Es gab tatsächlich großes Umdenken und recht radikale Systemumbauten nach Finanzkrisen - aber auch nur wenn die Krise groß genug war dass das bisherige System auch zusammengebrochen ist. Bedeutet 2007 und 2000 war mit Abstand nicht schlimm genug, das konnte man ja "retten" (=mit Geld zuschütten). Da die Coronakrise aber durchaus das Potential hat eher Richtung 1929 zu gehen was das wirtschaftliche Krisenausmaß angeht wird zwingend es ein Umdenken geben.So, wie bei den letzten hundert Finanzkrisen?
Viele Leute kennen sowas nicht mehr, weil sie zu Zeiten der letzten großen Depression oder der letzten beiden großen Kriege schlicht noch nicht gelebt haben. Wer die letzte Finanzkrise hier als "schlimm" ansieht hat noch keine echte Krise gekannt.

"Echte" Finanzkrise ist dann, wenn Leute aus Aussichtslosigkeit von Dächern springen, andere auf der Straße verhungern und es weder Handel noch Geld (mit irgendeinem Gegenwert) gibt, dafür aber Plünderungen und Gewalt. Hoffentlich haben unsere Politiker das noch nicht aus den Augen verloren und sie erkennen, dass sie nicht die Banken sondern die Leute retten müssen dieses Mal.
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