Nun haben wir dem Al-Kaida-GröFaz den Garaus gemacht. Und seinem gesamten Stab dazu. Auch noch 2-3 Nachfolgergenerationen. Und das gleiche haben wir parallel noch beim IS gemacht. Und bei der Taliban. Zufrieden, Story erledigt?
Die neue Talibanregierung ist quasi das who-is-who der Ex-Taliban-Regierung von Annotobak und mitunter sind da auch noch ein paar nette Terroristenanführer dabei -munkelt man...
Die Story ist dann erledigt, wenn es keine Steinzeitideologie mehr gibt.
Oder glaubst du im Ernst, dass eine Organisation, die sich als Staat Afghanistan selbst sieht und den weltweite Jihad auf der Flagge(!) spazieren trägt irgendwann friedliche Erbsenzähler werden?
Oder möchtest du stattdessen die Frage stellen "hätte man 1933 jeden Deutschen umbringen sollen, der sich schon einmal zugunsten der NSDAP ausgesprochen hat?"
Kann mich jetzt spontan nicht erinnern, dass ich so etwas als Intention geschrieben hätte.
Eine suggestive Gegenfrage mit gemutmaßter Voreingenommenheit zum zitierten Text macht die Frage nicht zwangsläufig besser...
Gefühlt hast du gar nicht verstanden, worum es mir geht.
Die Ideologie ist gefährlich, so gefährlich dass der obige Vergleich durchaus passt.
Viele Staaten haben weg oder nur zugeschaut, als Gröfaz eine Provokation nach der anderen vollzog.
Im Prinzip wurde die damalige Tschecheslowakei einfach inhaliert und nicht mehr als, "na hoffentlich wars das", wurde als Antwort gegeben.
Wehret den Anfängen, heisst es regelmäßig zu dem Thema, ich sehe das durchaus ähnlich mit dem Aktuellen.
Das find ich zwar auch nicht prall, aber die Situation in Afghanistan oder das Problem des internationalen Terrorismus auf 2-3 Führungspersonen zu reduzieren ist das geistige Null-Niveau des zweitblödsten US-Prädsidenten der (jüngeren) Geschichte anno 2001.
Sei versichert, dass ich die Mechanismen, wie die Taliban wieder erstarkten, eigentlich nie wirklich weg waren, durchaus kenne.
Und natürlich lag es mitunter an dem oberkorrupten Staatsapparat um Karsai herum, der vom Westen hofiert wurde.
Die ach so schönen Bilder von unverhüllten Frauen und freien Studenten trafen in der besten Zeit auf wenige größere Städte zu.
All die Bemühungen, westliche Ideologie einzuführen, war schon gefühlt 2006-2007 gescheitert.
Ich war selbst dort, habe es mit eigenen Augen gesehen.
Überall Sprengfallen, der eben noch grüßende Bauer sprengt sich in die Luft oder schießt mit einer AK47 um sich.
Die ganze nette Natomission war genau das Gleiche wie die Russen paar Jahre davor - eine ungeliebte Besatzung mit einigen Profiteuren und wenigen Freunden.
Unbedarft davon ist das Ausschalten von Terroranführern ein durchaus probates Mittel, um die Organisation zu schwächen.
Heisst aber natürlich auch nicht, dass damit die Ursachen des Terrors ausgeschaltet werden.
Bin Laden hatte keinen tieferen Grund als Hass auf die USA.
Ihm hatte es schlichtweg nicht genügt, als keine unterstützende Gruppe al-kaida die damaligen Muhaheddin gegen die Russen zu unterstützen.
Er hat die Welt mit Terror so lange überzogen, bis die USA tatsächlich in die Blödsinnsfalle getappt waren und völlig irre und mit idiotischen Gründen den 2. Irakkrieg ausgelöst haben.
Selffullfilling Prophecy - er hatte das, was er stets predigte, der Westen besetzt arabische Länder.
Welcome to the IS und sonstigen Monstrositäten der Welt.
Schade eigentlich, dass Du mich auf geistig minderbemittelt einstufst.
Sollte ich das Gleiche mit Dir machen, nur weil du meine Texte inhaltlich gar nicht erfasen kannst?
Nein, mache ich nicht.
Aber dennoch ein Tipp:
Angelesenes Wickiwissen, verpackt in arrogant angreifenden Texten, erhöhen definitiv nicht die Freundschaft.