Coronavirus: Behandlungsmethoden und Maßnahmen

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Leider tut man es, deswegen ist da ja auch kein Schwein, die Leute grillen und saufen lieber am Elbufer und das machen die richtig. Nur das davon die Kultureinrichtungen nicht überleben können.
Bei knapp 30°C Außentemperatur auch nicht verwunderlich. Wer stellt sich denn freiwillig in eine dunkle, stickige Bude (ich nehme an, Du meinst mit "Kultur" irgendwelche Clubs und keine Open-Air-Konzerte), wenn er am Elbufer grillen kann. Würde ich nicht anders machen. Dann hapert es eben irgendwo am Geschäftsmodell. Das muss sich Deine / Eure Branche evtl. auch mal eingestehen.
 
Das wird solange so bleiben bis die Regeln außer Kraft sind und solange die Infektionszahlen nicht zu hoch sind.

Fangfrage - koennte man das nicht einfach "den Markt" regeln lassen? Oder greift hier das Beliebigkeitsprinzip: Gesetze? Gerne - wenn sie Deinen ganz privaten A*sch retten. Tun sie nicht? Dann weg damit. Der Markt wird´s schon richten.
 
Fangfrage - koennte man das nicht einfach "den Markt" regeln lassen? Oder greift hier das Beliebigkeitsprinzip: Gesetze? Gerne - wenn sie Deinen ganz privaten A*sch retten. Tun sie nicht? Dann weg damit. Der Markt wird´s schon richten.
Wenn die die Regeln jetzt abschaffen vermute ich, dass dann die Zahl der Kranken einfach stark ansteigt.
Auf Dauer wird das auch die Einrichtungen treffen, da die ja auch Mitarbeiter und Kunden haben.
Die Frage ist, was da problematischer ist.
Um die Kultureinrichtungen mache ich mir jetzt nicht so große Sorgen, denn die bekommen eh teilweise Förderungen und Zuschüsse und sind nicht wirtschaftlich völlig von Besuchern abhängig.
 
Schon klar - war aber nicht meine Frage. Meine Frage war und ist: kann man das nicht "den Markt" regeln lassen? Anstatt es zu verbieten?
 
Schon klar - war aber nicht meine Frage. Meine Frage war und ist: kann man das nicht "den Markt" regeln lassen? Anstatt es zu verbieten?
Kann man tun, die können dann aufmachen (so wie teilweise schon), aber ob dann so viele kommen ist die Frage. Ich glaube kaum, da einfach zu wenige Touristen kommen und auch viele aus Angst nicht kommen werden.
Ergo: Das Geschäftsmodell funktioniert aktuell einfach nicht, die Regeln verschärfen das nur.
Es wird Pleitewellen geben.
 
Bei knapp 30°C Außentemperatur auch nicht verwunderlich. Wer stellt sich denn freiwillig in eine dunkle, stickige Bude (ich nehme an, Du meinst mit "Kultur" irgendwelche Clubs und keine Open-Air-Konzerte), wenn er am Elbufer grillen kann. Würde ich nicht anders machen. Dann hapert es eben irgendwo am Geschäftsmodell. Das muss sich Deine / Eure Branche evtl. auch mal eingestehen.

Open Air ist meist eine Großveranstaltung die aktuell natürlich was ist - verboten.
Es gibt nur recht wenige erfolgreiche Open Air Events die dauerhaft unter 1000 Leuten sind - wo man also sagen könnte - ja kann man aktuell durchziehen und die Community nicht anpissen weil es da 1000 Glückspilze gibt und 20-50k verärgerte Leute die keine Tickets haben.

Die beste Zeit für die Clubs um die Ostern herum hat die Politik erfolgreich getötet, das ist genau die Zeit wo die Clubs Rücklagen für den mageren Sommer aufbauen. Und selbst jetzt nach dem dort massive finanzielle Schäden entstanden sind, angeordnet von der Politik, selbst jetzt dürfen sie nicht vernünftig arbeiten und ihre Verluste ausgleichen. So wie das bei allen anderen Branchen ist. Dazu kommt die Kurzarbeit, gestiegene Ausgaben durch Corona (wenn auch minimal, so macht sich das auch bemerkbar) und das geile Wetter was gar nicht so geil bei Indoor-Events ist wo Klimaanlagen seltener sind als nüchterne Gäste und Lüftungen nur dafür reichen das der Kippenqualm durch die Gegend gequirlt wird (wenn überhaupt :ugly: )
Kultur ist natürlich nicht nur Nachtleben, Konzerte und irgendwelche stickigen, rammelvollen Veranstaltungen wie die Gamescom, wo locker 400.000+ Gäste über 5 Tage sich mit allen möglichen Erregern eindecken und fast garantiert mit einer Messeseuche nach Hause gehen die sie noch eine weitere Woche flachlegen wird. Aber auch DAS gehört zur Kultur, ob man will oder nicht und die muss man erhalten. Nicht aus Steuergeldern oder irgendwelchen vergünstigten Krediten sondern aus dem was normal für den Umsatz sorgt - Besuchern. Und zwar mit einem Konzept das wirtschaftlich und hygienisch ist zugleich und die Leute nicht aussehen lässt als ob sie in einer Leichenhalle arbeiten.

Viele Einrichtungen die über Außenbereiche verfügen haben diese ja genutzt. Alle anderen guggen in die Röhre.

Gut, Clubs sind jetzt geöffnet in Sachsen, allerdings mit einem dauerhaften Tanzverbot belegt - erstmal. Mal sehen wie viele Leute sich das antun werden und ob sich dran gehalten wird.
 
Zuletzt bearbeitet:
[...]und Lüftungen nur dafür reichen das der Kippenqualm durch die Gegend gequirlt wird (wenn überhaupt :ugly: )
[...]
wo locker 400.000+ Gäste über 5 Tage sich mit allen möglichen Erregern eindecken und fast garantiert mit einer Messeseuche nach Hause gehen die sie noch eine weitere Woche flachlegen wird.
Finde den Fehler.

Aber auch DAS gehört zur Kultur,
Krankheiten sind neuerdings also Kultur oder ein Teil von ihr? Ich hoffe du hast schon so Nettigkeiten wie TBC, Pocken, Neurosyphillis, ... :schief:
 
Finde den Fehler.

Hygienekonzept gehört mal überarbeitet. Aber nur n wenig, sonst geht das ganze Feeling einer voll besuchten Messe flöten. Solche Events sind richtig schlecht wenn sie halbleer sind.

Krankheiten sind neuerdings also Kultur oder ein Teil von ihr? Ich hoffe du hast schon so Nettigkeiten wie TBC, Pocken, Neurosyphillis, ... :schief:

Die gehören dazu wenn man diverse Sachen macht. Wie das Risiko von Unfällen beim Mountainbike oder die bis zur Unkenntlichkeit verdreckten Klamotten und ein massiver Kater wenn man Wacken durchgemacht hat. Ich rede hier von üblichen Sachen die man sich auf Großevents nun mal einfangen kann - von ner Grippe bis zu diversen grippalen Infekten. Manche schaffen es diverse Magen-Darm Infektionen zu verteilen.
Ist das gut? Nein. Ist das neu? Auch nicht, war schon immer so. Muss man deswegen alle solchen Events verbieten? Natürlich nicht. Minimale Verbesserungen dürfen hier reichen, aber die Politik hat sich gedacht - erstmal mit dem Knüppel draufhauen und dann nachsehen. So funktioniert das aber nicht, erschießen und dann Fragen stellen geht auch nicht
 
Ich brauche keine voll besuchte Messe. Mir geht es um die Stände, die anderen Besucher brauche ich nicht.
Gamescom, ohne Schlange stehen hätte doch wirklich mal was.

Und wenn man es schafft, sich mal die Hände zu waschen, fängt man sich auch nicht so schnell eine Schmierinfektion ein.
 
Ich brauche keine voll besuchte Messe. Mir geht es um die Stände, die anderen Besucher brauche ich nicht.
Gamescom, ohne Schlange stehen hätte doch wirklich mal was.

Und wenn man es schafft, sich mal die Hände zu waschen, fängt man sich auch nicht so schnell eine Schmierinfektion ein.

Naja Gamescom ohne Schlange wäre keine Gamescom mehr. Das ist das Markenzeichen dieser Messe - als Besucher stehst du mehr an als alles andere was du machst zusammen.
Wäre natürlich geil, aber nicht mehr wirtschaftlich. Köln ist keine billige Ecke, die Preise für die Stände sind da irre (haben ausgestellt, wir kennen diese) und wenn das nicht brechend voll ist, lohnt sich das für viele Aussteller einfach nicht mehr.
 

Naja das die Arbeiter bei den Schlachtbetrieben nur minimal besser behandelt werden als das zu schlachtende Vieh ist nichts neues.
Corona bringt das einfach nur wieder in den Fokus, das Problem ist weder neu noch irgendwas besonderes. Wenn Fleisch billiger ist als Obst in vielen Fällen, dann kann das nur so ablaufen.

Das die Rumänen jetzt aber abhauen anstatt sich hier testen zu lassen und unser Gesundheitssystem zu nutzen ist auch unverständlich - sie sind hier krankenversichert und können wenigstens auf die Kosten vom Arbeitgeber hier die Quarantäne etc. überstehen und dann gesund heim fahren.
 
Noch mal, vernünftige Festivals und Nachtleben sind nach wie vor verboten.

Falsch. Unvernünftige Festivals und Nachtleben sind verboten.


Ohne Veranstaltungen gibt´s keine Uebernachtungen, keine Fahrten vom oder zum Bahnhof, keine Restaurantbesuche, ... Ich koennte keine validierten Zahlen anbieten, denke aber, dass "Millionen" es am Ende schon ganz gut trifft.

Millionen ohne Einkommen? Garantiert nicht- Ohne Veranstaltungen gibt es weniger Übernachtungen, weniger vom oder zum Bahnhof und weniger Restaurantbesuche. Aber abgesehen von der Gastronomie direkt auf Veranstaltungsgeländen ist das nirgendwo ein 100% Quote, meist vermutlich nicht mal 50% und wenn du auf "Millionen"-Zahlen kommen willst, nicht mal 20%. Wer hier über Leute debatieren will, die wegen Corona vorübergehend arbeitslos sind, sollte seine Daramturgie also deutlich runterschrauben (und dabei beachten, welche der Arbeitslosen eigentlich schlechter leben - der Restaurantbesitzer, über den hier primär geredet wird, oder der Aushilfskellner, den er vor 10 Wochen gefeuert hat?). Wer über Millionen reden möchte, die irgendwie ein Bisschen beeinflusst sind, soll das erstmal sauber von anderen indirekten Coronafolgen trennen. Wir haben eine nenneswerte Rezession, da laufen die Geschäfte halt schlechter und in einigen Branchen deutlich schlechter. Gerade die Veranstaltungsbranche mit ihrer immer weiter zunehmenden Eventorientierung hat sich eben auch immer weiter auf Luxusdienstleistungen orientiert, für die die Nachfrage die nächsten 1-2 Jahre im Keller sein wird. Als planender Unternehmer muss man auf sowas vorbereitet sein, wenn man in einer rein stimmungsbasierten Branche arbeitet. Wenn die Reserven dann nicht einmal ein Quartal reichen, hat man was falsch gemacht. Und Taxifahrer oder Restaurantbetreiber, die jetzt ein paar Kunden weniger haben, sollten auch nicht so knapp kalkuliert haben, dass sie dadurch direkt im existenzbedrohenden Minus stehen.


Da muss ich mal widersprechen.
Ich beschäftige mich mit dem scheiß (anders kann ichs nicht nennen) beruflich, seit Wochen und selbst mir, der wirklich nichts mehr anderes macht als Einreisebestimmungen zu durchforsten, fällt es extrem schwer die Übersicht zu behalten.
Dazu kommt, Medien berichten. Ob das stimmt weiß am Ende niemand, solange kein Text aus der Staatskanzlei kommt ist das halt alles meh.

Das Problem ist halt auch, dass diverse Politiker fleißig Imageaufbau in der Krise betreiben (Lascht ganz weit vorn) und regelmäßig Forderungen und Vorschläge raushauen, worüber die Medien natürlich berichten müssen, die dann gar nicht oder anders oder erst stark verspätet umgesetzt werden. Wenn es zehnmal mehr Populismus als Politik gibt, dann geht letztere schnell unter und Gesetzblätter sind nun wirklich eine arg unübersichtliche und unleserliche Informationsquelle. Ganz abgesehen davon, dass Verordnungen auf Kreisebene da einfach nicht drinstehen und auch in keiner anderen zentralen Sammlung, aber genau auf diese Ebene haben die Herren Ministerpräsidenten schon vor Wochen die Verantwortung abgeschoben.


Viele Dinge, die seitens des Gesetzegebers freiwillig oder gar nicht geregelt sind, sind nach Weisung des Arbeitgebers Pflicht.

Aber so lange sich diese Weisungen aufs Arbeitsumfeld beschränken bzw. nicht ihrerseits gesetzeswidrig sind, ist dagegen nichts zu sagen.

Im Moment ist das Problem doch mehrheitlich die Gegenrichtung: Die Arbeitgeber kümmern sich kaum um das Problem und schaffen oft nicht einmal Voraussetzungen für freiwilligen Schutz, geschweige denn dass sie konsequente Regelungen anordnen. Möchte nicht wissen, wie viele Büros bei der jetzigen Hitzewelle das regelmäßige Lüften ein- und die Umluftklimaanlage angestellt haben. Aber wahrscheinlich kann ich das in 2 bis 4 Wochen beim RKI nachlesen...
(not so fun fact: Berater der Fleischindustrie haben jetzt "überraschend" festgestellt, dass in Kühlhäusern zirkulierte Luft doch tatsächlich Aerosole fein verbreiten kann. Wohlgemerkt: Keine Verantwortlichen, die sich jetzt rausreden müssen. Wie kann man eigentlich so blöd sein und trotzdem in wichtige Positionen aufsteigen? Bzw. wie kann es sein, dass die für etwas, dass jeder zweite in 5 Minuten vom Sessel besser hinbekommen würde, gute Monatsgehälter beziehen? Was mache ich falsch? :ugly:)



Aua. Das ist echt heftig, vor allem weil Israle ein-/ausreisetechnisch praktisch eine Inselnation mit perfekten Isolationsmöglichkeiten ist.


Das wiederum halte ich für übertrieben. 46 Infektionen pro Tag landesweit sind nun wirklich keine "Welle". Da reicht eine einzige Zusammenkunft.


Und ich dachte bisher das man Maske im Club trägt... :schief: :ugly:

Wir reden hier doch von den Clubs, in denen man das Leben genießt. Nicht von denen, in denen man das Leben RICHTIG genießt :ugly:


Naja Gamescom ohne Schlange wäre keine Gamescom mehr.

Das nicht. Aber vielleicht wäre sie stattdessen eine Besuch wert, was der nach Besuchern gierenden Veranstaltungsbranche nebst Anhang eigentlich sehr entgegenkommen dürfte.

Wäre natürlich geil, aber nicht mehr wirtschaftlich. Köln ist keine billige Ecke, die Preise für die Stände sind da irre (haben ausgestellt, wir kennen diese) und wenn das nicht brechend voll ist, lohnt sich das für viele Aussteller einfach nicht mehr.

Was kassiert die Kölnmesse denn IM MOMENT pro m² Messeboden? Wenn ich mich nicht irre exakt 0 € und jedes Veranstaltungskonzept, was diesen Wert überbieten kann, wäre somit für die Messe lohnenswert. Im Gegensatz zu Dienstleistern, deren Unkosten stark mit den geleisteten Diensten skalieren, hat man als Immobilienvermieter nämlich nur begrenzte Möglichkeiten, seine Ausgaben zu senken und kann nicht einfach ein paar Monate 0-Bilanzen schieben.
 
Ich würde mir um das kulturelle nicht so große Sorgen machen, wir haben ja nur auf Pause gedrückt und nichts zerstört.
Personal und Locations sind immer noch da, ob insolvent oder nicht. Sobald der ganze Mist vorbei ist, kommt auch die Nachfrage zurück und da die
Basis vorhanden ist wird mittelfristig alles wieder laufen.
 
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