Das ist m.A. nach falsch, weil man es erstens beim Umtausch gesehen hat, das sehr hohe (Bar) Geldbestände vorhanden waren und zweitesns hätte das angeblich wenige Geld was vorhanden war, ja einen wesentlich "höheren" Wert besitzen müssen, wenn es entsprechende Gegenwerte gegeben hätte. Jeder (DDR) Handwerker hätte sich wesentlich eher in einer wertvollen knappen Ressource bezahlen lassen, wenn er damit hätte etwas anfangen können, anstatt mit einem Ersatzteil für den Trabi oder einem Schmuckstück oder etc. etc. etc.!
Geld hat ja nicht umsonst aus guten Gründen den Tausch in der menschlichen Zivilisationsgeschichte abgelöst!
Nein, es gab ja einen Mangel, das heißt aber nicht das es nicht etwas zu kaufen gab, sondern das die Preise für Dinge die nicht zum täglichen Bedarf gehörten künstlich so hoch gesetzt wurden, weil es davon schlicht zu wenig zu kaufen gab, so das es dauernd vergriffen wäre wenn es zu erschwinglichen Preisen angeboten worden wäre. Das sollte auch den Mangel kaschieren, weil es diese Dinge zwar im Laden durchaus gab, aber sie halt nur schwer erschwinglich waren.
Ein Farbfernsehr als Beispiel war 1980 mit 4.000 DDR-Mark unwahrscheinlich teuer, etwa 4 volle Monatsgehälter in Brutto, so das du nicht mal eben von deinem Netto-Monatsgehalt in das nächste Konsum Warenhaus laufen konntest um einen zu kaufen, obwohl welche vorrätig waren, selbst dann nicht wenn du Chefarzt in einem Krankenhaus warst und selbst wenn du jeden Monat nur von deinem Lohn 50 bis 100 DDR-Mark sparen konntest waren das noch 40 bis 80 Monate um die 4.000 DDR-Mark zu sparen.
Die Leute mussten entsprechend lange sparen und natürlich gab es auch entsprechend größere Geldbeträge, weil die Leute halt über Jahre auf alles mögliche sparten (Farbfernsehr, Waschmaschinen, Stereo-Anlagen, Autos, neues Dach fürs Haus, ect.) und viele neben ihrem Beruf noch zusätzlich privat Geld durch Dinge verdienten die man teilsweise nur schwer bekam (Kaninchen, Gänse, Enten, Obst / Gemüse, einen Maurer, Klempner, Wein, gebrauchte Autos, ect).