Das will ich nicht abstreiten. Aber wenn wir uns hier schon - schwer offtopic, übrigens - über Linienstärken unterhalten, sehe ich immer noch eine deutlich dickere Linie zwischen Konservativen und Rechtskonservativen als sowohl zwischen Rechtskonservativen und Rechten als auch Rechtskonservativen und Rechtsextremen.
Den Nachtrag erlaube ich mir mal noch, eben weil das Geschriebene so falsch ist. Ich habe das auch schon früher in ellenlangen Beiträgen erklärt, aber es scheint nicht auszusterben:
Ich habe absichtlich rechtskonservativ geschrieben, denn zwischen "rechts" und "konservativ" gibt es per Definition keinen Unterschied (Ursprung: französischen Abgeordnetenkammer 1814 - Sitzordnung -> links saßen die, die die pol. Verhältnisse verändern wollten, rechts die "Bewahrer" des status quo).
Diese Begriffe stehen Synonym.
Leider hat man es Links aber tatsächlich geschafft, den "Kampf gegen Rechts" (statt "Kampf gegen den Faschismus bzw. Rechtsextremismus") in die politische Landschaft und in die Köpfe der Menschen zu "framen". In keinem anderen Land auf der Welt ist ähnliches gelungen (nicht mal in Österreich).
Alles, was nicht "links" ist, ist nun mal "rechts" (vice versa). Die Mitte bedient sich aus beidem. Wenn also alles, was "rechts" respektive "konservativ" ist, nunmehr als böse gilt, ist de facto jede Gegenrede verboten.
Das hätten die Damen und Herren von Links gerne, ist aber zutiefst antidemokratisch und autoritär.
"Bürgerlich" ist abgeleitet vom guten, alten Bürgertum (Bourgeoisie) und entspricht heute wohl der gehobenen "Mittelschicht". Bürgerlich ist jemand, der wirtschaflich konservativ denkt (Marx benutzte diesen Begriff bspw. synonym zu "Ausbeuter"/"Kapitalist", weswegen es befremdlich ist, wenn gelegentlich vom "linken Bürgerlichen/Bürgertum" in Talkshows geredet wird).
Bürgerlich kann wahrlich nicht jeder sein. Dazu braucht es einfach neben einem Hang zum konservativen Weltbild auch einen gewissen wirtschaftlichen und sozialen Status.
Und ja, die annähernd gleichen Stärken kann man sicher zwischen Linksliberalen, Linken und Linksextremen ziehen. Es hat nur nichts mit der vorliegenden Thematik zu tun, denn unser Gesundheitssystem ist bereits grundlegend sozial aufgebaut und jeder Linke kann es ruhigen Gewissens in Anspruch nehmen, egal wie links er ist. Mit ideologischen Abneigungen gegen bestimmte Ethnien
sieht es da schon anders aus.
Ka, welche "Stärken" sich die Linken mit den Linksextremen teilen können.
Jedenfalls ist die Behandlungsverweigerung einer Teenagerin durch einen schwarzen Arzt mit Sicherheit keine "Stärke", die sich Rechtsextreme mit Rechtskonservativen oder Bürgerlichen teilen. Es ist schlicht eine Rechtsextreme Ansicht.
Genausowenig, wie die meisten Linken (hoffentlich) bspw. keine Stärke aus den
Verwüstungen in Hamburg, den
Angriff auf den BGH,
Erschießungsphantasien der "die Linke" oder
linken Antisemitismus ziehen.
Wäre ein etwas sehr simplifiziertes Welbild, wenn man das unterstellen würde, gell?
Dass unser Gesundheitssystem so grundlegend sozial aufgebaut ist, kann so ja auch gar nicht stimmen, sonst würden Tengri86 nicht in jedem Thread die Tränen kommen.
In ihm steckt eben auch jede Menge Kampitalismus (was auch durchaus nicht vollkommen falsch ist, denn ein Zwang zur Wirtschaftlichkeit ist auch hier einfach unerlässlich. Schlecht ist es jedoch, wenn man die Auswüchse nicht unter Kontrolle bekommt.)
Im Endeffekt ist ein Linker, der ins Krankenhaus geht und/oder Medikamente aus der Produktion eines Pharmaunternhemens schluckt, ähnlich konsequent wie einer, der bei McDonalds frühstückt und dabei Cola trinkt.
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Nun aber: Corona weiterhin irgendwie nützlich aussitzen.
Ich müsste da noch einen Kaninchenstall modernisieren.