Die Bundestagswahl 2017

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Dieses Kultugelaber ist doch seltener Blödsinn ganz ehrlich. Was für ne deutsche Kultur haben wie denn, die im täglichen Miteinander relevant und auffällig ist? Was genau soll das sein? Ich reise viel und mir sind jetzt noch nie Dinge aufgefallen wo ich sagen würde "Mensch das ist jetzt typisch deutsche Kultur". Im Prinzip hat diese Özoguz oder wie die heisst schon recht, da ist die Deutsche Sprache als verbindendes Element und vielleicht die generelle Zurückhaltung der meisten Deutschen, während andere Menschen teilweise halt wesentlich extrovertierter sind. Aber selbst das haste bei jungen Leuten eigentlich auch schon nicht mehr.

Und kommt mir jetzt nicht mit Bier,Weisswurst und Goethe. Erstens sind das geschichtliche Dinge die für die direkte Kommunikation mit Menschen irrelevant sind und zweitens ist das ja auch fast schon Klischee.
 
Dieses Kultugelaber ist doch seltener Blödsinn ganz ehrlich. Was für ne deutsche Kultur haben wie denn, die im täglichen Miteinander relevant und auffällig ist? Was genau soll das sein? Ich reise viel und mir sind jetzt noch nie Dinge aufgefallen wo ich sagen würde "Mensch das ist jetzt typisch deutsche Kultur". Im Prinzip hat diese Özoguz oder wie die heisst schon recht, da ist die Deutsche Sprache als verbindendes Element und vielleicht die generelle Zurückhaltung der meisten Deutschen, während andere Menschen teilweise halt wesentlich extrovertierter sind. Aber selbst das haste bei jungen Leuten eigentlich auch schon nicht mehr.

Und kommt mir jetzt nicht mit Bier,Weisswurst und Goethe. Erstens sind das geschichtliche Dinge die für die direkte Kommunikation mit Menschen irrelevant sind und zweitens ist das ja auch fast schon Klischee.
Genau darum gehts doch. Das war früher eben anders. Das was du da beschreibst ist das was aus uns geworden ist. Diesen Zustand findet aber nicht jeder gut.

Wir sind gut im beschweren :fresse:
Das stimmt nicht. Ich war gefühlt schon in jeder Ecke der Welt und kann das nicht bestätigen. Der Punkt bei uns ist aber, dass wir und mehrheitlich gern an Regeln und Ordnung halten. In vielen Ländern nimmt man sich einfacher was man will, unterliegt nicht so vielen Grenzen und darf sagen was man will ohne so krass in irgendwelche Schubladen gesteckt und ausgegrenzt zu werden. Man ist einfach nicht so gelähmt.
Wenn ich mit frischen Diplomaten, oder Monteuren gesprochen habe, waren sie anfangs auch so eingestellt wie du. Hab ich sie ein oder zwei Jahre später erneut getroffen, hatten sie das komplett revidiert.
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Er hätte es auch anders formulieren können

Naja wen der gauland mal pflegefall ist..wird er so oder so von einem nicht deutschen gepflegt :D


Ach der bekommt ja gut Rente als Politiker
Wird bestimmt erstklassig ambulant versorgt oder Luxus Heime:D

Während wir Sozialhilfe beantragen müssen weil unsere renten nicht reicht.


Wieviel bekommen die eigentlich in Ruhestand?
 
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Ich kann da keine Entgleisung erkennen.

In der Sache hat er Recht(...)

Genau. Warum sich muehselig auf einer argumentativen Ebene mit dem Gesagten auseinandersetzen. Da entsorgen wir doch lieber, was uns nicht passt.

Vielleicht sollte ich es auch als spezifisch deutschen Fortschritt deuten, dass wir Frau Oezoguz nur in Anatolien entsorgen wollen und nicht ... wie soll ich sagen? Endgueltiger.

Wenn es "nur" diese eine "Entgleisung" waere. Tatsaechlich aber scheint der Zug der Rrrreichsbahn genau nach Plan zu fahren. Schwarze als Nachbarn? Baeh. Besser waers, man naehme sie schon an der Grenze in Empfang. Gerne auch die Kinder. Wer das nicht versteht, gehoert entsorgt. Ein Schelm, wer da altbekannte rhetorische Muster erkennt.
 
Rassismus ist also in Ordnung wenn es der eigenen Meinung dienlich ist?
Das sagt eine Menge über dich aus...
Man kann theoretisch jede Partei nutzen um die vorhandene zu kontern. Wichtig ist nur, ihnen nicht freie Hand zu lassen und sie zu kontrollieren.
Würde man es beispielsweise schaffen Volksentscheide zum Standard bei nationalen Entscheidungen zu machen, dann könnte auch eine rechte Partei an der Macht sein, sie wäre halbwegs unter Kontrolle und damit teilweise handlungsunfähig. Jedenfalls hätten wir wenig zu befürchten. Eine Kombination aus einer etablierten und einer Konterpartei würde sich gegenseitig vorantreiben und gleichzeitig maßregeln.
Also ja, sie als Mittel zum Zweck zu nutzen, ist nicht verkehrt.

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Persönlicher Angriff, also Pulver schon verschossen?

Ich halte es für eine Unverschämtheit was die Ozoguz mal wieder zum besten gegeben hat, da muss man nehmen wer noch am ehesten seinen Standpunkt vertritt.

Was genau hat sie denn unverschämtes zum Besten gegeben? Hab jetzt das Interview gelesen und hab da nichts unverschämtes oder dummes gefunden. Ich vermute du hast höchstens ne Überschrift gelesen.

Wie schon gesagt ist dieses Leitkultur-Gelaber hauptsächlich politisch motiviert und beruht nicht wirklich auf gesellschaftlichen Tatsachen. Christliche Leitkultur? Komisch das die Kirchen in Realität seit Jahrzehnten an Bedeutung verlieren und Religion in unserem System Privatsache sein sollte. Was genau ist für dich denn die deutsche Kultur, die auch wirklich in unserem Alltag eine Rolle spielt? Hat Özoguz nicht Recht wenn sie sagt, dass Kultur in ständigem Wandel ist (bestätigen die Sozialwissenschaften übrigens)? Hat sie nicht Recht, wenn sie sagt, dass sich jeder nach den Werten des Grundgesetzes richten muss, und das die Basis für unser Zusammenleben ist?
 
Dieses Kultugelaber ist doch seltener Blödsinn ganz ehrlich. Was für ne deutsche Kultur haben wie denn, die im täglichen Miteinander relevant und auffällig ist? Was genau soll das sein? Ich reise viel und mir sind jetzt noch nie Dinge aufgefallen wo ich sagen würde "Mensch das ist jetzt typisch deutsche Kultur". Im Prinzip hat diese Özoguz oder wie die heisst schon recht, da ist die Deutsche Sprache als verbindendes Element und vielleicht die generelle Zurückhaltung der meisten Deutschen, während andere Menschen teilweise halt wesentlich extrovertierter sind. Aber selbst das haste bei jungen Leuten eigentlich auch schon nicht mehr.

Und kommt mir jetzt nicht mit Bier,Weisswurst und Goethe. Erstens sind das geschichtliche Dinge die für die direkte Kommunikation mit Menschen irrelevant sind und zweitens ist das ja auch fast schon Klischee.

Rammstein, die Prinzen, Nena, Toten Hosen sind also keine jüngere / aktuelle und beliebte deutsche Musikkultur? Der Bundestag / Reichtsag, die Museumsinsel, der Kölner Dom, Siegessäule, Humbold Universität, Fachwerkhäuser und unzählige andere Gebäude keine kulturelle Bausubstanz die tagtäglich gentutzt wird? Architekten wie Schinkel, oder Gropius, sowie Deutsche Schriftsteller / Philosophen wie Gothe, Kant, Schiller, Büchner, Hoffmann und Kleist, Kaestner, sowie Komponisten wie Bach, Bartholdy und viele andere sind heute nicht unverzichtbarer Bestandteil in Lehrplänen, Inspiration für heute lebende Menschen und werden ihre Werke nicht noch immer von genügend Menschen gehört, gesehen, genutzt und bewundert?

Sorry, aber es gibt eine unverkenbare eigene Kultur in Deutschland die geht über das Klischee von Lederhose, Bier und Weißwurst hinaus und wer da meint bis auf eben jene Klischees gäbe es in Deutschland keine eigene kulturelle Identität outet sich selbst wirklich als kulturloser Barbar und sollte vieleicht wieder in eine Höhle ziehen und mit angespitzten Stöcken seine nächste Mahlzeit jagen gehen. ;)

Wen Frau Özoguz also meint bis auf die Sprache gäbe es keine kulturelle Identität in Deutschland ist das schon bis zu einem gewissen Grad ein zimlicher Hohn.

Was genau hat sie denn unverschämtes zum Besten gegeben? Hab jetzt das Interview gelesen und hab da nichts unverschämtes oder dummes gefunden. Ich vermute du hast höchstens ne Überschrift gelesen.

Wie schon gesagt ist dieses Leitkultur-Gelaber hauptsächlich politisch motiviert und beruht nicht wirklich auf gesellschaftlichen Tatsachen. Christliche Leitkultur? Komisch das die Kirchen in Realität seit Jahrzehnten an Bedeutung verlieren und Religion in unserem System Privatsache sein sollte. Was genau ist für dich denn die deutsche Kultur, die auch wirklich in unserem Alltag eine Rolle spielt? Hat Özoguz nicht Recht wenn sie sagt, dass Kultur in ständigem Wandel ist (bestätigen die Sozialwissenschaften übrigens)? Hat sie nicht Recht, wenn sie sagt, dass sich jeder nach den Werten des Grundgesetzes richten muss, und das die Basis für unser Zusammenleben ist?

Niemand will Personen hier eine Leitkultur aufzwingen, aber es ist bezeichend wie wenig Wert man dem eigenen kulturellen Erbe beimisst und es nicht wirklich schaft so etwas grundlegendes wie die eigene Sprache konsequent von Zuwanderern abzuverlangen, was wirklich das einzige ist wo man auch wirklich ein unumstößliches Anrecht darauf hat das diese übernommen wird.
Darüber hinaus sollte man aber vieleicht Zuwanderer auch mal mehr dazu animieren sich mit de anderenm kulturellen Erbe hier auseinander zu setzen um zu zeigen das es auch da vieles gibt was es hier wert ist geschätzt zu werden.

Diskutieren könnte man noch darüber ob man nicht auch bei der Bausubstanz verlangen darf das sie sich vorhandener Architektur anpassen sollte (ich denke da vor allem an teils sehr eigenwillige Moscheebauten mitten im Stadtbild).
Aber da kann geteilter Meinung sein...

Und natürlich verändert sich Kultur, aber man sollte sich auch mal fragen ob unser eigenes kulturelles Erbe es nicht Wert ist mehr von uns in diesen Veränderungen Berücksichtigung zu finden, oder ob man die deutsche Kultur zu einem größer werdenen Teil von Zuwanderern bestimmen lassen möchte.
 
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Und was haben Dichter und Bauten, also das kulturelle Erbe, mit täglicher Interaktion zu tun. Also dem was unser Verhalten ausmacht und relevant für "Deutschsein" sein sollte? Hier hat sie nämlich schon Recht, weil das quasi nur die Sprache ist die uns ein- oder ausgrenzen.
 
Wer meint es gäbe keine deutsche Kultur war anscheind außer 2 Wochen Malle / Jahr noch nie im Ausland.

Die Art wie wir Feste (Weihnachten, Ostern) feiern unterscheidet sich z.B. erheblich von Bräuchen in US oder Frankreich usw. Auch wie wir unseren Alltag organisieren, Schwächeren helfen, nach Gleichberechtigung streben. Kindererziehung: Hilfsbereitschaft, Freundlichkeit, Pünktlichkeit, Aufrichtigkeit, Gründlichkeit. Mein Gott, die ganze Welt kennt deutsche Werte und weiß diese zu schätzen... nur der deutsche selbst sieht das nicht. Grandios!
 
Und was haben Dichter und Bauten, also das kulturelle Erbe, mit täglicher Interaktion zu tun. Also dem was unser Verhalten ausmacht und relevant für "Deutschsein" sein sollte? Hier hat sie nämlich schon Recht, weil das quasi nur die Sprache ist die uns ein- oder ausgrenzen.

Die Menschen nutzen diese Gebäude doch täglich, Architekten beeinflussen sie beim entwerfen ihrer Gebäude, den normlen Menschen teilweise beim entwickeln von Geschmack und Ästhetik, Kaestners "Emil und die Dedektive" ist ein Buch das sich heute noch bei Jugendlichen erfreut, Rammsteins Musik benutzt viele lyrische Merkmale / Anspielungen aus der deutschen Literatur und wird von vielen Menschen gehört.

Viele dieser Dinge haben täglich größeren und kleineren Einfluss auf uns und bestimmen auch die Entwicklung von kultureller Veränderung.
Sprache alleine ist nicht dazu in der Lage Kultur zu bestimmen, oder zu verändern, aber sie ist die grundlegenste überhaupt vorhandene Basis auf der kulturelle Entwicklung stattfinden kann und schon da happert es in Deutschland zunehmend.
 
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Einem ganzen Volk die Kultur abzusprechen (was Frau Ozoguz getan hat)
Nö, das hat sie nicht. Zumindest nicht direkt.
Sie hat gesagt dass, abseits der Sprache keine spezifische Kultur vorhanden ist, sondern sich das auf Regionen und Einwanderung beschränkt.
Und das kann man schon so stehen lassen.
Wo ist denn die große, deutsche "Leitkultur"? Die Bayern und - sorry - "Preißn" streiten sich seit Jahrzehnten darüber, wer hierzulande das bessere Bier braut, im Norden verabscheuen sie die Weißwurst und im Süden das friesisch-herbe Pilsner.
Von den Sachsen weiß man es nicht so genau, weil man die akustisch einfach nicht versteht.
Also was verbindet dann sie alle bitte kulturell? Die Deutschlandfahne am Auto, die immerwieder mal während einer Fußball-WM/EM rausgeholt wird?
Und was ist dann deine Meinung zu besagter Frau? Müsste die SPD diese als Politiker nicht auch entsorgen?
Genausogut könnte man auch sagen, warum bei der AfD Leute wie Björn Höcke nicht entsorgt werden.:schief:
 
Wen Frau Özoguz also meint bis auf die Sprache gäbe es keine kulturelle Identität in Deutschland ist das schon bis zu einem gewissen Grad ein zimlicher Hohn.

Vorweg - selbst wenn das so waere, legitimiert das nicht ihre "Entsorgung in Anatolien".

Und in der Sache:

Bauwerke, Literatur und Musik, soweit aus frueheren Jahrhunderten stammend, sind sicher auch Kultur, aber eben auch Geschichte und Tradition. Die Grenzen sind da ziemlich fliessend und ueber die Relevanz fuer das Zusammenleben im Jahr 2017 liesse sich auch prima streiten - um so mehr, als Frau Oezoguz ja mitnichten vorgeschlagen hat, den Koelner Dom abzureissen oder Schillers Glocke auf den Index zu setzen.

Vieles von dem, was Du aufgezaehlt und unter Kultur subsummiert hast, ist ausserdem auch die Folge von Einfluessen, die von aussen und ausdruecklich auch Migration herruehren. Insoweit ist, mit gesenktem Puls betrachtet, die Formulierung "nicht spezifisch deutsch" bei vielem Gegenwaertigem nicht so unzutreffend, wie Herr Gauleiterland glaubt und das AfD-Konzept aus Einmauern & Rausschmeissen anders, aber nicht minder kulturfeindlich wie von ihm behauptet.
 
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