Coronavirus: Behandlungsmethoden und Maßnahmen

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In D sind es 8600 Tote in den knapp 3 Monaten seit Anfang.
Also ~4% von den "Durchschnittstoten" im gleichen Zeitraum.
 
@JoM79:
Corona tötet nicht sofort nach Infektion. Nennenswerte Sterblichkeit verzeichnen wird seit Ende April, wobei dank der Maßnahmen bis Mitte Mai wieder zurückgegangen ist. Dazwischen liegen nicht drei Monate, sondern 7 Wochen und in denen gab es (30.3. bis 17.5.) 7436 Tote - immerhin 6% mehr als 2019 insgesamt.

Wer denkt, dass sei wenig, sollte mal hochrechnen. Wenn in einer eigentlich stabilen Bevölkerung 6% zusätzliche Sterblichkeit hinzukommen, reicht das für eine Halbierung der Bevölkerungsgröße innerhalb von 11 Jahren.
 
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Bei uns in der Einrichtung haben sich zum Glück alle Verdachtsfälle (bis auf einen Wachmann, der aber quasi keinen Kontakt zu irgendwem hatte), als falscher Alarm herausgestellt. Kurzzeitig habe ich auch schon befürchtet, in Quarantäne zu müssen. Puhhh.
 
Tja was soll man dazu sagen.
Soweit ich weiß sind Familienfeiern von Großfamilien immer noch nicht erlaubt. Auch bei dem Gottesdiensten der Baptistengemeindein Frankfurt am 10.05 sollten eigentlich Abstandregeln und Mundschutz Pflicht sein, trotzdem haben sich dort über 200 infiziert.
In beiden Fällen muss man einfach sagen: es wurde massiv gegen bestehende Corona-Regelungen verstoßen.

Ein "es geht so schnell wieder los" ist also fehl am Platz.
Die Leute sind einfach nur zu sorglos und halten sich einfach nicht mehr so strikt dran wie noch vor einigen Wochen. Heute wieder beim Bäcker: in der Schlange draußen waren 0,5m Abstand normal. Masken haben nur 50% getragen, die andere Hälfte hat sie in der Hand gehalten und erst beim Betreten der Bäckerei aufgesetzt. Am Obststand neben der Bäckerei hatte niemand der Kunden überhaupt einen Mundschutz an (wahrscheinlich weil es ja "draußen" ist).

Bei uns auf der Arbeit sind mittlerweile auch alle Regeln obsolet. Vor allem die Leute die vorher im Home-Office waren sind Null sensibilisiert. Keiner hält irgendwelche Abstände ein, die Türen werden wieder geschlossen, so dass jeder diese angrabschen muss, desinfinziert wird kaum noch,...

Eine zweite Welle ist nur noch eine Frage der Zeit.
 
@JoM79:
Corona tötet nicht sofort nach Infektion. Nennenswerte Sterblichkeit verzeichnen wird seit Ende April, wobei dank der Maßnahmen bis Mitte Mai wieder zurückgegangen ist. Dazwischen liegen nicht drei Monate, sondern 7 Wochen und in denen gab es (30.3. bis 17.5.) 7436 Tote - immerhin 6% mehr als 2019 insgesamt.

Wer denkt, dass sei wenig, sollte mal hochrechnen. Wenn in einer eigentlich stabilen Bevölkerung 6% zusätzliche Sterblichkeit hinzukommen, reicht das für eine Halbierung der Bevölkerungsgröße innerhalb von 11 Jahren.

Das Problem dabei ist aber, sind es wirklich 6% zusätzlich?
Niemand kann sagen, wie hoch der Anteil derer ist, die sowieso in der Zeit verstorben wären.
Gehen wir mal von zusätzlichen 6% aus, das wären 600.000 in 11 Jahren.
 
Abstand allein reicht bei diesen SuperSpreaderEvents aufgrund er Aerosole anscheinend nicht aus.

Studien zur Corona-Verbreitung: Die "Superspreader" sind entscheidend | tagesschau.de

Die Logik ist eher umgekehrt: Der Abstand reicht allgemein nicht aus und wenn man zulässt, dass sich ausreichende Mengen Aerosole mit Viren in einem Raum bilden, hat man dann halt ein Superspreaderevent. Deswegen ist es imho auch bescheuert, "superspreader" als gefährlich zu bezeichnen. Klar, Fälle wie die zweite Welle in Südkorea, wo eine einzelne Person ein halbes dutzend Locations in wenigen Stunden infiziert, sind teilweise durch das Verhalten der Person begründet. Aber die meisten Superspreads, die wir bislang hatten, waren Einzelveranstaltungen bei denen sich die Infektiösen stink normal, zum Teil sogar relativ vorsichtig (gemessen am allgemeinen Sicherheitsniveau, nicht gemessen am Bedarf) verhalten haben, was aber unter den Bedingungen der Veranstaltung einfach nicht ausreichte.


Das Problem dabei ist aber, sind es wirklich 6% zusätzlich?
Niemand kann sagen, wie hoch der Anteil derer ist, die sowieso in der Zeit verstorben wären.
Gehen wir mal von zusätzlichen 6% aus, das wären 600.000 in 11 Jahren.

Ich seh gerade, bei den 11 Jahren hatte ich einen bescheuerten Fehler in der Prognose. 6% mehr Sterblichkeit gegenüber Steady State sind noch lange keine 6% effektive Sterblichkeit. Sondern, bei einer durchschnittlichen Lebenserwartung von 75 Jahren nur 1/75tel davon.


Bezüglich "zusätzlich": Das ist reine Statistik. Von 83149300 Personen hätten binnen 49 Tagen 129313 sterben sollen. In einer zufälligen Untergruppe von 7436 Personen wären das also gerade mal 11,6 Personen. Natürlich ist "Corona Tote" keine ganz zufällige Gruppe, weil alte Menschen eher daran sterben und alte Menschen auch eher so sterben. Aber auch für den durchschnittlichen Rentner ist es nicht sehr wahrscheinlich, dass seine restliche Lebenszeit Ende März noch exakt 1 bis 49 Tage betrug. Wie schon mehrfach dargelegt ist die Risikogruppe, die gehäuft stirbt, ziemlich groß. Ein Drittel der Bevölkerung hat im Schnitt aber noch rund ein Drittel seiner Lebenserwartung vor sich, gegen diese Jahrzehnte sind 49 Tage nichts.

Genauere Angaben werden wir vermutlich erst sehr viel später machen können, je nach sorgfältig der Forschung nie. Betrachtungen anhand der Gesamtsterblichkeit für März werden zwar bald vorliegen (oder tun es schon?), aber da muss man ja umgekehrt die durch das veränderte Verhalten vermiedene Tode abziehen. Also "zusätzliche Corona-Mortalität" = "Mortalität in Corona-Zeiten" - "normale Mortalität" + "durch Corona-Reaktionen reduzierte Mortalität". Beispielsweise haben wir Verkehrstote dramatisch reduziert, die Grippewelle vorzeitig abgebrochen, Sportunfälle praktisch auf null gebracht, Gefährungen bei der Arbeit sind für einige Berufsgruppen weggefallen oder stark gesunken, etc.. Schwer einzuschätzen werden sicherlich typische Risiken wie z.B. Herzinfarkte sein, die "zu Hause" sowohl niedriger als auch höher als in der bisherigen Normalität sein könnten und die Auswirkungen auf das Medizinsystem - viele Operationen wurden verschoben, das reduziert die Möglichkeit für Arztfehler, aber auch die für schnelle Eingriffe wenn sich Anlässe ergeben.
 
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Verkehrstote dramatisch reduziert

Ist mit -1/3 wirklich deutlich weniger:
Unfallstatistik im Maerz: Weniger Verkehrstote wegen Corona | tagesschau.de

Allerdings nicht nachhaltig: Liveblog vom 29.05.2020 zum Nachlesen: New York plant Lockerungen ab Juni | tagesschau.de

Autounfälle fast wieder auf Normalniveau

10:47 Uhr
Die Deutschen haben nach Erkenntnissen der R+V Versicherung während der Ausgangsbeschränkungen nur kurz auf das Auto verzichtet. "Wir hatten nur zwei Drittel der üblichen Schadenmeldungen - allerdings nur zwei Wochen lang", sagt Rico Kretschmer, Abteilungsleiter Schadenmanagement bei R+V.
Im Mai hätten die Unfallzahlen wieder annähernd Normalniveau erreicht. Viele Pendler seien aus Angst vor Ansteckung von Bus und Bahn auf das Auto umgestiegen und führen damit mehr als vorher. "Wenn dann noch viele Urlauber auf Flugreisen verzichten und mit dem Auto Ferien in Deutschland machen, könnte das dazu führen, dass wir im Verlauf der Lockerungen sogar mehr Schäden bekommen als vor Corona."



Edit:
Corona-Ausbruch in Goettingen: Schon 36 Personen infiziert | NDR.de - Nachrichten - Niedersachsen - Studio Braunschweig
 
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Die Zerstörung der Presse (Rezo ja lol ey - YouTube)



Edit: In dem Video geht es unter anderem um das Thema Fake-News, warum die Presse so einen "schlechten Ruf" hat, und wie genau sowas den Verschwörungstheoretikern (Stichwort Corona ist nur eine normale Erkältung/Corona gibt es nicht, Bill Gates hat Corona Konstruiert) in die Hände spielt.

Edit2: Weil selber Infos Googeln heutzutage ja nicht mehr in ist:

Chapeau, Rezo, auch wenn es wehtut

„Ekelhaft und menschenfeindlich“: Rezo legt sich mit dem Axel-Springer-Verlag an - Medien - Gesellschaft - Tagesspiegel

Medienkritik von Rezo - Die Zerstoerung der Presse

Youtuber Rezo übt schonungslose Medienkritik

Die Zerstörung der Presse": Dieses Mal kritisiert Rezo deutsche Medien

YouTuber Rezo meldet sich mit harter Presse-Kritik zurück
 
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Hauptsache Versicherungen schütten Millionen Euro an Dividenden an Aktionäre aus, aber die Auszahlung der von Unternehmen abgeschlossenen Betriebsschließungsversicherungen werden mit fadenscheinigsten Ausreden abgelehnt.
Schmieriger Neoliberalismus, in Coronazeiten at its best:

Corona-Krise in der Gastronomie - wie Versicherungen mauern / Frontal21 / ZDFheute Nachrichten
(Quelle: Youtube)
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Dauer: 8min 44sek


Ich finde es auffällig wie du als Moderator einfach immer wieder regelmäßig unkommentierte Links zu Videos in den Thread spamst.
Gut zu wissen das Forenregeln für manche Moderatoren scheinbar keine Gültigkeit besitzen, oder nur die worauf sie gerade "bock haben" sich auch daran zu halten...
 
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Er hat nur das Urteil gefällt, dass ihn bestimmte Themen und Protagonisten nicht interessieren. Was ist daran nun besonders? Eine Stunde Lebenszeit ist für einen Sterblichen eine Menge
Zwischen nicht interessieren - was man auch so äußern kann - und diffamieren - "seid wann machen bunte Haare und ein Youtube Channel einen zum qualifizierten kompetenten Kritiker der Presse - gibt es einen erheblichen Unterschied.
Aber ich muss dem beipflichten, dass es eine Unart ist - wenn das Thema nicht extra dafür spezifiziert ist - Videos, gerade "lange", kommentarlos zu posten.
 
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