Das ist die Macht der Gewohnheit, so leben wir als westliche Zivilisation seit Jahrzehnten. Nur sind es meist Menschen anderer Länder, die geopfert werden.
Es ist aber auch nicht verkehrt, darauf hinzuweisen, dass es andere Todesursachen gibt, die gravierende Auswirkungen haben, und gegen die scheinbar nichts getan wird.
Zehntausende Menschen sterben in Europa jedes Jahr in Folge multiresistener Keime (weltweit Millionen). Wo ist die Panik?
Und welchen Sinn hat es "darauf hinzuweisen"?
Gegen Straßenverkehrstote wird viel getan, gegen Krebs wird viel getan, gegen was wird denn "scheinbar nichts" unternommen?
Denkst du nicht dass multiresistente Keime nach Covid-19 stärker in den Fokus rücken könnten weil die Leute dann für dieses Thema eher sensibilisiert sind?
Gravierend anders? Nicht wirklich. Aktuell testen wir nur hart und alle schauen hin, deswegen die Panik. Es gab Coronaviren vor Ewigkeiten und denen wurde genau so wenig Beachtung geschenkt wie der Grippe, eben weil sie ungefährlich sind.
Breaking News: Dieses Coronavirus ist neu und niemand hat Antikörper.
Kennst du Beispiele von südamerikanischen Ureinwohnern und einer "einfachen Grippe"? Nur weil es Virenstämme schon lange gab heißt das nichts. Warum sterben Leute an der "einfachen" Grippe? Unter anderem weil es immer wieder neue Stämme gibt.
Wenn man so eine Panik wegen Krebs schieben würde, mit Nachrichten 24/7 überall, Todeszahlen jeden Tag aus allen Ländern und massive Medienpräsenz um die Leute zu erschrecken, würden die Leute auch entsprechend Panik schieben. Tut aber keiner.
Die Ursache von Krebs ist noch immer nicht geklärt. Es gibt keine Ansteckungsgefahr. Sämtliche Bevölkerungsgruppen sind davon betroffen. Jeder Erkrankte reagiert anders auf den Krebs und dessen Behandlung.
Ganz schlechter Vergleich.
Und wenn ich mich recht erinnere finden sich mittlerweile Bilder auf Zigarettenpackungen, findet Aufklärung an Schulen statt, gibt es regelmäßig Events die auf Gefahren von Krebs aufmerksam machen.
Auch sind Erkrankungsrate und Sterberate zurückgegangen, unter anderem wegen besserer Aufklärung, Prävention und Diagnostik.
Das Virus wird als tödlich dargestellt, ist es aber nur in wenigen Fällen und bei Leuten die Vorerkrankungen haben etc. (mit ganz wenigen Ausnahmen). Das Virus ist nicht tödlich. Wird aber in den Medien und von den Politikern so behandelt als ob gerade die ganze Menschheit am Rande der Ausrottung steht, obwohl es ganz andere Bedrohungen gibt für uns Menschen, die wesentlich schlimmer sind.
Das war bei der Schweinegrippe schon irre (wo sich der Herr Drosden richtig verschätzt hat) und bei H1N1 auch, Panik schieben obwohl die Folgen vom Virus absolut zu vernachlässigen sind, aber die wirtschaftlichen Folgen verheerend sind aufgrund der Panikreaktion und übertriebenen Maßnahmen die sich hinterher als schädlicher erweisen als das Virus an sich.
Es ist nicht der erste Fall von einem Virus aus der Gegend, es ist aber der erste Fall der gerade den ganzen Planeten flachgelegt hat.
Genauso könnte man sagen: Krebs ist nicht tödlich, oder nur in ganz seltenen Fällen. Wenn aufgrund von Lungenkrebs die Lunge versagt und der Patient dann erstickt. Tolle Argumentation.
Eine pandemische Grippe ist eine akute Bedrohung für die Menschheit. Nur haben wir heute, im Gegensatz zu früher, Erfahrungswerte, und anhand dieser kann man zumindest ableiten was funktioniert und was nicht.
SARS: how a global epidemic was stopped
Bei SARS war die Sterberate bei rund 20%, bei Ü60 50%. Der Unterschied? Die Verläufe waren zum größten Teil schwer. Dadurch konnten viele Ansteckungen vermieden wären da betroffene Personen nicht unter Menschen gehen konnten. Das ist bei diesem Virus anders. Und im Gegensatz zu früher ist die Welt heute noch vernetzter und verstrickter.
Das nehmen wir täglich für unser normales Leben in Kauf.
- Opfer durch den Autoverkehr
- Opfer durch die Luftverschmutzung
- Opfer durch Zigaretten
- Opfer durch Alkohol
- Opfer durch ungesundes Essen
..
Warum sind die Opfer dieses Virus plötzlich wichtiger?
Autos werden sicherer, Luftverschmutzung ist heute geringer oder weniger gefährlich als früher, es gibt viele große Kampagnien bzgl der Gefahr von Lungenkrebs, ebenso bzgl Alkoholismus.
Auch bei ungesundem Essen gibt es Alternativen.
Krebs ist aber tödlich und wenn man das überlebt hat man trotzdem massive Schäden davongetragen. SARS-CoV-2 ist nicht so gefährlich, bei weitem nicht, es wird aber Panik geschoben als ob ein Meteorit auf den Planeten knallt oder uns gerade Aliens angreifen.
Das Verhältnis zwischen Gefahr und Reaktion auf diese Gefahr ist hier komplett verschoben.
Krebs ist aber nicht ansteckend. Und wenn du schon ständig auf diesem tollen Vergleich herumreitest: Weißt du wer noch in die Hochrisikogruppe fällt? Krebspatienten.
SARS und MERS - da waren wir nicht so gut vorbereitet, es gab viele Probleme usw. Hier nicht mehr. Und damals gab es viele richtige Fails, nicht einfach daneben gegriffen sondern richtig mit dem Kopf in die Kreissäge. Aber das hier toppt alles, wie viel Panik geschoben wird, wie übertrieben die Aktionen sind und wie massiv die Politiker mit Hilfe der Virologen und unausgereiften Theorien und Modellversuchen die Leute wie Rindvieh behandeln - die Leute, die sie eigentlich gut vertreten sollten und von denen sie gewählt wurden.
Unsere Gesellschaft ist doch kein Versuchsfeld für kranke Fantasien wie "wir sperren mal alle ein für nen Monat und guggen dann mal", ach ja, und 80% der Wirtschaft legen wir auch noch flach wenn wir schon dabei sind, woohoo!
Welche Fails denn?
Führen diese "Fails" eventuell dazu, dass diese heute nicht mehr begangen wurden?
Auf wen will man sonst hören? Virologen und Epidemiologen haben auf dem Gebiet eben die fachliche Kenntnis. Schlimmer wäre es wenn nur auf Ökonomen gehört werden würde, noch viel besser. Werden die Toten halt in Kauf genommen, die Wirtschaft muss brummen und die schwarze Null stehen.
Trump wurde auch gewählt, und hat sein Volk ganz toll geschützt. Johnson ist ebenfalls radikal umgeschwenkt. Da sind mir Politiker aus Mitteleuropa weitaus lieber.
Inwiefern sind denn die ganzen Theorien unausgereift? Wenn du da so viel Ahnung hast, stell den handelnden Personen doch bitte dein Wissen zur Seite.
Eine solche Situation gab es für 99% der Politiker noch nie. Eine solche Situation hat auch die westliche Welt noch nicht durchgemacht. Warum steht Südkorea relativ gut da? Da haben Politiker sowie Bevölkerung Erfahrung mit solchen Viren. Hier dagegen wissen die Leute alles besser, und jeder der anders denkt ist gleich ein Hysteriker oder schiebt Panik.
Selbst Naturkatastrophen die massive Schäden hinterlassen haben und unzählige Menschenleben gekostet haben, werden nicht so behandelt. Da zeigten wir Solidarität, haben den Leuten geholfen und unsere nationalen und internationalen Gesetze verbessert als Folge. Hier wird alles verschlechtert, immer mehr Einschnitte und immer mehr Macht vorbei am Parlament, vorbei an der EU, wollen wir das? Wegen einer Atemwegserkrankung die vll 0,5% Todesrate hat? (Genaue Zahlen hat keiner, allein die Dunkelziffer ist irre hoch, niemand weiß wie viele Leute bereits immun dagegen sind oder ohne Symptome auskommen!). Was nun, erstmal das und dann mit dem Gummiknüppel zwischen die Beine wenn eine Grippewelle losgeht?
Gegen einen Sturm kann man halt relativ wenig Unternehmen. Gegen ein Erdbeben ebenso, gegen einen Vulkanausbruch ebenso.
Woher weiß man ob man überhaupt immun werden kann?
Die ganz normale saisonale Grippewelle bringt unser medizinisches System schon an die Grenze. Angenommen es gibt dieses Jahr eine gleich starke Coronavirus-Welle wie bei der Influenza. Na dann viel Spaß.
Die gehen mir nicht am Arsch vorbei. Genau so wenig wie die Leute die bei Erdbeben, Vulkanausbrüchen, Tsunamis und Autounfällen sterben. Oder die Leute die durch Umweltschäden sterben weil irgendwo am Arsch der Welt so viel Gift in die Natur gepumpt wird das da Leute dran sterben, über Generationen.
Aber: es passiert. Wir werden alle sterben. Wir können die Risiken senken. Und die Leute aufklären. Wir sollen aber nicht eine recht harmlose Bedrohung über alles andere stellen, die Panik hilft keinem, sie verschlimmert nur alle anderen Probleme zusätzlich. Wir müssen ganz klar und ruhig auf die Bedrohungen reagieren und mit denen leben. Wir leben sonst auch mit jedem Risiko, aber hier wird einem alles verboten, Leute werden eingesperrt, die Grundrechte werden ausgehebelt und die Idee das man als Mensch seinen Verstand benutzen kann und das Risiko selbst einschätzen ist komplett ausm Fenster geflogen dabei.
Es ist nicht "recht harmlos", wie oft denn noch? Für Menschen mit Fettleibigkeit, Diabetes, Atemwegserkrankungen oder Immunschwäche (und das sind in Summe relativ viele Personen die unter einer oder mehrerer dieser Vorerkrankungen leiden, auch ohne es zu wissen), für all diese kann das Virus das Ende bedeuten.
Wo siehst du ständig diese Panik? Es gibt wieder Klopapier und Nudeln, die Leute gewöhnen sich langsam an die nun veränderten Lebensumstände. Nur jetzt wieder alles über den Haufen zu werfen oder ständig irgendwelche Zahlen aufrechnen hat keinen Sinn.
Genau darum geht es. Man ist bereits Panik-gesteuert. Da kommt eine Vermutung auf (mehr ist es noch nicht) und zack, wieder alle zurück nach Hause. Keiner weiß was, aber es könnte ja schlimm sein, deshalb verstecken wir uns alle. Ich weiß nicht, ob eine solche Lebensweise erstrebenswert ist.
Ich male euch mal ein anderes Szenario: wir leben noch ein paar Monate so, waschen uns täglich 30 mal die Hände, desinfizieren alles und jeden, haben keine Kontakte mehr.
Und dann gehts irgendwann wieder normal weiter. Plötzlich werden alle krank, weil das Immunsystem ein halbes Jahr nichts zu tun hatte und der Vitamin D Spiegel unterdurchschnittlich ist. Ärzte und Krankenhäuser massiv überlastet. Auf die Welle hab ich keine Lust.
Sorry aber dein Szenario ist vor allem eines, an den Haaren herbeigezogen.
Warten wir besser ab, so wie die Briten oder Amis, oh wait. Abwarten, so wie damals bei SARS? Oh wait, da wurde auch rasch gehandelt.
Ich könnte morgen von nem Auto überfahren werden (wie das hier fast täglich passiert) und sterben. Es ist und bleibt ein Risiko. Bei allen anderen Risikofaktoren schließt keiner das ganze Land, macht die Grenzen dicht und die Läden auch, bei anderen Risikofaktoren sagt mir keiner das ich hier nicht näher als 1,5m an eine Person ran darf usw.
Ich würde das Risiko eingehen und dafür bewundere ich Schweden und Südkorea - wie sie mit dem Virus leben und ihre Bevölkerung nicht einsperren. Und ihre Wirtschaft nicht an den Nagel hängen. Leichte Einschränkungen sind ja OK, aber nicht am Rad drehen. Medien die nichts anderes kennen, Massenpanik, Hamsterkäufe und Weltuntergangsstimmung gehören nicht zu einer zivilisierten Welt wenn es nicht gerade einen bestätigten Grund für eine Massenpanik gibt - wie z.B. nen Vulkanausbruch mit nem Atomkrieg zusammen.
Spielen wir dein Beispiel mit dem Autounfall durch: Niemand sagt dass du sofort tot bist. Möglicherweise hättest du überlebt, wären nicht die Krankenhäuser alle gesperrt bzw keine Betten mehr frei.
Südkorea ist hier weiter als Deutschland, Österreich oder Schweden. Die kennen die Gefahren, die tragen Mundschutz, die waschen sich regelmäßig die Hände, etc. Die befolgen alle diese Sachen, die einem jetzt wieder in Erinnerung gerufen werden da sie ja aus gutem Grund existieren.
Schweden hat bei geringer Bevölkerungsdichte eine sehr hohe Sterberate. Weitaus höher als jene von Österreich, und Österreich hatte mit Ischgl einen der größten Infektionsherde in Europa (wo auch viel zu lasch und spät gehandelt wurde und was alles aufgearbeitet gehört). Genauso werden und sollen auch die Maßnahmen der Regierungen hinterfragt und im Nachhinein aufgearbeitet werden und dann muss man die Lehren daraus ziehen.
Aha.
Na wer ansteckend ist und davon weiß, der rennt draußen nicht rum.
Hier geht es um 2 Sachen: man weiß das man ansteckend ist UND/ODER es gibt eine Auflage die speziell für diese Person gilt.
Da es bis zu einer Woche dauern kann bis die Symptome stärker bzw schlechter werden, rennen viele Infizierte unwissend herum und stecken andere Personen an.
Bei manchen zeigen auch die gesamte Dauer über kaum oder sehr schwache Symptome, auch diese stecken dann munter weiter Leute an.