Ich war gestern zum ersten mal seit der Maskenpflicht wieder einkaufen. Mit den Masken das haben die Leute verstanden. Naja, zum größten Teil zumindest. Manche kämpfen noch mit der korrekten Ausrichtung (ob die Nasenklammer wirklich ans Kinn gehört?), aber im Großen und Ganzen läuft es schon wirklich gut. Mit dem Abstand hingegen haben manche noch zu kämpfen. Da wird einfach mal (vermutlich unbewusst/unbeabsichtigt) an der wartenden Schlange vorbei gegangen, oder beim Auflegen der Waren auf das Kassenband dem Vordermann so dicht aufgerückt, dass dieser den Atem im Nacken spürt.
Also ich habe bei mir eine weitere Zunahme der Rücksichtslosen bemerkt. Zugegebenermaßen hatte ich es mir deutlich schlimmer vorgestellt, da bislang 50-75% der bedenklichen Annäherungen auf das Konto der 10% freiwilligen Maskenträger gingen, also eine Steigerung um Faktor 10 zu befürchten war, aber eine Verdoppelung ist es locker. Insgesamt bemühen sich andere jetzt in geschätzt 6/10 statt bislang in 8/10 der Fälle, den Sicherheitsabstand einzuhalten, dafür tragen 10/10 statt 1/10 was im Gesicht. Aber nur 1/10 nicht richtig, geschätzt 1/10 schlecht passend und ich möchte wetten, dass von den verbliebenden 4/10 die Hälfte ihre Maske seit der letzten Desinfektion schon zu lange genutzt und/oder die Außenseite nicht sauber gehalten hat.
=> Ich fühle mich unsicherer beim Einkaufen als noch vor zwei Wochen.
Einzige positive Entwicklungen: Zusammen mit den Mitarbeitermasken haben jetzt scheinbar mehr Läden Desinfektionmittel erhalten. Das ist ein großer Komfort-Gewinn, wenn man sich schon auf dem Heimweg sicher sein kann, saubere Hände zu haben.
Ein hoffnungsvolles paper:
Patterns of COVID-19 Mortality and Vitamin D: An Indonesian Study by Prabowo Raharusun, Sadiah Priambada, Cahni Budiarti, Erdie Agung, Cipta Budi :: SSRN
Bin auf weitere Studien gespannt, ob sich der Trend bstätigt.
Das lässt hoffen, dass die schweren Krankheitsverläufe in den Sommermonaten zurückgehen werden. Wer es noch nicht hat, sollte sich mit entsprechenden Präparaten versorgen, um für den nächsten Winter gerüstet zu sein (ist ja eigentlich generell anzuraten).
Hilf mir mal einer, der mehr Erfahrungen mit medizinischen Studien hat:
Ist es nicht verdammt unseriös, den Einflussfaktor verschiedener Faktoren mit mehreren univariaten Analysen zu untersuchen?
Zur allgemeinen Verrechnung nicht mehr als "lineares Modell" zu schreiben reicht mir auch nicht, den Vitamin-D-Mangel hat durchaus Bezug zu Alter, Vorerkrankungen (und Medikamentation für diese) und Geschlecht. Herauszufinden, dass "alte, vorerkrankte Männer mit Vitamin-D-Insuffizienz" häufiger sterben, ist in meinen Augen trivial, solange man keine Covariate-Analyse vorlegt, die Einfluss des Faktors Vitamin D gegenüber den anderen quantifiziert.
Und es soll auch noch der Vitamin-D-Spiegel "vor der Einlieferung" anhand "klinischer Daten" herangezogen worden sein?
Während ich es befürworte, keine Messungen während der Behandlung zu nehmen (eigentlich braucht man welche von vor der Infektion), frage ich mich ernsthaft, von welchem normalen Bürger bitte schön regelmäßige Vitamin-D-Untersuchungen aus gesunden Tagen vorliegen? Nach welchem Verfahren die Untersuchungsobjekte ausgewählt wurden, ist im Paper auch nicht dokumentiert.?!
Wie gesagt: Ich bin kein Mediziner. Aber wenn ich ne Semesterarbeit so gestaltet hätte, wäre sie mir um die Ohren gehauen worden.
Sollte man in Deutschland auch so machen. Die Forderung ist da aber auch nicht neu.
Ökologisch wäre das sehr zu befürworten, aber epidemologisch hat das Flugzeug im Zweifelsfall sogar einen Vorteil gegenüber der Bahn, weil es nur zweimal hält.