Dennoch, es ist ein riskantes Manöver. Wobei die Idee, brennpunktorientiert vorzugehen, gar nicht per se dumm ist - ich bezweifle nur, dass in der erforderlichen Geschwindigkeit registriert und reagiert werden kann, wenn es irgendwo aus dem Ruder läuft. Ich meine, die Thüringer sind ja unbestätigten Gerüchten zufolge auch mobil, und wenn punktuell ein Infektionsherd erkannt wird, hatten Betroffene schon zig Kontakte außerhalb dieses Herdes, bevor dort die Maßnahmen wieder verstärkt werden.
Hinzu kommt, dass sich Menschen noch viel schlechter mit Maßnahmen arrangieren können, wenn diese nicht für alle gleichermaßen gelten. Das sorgt ja schon global für Unverständnis bei Halbinformierten ("Aber die Schweden, mimimi ..."), wie soll es dann erst aussehen, wenn im Nachbarort alles normal weiterläuft, während man selbst gerade wieder Einschränkungen unterworfen ist?