Meine Kinder zahlen irgendwann meine Rente, aber auch die Renten derjenigen, die selbst keine Kinder haben. Also sollten diejenigen, die kinderlos bleiben, aber später eine Rente beziehen möchten, sehr, sehr vorsichtig bei Kommentaren sein, die sich darum drehen, wer welche Kosten zu tragen hat.
Wieso sollten sie denn vorsichtig sein? Gibt bestimmt auch genügend Singles die ihr gesamtes Berufsleben immer den maximalen Beitrag in die Rentenkasse einbezahlt haben und dadurch vielleicht mehr wie jemand mit seinen zwei Kindern. Ein bisschen sehr schwarz/weiß Vergleich den du hier anführst.
Des Weiteren hat der Single ja auch die Rente von jemand anderem finanziert, vielleicht sogar von deinen Eltern. Gibt bestimmt auch Singles deren Eltern früh oder noch vor Beginn der Rente verstorben sind. Von daher ist es schon sehr unverschämt, dem Single durch die Blume mitzuteilen er soll doch gefälligst seine Klappe halten.
Aber zum Thema 300€ für Kinder, finde ich auch sehr ungerecht und mal nur nach dem Schema Gießkanne, ein bisschen Geld zu verteilen um sich dann besser darzustellen. Weil beispielsweise Rentner werden gar nicht berücksichtigt, klar die hatten keine Betreuungsbelastung, aber durchaus eine seelische Belastung indem sie die Enkelkinder etc nicht sehen durften. Und für viele Renter mit wenig Rente, wäre das durchaus auch ok gewesen.
Ansonsten zitiere ich da gerne eine Freundin: Was soll ich mit den 300€ ich möchte, das mein Kind wieder in die Kita kann und seine sozialen Kontakte pflegen. Was ich sehr gut verstehen kann.
Du hast dir das nicht durch die Einzahlung verdient, sondern durch deine Arbeitsjahre.
Und was machst du in den "Arbeitsjahren"? Richtig du bezahlst ein und damit verdienst du dir deinen Renteneinspruch. Würdest du in diesen Arbeitsjahren nur wenig einzahlen bekommst du auch nur wenig Rente. Aber ich glaube es ist mode, dass du dem User grundsätzlich widersprechen musst egal was er schreibt?
Und wie willst du das verteilen? Oder gar nichts machen?
Am besten den Sozialstaat abschaffen? Verhältnisse wie in Brasilien?
Zum einen Leben wir in einer sozialen Marktwirtschaft und nicht in einem Schlaraffenland, auch wenn so Leute wie du das gerne hätten. Jedoch kann es halt auch nicht sein, dass man alles immer an die Allgemeinheit abdrückt.
Das man Schulbildung usw kostenfrei zur Verfügung stellt, kein Problem. Aber wieso soll ich deine Kinder durchfüttern, weil du meintest du musst 5 zeugen, könntest aber nur 1 versorgen? Wenn ich Kinder in die Welt setze, sollte ich diese auch versorgen können (Essen, Trinken, Kleidung) Bildung und kostenfreier ÖPNV kann gerne jedem Kind zur Verfügung gestellt werden. Aber diese Einstellung, ich mach worauf ich Bock habe und die Allgemeinheit wirds schon richten ist einfach nur Asozial! Da tun mir dann auch die Kinder leid, die bei solchen Leuten aufwachsen müssen.
Vielleicht hast du es nur vergessen, vielleicht warst du auch gerade die Kreide holen, als du es in der Schule lernen solltest: so funktionieren das bundesdeutsche Rentensystem und die Rentenkassen nicht. Du sparst nichts an, sondern erwirbst Ansprüche, welche die nächste Generation (an deren Produktion und Formung du dich nicht vollumfänglich beteiligt hast) zu erfüllen hat. Generationenvertrag und so. Du zahlst die Rente derjenigen, die *jetzt* in Rente sind aus (ggf. impliziter, besser aber expliziter) Dankbarkeit dafür, dass sie die Produktion und Formung deiner Person ermöglicht haben.
Vermutlich warst du da mal wieder Kreide holen, was bei dir wohl relativ häufig in der Schule vorkam?
Das extreme Umlageverfahren (es gibt ja auch noch mehrere Zwitterverfahren, z.B. die Schweiz hat das besser gelöst), wie wir es in Deutschland haben, wurde eingeführt, da Kapitalgedeckte Renten durch die Währungsreformen die wir in Deutschland hatten zu großen Rentenverlusten führte.
Dass wir in Deutschland ein Umlageverfahren haben, bei dem die aktuelle die vorherige Generation finanziert ist zwar richtig, jetzt kommt allerdings das große Aber.
Schaut man sich die durchschnittliche Einzahldauer und den durschnittlichen Einzahlbetrag an und vergleicht ihn mit dem durschnittlichen Rentenbezug, so stellt man fest, dass der Staat (Rentenkasse) im Schnitt mit jedem Rentner Gewinn macht. Nur wurde halt die Rentenkasse immer schön geplündert und über die Jahre hinweg sehr viele versicherungsferne Dinge finanziert (kann man auch nachschlagen), wodurch die Kasse stark belastet wurde.
Von daher brauchst du den User gar nicht so blöd anmachen, denn er hat durchaus recht mit seiner Aussage. Hätte man das Geld nur für die Rente investiert und die Überschüsse (wie beispielsweise der Staatsfonds in Norwegen angelegt), wäre das überhaupt kein Thema, wenn ein Single Rente bezieht, aber keine Nachfahren in die Welt gesetzt hat, denn das Geld war da, es wurde nur anderweitig verpulvert.
Und ja, du zahlst im Schnitt etwas mehr ein als jemand mit Kind. Allerdings hast du im Schnitt auch weniger Ausgaben als jemand mit Kind. Was du dabei durcheinanderbringst, ist der kausale Zusammenhang: Du bezahlst nicht mehr ein zur Strafe, weil du Single bist, sondern Eltern zahlen weniger ein als Entlastung dafür, dass sie Kinder großziehen, die - wie nun schon mehrfach erklärt - für ein Weiterbestehen des Systems erforderlich sind. Das ist kein Geschenkk, sondern eine zeitliche Verlagerung von Kosten.
Ähm nein, ich vermute mal du meinst kinderlose Paare? Ein Single der eine Wohnung usw. alles selber bezahlen muss, ist mit Sicherheit nicht so viel besser dran wie eine Familie mit Doppelverdiener. Je nach Job wird er sich schon mehr leisten können, aber am größten sieht man da meiner Meinung nach den Unterschied bei kinderlosen Paaren die zusammenleben.
Und wenn das System schon jetzt ziemlich wackelig steht, ist das mehr oder weniger die Schuld von Leuten, die vermeidbarerweise recht alt werden, ohne machbarerweise Kinder in die Welt gesetzt zu haben.
Nein es ist die Schuld der Regierungsparteien, die Rentengelder zweckentfremdet haben. Per se ist das System nicht schlecht, auch wenn man es über die Zeit dementsprechend modifizieren/anpassen muss.