Der wirtschaftliche Schaden ist so oder so kaum noch zu bemessen. Auch für uns. Wenn bspw. Italien die Wirtschaft auf nahe 0 runterfährt (und man darf vermuten, dass nicht nur die dazu gezwungen sein werden) , trifft das den gesamten Euro-Raum wie ein Vorschlaghammer. Das ist eben das Problem der engen Verquickungen: das schwächste Glied bestimmt die Stärke der Kette.
Da gibt es gar nicht mehr viel abzuwägen.
Geld spielt ja quasi keine Rolle mehr, die Schleusen wurden längst vollkommen geöffnet. Gehen die anderen unter, gehen wir mit.
Problematischer für uns ist jedoch eher, dass gerade Deutschland als "Perfektionist" der
Just-in-time-Produktion kaum noch Großlager unterhält. Deswegen müssen hier auch alle so lang es irgend geht weiterarbeiten. Wir produzieren das Gros unserer Güter seit einer ganzen Weile nur noch auf Bestellung. Wir halten auch die benötigten Rohstoffe nicht mehr im Übermaß vor und sind dadurch viel stärker als andere Länder von der Aufrechterhaltung der Lieferketten abhängig.
Wenn die Deutschen nicht mehr zur Arbeit dürfen, wird es (im Gegensatz zu manch anderem Nachbarn) ganz schnell ziemlich ungemütlich. Einfach weil wir so gut wie nichts auf Vorrat haben.