Weil es bei uns halbwegs funktionierende Sozialsysteme gibt.
Darum ist für die meisten hier im Land alles" überlebbar". Dinge wie Kurzarbeitergeld sind sehr hilfreich für beide Seiten, Unternehmer verlieren keine Stammbesatzung, Mitarbeiter verhungern nicht. 60% Nettoeinkommen sind für viele aber ein Debakel. Das kann man als persönliches Pech titulieren, es trifft aber sehr viele.
Und darum geht es ja. Ich nahm die Infektion, Du erinnerst Dich an Diskussionen hier vor ein paar Wochen sehr ernst, solange wenig bekannt war. Inzwischen sehe ich es immer noch als gefährlich, aber immer weniger für die Gruppe unter 50. Ich halte mich von allen fern, weil ich weiß, dass ich zur Risikogruppe gehöre. Aber wegen mir muss doch sonst niemand Rücksicht nehmen. In meine Wohnung kommt niemand rein, und wenn es mir in Geschäften zu gefährlich wäre, würde ich online bestellen.
Aber Millionen von Menschen wird die Existenz unter den Füßen weggezogen und darüber sollte man diskutieren. Und zwar nicht nur aus der eigenen Sicht, sondern auch aus jeder der stärker Betroffenen. Ich halte die Maßnahmen ja im großen Ganze für sinnvoll und notwenig, im Einzelnen aber für zu straff und unflexibel. Und für dieses "hart treffen" kann man viele Beispiele finden, gerade im Kunstbereich, bei Veranstaltungen, in der Gastronomie etc.
Was jetzt passiert, öffnet die Tür für merkliche Einschränkungen in der Zukunft. Darum schaue ich genau hin.
Die Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen gelten für alle im Bundesland.
Komischerweise nicht in Bus und Bahnen, mit denen Arbeiter zu ihren Arbeitsstellen gekart werden. Da ist das dann in Ordnung. Auch Arbeitsplätze, in denen Kontakt nicht vermieden werden können und mehrere Menschen in einem Raum arbeiten, sind erlaubt. Mein Bruder erzählte gestern von Besprechungen in Besprechungsräumen. Hmmm, schwierig. Arbeitgeben müssen keinen online Arbeitsplatz stellen, selbst wenn es machbar ist, kann er weiterhin nein sagen.
Es gilt eben nicht für alle gleich.
Wenn du kein Geld hast,
haste auch keine Krankenversicherung.
In dieser Beziehung eigentlich ein failed state.
Und in diesem Land mit ebenso vielen Millionären wie Arbeitslosen interessiert es niemanden, wenn Arme sterben, abgesehen von so ein paar "linksgrünversifften Sozioökoromantikern" wie mir.
USA: Jeder Zehnte arbeitslos | Telepolis
Habt ihr immer noch Probleme an Hefe dran zu kommen?^^
Ich habe gestern eine Kiste Hefe gehauft, die gute Schneider Hefe. Läuft gut bei dem Wetter!