Auf Deutsch, du denkst dir deine eigene Definition aus.
Der Klassiker: "Ich mach mir die Welt, widewide wie sie mir gefällt..."
Aber der war noch harmlos.
Ich war gerade doch noch mal so willensschwach und habe eben mal bei Poulton gelinst, was der wohl nach meiner argumentativen Aufarbeitung des Antisemitismus in seiner Lieblingspartei zu einem solchen Vorwurf sagt und ob ihm "die Maus verrutscht"und schwups: hätte ich es mal lieber nicht getan. Ideologischer Schlaganfall.
Das wurde aber wieder sehr im eigenen Interesse verkürzt. Die Ablehnung der pluralistische Gesellschaft, die gleiche Rechte für alle geltend macht. Unabhängig von Geschlecht, sexueller Identität (wie war das doch gleich mit deiner Ablehnung des Gender Mainstreaming?), ethnischer Herkunft ("Rasse"), Kultur (hier hausieren ja einige immer mit "kulturfremd"), Religion, Weltanschauung, Behinderung, sozialen Status (Einkommen, Vermögen, ...), Bildung oder Alter.
Ich frage mich, wo Du diese Definition her hast.
Anti-Pluralismus wird definiert als:
Unter Anti-Pluralismus versteht man die ablehnende Haltung gegenüber der pluralistischen Demokratie. Diese basiert auf den Grundrechten (universelle Freiheits- und Gleichheitsrechte, insbesondere das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit, Recht auf Freiheit, Freizügigkeit und soziale Sicherheit, das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit, das Recht auf freie Meinungsäußerung und das Recht auf Versammlungs-, Vereinigungs- und Koalitionsfreiheit). Getragen wird diese Demokratie durch Volkssouveränität und das Mehrheitsprinzip.
Oder kurz: Anti-
Pluralismus ist die Sehnsucht nach einer Diktatur. Schwerlich findet man Punkte wie sexuelle Identität nach "Gender".
Irgendwie nirgendwo.
Dürfte auch logisch sein, da Gender (wie bereits schon an anderer Stelle besprochen)
ein ideologisches Konzept, pseudowissenschaftlicher Grundlage der Linken ist (quasi der hässliche Klon mit Zöpfen des
Lyssenkoismus).
Gender ist keine Wissenschaft, denn man verfolgt normative Ziele. Eine Wissenschaft ist per Definition ergebnisoffen, nimmt seine Resultate also nicht vorweg und besitzt ganz besonders keinerlei Antrieb, die Gesellschaft zu verändern (wenn dann Zufallsnebenprodukt). Wissenschaft ist unpolitisch, unvoreingenommen, neutral.
Das trifft auf Gender schlicht nicht zu. Denn die "Geschlechterforschung" definiert sich nach eigener Lehre u.a. wie folgt:
„Geschlechterforschung kritisiert gesellschaftliche Verhältnisse und Missstände mit dem Ziel, Ungerechtigkeiten und Hierarchien zu verändern“
(Quelle:
Friedrich Ebert Stiftung (von Poulton damals selbst eingebracht)).
Nach dieser Definition wird auch schnell klar, dass es dieser Ideologie nicht um Betroffene geht, die mit ihrer Sexualität hadern, sondern um eine Umerziehung der Gesellschaft.
Man sollte an diesem Punkt vielleicht auch mal festhalten, dass bei weitem nicht alle Schwulen, Lesben, Transsexuellen diesem Kult unterliegen. In der
LSU wird man beispielsweise (wie generell im normalen Alltag) wohl eher selten auf Homosexuelle oder Transsexuelle treffen, die sich solchen ideologischen Konzepten annehmen. Bei weitem nicht alle sind "Paradiesvögel", sondern leben ein Leben wie Hinz und Kunz.
Allein also die Dreistigkeit, zu meinen, man würde vornehmlich für alle Nichtheterosexuellen sprechen (wie es Gender-Anhänger gerne tun) und deren Anliegen quasi ausnahmslos vertreten, sucht schon seinesgleichen. Spätestens bei Jens Spahn oder Alice Weidel wäre Ende Gelände.
Aber das nur als Vorbemerkung. Was mich umhaut (man sehe und staune) ist, was diese Leute (in diesem Fall Poulton) daraus im Fall der Fälle zu basteln versuchen. Aus einem pseudowissenschaftlichen und ideologisch verbrämten Konzept mit schwachem Rückhalt in der Bevölkerung, vor dessen Missbrauchspotential ich schon gewarnt hatte (die Ideologie von "anerzogenen Geschlechtern" lädt quasi dazu ein, mit ihr allerlei Böses anzurichten [z.B. um Eltern zu denunzieren, die nach der Genderlogik "falsche Prägungen" verursacht haben oder Umerziehungsversuche zu starten]), wird nicht nur Missbraucht. Die Posse ist der tatsächliche Versuch, über diese rein linke Ideologie und dessen Ablehnung durch jemanden, der ihr nicht anhängt, einen rechtsextremen Hintergrund zu konstruieren.
Das ist auf so vielen Ebenen wahnsinnig...
Danke, Poulton, für diese Demonstration des Missbrauchs von Ideologie.
Mach es doch einfach so wie früher?! Warum so kompliziert,
wenn Bewährtes doch auch zum Ziel führt? Du hast Dir den Platz auf der Ignore-Liste wirklich verdient.
So, und nun: Wochenende!