Meine Kinder zahlen irgendwann meine Rente, aber auch die Renten derjenigen, die selbst keine Kinder haben. Also sollten diejenigen, die kinderlos bleiben, aber später eine Rente beziehen möchten, sehr, sehr vorsichtig bei Kommentaren sein, die sich darum drehen, wer welche Kosten zu tragen hat.
Ich finde dieses Argument immer wieder herrlich. Ja das Rentensystem ist ein Umlagesystem, trotzdem erwirbt man den Anspruch durch Einzahlung, nicht durchs Kinder kriegen.
Ich denke viele Kinderlose würde sofort unterschreiben, dass sie nicht einzahlen, ihr bisher eingezahltes Geld ausgezahlt bekommen, und sich selbst um die Finanzierung ihrer Rente kümmern müssen.
Viele Kinderlose sind zudem nicht absichtlich kinderlos. Am häufigsten dürfte wohl sein, dass einfach kein Partner gefunden wurde. Dann gibt es natürlich auch diejenigen die aus biologischen Gründen keine Kinder zeugen können. Beide Gruppen leiden meist ihr Leben lang darunter. In der Öffentlichkeit wird aber immer mit den DINKs argumentiert denen es super toll geht und die mit ihrem Zweitcabrio die Mittelmeerküste unsicher macht. Gibt es sicherlich auch, dürften aber unter den kinderlosen tatsächlich die Minderheit sein.
Übrigens: Alleinlebende schwimmen meist nicht im Geld, weil a) dank Steuerklasse 1 die Abgabenlast überproportional hoch ist und b) keinerlei Synergieffekte genutzt werden können. Man zahlt die Miete alleine, den neuen Kühlschrank, die Heizkosten,.... Das alles ist nämlich für zwei Personen bei weitem nicht das doppelte und für vier auch bei weitem nicht das vierfache (wogegen meist das doppelte Einkommen steht, selbst wenn einer Teilzeit arbeitet, aufgrund der geringeren Steuerlast, Kindergeld & Co).
Ich seh es an meinen Arbeitskollegen, die brutto ähnlich wie ich verdienen. Denen geht es deutlich besser wie mir, dank doppeltem Einkommen. Ich würd auch gern in einer neuen 3-Zimmerwohnung leben statt in der 70er Jahre 2-Zimmer-Bude. Während besagte Familien alle ein Haus gebaut haben (was dank doppelten Einkommen kein Problem ist), kann ich nicht alleine 1200 Euro für Kaltmiete berappen (soviel kostet in nahezu jeder Großstadt (Randlage) ne 2-Zimmer-Wohnung als Neubau zur Miete. Kaufpreise fangen bei 450000 an, d.h. kosten im Prinzip fast soviel wie ein Haus ).
Jeder der Kinder hat und diese in Geld aufrechnet hat diese einfach nicht verdient und sollte sich schämen.
Last but not least: ein System was nur mit Wachstum funktioniert, d.h. jede Generation müsste immer mehr Kinder bekommen (d.h. die Bevölkerung wächst stetig), ist schon von vornherein eine Fehlkonstruktion. Das ist im Prinzip ein Schneeballsystem, bei dem die letzten die Verlierer sind. Die heute 30-40 Jährigen werden die ersten sein die dazu zählen. Jede folgende Generation wird ein noch größerer Verlierer in Sachen Rente werden.
Alleine so ein System schon aufzusetzen ist ein Witz. Schon damals hätte der gesunde Menschenverstand laut dagegen schreien müssen.
Ich persönlich habe übrigens den Generationenvertrag nicht unterschrieben, werde aber vom Staat dazu gezwungen an dem System zu partizipieren. Für mich ist das kein "Vetrag", wenn einem dieser von Geburt an aufgezwungen wird.
Alleinererziehende habens dagegen natürlich am schwersten, sofern der Ex-Partner komplett ausfällt (z.B. weil er sich weigert, verstorben ist, etc.). Diese sind hier auch nicht gemeint.
eigentlich unnütz.

