hört dochmal auf neues zu posten, während ich tippe!
Es geht um den ausgeatmenten Rauch, an den Partikeln hafteten die Virus.
Verstehe. In dem Fall wären Raucher aber nicht besonders gefährdet, sondern besonders gefährlich. Ganz gewaltiger Unterschied.
Ich such den Artikel nochmal. aber ich lese gerade so viel, ich weiß nicht mehr, wo das war. Es ging zuerst um die 40 RNA Variante, und in dem Artikel war ein Link zu anderen Ergebnisse des Instituts. Keine Ahnung, ob die seriös sind.
Absichtlich mangelnde Seriösität will ich aktuell niemanden vorwerfen, aber man sich darüber im klaren sein, dass alle bereits jetzt vorliegenden Ergebnisse nur sehr selektive Einzelbetrachtungen sind, weil so schnell niemand ein ganzes System analysiert und es an experimentellen Möglichkeiten quasi komplett mangelt. Für die Verbreitungsuntersuchungen heißt das ganz besonders: Man muss sorgfältig lesen, ob Spuren eines Virus nachgewiesen wurden oder infektiöse Viren. Ersteres kann ich schnell ermitteln, in dem ich Oberflächenproben genetisch analysiere. So erfahre ich viel über potentielle Verbreitungswege und kann einige komplett ausschließen. Aber ich kann nicht sagen, ob die vorgefundenen Virusreste noch gefährlich waren. Gerade bei Stäuben an der freien Luft ist das aber die wichtigste Frage, denn eigentlich sollte das Virus in Sonnenlicht nicht lange überleben und es muss auch erstmal intakt auf Partikel kommen. Raucher sind da tatsächlich Kandidaten und man sollte sich von ihren Ausscheidungen fern halten, aber z.B. Verkehrsstaub? Dessen Entstehung ist mit hohen Temperaturen verbunden, die Viren zuverlässig vernichten sollten. Danach rieselt er zum überwältigenden Teil zu Boden. Wenn jemand draufniest, werden die Partikel in aller Regel gebunden und sind kein Feinstaub mehr. Sie müssen also erst aufgewirbelt, dann eingeatmet werden, dabei mit Viren in Kontakt kommen, zusammen mit diesen wieder ausgeatmet werden und dann enteder direkt wieder eingeatmet werden (wenn das möglich ist, ist man aber vermutlich in einer Situation, in der direkte Tröpfcheninfektion gut möglich und viel gefährlicher ist) oder aber erneut zu Boden sinken, erneut aufgewirbelt und erneut eingeatmet werden und dabei die Viren wieder abgeben. Und das nach aktuellem Kenntnisstand an einem sonnigen Tag in weniger als 30 Minuten.
Also eine verdammt lange Kette von "wenns" auf dem Weg zu einer Infektion, zu der ein Nachweis von Virus-RNA gar nichts sagen kann.
Danke, für neue Patienten ist es egal, behandelt wird man nicht mehr.
Man wird woanders behandelt, das ist kein Problem. Du musst unterscheiden zwischen einer Klinik, die wegen den Corona-Belastungen schließt (böse) und einer Klinik die schließt, weil sie zum Corona-Infektionsort geworden ist (peinlich, sehr sehr peinlich). In diesem Fall ist die Ursache für das Problem keine andere als auf einem Kreuzfahrtschiff oder in einem alten Heim und die Lösung die altbekannte, aber das hat alles nicht mit den Einlieferungen in Kliniken zu tun.
Wie will man Maßnahmen beurteilen, ohne Infektionswege zu kennen.
Es mögen hilflose Versuche sein, wenn man aber erst einmal erlebt hat,
wie sich Menschen ohne Kontakt zu anderen infizierten, sucht man nach
Lösungen.
Genauso, wie man alles andere neue, noch nicht ausgeforschte beurteilt: Durch Abgleich mit bestehendem Wissen und Logik. Um auch Viren zuverlässig abzutöten versprüht man in geschlossenen Räumen normalerweise 35%ige Peroxid. Die 1-3% nicht manchen Oberflächenreinigern sind afaik bestenfalls bakteriozid, dienen oft sogar nur dazu das vergammeln des Zeugs zu verhindern. Draußen müsste man vermutlich noch höhere Konzentrationen nehmen, um die Wirkstoffkonzentration zu sichern. Es kann wohl davon ausgegangen werden, dass niemand 50%iges Peroxid einfach so mit dem Wasserwerfer in der Gegend verteilt (jedenfalls nicht wenn er das Überleben von Menschen wahrscheinlicher machen will), umgegekehrt kann man recht gut abschätzen, dass viel niedrigere Konzentrationen nicht zuverlässig Viren abtöten. Das gilt auch für die meisten anderen Desinfektionsmittel: Wenn man sie so hoch konzentriert, dass irgendwo hinsprühen gegen Viren reicht, dann kann man sie nicht mehr einfach ohne Warnung auf der Straße versprühen, ohne dass man schwere Lungenschäden bei jedem riskiert, der eine Wolke einatmet. Während die händischen Maßnahmen z.B. in China also durchaus Wirkung gehabt haben könnten, zweifel ich das bei den spanischen Wasserwerfern sehr an. (Was die sonst bringen sollen, kann ich nur spekulieren. Für Leute-von-der-Straße fernhalten und Aktionismus-demonstrieren wurden die Teile konstruiert und das sind gerade aktuelle Themen. Gegen Feinstaub helfen sie auch.)
Das Problem ist aber hausgemacht.
Würde es die ganzen Strukturen in China nicht geben, wo man Fledermäuse und Co. öffentlich verkauft, ohne jede Art der Hygiene, würde es die ganzen Probleme nicht geben.
Wann begreifen die Chinesen das endlich mal?
Gechlorte Fledermäuse mit strengen Hygienevorschriften würden die Sache auch nicht besser machen. Wie schon mit zahlreichen anderen Beispielen hier klargestellt wurde: Viren können von allen Arten auf den Menschen überspringen. Mit umso mehr Arten interagiert wird, desto größer wird die Wahrscheinlichkeit. Wenn du also das nächste mal Straußen- statt Schweinesteak bestellst machst du genau das Gleiche wie die Fledermaussuppenliebhaber. Zwar stimmt es, dass !alle! asiatischen Küchen eine deutlich größere Bandbreite von Tieren auf dem Speiseplan haben, aber umgekehrt haben wir in Europa z.B. sehr bunte Haustiermischungen.
Telepolis-Panikmache hatten wir hier schon. Und wie dargelegt: Im Originalpaper wird nur eine einzige Quelle angegeben, die sich mit der Infektionsfähigkeit solcher Partikelreiter beschäftigt hat und da sah es ziemlich mau aus: Halbwärtszeit von 20 Minuten an sonnigen Tagen in den unteren Athmosphärenschichten, also quasi eine 0-Chance, dass etwas, dass aus großer Höhe herabrieselt, noch gefährlich ist.
Coronavirus: Jetzt gehts los
Verbreitet hat sich das Virus dann Primär in Bars, Diskotheken und dem einen oder anderen Gasthaus,
nicht aber auf Skipisten
Hah!
Sag ich doch!
Und warum sollte ich waren erst ewig festhalten und dann doch nicht kaufen?
Spam von meinem HTC U12+ mit Tapatalk
Wer sagt was von "nicht kaufen"? Wenn du Sachen aus dem Regel nimmst und während des weiteren Einkaufs in der Hand bis zur Kasse trägst ist die Gefahr einfach viel größer, dass der Kassierer was infektiöses übers Band ziehen muss, als wenn du die gleiche Ware im Wagen dahin schiebst und nur zweimal kurz berührst. Und umgekehrt entsteht durch die Mitnahme eines Wages derzeit kein Nachteil. Eine Wagenlänge Luft zwischen den Leuten ist ja gewünscht.
Genau so ist es bei uns im Ort (ca 4000 Einwohner) auch. Im Edeka, ganz selten sehe ich mal einen der Handschuhe trägt (abgesehen von den Kassierern), und einen Mundschutz hab ich noch nie gesehen.
Die Wagen welche jetzt Pflicht sind, werde imo nicht geputzt/desinfiziert. Da heißt es Einkaufen, nicht ins Gesicht fassen, und zuhause die Hände waschen. Wird schon schief gehen.^^
Tip: Große Einkaufstasche mitnehmen und Quer über den Griff legen. Ich berühre während meiner Einkäufe grundsätzlich keine derartigen Flächen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit in der letzten Stunde jemand anderes in der Hand hatte (auch z.B. Griffe an Kühltheken/-schränken lassen sich mit etwas Geschick mit dem Ellenbogen bedienen. Notfalls nimmt man halt Ärmel oder ein anderes Objekt zur Hilfe) und selbst die Berührungen mit hoffentlich schon länger nicht mehr angefassten Dingen (also der Ware selbst) konzentriere ich auf eine Hand, während die andere nur Einkaufszettel und oben genannten, meinen Beutel berührt.
Das hat man schon von Anfang an gesagt und das ist bis heute und auch in Zukunft völlig richtig.
Und genau da behaupten die Hetzer von Springer mit "Plötzlich ändert..." mal wieder das Gegenteil, um eine öffentliche Institution als weniger fähig als die eigenen Schmierfinken darzustellen.
Nur darum gehts - zum eigentlichen Thema sollte ja jeder, den es interessiert, seit Wochen hinreichend informiert sein. Das es nach 1,5 Monaten wieder hochkommt liegt nur daran, dass wir in 1-2 Wochen genug Masken zur Verfügung haben könnten, um tatsächlich auf diesem Wege die Ansteckungsgefahr zu reduzieren, aber neue Erkenntnisse hat da niemand. Nur kann sich jemand die Welt-Schlagzeile "Nichts neues, aber wir erklären mal, was wir vorher wegen mangelndem Blut&Spermagehalt nicht erzählt haben" vorstellen.
Den Leuten ist in der breiten Masse nicht klar von welchen Ausmaßen und Zeiten wir hier reden. Die erste Welle wird locker bis Juli/August reichen und ihren Höhepunkt vielleicht Mai/Juni erreichen. Was wir aktuell sehen ist wenn nicht noch ein mittleres Wunder passiert Pillepalle.
Das ist etwas hochgesteckt. Das wären über zwei Monate von Beginn der großflächigen Epidemie/Ergreifen erster Maßnahmen bis zum Höhepunkt und noch einmal so viel bis zum Ende. In China war es ungefähr die Hälfte und selbst in Italien macht sich jetzt, 3 Wochen nach dem Durchgegriffen wurde, schon ein merkliche Abflachen bemerkbar. Es bleibt abzuwarten, ob der Deutsche Weg mit rein privatem Shutdown und weiter laufenden Betrieben deutlich schlechter wirkt, aber aber ich würde den Höhepunkt schon Anfang Mai erwarten und teilweise Entwarnung ab Ende Juni. Das ist immer noch deutlich mehr als die breite Masse und die Politiker realisiert zu haben scheinen, aber schon etwas kürzer als in deinem Szenario. Die größere Frage ist: Wie geht man nach der ersten Welle mit der Situation um? Wir werden auf absehbare Zeit keine flächige Immunität erreichen und auch regelmäßige Kompletttests der Bevölkerung sind nicht praktikabel.
Das problem ist aber du kannst die Wirtschaft nicht 6 Monate dichtmachen.
Der Witz ist ja: Würde man die Wirtschaft wirklich dicht machen, wäre Corona in 2-4 Wochen Geschichte. Und nicht nur Corona, sondern auch Influenza und alle anderen "schnellen" Viruserkrankungen. Wenn wirklich ALLE Vorräte bunkern und sich für 2 Inkubationszeiten in ihren vier Wänden einschließen (KEINE Spaziergänge. KEIN Einkaufen. KEINE Lieferdienste, Paketsendungen, Arbeit ohne Kundenkontakt, etc.) dann gibt es danach nur noch definitiv gesunde Haushalte und eine, vom aktuellen Stand ausgehend kleine Zahl von Haushalten, in der deutlich erkennbaren Symptomen, die man isolieren und behandeln kann. (Unerkennte Fälle mit sehr mildem Verlauf/ohne Symptome wären nach vier Wochen genesen und immun.)
Aber niemand hat den Mut, so etwas auch nur ins Gespräch zu bringen und die Menschen haben auch nicht die Vernunft, es durchzuziehen. Deswegen werden Viren mit kurzen Inkubationszeiten weiterhin munter von Wirt zu Wirt springen und jahrelang um den Globus ziehen, obwohl sie in keinem einzelnen Wirt länger als 2-3 Wochen überleben können.
Eigentlich ists ziemlich egal ob wir jetzt 4 Wochen früher oder später aufmachen - man hat die Wahl zwischen einer massiv steigenden Infektionsrate oder einer massiv fallenden Wirtschaftsleistung. Beides wird Menschenleben kosten. Es wird schmerzhaft werden, egal wie sies anstellen.
Man könnte die freie Zeit ja mal nutzen und darüber nachdenken, warum fallende Wirtschaftsleistung eigentlich immer noch Menschenleben kosten muss, anstatt Raubtierliberalismus zu prädigen...
Wenns wirklich so kommt dass am 20 April oder was die Schulen/Einrichtungen wieder aufgemacht werden wirds wieder einen massiven Anstieg der Infizierten und Toten geben (anders gibts den auch aber mit Öffnungen wirds steiler).
Sind wir nicht schon bei 29.? Verlängerngen bis ...5. sind auf alle Fälle Pflicht und werden auch kommen. Am 20. April dürften die ersten Krankenhäuser einknicken.
Zu einen aus aus Menschlichkeit. Wer mit dem Konzept nichts anfangen kann, der begreift vielleicht den zweiten Aspekt:
Jene Nationen, aus denen wir jetzt ein paar Kranke übernehmen, sind schon viel weiter im Infektionsverlauf und es ist gut möglich, dass sie über den Gipfel der Kurve sind, wenn es bei uns richtig los geht. Und dann können sie ohne massiven Gesichtsverlust nicht *uns* Hilfe nicht verweigern.
Und selbst wenn wir diese nicht brauchen sollten, haben wir mit der symbolischen Aufnahme von ein paar Kranken Sympathie gewonnen und eine gewisse politische Verbindlichkeit erzeugt.
Bonuspunkt: Die Krankenhäuser lernen den Umgang mit Corona-Patienten.