Coronavirus: Behandlungsmethoden und Maßnahmen

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Wie gesagt, Rechnung für die 3 Wochen steht oben.

Vor allem muss man dann noch die Kontakte ermitteln, um nun zu wissen, ob nun 10 Leute 10 (R=1) weitere angesteckt haben, oder 5 Leute 15 weitere (R=3) angesteckt haben.

Der R-Faktor wird nicht über Nachverfolgung ermittelt, das wäre praktisch unmöglich, sondern aus der Infektionsentwicklung berechnet. "Wenn wir ausgehend von X Infektionsquellen Y Infizierte bekommen, dann ist R = Y/X". Fertig. Zugrundegelegt werden dabei jeweils tagesaktuell die bekannten Infizierten und die diesem Tag zugeordneten Neuinfektionen, wobei der Nowcastalgorithmus mittlerweile ziemlich sauber arbeitet. Also auch ausgehend von den heute für heute eingetroffenen Meldungen recht gut vorhersagen kann, wieviel Infektionen wir in 4-5-6 Tagen für den 29.5. insgesamt notieren, wenn endlich alle Meldungen dieses Tages beim RKI eingetrudelt sind. Die einzige Verzögerung, die du im R-Wert also noch hast, ist die zwischen Infektion und Feststellung: Wir können die heutige Ansteckquote nicht sagen, weil sich die Angesteckten erst in einigen Tagen beim Arzt melden, aber wir können auf Basis von Hochrechnungen etwas zum Wert vor einer Woche sagen und wir können mit ziemlich hoher Sicherheit den von vor 14 Tagen nennen. (Da sich seit bald drei Wochen ohnehin kaum etwas geändert hat, ist die Aufgabe derzeit aber sowieso trivial. Wir sind erstaunlich stabil bei 0,85, sowohl was die aktuellste Schätzung als auch das 7-Tage-Mittel angeht)

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ...chte/2020-05-29-de.pdf?__blob=publicationFile


Du bestätigst damit eigentlich nur, dass Freiwilligkeit nicht funktioniert.

Wobei man sagen muss: Wenn in Schweden wirklich alle die Maßnahmen ignorieren, dann ist ein Wechsel auf Zwang auch nicht gerechtfertigt. Jeder Mensch hat das Recht, sich selbst umzubringen und wenn sich alle einig sind, dass sie alle das Risiko eine Infektion eingehen wollen, dann ist das halt so. Staatlich durchgesetzte Schutzmaßnahmen sind erst gerechtfertigt, wenn ein angemessener Teil der Bevölkerung (muss nicht die Mehrheit sein - siehe Minderheitenschutz) strickte Maßnahmen will, andere Leute diesen Teil aber durch ihr Verhalten gefährden. Ich bin kein Schwede und kann die örtlichen Medien nicht verfolgen, aber die Kombination aus wenig harten Vorschriften und vielen "Einzelfall" Schließungen scheint von der breiten Masse befürwortet zu werden. Das ist bescheuert, weil die schwedische Wirtschaft sowieso genauso den Bach runtergeht wie der Rest der EU und zusätzlich mehr Menschen sterben, aber wie gesagt: Bescheuert sein ist nicht nicht verboten und Demokratie ist es das zu machen, was alle wollen, nicht das, was das Beste für alle ist.


Die Menschen verhalten sich überall etwa gleich. In dem südlichen Europa ist einfach ein engerer Kontakt zwischen den Leuten üblich, daher minimal mehr Infektionen. Spanien hat z.B. bei der Infektionszahl nicht versagt (237k dort gegen 182k bei uns, das ist jetzt kein Versagen)

Spanien hat aber wesentlich drastischere Maßnahmen ergreifen müssen, um diesen Wert zu halten. Da gab es wirklich einen Shutdown des Landes und nicht nur des Privatlebens.

Das ist aber weniger das was mich anpisst, weil das war die lokale Regierung in Sachen und Bayern die das durchgezogen hat. Was mir richtig die Schädeldecke wegsprengt ist wie wenig die EU hier macht, es gibt nichts, keinen Einfluss, keinen Zusammenhalt, keine gemeinsamen Ziele oder Lösungswege, das EINZIGE worauf die sich geeinigt haben ist das sie nach sonstwievielen Monaten mal wieder den Flugverkehr am 1 Juli wiederherstellen. Dabei hätte da schon im Dezember was von der EU kommen sollen und die EU hätte sämtliche Mitglieder an einem Tisch bringen sollen (meinetwegen auch einen digitalen im Meeting) und alles koordinieren sollen. Für mich ist die EU wesentlich mehr als eine Wirtschaftszone wie z.B. die EAEU in Kazachstan wo ich ursprünglich herkomme. Es ist eine Gemeinschaft aller Länder wo auch gemeinsame Regeln und Gesetze gelten und diese über die lokalen Gesetze gestellt werden. Das die EU so zahnlos ist auch in der inneren Politik ist mir erst mit Corona bewusst geworden, daher ist mein nächstes Ziel wohl nicht das letzte.

Die EU ist außerhalb einiger sehr eng gesteckter Felder nichts weiter als ein Debatierclub. Man trifft sich und wenn man zufällig einen gemeinsamen Nenner findet, dann wird da vielleicht mal was draus. Wenn nicht, dann in aller Regel nicht. Aber die EU hat keine Möglichkeit, die Leute an einen Tisch zu zwingen und sie hat erst recht keine Möglichkeit, Kompromisse einzufordern, die irgend jemand nicht mag. Und bei der mittlerweile erreichten Größe mag eigentlich immer irgendwer irgendwas nicht.

Und diese Lage ist übrigens nicht Schuld der EU, sondern der Mitgliedsländer, mit Deutschland in besonders prominenter Position. Man kann mit sovielen Staaten nicht auf Konsens hoffen, aber als einzige Alternative reden D/F/I über ein Mehrheitsprinzip mit Verteilungsschlüssel nach Landesgröße. Na so eine böse Überraschung, da haben sämtliche Länder, die ein Stück kleine sind, also praktisch die gesamte EU, ein Problem damit, wenn man ihnen ein "hey, willst du nicht einfach von uns regiert werden?" vor den Latz knallt.
Der einzig sinnvolle Ausweg ist es, die Kompetenzen einfach an das EU-Parlament abzugeben, dass direkt von allen EU-Bürgern legitimert ist. Aber diese Machtabge kommt für Merkel & Co überhaupt nicht in Frage. Die sind ja nicht einmal bereit, der EU eine eigenständige Finanzierung zuzugestehen.

Im Falle von Corona muss ich aber sagen: Hier wäre es selbst mit einer starken EU schwierig geworden. Da Virus kam zu lokal und bis heute gibt es deutliche Gradienten. Wieso hätte Litauen bei 0 Infektionen die Bürger einschränken sollen, wenn in Italien die
Fälle durch die Decke schießen? Das wäre sinnlos gewesen und die harten, schnellen Grenzschließungen haben z.B. Polen einen massiven Zeitgewinn verschafft. Das war genau die richtige Entscheidung. Das einzige, was die EU zu so einem Prozess beitragen könnte, wären Maßstäbe nach denen man regionale Regelungen objektiv einführen und lockern kann. Aber das haben wir ja bis heute auf gar keiner Ebene hinbekommen. Und was schon bei Bund, Ländern und Kommunen unmöglich ist, würde europaweit nie funktionieren, egal wie gut die EU mal werden könnte.

So wie es aktuell aussieht, wird es beim Wiederaufbau auch nicht besser laufen. Das wäre zwar vom zeitlichen und räumlichen Rahmen etwas, dass zur EU passen würde, aber wenn ich mich schon wieder angucke, wie alle darauf pochen, dass diejenigen, die einen Schaden haben, dafür büßen sollen, dann sehe ich schwarz. Entweder Europa kapiert, nicht wie Kapitalismus funktioniert oder nicht, was Gemeinschaft ist. Vermutlich beides.


Südkorea schränkt Schulbetrieb wieder stark ein

10:02 Uhr
Nach einem starken Anstieg der Coronavirus-Fälle hat Südkorea den Schulbetrieb wieder stark eingeschränkt. Die Grund- und Mittelschulen in und um die besonders betroffene Hauptstadt Seoul dürfen nach einer Anordnung der Regierung jeden Tag nur noch ein Drittel der Kinder zulassen - die anderen bekommen Fernunterricht. Dasselbe gilt für Kindergärten.
Südkorea war zu Beginn der Coronavirus-Pandemie das am zweitstärksten betroffene Land nach China. Durch strikte Abstandsregeln, umfangreiches Testen und das Nachverfolgen von Kontakten konnte der Ausbruch aber unter Kontrolle gebracht werden - die Zahl der Neuinfektionen ging deutlich zurück.

Soviel zu alles rettenden Apps, Masken und vernünftigen Leuten...


Auch in diesem Fall.
Was machste mit den Künstlern die aus nicht so wohlhabenden und sozial ausgerichteten Ecken kommen?

Das gleiche wie immer: Sie in produktive Tätigkeiten oder auf die Straße zwingen. Kunst ist halt ein Luxus, den sich eine Gesellschaft leisten wollen muss und in einer Rezession will sie das nicht. Es ist hart und eigentlich will man es vielen sympathischen Leuten nicht antun, aber wer Träumen hinterrennt, kommt halt oft nichts an. Das galt auch schon ohne Corona - die meisten Leute, die Künstler werden wollen, können nie davon leben. Jetzt sind es eben noch ein paar mehr und es trifft auch einige, die sich zwischendurch Hoffnung machen konnten, es "geschafft zu haben". Aber das hat man als Selbstständiger, und somit auch als Künstler, eben erst, wenn man Reserven für wenigstens 1-2 Jahre plus Altersvorsorge anlegen kann. Alles andere ist nur prekäres Schuften in der Hoffnung auf die gute Fee. (Okay: In manchen Fällen, die den Durchbruch schaffen, aber einfach alles verpulvern statt sich für schlechte Zeiten zu wapnen, ist es auch einfach nur Dummheit.)

Gerade Musik ist international, es gibt nur einen Weg sie wirklich zu unterstützen - zahlreich auf Konzerten erscheinen! Und das sollte man bitte sehr auch tun dürfen, ich kann 100-200€ im Monat für Konzerte ausgeben und würde dies auch tun, wenn man es nicht verbieten würde...

Mittlerweile gibt es so viele Ausnahmeregeln... Ich würde sagen: Wenn du es hinbekommst, ein Konzept für ein Event mit 1,5 m Mindestabstand einschließlich An- und Abreise aufzustellen, bekommst du das in spätestens 3 Wochen auch genehmigt. Mit der richtigen Lobby hintendran auch heute schon. Die Luftfahrtprofiteure haben ja sogar schon durchgeboxt, 700 Leute mit je 1,5 cm Abstand zusammenzuquetschen. Einfachere (und verantwortungslose) Alternative in diesem Rahmen: Miete eine Antonov oder was anderes mit hohem Innenraum, schraub eine Truppentransport-Sitzgarnitur rein und baue eine Bühne in der Nase auf. Fertig ist deine Konzert-Location, in-flight-Entertainment ist erlaubt.

Und so heiß, wie die Leute deiner Meinung nach auf Corona-Partys mit Live-DJ sind, sollte es auch kein Problem sein, die Mehrkosten für diesen Aufwand durch höhere Tickets wieder reinzubekommen. Wenn du schnell bist, hast du ja quasi ein Monopol und die Top-Acts auch nur die Wahl "für dessen Mini-Angebot arbeiten oder gar nicht".


Wer nach dem Höhepunkt einer Krise keine Gewinnchancen sieht, sollte Angestellter werden.


Hmm -- in der Automobilindustrie arbeiten deutlich weniger Menschen. wieso aber wird dann für die Autoindustrie so viel getan?
Verstehe ich nicht. :ka: :huh: :ugly:

Das versteht keiner. Naja - fast keiner. Man muss halt wirklich Experte für Autos, Industrie oder Politik sein. Da gibt es einige Spezialisten, die das verstehen. Muss ich sagen, wer deren Spezialistengehälter zahlt? :rollen:


Die Krankenkassen haben sich ja wegen einmalige corona Prämie für die pflegekräfte quer gestellt , was glaubst du was die bei täglich Millionen tests machen werden :ugly:

Btw bin gespannt ob die Arbeitgeber die 500 Euro zahlen werden Von 1500

Täglich Millionen braucht es eigentlich nicht. Wir haben schon einige Regionen mit offiziellen 0 Infektionsquoten. Wenn man die einmal komplett durchtestet (und zwar mit Probennahmen innerhalb von 1-2-3 Tagen), damit sich alle einmal sicher sein können, dass das Virus (gerade) gar nicht im Land ist, dann würde das sehr viel Sicherheit bringen. Klar wäre das Ergebnis 10 Tage später nicht mehr aktuell, aber wenn es keine Hotspots in der Nachbarschaft gibt, aus der hunderte Infektionen eingeschleppt werden können, dann ist die Sache reine Mathematik: Kommen je Woche fünf Infektionen von außen rein und bei einem aufgrund der reduzierten Maßnahmen (Abstand, Händewaschen, keine Swingerclubs und Massendiscos würden die meisten sicherlich freiwillig weiter praktizieren) auf 3 reduzierten R werden daraus dann nach zwei Wochen 15 (5*3+5neue), nach drei Wochen 50, nach vier Wochen 155. Das wäre, wenn wir von ganzen Regionen sprechen, immer noch praktisch nichts. Es reicht also wenn ganze Bundesländer einmal pro Monat geprüft werden können. Mit (durch diese Maßnahmen) sinkenden Gesamtfallzahlen würden die Abstände in Zukunft weiter wachsen: Wir hatten die ersten Infektionen im Januar und trotz Zustrom aus mehreren massiven Hotspots und Karneval hat es bis Mitte März gedauert, ehe die Kacke am dampfen war. Wären Mitte Februar flächendeckende Tests möglich gewesen und durchgelaufen, hätte es gereicht, die Infizierten unter Quarantäne zu stellen und es wäre überhaupt nicht zu einer Epidemie in Deutschland gekommen. Diesen Zustand können wir wieder erreichen und der Testaufwand wäre praktikabel und finanzierbar.

Aber kommen sehe ich das auch nicht. Schließlich sind die Finanziers in dem Fall nicht diejenigen, die am stärksten unter Lockdowns leiden und auch der Teil der Bevölkerung, für den "Abstand halten im Supermarkt" schon unmöglich ist, würde nicht mitmachen.


Das wird auch so sein.

Jeder vierte Soloselbstständige rechnet mit Aus

06:46 Uhr
Die Corona-Krise trifft Soloselbstständige einer Studie zufolge besonders hart. Jeder vierte Selbstständige ohne Mitarbeiter hält es für sehr wahrscheinlich, in den nächsten zwölf Monaten aufgeben zu müssen, wie aus der Analyse hervorgeht, die das ZEW - Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung veröffentlichte.


Überraschend wenig, wenn man bedenkt, dass >50% der Soloselbstständigen Prekäre Tagelöhner sein dürften, die als kündigungsfristfreie Billigarbeiter eingesetzt werden.


Das Stäbchen wird nicht nur wie beim DNA-Test ein wenig im Mund rumgewischt.
Sondern einmal in die Nase gerammt und dann hinten in den Rachen.

Wobei man dann natürlich auch die menschliche DNA auch mit dabei hat und analysieren könnte. Die PCR dafür funktioniert in den gleichen Geräten, man muss bloß die auf eine Reagenz mit anderen Primern wechseln.
Auf so eine Verschwörungstherorie ist interessanterweise noch keiner gekommen. :D

Wäre auch bescheuert (:idee: okay, dann hätte sie erst recht jemand aufstellen müssen). PCR ist nichts weiter als eine Probenaufbereitung, die eigentlichen Tests basieren auf einem künstlichen Komplementärfragment, dass dir ganz einfach sagt "die gesuchte Sequenz ist enthalten". Für eine Genomanalyse brauchst du dagegen Sequenzierer, die dir die gesamte DNA entschlüsseln. Ist zwar mittlerweile nicht mehr ein so großer Akt, wie in den 90ern zu Zeiten des Human Genome Projects, aber für 80 Millionen Menschen trotzdem ein extremer und alles andere als günstiger Kraftakt.

Außerdem bestünden die gleichen Möglichkeiten auch bei jeder anderen Untersuchung mit Probennahme und ich würde mal schätzen, dass über 80% der deutschen mindestens einmal im Jahrzehnt irgendwo eine Blutprobe abgeben.


Regelmäßige Tests sollten Personen vorbehalten bleiben, die selbst besonders exponiert sind und/oder mit Risikopersonen-/gruppen arbeiten; sowie für hinreichende Verdachtsfälle und für Personen, für die bestimmte Maßnahmen *tatsächlich* eine unzumutbare Härte bedeuten.

Not-so-fun-fact: Tests für solche beruflich kritischen Personen sind weiterhin nicht regulär vorgesehen. Medizinisches Personal an einer bedeutenden Klinik eines großen Verbundes (Namen werden nicht genannt) "darf" sich mittlerweile auch ohne Symptome im hauseigenen Labor testen lassen. Selbst mit Symptomen "muss" es das nicht (okay, wäre rechtlich veremutlich auch schwierig) und kann weiterhin arbeiten. (Quelle: Eine Person, die besagter Klinik als medizinisches Personal arbeitet. Auf der Corona-Station...)


Dann verbietet man halt endlich mal den Krankenkassen, dass sie die Kosten für Homöopathie übernehmen. Dann stimmt das auch mit den Kohlen. Für so einen Käse ist Geld da, nur weil irgendwelche Vegan-Kreuzfahrer, Streamer und Masernparty-Jünger da eine "Nachfrage" erzeugen und im Namen des heiligen Wettbewerbs zwischen den GKV...

Auch wenn ich erklärter Feind von Quacksalbern bin: Die Homöpathie-auf-Kassenkosten-Debatte ist maßloß übertrieben. Erstmal zahlen die Krankenkassen auch jede Menge anderen Scheiß mit fragwürdigem Nutzen (selbst vieles medizinisch basiertes wird nahezu sinnlos, wenn beispielsweise genesungsbegleitende Übugen wegen ausgebuchter Termine erst ein halbes Jahr später stattfinden) und dann hilft Homöphatie tatsächlich. Nicht, weil sie irgend eine medizinische Wirkung hätte, sondern einfach weil Placebos eben oft dafür sorgen, dass sich Menschen besser fühlen. Homöpahten für ihre Lügen gelt zu geben, kotzt mich zwar an, und die Krankenkassen sollten ihre Kunden aufklären, anstatt sogar mit und für Homöpathie zu werben. Aber rein von den Ausgaben her ist es allemal vorzuziehen, wenn Hans Peter mit seinem grippalen Effekt den Arzt solange nervt, bis der ihm Kugelzucker verschreibt, als wenn er ihn solange nervt, bis er ein Antibiotikarezept bekommt. Wirken tut nämlich beides nichts, aber der Zucker hat wenigstens kaum Nebenwirkungen.


Update aus Österreich:
Zahlen weiter sind weiter niedrig - wegen der Masken, Abstands und Hygienemaßnahmen.
Aber leider ist auch hier bei uns, die Regierung inzwischen
auf den allgemeinen Lockerungs-Zug aufgesprungen

Hey: Ihr habt doch damit angefangen, alles mögliche wieder aufzumachen. :P
 
Wäre auch bescheuert (:idee: okay, dann hätte sie erst recht jemand aufstellen müssen). PCR ist nichts weiter als eine Probenaufbereitung, die eigentlichen Tests basieren auf einem künstlichen Komplementärfragment, dass dir ganz einfach sagt "die gesuchte Sequenz ist enthalten". Für eine Genomanalyse brauchst du dagegen Sequenzierer, die dir die gesamte DNA entschlüsseln. Ist zwar mittlerweile nicht mehr ein so großer Akt, wie in den 90ern zu Zeiten des Human Genome Projects, aber für 80 Millionen Menschen trotzdem ein extremer und alles andere als günstiger Kraftakt.

Ich meine jetzt mit DNA-Analyse keine Sequenzierung, sondern die PCR mit den normalen Primern für die STRs, die standardmäßig in Deutschland zum Einsatz kommen.

BKA - DNA-Analytik

Hier ist es genauer erklärt:
https://rechtsmedizin.med.uni-rosto...11._Forensische_Genetik_Lindner_2015-2016.pdf

STRs.png
 
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Naja,

um das vorauszuschicken, ich halte von Globoli gar nichts, auch von keinem Heilpraktiker der nur damit hantiert, allerdings halte ich von Hausärzten, die nicht gleich immer die Keule in Form von Antibiotika herausholen eine ganze Menge. Die letzten 30 Jahrre hatte ich genau 2 Antibiotikatherapien, einmal wegen einer schweren Mittelohrentzündung und einer schweren Mandelentzündung, die beide mit "normalen" Medikamenten nicht beizukommen war, was immer zuerst versucht wurde.
Insoweit fühle ich mich einigermaßen gut gerüstet, falls mich doch mal ein heftiges Bakterium trifft, das sich bei mir keine Resistenzen gebildet haben, die Behandlungen waren auch immer schön 10 Jahre auseinander.

Die Aussage des Textes ist falsch.

Falls dich irgendwann ein heftiges multiresistendes Bakterium erwischt, kann es dich evtl. töten.
Dabei ist es egal ob du bis dahin 2...5..100 Antibiotikatherapien hinter dir hattest.
 
@Don-71

Es geht um den Satz:

Insoweit fühle ich mich einigermaßen gut gerüstet, falls mich doch mal ein heftiges Bakterium trifft, das sich bei mir keine Resistenzen gebildet haben, die Behandlungen waren auch immer schön 10 Jahre auseinander.

Macht keinen Sinn, Zukunft-> ..."falls mich doch mal ein heftiges Bakterium trifft"

Sinn würde machen:
"Ich habe in meinem Leben 2 Antibiotikatherapien komplett zu Ende gemacht
und hoffe das sich keine resistenten Bakterien dabei in mir gebildet haben,
welche ich verteilt habe, die wiederum nun andere Menschen gefährden.

Ach versuche ich, wenn möglich, auf Antibiotika zu verzichten."

RKI Text bitte auch verstehn:
Was sind Antibiotika-Resistenzen und wie entstehen sie?

Bakterien verfügen über die natürliche Fähigkeit, sich gegen Antibiotika, die von anderen Mikro*organismen (wie z.B. Pilzen) produziert werden, zu schützen. So kommen Antibiotika*resistenzen ganz natürlich in der Umwelt vor. Sie entstehen durch natürliche Mutationen im Erbgut der Bakterien oder durch Aufnahme von Resistenz*genen aus der Umgebung, die Bakterien unter*einander austauschen und dabei weiter*geben. Bakterien können mehrere Resistenz*gene aufnehmen, die sie gegen verschiedene Antibio*tika schützen. So entstehen mehrfach- bzw. multi*resistente Erreger (MRE), die einer Vielzahl von Antibiotika widerstehen können.

Durch den Einsatz von Antibio*tika entsteht ein Selek*tions*druck: Bakterien*stämme, die eine Resistenz gegenüber dem Antibio*tikum besitzen, überleben, können sich weiter vermehren und ausbreiten. Wenn Anti*biotika zu oft, über einen zu langen Zeitraum oder unsach*gemäß angewandt werden, begünstigt das die Entstehung und Verbreitung von resistenten Erregern. Ein wichtiger Ansatz zur Verringerung von Antibiotika*resistenzen ist daher der gezielte Einsatz von Antibiotika.
 
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Also wenn ich dich richtig verstehe beziehst du dich auf das RKI und es ist richtig und wenn ich mich genauso auf das RKI beziehe, ist der Text falsch?!
Das kann sich ja dir erschließen, mir eher nicht!

Ich glaube er will darauf hinaus das wenig Antibiotika zu nehmen nicht speziell dich schützt.

Die Bakterien müssen ja nicht in dir zur Resistenz mutieren, du kannst auch bereits resistente Bakterien durch andere bekommen, weil der Rest der Menschheit (zumindest in Deutschland) zu oft Antibiotika nimmt.
 
Es liegt weniger an denen, die der Mensch nimmt, sondern an denen die in Tieren und in der Umwelt (durch Abwässer/Gülle) landen.
 
Und deine Abwässer landen nicht in der Umwelt? Im Menschen ist die Gefahr, dass für den Menschen gefährliche Erreger zugegen sind höher und auch die Weitergabe an den Menschen ist wahrscheinlicher.
 
Ich denke es geht ihm eher darum das für Menschen als Reserveantibiotika in der Viehzucht prophylaktisch verfüttert werden.
So weit ich weiß ist dem immer noch kein Riegel vorgeschoben worden.

Also, was nützt es Antibiotika beim Menschen zu reduzieren wenn es in der Viezucht wie Lutschbonbon verabreicht wird?

Einsatz von Antibiotika in der Tierzucht nur teilweise zurückgegangen

neuere Infos habe ich auf die schnelle nicht gefunden, ich finds krank das sich da nichts tut.
 
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Und deine Abwässer landen nicht in der Umwelt?

Aber da sind deutlich weniger Antibiotika drin, als in den ungefilterten Indrustrieabwässern der Pharmabuden in Indien. Antibiotika in indischem Abwasser: Es stinkt gewaltig | tagesschau.de


Edit:
Studien zur Corona-Verbreitung: Die "Superspreader" sind entscheidend | tagesschau.de

https://www.tagesschau.de/inland/superspreader-101.html schrieb:
Der Virologe Christian Drosten empfiehlt in diesem Zusammenhang, an der einen oder anderen Stelle über einen Strategiewechsel nachzudenken. "Wenn wir einen Fall entdeckt haben, müssen wir verstärkt schauen, hatte der in der letzten Zeit eine Sozialsituation, die verdächtig ist im Hinblick auf ein 'Superspreading Event'", so der Berliner Virologe. "Wenn der Infizierte in so einer Verdachtssituation war, muss man alle Personen, die ebenfalls in dieser Verdachtssituation gewesen sind, als infiziert betrachten und sofort isolieren." Auf Testergebnisse der Kontaktpersonen zu warten, hieße wertvolle Zeit zu verlieren.


Großveranstaltungen, Konzerte und Partys bleiben damit noch längere Zeit verboten.

Studie zu Ischgl: Apres-Ski - eine Party für das Virus | tagesschau.de
Corona-Ausbruch: Bremerhaven rechnet mit dreistelliger Fallzahl - buten un binnen
 
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So.
Inzwischen ist die 6 Millionen-Grenze bei den bestätigten Erkrankungen überschritten worden.
Knapp 370.000 Menschen sind (offiziell) gestorben und 2.7 Millionen sind als wieder gesund eingestuft.

Dazu kommt dann noch die Dunkelziffer, die je nach Land und Region, Stadt, Gemeinde unterschiedlich hoch sein kann.
 
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