegeben habe. Ob ich da eine Ausnahme bin? Ob es sich trotzdem rechnet? Müssen die Veranstalter beurteilen. Aber wenn ich mir angucke, wie die darum betteln, dass ihnen der Staat mein Geld fürs Nichtstun gibt, dann scheint das Konzept "Preise wie immer und die Infektion gratis on top" nicht aufzugehen.
Du meinst das selbe RKI das ständig die "Spielregeln" ändert und mittlerweile nichtmal mehr genau erklären kann/will wie die aktuellen Spielregeln überhaupt aussehen ? Denn nur um es uns nochmal in Erinnerung zu rufen :
von :
Verdopplungszeit 10 Tage
zu
Verdopplungszeit 14 Tage
zu
Reproduktionsfaktor unter 1
zu
50 Fälle / 100.000
zu
1000 Infektionen, dass entspricht 8 Fälle pro 100.000.
zu
Zur generellen Aufhebung wollte Gesundheitsminister Spahn sich zuletzt auf gar keine konkrete überprüfbare Zahl einlassen: „Es gibt nicht diese eine Zahl. Es gibt den Steigerungsfaktor, um wie viel dynamischer wird das Infektionsgeschehen. Es gibt die absolute Zahl der Infektionen. Mit um die 1.000 Neuinfektionen pro Tag kann das Gesundheitswesen umgehen.“
Seitwann ist Spahn Wissenschaftler des RKI? Als ich das letzte mal geguckt habe, war der Leuteverarscher aus der gleichen Gruppe wie Scheuer, Laschet, etc.. Und es ist die Politik, die Grenzen für Entscheidungen willkürlich definiert. Die Wissenschaftler des RKI beobachten nur die Entwicklung und geben Empfehlungen, aber sie haben keine Enscheidungsgewalt.
Fun Fact an der Stelle: Selbst Großbritannien und Schweden definieren Risikogebiete über 20 Neuinfektionen/100k, nur Deutschlands "Gesundheits"minister akzeptiert zugunsten von Unternehmern das 2,5 fache.
Ok, das macht schon Sinn. Ist der Virus zu tödlich hat er nicht viel von seinen Wirten. Auf lange Sicht ist es evolutionsmäßig für das Virus besser nicht zu schädlich zu sein.
Jein. Es stört natürlich, wenn der Wirt schon nach zwei Stunden tot umkippt, aber es gibt auch eine Reihe von komplexeren Erregern mit mehrphasigen Entwicklungszyklus (also keine Viren), für die der Tod des ersten Wirts wichtiger Bestandteil für die Übertragung auf den Endwirt (der den Erstwirt frisst) ist. Das sind evolutionär stabile Muster. Für Viren zählt vor allem die Infektionszeit - sie müssen möglichst lange verbreitet werden. Aber dieser Zeitraum ist sowieso begrenzt, da irgendwann das Immunsystem doch mal in Schwung kommt. Ob das Virus den Infektionsträger verliert, weil dieser stirbt, oder weil er den Virus besiegt, ist für die Verbreitung des Virus unerheblich* und Covid19 ist da eher schon auf der "unnötig lasch"-Seite. Zumindest habe ich den Eindruck, dass Infizierte mit schwererem Krankheitsverlauf häufiger die Grundlage für Massenausbrüche sind (den Virus also sehr wirkungsvoll weitergeben), während die viel zahlreicheren symptomfreien/-armen Infizierte (glücklicherweise) vergleichsweise wenig Folgefälle auslösen (den Virus also nur eingeschränkt weitergeben). Gäbe es keine medizinischen Gegenmaßnahmen, die offensichtlich Infizierte in geschützte Räume befördern und so für den Virus als Verbreiter wertlos machen, wären Covid19-Varianten die vor allem schwere Fälle auslösen also verbreitungsstärker, als Covi19-Varianten mit symtomarmer Infektion.
*Ausnahme: Wenn der Virus sich so stark verbreitet, dass alle Individuen Wirtsart erkranken, dann ein Virus mit geringer Mortalität natürlich einen kleinen Vorteil. Denn der kann mit viel Glück die gleiche Person ein zweites Mal infizieren, während einer Variante mit hoher Mortalität irgendwann die Wirte ausgehen. Davon, die gesamte Menschheit auszurotten und zusammen mit ihr auszusterben, ist Covid19 aber meilenweit entfernt. Die Todeszahlen liegen ja nicht einmal annähernd in der Nähe der Bevölkerungszuwächse. Zumal selbst ohne Menschen immer noch diverse tierische Wirte bereitstehen, eigentlich ist
Homo sapiens nur wegen der schnellen globalen Ausbreitung für das fortbestehen eines Virusses vorteilhaft. Sind erst einmal alle Kontinente infiziert, kann ein Erreger auch in anderen Arten gut und großflächig weiterexistieren.
Es gibt einen Unterschied zwischen "behandeln" und "sofortige Operation notwendig".
Natürlich wird der Krebs operiert, der operiert werden muss aber nicht bei jedem Krebs muss sofort operiert werden.
Hab du mal ein Tumor, dann weißt du, wie das abläuft. Mein Tumor wurde ermittelt und zwischen "festgestellt" und "Operation" lag einige Zeit.
Es gibt genug Tumore, bei denen ist eine sofortige Operation nicht einmal möglich. Solange auch nur der Verdacht auf Mestasenbildung besteht, wird (hoffentlich) kein Arzt anfangen, Hackfleisch aus dem hochgefährlichen Zellhaufen zu machen und wenn er sich fein verzweigt in Organe ausgebreitet hat, steht auch erst einmal eine Chemo an in der Hoffnung, die für R=0 zu entfernende Gewebemenge auf ein vertretbares Maß zu reduzieren. Selbst vergleichsweise leicht zugängliche Tumore wie z.B. bei Brustkrebs werden teilweise (oft?) rein medikamentös behandelt.