Die Bundestagswahl 2017

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Auf welchen Beitrag trifft das zu?

Ich schrieb "in weiterem Sinne" und damit meine ich das entfallen des Kriteriums "biologisches Merkmal" aus Deiner Definition. Es werden Leute auf Grund anderer Eigenschaften ausgegrenz, die ich aufgezählt habe. Poulton hat den korrekteren Begriff genannt, ich bleibe der Einfachheit halber bei Rassismus - auch weil der Begriff eine eindeutige Konnotation hat und einfach einzuordnen ist.

Denn Rassismus im eigentlichen Wortsinne kann es unter Menschen eigentlich gar nicht geben, da wir bekanntermaßen alle ein und die selbe Rasse sind. In so fern wird der Begriff eh schon missbraucht, dann ist eine Erweiterung auf "Ausgrenzung andersartiger Gruppen" auch nicht mehr tragisch.
 
Ich schrieb "in weiterem Sinne" und damit meine ich das entfallen des Kriteriums "biologisches Merkmal" aus Deiner Definition. Es werden Leute auf Grund anderer Eigenschaften ausgegrenz, die ich aufgezählt habe. Poulton hat den korrekteren Begriff genannt, ich bleibe bei Rassismus.

Auf Deutsch, du denkst dir deine eigene Definition aus. Dann sag es doch auch so. Denn wenn man das elementare Kriterium von Rassismus weglässt (biologisches Merkmal) ist es nun mal kein Rassismus.
 
Auf Deutsch, du denkst dir deine eigene Definition aus. Dann sag es doch auch so. Denn wenn man das elementare Kriterium von Rassismus weglässt (biologisches Merkmal) ist es nun mal kein Rassismus.

Was ist denn Rassismus Deiner Meinung nach im Wortsinne?

Und was genau macht das Ding, was durch "meine" Definition von Rassismus beschrieben wird, weniger ... (mir will hier kein Wort einfallen, dass es beschreibt ohne die Menschen zu beleidigen, die sich einer solchen Ideologie bedienen) ... ablehnenswert als der Rassismus so wie ihn der Duden (übrigens in sinnbefreiter Weise, denn das IST kein Rassismus so wie das Wort es meint) definiert?
 
Zuletzt bearbeitet:
Was ist denn Rassismus Deiner Meinung nach im Wortsinne?

Siehe die von mir verlinkte Definition.

Und was genau macht das Ding, was durch "meine" Definition von Rassismus beschrieben wird, weniger ... (mir will hier kein Wort einfallen, dass es beschreibt ohne die Menschen zu beleidigen, die sich einer solchen Ideologie bedienen) ... ablehnenswert als der Rassismus so wie ihn der Duden (übrigens sinnbefreiter Weise, denn das IST kein Rassismus so wie das Wort es meint) definiert?

Nichts, aber das war ja auch nicht die Frage, oder?
 
Siehe die von mir verlinkte Definition.
Das ist nicht der Wortsinn, in der Definition kommt weder das Wort "Rasse" vor, noch beschreibt der angegebene Unterschied eine Abgrenzung zwischen Rassen. Es gibt unter Menschen nun mal keine Rassen, Homo Sapiens ist EINE Rasse.

Nichts, aber das war ja auch nicht die Frage, oder?

Warum lehnst Du dann die Verwendung des Begriffs "Rassismus" ab? Der einzig mir einleuchtende Grund wäre, dass man sich halt ungerne selbst als Rassist sehen möchte. Ob ich es nun Rassist oder sonst wie nenne, ist am Ende doch egal, wenn beides gleich "schlimm" ist und den gleichen Tatbestand - Ausgrenzung andersartiger - beschreibt, oder nicht? ... "A Rose, by any other name, still smells as sweet..."

/Edit: Formulierung des letzten Satzes so geändert, dass man da nicht einen (von mir unbeabsichtigten) Angriff rauslesen kann.
 
Zuletzt bearbeitet:
Auf die von dir, in denen du regelmäßig alles mögliche als "kulturfremd", etc. bezeichnest?

Wo ist das eine unzutreffende Feststellung? Würde ich z.B. nach China auswandern, wäre ich da auch „kulturfremd“. Also wo genau ist da der „Skandal“?

Das ist nicht der Wortsinn, in der Definition kommt weder das Wort "Rasse" vor, noch beschreibt der angegebene Unterschied eine Abgrenzung zwischen Rassen. Es gibt unter Menschen nun mal keine Rassen, Homo Sapiens ist EINE Rasse.

Dann schreib dem Duden, dass er eine falsche Definition benutzt und berichte uns vom Ergebnis.

Warum lehnst Du dann die Verwendung des Begriffs "Rassismus" ab? Der einzig mir einleuchtende Grund ist, dass man sich halt ungerne selbst als Rassist sehen möchte.

Es könnte auch der (viel näher liegende) Grund sein, dass man richtige Definitionen hat, oder nicht?

Wenn ich zu einer Frau sage, sie ist ein Mann, obwohl sie offenkundig keiner ist, dann ist das doch offensichtlich falsch, oder nicht?

Ob ich es nun Rassist oder sonst wie nenne, ist am Ende doch egal, wenn beides gleich "schlimm" ist und den gleichen Tatbestand - Ausgrenzung andersartiger - beschreibt, oder nicht?

Nein, ist es nicht. Es gibt nun mal unterschiedliche Begriffe.

Wenn jemand sagt: „Weiße sind wertlos, weil es Weiße sind“, dann ist das Rassismus.

Wenn jemand sagt: „Christen sind wertlos, weil es Christen sind“, ist es kein Rassismus.

Ausgrenzung ist trotzdem beides. Unterschied deutlich geworden?
 
Kaaruzo, ich wiederhole "A Rose, by any other name..."

Es ist mir egal, ob Du es Rassismus nennst oder nicht, für mich bleibt die Ausgrenzung Schwuler, Behinderter, Armer, Osteuropäer, Muslime, Autisten usw. schlicht und einfach purer Rassismus.

Und ich kann echt nicht verstehen, wieso Du darauf so herumhüpfst. Den einen Grund, der mir einfällt, habe ich ja bereits erwähnt. Das fände ich aber sehr schade.

Übrigens: "Weiße" und "Schwarze" Menschen gehören immer noch der selben Rasse an. Wie kann Dein Beispiel dann ein Beispiel für Rassismus sein?! Der Duden hat sich (leider, muss ich sagen) nur der umgangssprachlichen Verwendung von Rassismus angeschlossen, hat dabei meines Erachtens aber eine viel zu Enge Definition gewählt. Rassismus im Sinne von Ausgrenzung Andersartiger hört nun mal nicht bei körperlich sichtbaren Unterschieden auf.
 
Zuletzt bearbeitet:
Du kannst alles nennen, wie du willst. Du kannst zu Grün Gelb sagen, zu oben unten und zu links rechts.

Du musst nur damit leben, dass dich Leute darauf ansprechen, dass du falsch liegst.
 
Was ist eigentlich Rassismus?

Rassismus ist eine Gesinnung oder Ideologie, nach der Menschen aufgrund weniger aeusserlicher Merkmale – die eine gemeinsame Abstammung vermuten lassen – als sogenannte „Rasse“ kategorisiert und beurteilt werden.

Truth hurts, gelle?

Wo ist eigentlich Dein alter ego? Goennt der sich heute eine Pause?
 
Kaaruzo, ich wiederhole "A Rose, by any other name..."

Es ist mir egal, ob Du es Rassismus nennst oder nicht, für mich bleibt die Ausgrenzung Schwuler, Behinderter, Armer, Osteuropäer, Muslime, Autisten usw. schlicht und einfach purer Rassismus.

Und ich kann echt nicht verstehen, wieso Du darauf so herumhüpfst. Den einen Grund, der mir einfällt, habe ich ja bereits erwähnt. Das fände ich aber sehr schade.
Ich glaube hier gehen die Begriffe "Rassismus" und "Aversion", also eine soziale Phobie, Hand in Hand. Wenn ich was gegen Homosexuelle sage, dann bin ich wohl eher homophob, als rassistisch. Bin ich gegen Moslems und begründe es mit deren Glaubensrichtung, kann man wohl von "islamophob" sprechen. Sage ich jedoch generell was gegen Menschen mit südländischer Herkunft, dann wäre das Rassismus.;)
 
Was ist eigentlich Rassismus?

Rassismus ist eine Gesinnung oder Ideologie, nach der Menschen aufgrund weniger aeusserlicher Merkmale – die eine gemeinsame Abstammung vermuten lassen – als sogenannte „Rasse“ kategorisiert und beurteilt werden.

Truth hurts, gelle?

Und was sollen das für Merkmale sein, wenn es keine biologischen sind?

Truth hurts, gelle?

Wo ist eigentlich Dein alter ego? Goennt der sich heute eine Pause?

Und wer soll das sein?
 
Ich glaube hier gehen die Begriffe "Rassismus" und "Aversion", also eine soziale Phobie, Hand in Hand. Wenn ich was gegen Homosexuelle sage, dann bin ich wohl eher homophob, als rassistisch. Bin ich gegen Moslems und begründe es mit deren Glaubensrichtung, kann man wohl von "islamophob" sprechen. Sage ich jedoch generell was gegen Menschen mit südländischer Herkunft, dann wäre das Rassismus.;)

Egal wann ich Rassismus zur Aversion sage, es bleibt falsch, denn es kann kein Rassismus sein. Es sei denn, jemand findet einen Neandertaler.

Der Punkt für mich ist: Rassismus ist eindeutig negativ belegt und wird von Menschen schon vom Gefühl heraus abgelehnt, und zwar zurecht. Die Gesellschaft hat sich so weit entwickelt, dass es geächtet ist, einen Menschen abzulehnen, nur weil er eine andere Hautfarbe oder andere Gesichtsform hat.

Leider ist das bei anderen Unterschieden eben noch nicht so weit, und ich halte es schlicht für einen Euphemismus, hier ein anderes Wort als "Rassismus" zu verwenden. Es wird dabei nur die unveränderte Tatsache beschönigt, nicht mehr und nicht weniger.
 
Wo ist das eine unzutreffende Feststellung? Würde ich z.B. nach China auswandern, wäre ich da auch „kulturfremd“. Also wo genau ist da der „Skandal“?
In den Debatten über als unterschiedlich betrachtete Menschengruppen ging mit der Entbiologisierung eine Kulturalisierung einher: Unterschiede wurden nun nicht mehr genetisch erklärt, sondern auf kulturelle Faktoren zurückgeführt. Dadurch entstand ein Denkhorizont, der von der einschlägigen Forschung als "kultureller Rassismus", "Neo-Rassismus" oder "Rassismus ohne Rassen" bezeichnet wird.
Was ist eigentlich Rassismus? | bpb
 
In den Debatten über als unterschiedlich betrachtete Menschengruppen ging mit der Entbiologisierung eine Kulturalisierung einher: Unterschiede wurden nun nicht mehr genetisch erklärt, sondern auf kulturelle Faktoren zurückgeführt. Dadurch entstand ein Denkhorizont, der von der einschlägigen Forschung als "kultureller Rassismus", "Neo-Rassismus" oder "Rassismus ohne Rassen" bezeichnet wird.

Sprich, wenn ich feststelle, dass es zwischen Deutschen und Amerikaner (oder irgendeine anderen Nationalität) Unterschiede gibt, aufgrund ihrer Kultur, dann ist das "Rassismus"?

So kann man es sich natürlich auch leicht machen.

Wobei, da muss ich mir als Deutscher ja keine Sorge machen. Laut der Expertin für deutsche Kultur (Frau Özoguz) haben wir ja eh keine, also von daher :lol:

PS: Hier ein Artikel voller "Rassismus", denn er zeigt kulturelle "Unterschiede":

Arbeiten in den USA: Uber kulturelle Unterschiede, derer sich Deutsche bewusst sein sollten

Die "Rassisten" vom Focus sprechen sogar von einem "Kulturschock". Da muss der entsprechende Autor aber nochmal gebrieft werden:

Kulturschock: Woran Europaer in Japan verzweifeln
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich lege Dir nahe, Dich mal ein wenig mit der Politik auseinanderzusetzen. Es gibt keinen Unterschied zwischen "Rechts" und "Konservativ". Das Rechts-/Linksschema beruht historisch auf der Sitzordnung der französischen Abgeordnetenkammer von 1814. Konservative saßen auf der rechten Seite. Deswegen nennt man sie "Rechte". Zumindest die Grundlagen sollte man beherrschen, wenn man das Mundwerk so öffnet.
Und mal so am Rande: bekommt man auch einen Nachweis, worauf sich das begründet oder ist das bei Dir Standard, andere mal eben als "teilweise Nazi" zu verunglimpfen?
Dafür muss es ja irgendwelche Belege geben. Ich bin gespannt, welche Positionen Du bei mir findest, die dem rechtsextremen Lager zuzuordnen sind.

Nur zur Erinnerung (ich gehe mal davon aus, dass Du schlicht keine Ahnung hast, was die Merkmale von Rechtsextremismus sind):
- Antipluralismus (gegen die friedliche Koexistenz unterschiedlicher Interessen und Ansichten in einem Staat)
Diesen hast interessanterweise Du gerade vertreten.
- Ungleichheit der Menschen ("Herrenrasse")
- Autoritarismus (der Nationalstaat muss überwunden und durch eine Volksgemeinschaft ersetzt werden)
- Ethnizismus (also quasi die Rassenlehre)
- Gewaltbereitschaft

Schieß los. Ich hol mir einen Kaffee. Wahlweise kannst Du auch einfach eine Entschuldigung dalassen. Passt scho.

Das legst du aber aus, wie es dir passt. Rechter Flügel der CDU heißt für dich ja komischerweise Rechtsextrem, weswegen es ihn nicht gibt.

Zu der vorherigen Diskussion und auch zu deinem nächsten Absatz. Politische Einstellungen sind auch dem Zeitgeist unterworfen. Zum Beispiel ist Gleichbehandlung heute nicht mehr links, sondern in der Gesellschaft verankert. Genau wie die Unschuldsvermutung, Verbot von Körprstrafen, eigentlich alle Menschenrechte. Auch der Umweltschutz ist nicht mehr per se links. Umweltschutz versprechen so gut wie alle Parteien.

Im Gegenzug sind Dinge wie Rassismus, Unterdrückung der Frau, Leibeigenschaft. .... nicht mehr Mehrheitsfähig und werden als Rechtsextrem bewertet.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück