Die Bundestagswahl 2017

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Und ich dachte immer wir hätten ein geheimes Wahlrecht. Wir wissen also genau, wer die AfD gewählt hat?

Die Frage habe ich mir auch schon des öfteren gestellt (schließlich weiß man ja auch ganz genau, welche Wähler(-schichten) Trump gewählt haben. ):huh:

Wahrscheinlich werden diese Aussagen aber auf Befragungen der Bürger (vor und) nach der Wahl basieren.
Die Meinungsforschung ist ja schließlich in der Lage aus 1000 repräsentativ ausgewählten Befragten Analysen für ein ganzes Land zu erstellen. Beeindruckend, und wahrscheinlich relativ plausible Ergebnisse.
 
Warum soll der Thread nichts mehr mit dem Thema zu tun haben. Flüchtlingspolitik ist für viele das zentrale Thema der Bundestagswahl gewesen und genau das spiegelt sich auch hier wieder.

zum anderen Thema der vorherigen Seite:

Absolut gesehen, haben sowieso mehr Menschen in den alten Bundesländern AfD gewählt als in den neuen Bundesländern. :D Im Westen leben 66 Millionen Menschen, im Osten nur 16Millionen. Daher sind 11% im Westen zahlenmäßig viel mehr Menschen, als 22% im Osten. :ugly:

Ich kenne den Anteil der Wahlberechtigten nicht, aber überschlagsmäßig haben 4,5Mio "Wessis" Afd gewählt und nur 2,3Mio "Ossis". Wenn man will, kann man sich alles schön/schlecht rechnen.
 
Mir persönlich ist es so was von Schnuppe wer wo am meisten die Afd gewählt hat. Die Tatsache allein, dass in Deutschland rechtes Gedankengut wieder soweit salonfähig ist, dass eine rechte Partei Plätze im Parlament bekommen konnte ist Grund genug zum :kotz:

Und bevor jetzt wieder die Argumente kommen von wegen "die sind demokratisch gewählt, also muss man sich damit abfinden", möchte ich gerne da dran erinnern, dass die NSDAP auch demokratisch gewählt wurde und somit Sitze im Reichstag bekam.
 
Ich bin da zwiegespalten, mir gefällt das Ergebnis der AFD ebenso wenig, aber Demokratie muss auch sowas aushalten.
Das ist überhaupt ein Punkt, welcher mich in den vergangenen Talk-Shows mit Kopfschütteln zurück ließ --> Es wurde öfter die Frage gestellt "Ist die Demokratie nach der Wende nicht in Ost-Deutschland angekommen?" --> die Fragestellung ist völlig Banane, natürlich ist die Demokratie angekommen und wird auch genutzt/gelebt!
Das einem das Ergebnis nicht schmeckt steht auf einem ganz anderen Blatt, jeder kann wählen was er möchte, frei und geheim, und das wurde gemacht.
 
Mir persönlich ist es so was von Schnuppe wer wo am meisten die Afd gewählt hat. Die Tatsache allein, dass in Deutschland rechtes Gedankengut wieder soweit salonfähig ist, dass eine rechte Partei Plätze im Parlament bekommen konnte ist Grund genug zum :kotz:

Ich will dir ja jetzt nicht deine Seifenblasen zum Platzen bringen, aber in Parlament sitzt seit 1949 eine rechte Partei. Die CSU. Und auch die CDU war viele Jahrzehnte lang eine reche Partei.

Die meiste Zeit waren diese rechte Partei sogar an der Regierung beteiligt. Und rechtes Gedankengut gehört zur Demokratie wie linkes.

Rechts =/= rechtsextrem. Sollte man eigentlich wissen.

Und bevor jetzt wieder die Argumente kommen von wegen "die sind demokratisch gewählt, also muss man sich damit abfinden", möchte ich gerne da dran erinnern, dass die NSDAP auch demokratisch gewählt wurde und somit Sitze im Reichstag bekam.

Genauso wie die KPD. Die waren genauso undemokratisch und deren Schlägertrupp war nicht weniger brutal, als die SA. Es wird ja heute gerne vergessen, dass die Weimarer Republik nicht nur an den Extremisten von rechts, sondern auch an den von links zugrunde gegangen ist.

Ich bin da zwiegespalten, mir gefällt das Ergebnis der AFD ebenso wenig, aber Demokratie muss auch sowas aushalten.
Das ist überhaupt ein Punkt, welcher mich in den vergangenen Talk-Shows mit Kopfschütteln zurück ließ --> Es wurde öfter die Frage gestellt "Ist die Demokratie nach der Wende nicht in Ost-Deutschland angekommen?" --> die Fragestellung ist völlig Banane, natürlich ist die Demokratie angekommen und wird auch genutzt/gelebt!
Das einem das Ergebnis nicht schmeckt steht auf einem ganz anderen Blatt, jeder kann wählen was er möchte, frei und geheim, und das wurde gemacht.

Und die Wahlbeteiligung hat gegenüber 2013 sogar zugenommen, als hat die Demokratie am Ende sogar gewonnen.
 
Die Tatsache allein, dass in Deutschland rechtes Gedankengut wieder soweit salonfähig ist, dass eine rechte Partei Plätze im Parlament bekommen konnte ist Grund genug zum :kotz:

Was hat das mit Deutschland zu tun? In einem anderen Land würde es dich weniger stören? Dann noch der NSDAP Vergleich, obwohl zu letzt die Menschen in den neuen Bundesländer Jahrzehnte unter einer kommunistischen/ sozialistischen (also linken) Diktatur leiden mussten. Aber linkes Gedankengut im Bundestag stört anscheinend niemanden. Was ist überhaupt rechtes Gedankengut? Rassenwahn und Vernichtungslager? Das haben in der Tat schon Diktaturen aller politischen Gesinnungen fertig gebracht, das ist weder an rechts noch links geknüpft. Sowas gehört verboten und bestraft ohne Wenn und Aber! Und was bleibt dann noch vom rechten Gedankengut, was du so zum kotzen findest? Eine Priese (13%) konservative, nationale Interessen schaden dem Bundestag in der aktuellen Zusammensetzung jedenfalls nicht.

Aber es hat keinen Zweck, die Medien haben seit Jahren ein Bild vermittelt: rechts = Nazi = schlecht = Hitler, links = bunt = gut = Freiheit, dass kann man nicht von heut auf morgen aufweichen. Bestes Beispiel die Kommentare nach der Wahl:

AfD: Gauland nach der Wahl: "wir werden die CDU jagen": alle total empört, der böse Nazi!

SPD: Nahles nach ihrer Beförderung nach der Wahl: "die CDU bekommt auf die Fresse": alle total begeistert, die ist ja so witzig, klasse, Beifall!
 
AfD: Gauland nach der Wahl: "wir werden die CDU jagen": alle total empört, der böse Nazi!

SPD: Nahles nach ihrer Beförderung nach der Wahl: "die CDU bekommt auf die Fresse": alle total begeistert, die ist ja so witzig, klasse, Beifall!
Man muss aber sagen, der Ton und Motive der Beiden war höchst unterschiedlich.
Auf jeder AFD-Wahlparty wurde nochmal bekräftigt, "die alte Garde davon zu jagen" oder "wir führen Merkel ihrer gerechten Strafe zu", da war Gaulands Kommentar nur noch ein harmloser Tropfen.
Nahles hat mehr oder weniger sarkastisch, satirisch auf eine Reporterfrage geantwortet.
Da ist ein Unterschied.
Das weiß im Übrigen auch die AFD, aber es belastet sie nicht, sondern spielt ihnen in die Karten.
Sie haben es durch nennen wir es "Geschick" geschafft, öffentlich zu pöbeln ohne bei der Wählerschaft an Sympathie zu verlieren, und gleichzeitig öffentliche Kritik daran in Rückenwind umzuwandeln --> das ist schon gut gemacht, vor allem wie sie sich in die Opferrolle flüchten wenn es eng wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man muss aber sagen, der Ton und Motive der Beiden war höchst unterschiedlich.
Auf jeder AFD-Wahlparty wurde nochmal bekräftigt, "die alte Garde davon zu jagen" oder "wir führen Merkel ihrer gerechten Strafe zu", da war Gaulands Kommentar nur noch ein harmloser Tropfen.
Nahles hat mehr oder weniger sarkastisch, satirisch auf eine Reporterfrage geantwortet.
Da ist ein Unterschied.

stimmt schmälert die ganze sache ungemein. solche aussagen sind einfach unangemessen für den bundestag egal ob satire sarkasmus oder sonst irgendwas. das ist keine spaßveranstaltung sondern dort geht es um millionen menschen.
 
stimmt schmälert die ganze sache ungemein. solche aussagen sind einfach unangemessen für den bundestag egal ob satire sarkasmus oder sonst irgendwas. das ist keine spaßveranstaltung sondern dort geht es um millionen menschen.

Ich sage nicht das Nahles Aussage "gut" oder unterstützenswert war.
Nur das es eben ein Unterschied ist.
Später IM Bundestag, wird sowas von Seiten der SPD auch nicht vorkommen.........bei der AFD wird es weit interessanter, wenn ich so an unseren Landtag in Sachsen-Anhalt denke.....:ugly:
 
Einfach mal Reden von früher bei YT angucken. Da wurde im Bundestag noch verbal gefetzt.

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Ich will dir ja jetzt nicht deine Seifenblasen zum Platzen bringen, aber in Parlament sitzt seit 1949 eine rechte Partei. Die CSU. Und auch die CDU war viele Jahrzehnte lang eine reche Partei.

Die meiste Zeit waren diese rechte Partei sogar an der Regierung beteiligt. Und rechtes Gedankengut gehört zur Demokratie wie linkes.

Rechts =/= rechtsextrem. Sollte man eigentlich wissen.

Eben. Gegen eine moderat rechte Partei gibt es auch nichts einzuwenden, im Gegenteil, einen Gegenpol zu linken Positionen ist gut und notwendig.

Aber die AFD ist nicht mehr "nur" rechts, und ich denke, das ist Dir auch klar. Selbst die CSU, die schon recht oft in ziemlich extreme Positionen abrutscht kommt der AfD nicht mal nahe, was Nationalismus und Ausgrenzung angeht.
 
Eben. Gegen eine moderat rechte Partei gibt es auch nichts einzuwenden, im Gegenteil, einen Gegenpol zu linken Positionen ist gut und notwendig. Aber die AFD ist nicht mehr "nur" rechts, und ich denke, das ist Dir auch klar. Selbst die CSU, die schon recht oft in ziemlich extreme Positionen abrutscht kommt der AfD nicht mal nahe, was Nationalismus und Ausgrenzung angeht.

Man gucke sich den letzten Bundestag an. Drei klar linke Parteien (SPD, die Linke, B90/Grünen), eine Partei der „Mitte“ (CDU), die aber unter Frau Merkel auch nach links gerückt ist und eine rechte Partei (CSU), die aber jeden Kurs von Merkel (wenn auch unter medialen Protest der CSU und Herrn Seehhofer) mitgetragen hat.

Konservative Bürger wurden im letzten Bundestag nicht wirklich repräsentativ vertreten. In dieses Vakuum ist die AfD gestoßen.

Und das die AfD entstanden ist, in 13 Landtage und jetzt letztendlich auch in den Bundestag eingezogen ist, ist halt auch das Versagen der anderen Parteien.

Außerdem, die AfD ständig zu verdammen (nicht mehr „nur“ rechts) hat bisher nicht funktioniert. Warum nicht einfach mal Politik machen, die die AfD überflüssig macht, anstatt sie ständig zu verteufeln?

Aber das ist wohl zu einfach und zu naheliegend.
 
Ich verteufle nicht, ich nenne die Dinge beim Namen. Ich kann nichts dafür, dass die AfD rechtsextreme Positionen vertritt. Das tut sie, ohne Dich oder mich zu fragen.
 
Ich kann nichts dafür, dass die AfD rechtsextreme Positionen vertritt.

Die AfD vertritt sicher seltsame Positionen, undurchdachte und auch falsche Positionen, aber "rechtsextreme" Positionen?

Ich glaube einfach viele haben eine völlig falsche Vorstellung von "rechtsextrem". Eine konservative Mutterrolle der Frau, Nationalstaaterei, Einwanderungsstop usw. usw. kann man doch nicht mit "kauft nicht bei Juden", "sofortige Inhaftierung aller linken Parteiführer", Rassentrennung, Zwangsarbeit und Massenmord an behinderten Menschen gleichsetzen. Ja, sowas sind rechtsextreme Positionen, welche zum sofortigen Verbot der Partei und Anklage der Verantwortlichen führen würde und müsste. Ich dachte in Deutschland lernt man in der Schule, was rechtsextremes Gedankengut ist?

ps. nach langem überlegen fällt mir noch eine AfD Position ein, die sich Kritisch zur Situation in Israel äußert. Ok, da kann man rechtsextremes Gedankengut nachweisen. Gilt dann zwar auch für 90% der muslimischen Bevölkerung der Erde, die alle nicht gerade Israel Fans sind, aber ok.
 
Was genau ist daran "sehr extrem"?

Musst dir mal das Wahlprogramm durchlesen.
Da ist zwar alles unfassbar nichtssagend ausgedrückt, aber wenn man zwischen den Zeilen liest, ist es schon extrem.

Ist bei Kultur und Medien auch nicht anders.
So will man die öffentlich rechtlichen Medien abschaffen und alles der Privatisierung überlassen.
Bei der Bildung wird dann wieder geschrieben, dass man die Privatisierung herausnehmen will.
Ja, was denn nun? Beides geht nicht. Wenn du die Medien komplett privatisierst, wirst du Zustände wie in den USa haben.
Gleichzeitig kannst du aber nicht verhindern, dass dann auch private Konzerne Einfluss auf die Bildung nehmen.

Das Problem beim Afd Wahlprogramm ist, dass keine Ziele wirklich durchdacht sind. Dass sie sich teilweise gegenseitig eliminieren und dass grundsätzlich rückwärts gedacht wird.
Man will wieder zurück zum Magister und Diplom. Dann will man die Deutsche Sprache in den Universitäten fördern.
Auch so ein Quatsch. Wer heute nicht in Englisch veröffentlicht, wird nicht beachtet. Ganz einfach.
Und wer sich nicht dem internationalen Wettbewerb der Universitäten stellt, wird ebenso schnell ins Abseits gestellt.

Die Energiepolitik spare ich mir. Die ist so hanebüchen, dass ich Haarausfall kriege.
 
Ob die Positionen "extrem" sind liegt immer im Auge des Betrachters.
Laut der AFD gibt es keinen von Menschen gemachten Klimawandel, das sollte so auch im Wahlprogramm stehen.
Die Chance das die Partei damit recht hat liegt vermutlich im Promille-bereich.

Bei der AFD ist der Inhalt des Wahlprogramms auch weniger das Problem, es ist recht populistisch geschrieben, aber daran muss man sich nicht stören.

Dass die AFD abseits ihres Wahlprogramms extreme Positionen vertritt, zeigen sie gerne mit Aktionen die ihrerseits unkommentiert bleiben.
z.B.: Distanzieren sie sich öffentlich von der identitären Bewegung, auf der anderen Seite eröffnet ein AFD-Abgeordneter des sachsen-anhaltischen Landtages ein Büro direkt in einem Gebäude der identitären Bewegung, welches jetzt, auf Wunsch des Abgeordneten, unter Polizeischutz steht........auf Kosten des Steuerzahlers.
Als Begründung gibt der Abgeordnete an: dem "linksversifften Studententum" einen Gegenpol zu errichten. Na da.....:hmm:

Auch ob man die eigene Jugendbewegung, welche original abgekürzt "JA" heißt, im internen Sprachgebrauch AJ *grins* (welches klingt wie HJ) nennen muss, lasse ich jetzt mal dahin gestellt.

Die AFD hat im Kern eine sehr extreme Mitgliedschaft, von der sie sich nicht distanzieren wird.....ganz im Gegenteil.....da werden noch einige Überraschungen hervortreten.
 
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