Wie schon angedeutet, der ideal(istisch)e Kniff wäre es, ruhendes Vermögen ab einer bestimmten Höhe anzugreifen. Also schweres Kapital, dass schon seit Ewigkeiten geparkt ist.
Das trifft nicht die Einkommen, egal wie hoch, es trifft nicht die kleinen Rücklagen der Werktätigen bzw. das Arbeitskapital viel beschworenen Mittelstands.
Und das Schlimmste, was geschehe könnte ist, dass die Betroffenen ihr geparktes Vermögen plötzlich investieren wie blöd, nur damit es nicht enteignet wird - was es effektiv ebenfalls die Wirtschaft ankurbelt.
Wahrscheinlicher ist aber tatsächlich, dass versucht würde, bei jedem abzugreifen. Aber auch das kann man halbwegs fair regeln, beispielsweise indem nicht Festbeträge abgezogen werden, sondern ein prozentualer Anteil des Sparguthabens:
Wer gar nicht genug hat, um zu sparen, ist nicht betroffen - nackter Mann und Tasche und so.
Wer 5.000 Euro gespart hat und davon 5%, also 250 Euro abgeben muss, wird es verkraften.
Wer 50.000 Euro gespart hat und davon 5%, also 2.500 Euro abgeben muss, erst recht.
Wer 500.000 Euro gespart hat und davon 5%, also 25.000 Euro abgeben muss, wird nicht begeistert sein, es allerdings überstehen.
Wer 5.000.000 Euro gespart hat und davon 5%, also 250.000 Euro abgeben muss, wird fluchen, es jedoch ebenso überleben.
Da sehe ich, obwohl ich selbst ordentlich abgeben müsste, kein Problem.
Viel wichtiger wäre, dass das solcherart eingezogene Geld auch vernünftig eingesetzt wird. Das ist der Punkt, bei dem Bauchschmerzen bekomme ...