An welcher Stelle ist meine Interpration von Fuersorge (die weniger eine Interpretation als Beobachtung an der Front ist) falsch?
Sie ist nicht vollständig. Fürsorge des Arbeitgebers geht über den Arbeitsschutz hinnaus, siehe mein Beispiel Dienstreisen. Entsendung eines Reisenden ohne vorher über die dort herrschenden Risiken zu informieren? Passiert etwas und der Reisende kann das nachweisen, haftet das Unternehmen.
Dahingehend, dass der Arbeitgeber bei Dienstreisen nicht jede Eventualität vorhersagen und entsprechend vorsorgen kann. Innerhalb der eigenen Büroräume kann man das ggf. sobald du aber zu einem Kunden fährst gibts viele Unbekannte dazwischen.
Du fährst mit dem Firmenwagen, tankst und stehst an der Kasse neben einer Person die später positiv auf Covid getestet wird.
Es ist aber auch Fürsorge gegenüber den anderen Mitarbeitern, denn, wer erkennt, dass er in der Nähe einer positiv getesteten Person sich aufgehalten hat, der kann entsprechend handeln, z.b. trotz Vorsichtsmaßnahmen dem Büro fernbleiben und zudem alle Kollegen informieren mit denen man Kontakt hatte.
Ansonsten nehme ich gerne hin, dass Du eine andere Meinung hast als ich. An meiner Meinung - naemlich dass die Nutzung der App freiwillig ist und es keine rechtliche Handhabe zur Erzwingung gibt - aendert das aber nichts. Gaebe es das von Einigen geforderte begleitende Gesetz, wuerde sich die Debatte eruebrigen.
Ahjo, zwingt ja niemand jemanden das Ding immer zu nutzen. Wie oft bereits geschrieben, lässt man das Diensthandy halt zuhause wenn man privat unterwegs ist. Ich sehe da halt echt keinerlei Problem.
Da die App keine Daten erhebt welche das Unternehmen auswerten kann, wo soll hier die Einschränkung der persönlichen Freiheit stattfinden? Unternehmen können ja nichtmal das Ergebnis auslesen sondern müssen sich auf das Compliante (gibts das Wort) Verhalten des Mitarbeiters verlassen.
Jemand wie du gehört im Vollschutz über den Truppenübungsplatz Oberlausitz gescheucht.
Lieber Munster-Süd, da weiß man wenigstens warum mans trägt.