@Mahoy:
Siehst du, es gibt eben nicht immer nur schwarz und weiß
Für die GroKo siehts schlecht aus, die CDU/CSU entwickelt sich derzeit prächtig. Nicht das ich glauben würde das dies tatsächlich der Grund für die derzeitige Lage ist, aber es ist schlicht Fakt.
Wenn man sich anguckt, was die Opposition derzeit macht (nämlich nichts. Außer gelegentlich rumlindnern), ist es auch kein Wunder, dass die Union zulegt. Wer die vorher gewählt hat, wählt sie jetzt weiterhin, alle anderen fassen sich an den Kopf. Leider werden bei der Auswertung von Wahlumfragen selten die "weiß nicht" angegeben. (Seit wann lautet die Sonntagsfrage eigentlich "wenn
wirklicher Wahl wäre?"?)
Bezüglich der Infizierten verstehe ich dich absolut nicht. 160.000 tragen das Virus in sich (zumindest bekannt). 35.000 sind aktuell krank (Abweichungen jetzt mal "geschenkt"). Wenn ich dich richtig verstehe, haben 160.000 weitere 160.000 angesteckt (Faktor 1). Stimmt laut der offiziellen Zahlen nicht, dann wärs die doppelte Anzahl. Korrigier mich wenn ich falsch liege, aber so ists auch offiziell ganz sicher nicht gemeint.
160000 tragen
oder trugen das Virus in sich. Die Genesenen stecken aber nicht weiter an, nur die aktuell erkrankten.
Die Zahl der aktuell Infizierten ist rückläufig. Ich ziehe einfach die Genesenen von der kumulierten Zahl der jemals Infizierten ab, das meinte ich mit rot minus grün. Das Ergebnis ist die jeweilige zeitaufgelöste Zahl der aktuell Infizierten. Oder verstehe ich da was falsch?
In Grundzügen ist das nicht verkehrt, aber es gibt viele Fehlerfaktoren. Allen voran dass die verschiedenen Arten von Leuten mit stark unterschiedlicher Latenz gemeldet werden, dass die Dunkelziffern bei den Gruppen unterschiedlich sind und vor allem dass sich diese beiden Aspekte ständig ändern. Das heißt deine Gesamtrechnung für vor 2 Wochen unterliegt einem anderen Fehler vom (letztlich unbekannten) realen Istwert, als die gleiche Rechnung für heute. Du kannst also nicht sagen, ob zwei unterschiedliche Ergebnisse eine Änderung der in der Zahl der Kranken oder eine Änderung in der Fehlergröße ist. Dazu kommen noch, wie von Mahoy erwähnt, die Toten die man auf jeden Fall auch von den Infizierten abziehen muss. Bei denen ist der Latenzunterschied dann besonders groß: Gerade in der Hochphase konnten Tote anhand ihrer Symptome sogar vor einem abschließenden Testergebniss in die Statistik wandern. Umgekehrt dauerte es ewig, bis Genesene berücksichtigt wurden, weil es gar keine Meldeauflagen gab, weil ihre Tests nachrangig vor neuen Verdachtsfällen behandelt wurden und natürlich auch weil man erst nach mehreren negativen Tests über einen längeren Zeitraum als genesen gilt. Letzterer Faktor gilt heute immer noch und so steigt die Zahl "Genesene" in der Statistik zu einem anderen Zeitpunkt und derzeit wegen Nachholeffekten auch schneller an, als die Anzahl der Genesenen in der Realität.
Das RKI treibt entsprechend mehr Aufwand, um einen halbwegs plausiblen R-Faktor zu ermitteln und der liegt aktuell bei ~1. Das heißt die Zahl der zum jetztigen Zeitpunkt infektiösen ist konstant. Es Genesen oder sterben genauso viele, wie neu angesteckt werden, nichts mir rückläufig.
Und "jetzt" meint in diesem Fall die Infektionslage vor Aufhebung der Schutzmaßnahmen, also vor einer Woche. "Heute" dürfte das R schon wieder deutlich über 1 gestiegen sein, die Zahl der zu einem Zeitpunkt Infektiösen steigt also wieder, aber "heute" wird erst in 10 Tagen das "jetzt" der Statistiker sein. (Und R-Faktor ist ggf. noch etwas weiter verzögert, weil man eben mehr Faktoren für eine seriöse Schätzung einarbeiten muss.)
Helfen da keine Blutverdünner?
Wenn es tatsächlich normale Thrombosen sind: Doch. Aber die werden bettlägigen Patienten in Krankenhäusern schon routinemäßig verabreicht, wir sprechen also schon von verdünntem Blut. Die Dosis kann man bei Entzündungskrankheiten wie Covid 19 auch nicht einfach steigern, denn dann besteht Gefahr, dass Entzündungswunden z.B. im Lungengewebe nicht verschlosen werden und der Patient am eigenen Blut erstickt.
Die Häufung von Trombosen bei Covid 19 (wir hatten ja auch schon entsprechende Befunde in der Luge thematisiert) könnte aber auch bedeuten, dass der Virus direkt dafür sorgt. Da muss man erstmal gucken, ob herkömmliche Blutverdünner überhaupt diesen Wirkmechanismus treffen.
Man kann ja die Förderung an Elektroautos koppeln. Allerdings gibt es ja heute schon eine gute Förderung für Elektroautos.
Die gibt es in der Tat und nicht zu knapp.
Was es weiterhin nicht gibt:
- Elektroautos, die auf breiter Front etwas anderes als ÖPNV oder Home Office ersetzen könnten.
- Überschüssigen Grünstrom, mit dem Elektroautos CO2-neutral fahren könnten
- Genug Lademöglichkeiten, damit Elektroautos CO2-arm mit durchschnittlichem Strommix statt CO2-reich mit Kohlestrom (schlimmer als Benziner) fahren könnten
- Bezahlbare Elektroautos, deren Einsatzspektrum selbst mit Zugang zu CO2-armer Primärenergie ihre eigenen Herstellungsaufwand wieder reinholen könnten (ein Kurzstrecken-City-Flitzer als Drittwagen kommt nicht auf 100000 km)
Aber das alles spielt auch keine Rolle, wenn man nicht die Umwelt, sondern die Profite der deutschen Autoindustrie retten will. Und das letztere viel wichtiger als erste sind, sollte ja bekannt sein.
Die einzig verlässliche Methode bei den Todesfällen ist der Abgleich der durchschnittlichen Sterberate im gleichen Zeitraum vergangener Jahre.
Ich will nicht sagen, dass die anderen Maßnahmen verlässlich sind, aber diese ist es definitiv nicht. Wir aktuell eine hohe Stressbelastung (=> mehr Herzinfarkte), eine Verkehrsreduktion (=> weniger Unfalltote), verschobene Operationen (=> weniger Folgeprobleme und mehr vor-OP-Tote), vermutlich mehr Unfälle im Haushalt, weniger Influenza-Infektionen, etc. etc.
Es wird lange dauern, ehe die Statistiken soweit aufgearbeitet sind, dass sich der Effekt nur von Corona abzeichnet.
Aber kein Problem, wenn wir spürbare Zahlen haben möchten, brauchen wir nur die Eindämmungsmaßnahmen aussetzen. Dann bekommen wir doch noch Zustände wie in den derzeitigen Brennpunkten der Pandemie und alle Zweifler geben endlich Ruhe.
Das ist nämlich das Hauptproblem von Handeln und Unterlassen: Die Gegner des Handelns bewerten die Situation, wie sie *durch* das Handeln aussieht und verkennen komplett, dass die Situation durch das von ihn geforderte Unterlassen so aussehen würde, dass sie kein Unterlassen wünschen würden.
Noch besser: Sie vergleichen die Dunkelziffer-behafteten dank-Maßnahmen-Situation mit den Dunkelziffer-korrigierten Schätzungen eines extremen Grippejahres. Und zwar mit der Summe aller 12 Monate.
Na blos gut das diese Leute nie Soldaten im Ersten Weltkrieg waren...
Zwei Jahre lang immer wieder regelmäßig mit das komplette Gesicht bedeckener Gasmaske die Nächte im Erdbunker schlafen müssen, wegen möglichen Giftgasangriffen (auch im Sommer bei 30 Grad), hätte diese Leute vermutlich direkt nach 4 Wochen in den Selbstmord getrieben.
Helf mir mal kurz weiter, aber welchen Kombination aus Lohnhöhe, direkter Versorgungsleistungen, Einsatzzulage bei tatsächlicher Lebensgefahr, Altersversorgung, Lebensarbeitszeit und Wochenarbeitszeit muss man aktuell noch mal bieten, damit jemand diesen Scheiß unter der Bezeichnung "Soldatin" mitmacht? Und wie viele sagen trotzdem "Nein Danke"? Und was bekommt ein Kassierer?
Gemeinhin gelten die Lebensumstände des ersten Weltkriegs auch nicht als angemessenen Durchschnittsniveau für Deutschland im Jahr 2020...
Ich finde das klasse. Autofahren nur noch mit Maske, demonstrieren mit Maske. Sauber! So gehört das! Es ist übrigens eine sau gute egoisitsche Straterie. Jetzt allen erklären, dasds es total harmlos ist, sich selber noch zwei Monate zurückziehen, und dann haben sich die Deppen dadraußen alle selber angesteckt und die Epidemie flacht ab.
Autofahren mit Maske ist weiterhin verboten. Das gilt auch für berufliche Fahrten...
(Muss ich weiter ins Detail gehen? Denke nicht.)
Ich hab mir von einer BioTA erklären lassen, wie eine PCR genau funktioniert....
False Positives sind da fast unmöglich, außer durch menschliches Versagen.
Zumal PCR schon seit Jahrzehnten für die DNA-Analyse zum Einsatz kommt und dort liegen die Genauigkeiten für Vaterschaftsnachweise und Tatortspuren auch bei 99,999%.
Die PCR an sich ist nicht das Problem, sondern die Marker. Die PCR sorgt nur dafür, dass man genug Untersuchungsmaterial hat. Aber dann kann zum einen die Chemie zur Erkennung eines Treffers versagen (eher unwahrscheinlich/kein größerer Fehler als bei anderen Tests dieses Prinzips), vor allem aber testet man eben nur auf ein paar synthetisierte Sars-Cov2-Sequenzen. Es kann weder ausgeschlossen werden, dass eine Virusmutation zu einem falsch-negativen-Ergebnis führt, noch das ein anderes Corona-Virus ein falsch-positiv auslöst. Afaik sind die Tests derzeit so ausgelegt, dass letzterer Fehler viel wahrscheinlicher als ersterer ist (lieber umsonst behandelt als einen Infizierten übersehen), aber fehlerfrei sind sie garantiert nicht.
Zu Vaterschaftests finde ich derart viele Neunen übrigens nur auf Anbieterseiten. Zwar kann man dieser Sicherheit durch entsprechend viele sicherlich irgendwann erreichen, aber je nach Ähnlichkeit der potentiellen Väter dürften Standard-80-€-Verfahren dass nicht annähernd schaffen. In der Praxis ist das auch gar nicht nötig, weil ja meist nur ein beschränkter, in der Regel einzähliger Personenbereich in Frage kommt, aber Coronaviren-Mutationen gibt es verdammt viele.
Das nehmen wir täglich für unser normales Leben in Kauf.
- Opfer durch den Autoverkehr
- Opfer durch die Luftverschmutzung
- Opfer durch Zigaretten
- Opfer durch Alkohol
- Opfer durch ungesundes Essen
..
Warum sind die Opfer dieses Virus plötzlich wichtiger?
Warum Luftverschmutzung ignoriert wird, ist eine gute Frage. "Wirtschaft" die häufigste Antwort. Für die anderen Punkte gilt: "Weil selber schuld". Genauso wie niemand großes Mitleid mit ungeimpften Risikopatienten hat, die an Influenza sterben. Aber das gilt eben nicht für Covid-19. Hier kann nur die Allgemeinheit das Risiko minimieren und damit wird die Rettung von Leben auf einmal zu einer allgemein wichtigen Aufgabe.
Na ja,
Soloselbständige und Betriebe bis 4 Mitarbeiter oder 10 Mitarbeiten haben mehr als selten Tochtergesellschaften!
Umgekehrt: Unternehmen haben Tochtergesellschaften mit 10 Mitarbeitern. Den Werksschutz, die Kantinenküche, die Putzfrauen, die IT,... - alles outgesourced und jedes für sich ein "bedrohtes Unternehmen". Von Betrieben mit Filialnetzwerk (!= Franchises) ganz zu schweigen.
Nach neuen Erkentnissen des BfArM reicht es wohl nicht aus seine Schutzmaske 30 Minuten bei 70°C trockener Hitze zu desinfizieren, um alle Covid-19 Viren abzutöten. Die neue Empfehlung sieht vor die Maske 90 Minuten bei 90°C trockener Hitze zu desinfizieren:
Nach Bericht im ZDF: Institut korrigiert Desinfektions-Anleitung fuer die Schutzmaske | WEB.DE
Hat echt mal jemand 30/70 trocken genannt? Wenn ich mich richtig erinnere, sind da in vor-Corona-Zeiten eher 200 bis 400 °C vorgesehen gewesen und selbst feucht immer noch deutlich über 100. Klar, ersteres kann man vielen Masken nicht zumuten und niemand hat einen Autoklaven zu Hause, aber 110-150 °C sollten wenigstens drin sein. Oder im Falle von Corona halt gründlich waschen, um die Lipidhülle zu zerstören.