Allgemeine Dienstplicht in Deutschland

Warum ich dann aber als einer der unsportlichsten Menschen der mir je begegnet ist es damals zu T2 geschafft hatte (Grund für nicht-T1: zu groß :ugly: ) ist mir bis heute ein Rätsel.
Wie groß bist du denn? Ich bin 1.88m und hatte auch T2 bekommen. T1 nicht wegen etwas krummer Beine und Plattfüßen. :ugly:

Aber heutzutage würde ich aufgrund meiner Erkrankungen sofort ausgemustert werden.:fresse:
 
Wie groß bist du denn? Ich bin 1.88m und hatte auch T2 bekommen.
Etwa gleiche Größe. Alles über 1,85 oder so ist zu groß für T1. Es gibt auch ne Grenze wo du T3 bist sollte jemand 2 Meter groß sein. Die Grenzwerte kann man sicherlich googeln.

@psalm64 ja gut möglich. Ich war zwar unfit aber hatte keinerlei Erkrankungen. Wirklich nennenswerte eigentlich bis heute nicht.
 
Selbstverständlich wird jemand der vor 20 Jahren ein G3 auf ne Papierscheibe gerichtet hat heite mit nem G36 (oder was auch immer grade aktuell ist?) nix treffen aber die lernkurve wird SEHR viel steiler sein als bei jemandem der sich erst mal noch wundert wie schwer der Abzug geht, dass das Ding LAU ist und zurückschlägt und welcher Hebel was macht und warum.
Ich hab schon damals nichts getroffen (ich war 1993 beim bund), aber ob man nun ein G3 oder was Neueres hast, würde meines Erachtens keinen Unterschied machen. Man weiß, wo die Kugeln herauskommen und der Abzug ist auch noch an der gleichen Stelle und beim Verteidigungsfall geht es eh nicht um perfektes zielen, denn der Angreifer hat genauso Angst wie man selbst.
Ich selbst werde eh nicht an die Front geschickt (hab ja nur noch ein Bein), aber als Obergefreiter bin ich ja Militärexperte und kann mich anders einbringen. :D

Aber heutzutage würde ich aufgrund meiner Erkrankungen sofort ausgemustert werden.:fresse:
Was glaubst du, wie schnell man deine Simulierungen streicht und dich ausrüstet. :D
 
ob man nun ein G3 oder was Neueres hast, würde meines Erachtens keinen Unterschied machen.
Beim schießen auf Zielscheiben macht das nen riesen Unterschied, über Kimme/Korn treffen erfordert sehr viel mehr Übung als per Zielvisier a la G36 (ganz ehrlich, ich konnte die Diskussion damals über das Gewehr nicht nachvollziehen, mit dem Ding kannste fast nicht daneben schießen - mit dem G36 Gold zu schießen klapte bei mir auf Anhieb).
Im echten Krieg an der Front dürfte all das aber eine weit untergeordnetere Rolle spielen, da haste auf jeden Fall Recht.

Ich selbst werde eh nicht an die Front geschickt
Zumindest hast du einen Ausmusterungsgrund, der verdammt schwer zu simulieren ist :ugly:

Aber mal zum Thema Dienstpflicht an sich - wenn da immer von Gerechtigkeit geredet wird: Die gabs nie und seien wir ehrlich, die wird es auch mit vertretbarem finanziellen Aufwand nie geben. Ein "jeder muss ein Jahr lang entsprechend seinen körperlich/geistigen Fähigkeiten Dienst tun" kriegen wir weder fianziell noch organistaorisch sinnvoll hin. Von daher halte ich die Version einer Berufsarme auf Freiwilligkeit schon für wesentlich gangbarer. Wir brauchen keine Menschen die kurzzeitig im Militär sind weils gerechter ist aber die in einem echten Konflikt ziemlich nutzlos sind (das ist eher so die russische Variante), wir brauchen gute Anreize für Menschen, die aus Überzeugung Soldat sein wollen und den Job langfristig und gut machen. Ist ja nicht so dass es solche Leute nicht gäbe, man muss nur die Rahmenbedingungen so setzen, dass wir ein paar Hunderttausend davon auch zusammen bekommen und die vernüftig ausrerüstet und ausgebildet vorhalten können.
 
In der Theorie, wie stark wäre die deutsche Bundeswehr wenn es zum Krieg kommt, und wir nicht in der Nato wären, also alleine antreten müssten?
Wir hatten ja hier schon Zustände ala "4 kampffähige Jets"(?) und generell viele Gerätschaften die eigentlich garnicht richtig in Takt sind. Zudem sind wir wahrscheinlich auch personell massivst unterbesetzt.
 
In der Theorie, wie stark wäre die deutsche Bundeswehr wenn es zum Krieg kommt, und wir nicht in der Nato wären, also alleine antreten müssten?
Bundeswehr sagt aktuell 181.630 Soldaten.
Wie die ausgerüstet sind ist ja allgemein bekannt.

Kurz - wenn jemand uns ernsthaft angreifen würde wären wir ohne NATO praktisch nicht mehr nennenswert verteidigungsfähig. Eine Situation wie die Ukraine sie gerade hat würde die Bundeswehr keine 2 Wochen überleben. Am Anfang des Krieges kat glaube ich mal jemand hochrangiges gesagt wir haben Munition für 2 Tage oder so ähnlich.

EDIT: da...
 
Beim schießen auf Zielscheiben macht das nen riesen Unterschied, über Kimme/Korn treffen erfordert sehr viel mehr Übung als per Zielvisier a la G36 (ganz ehrlich, ich konnte die Diskussion damals über das Gewehr nicht nachvollziehen, mit dem Ding kannste fast nicht daneben schießen - mit dem G36 Gold zu schießen klapte bei mir auf Anhieb).
Im echten Krieg an der Front dürfte all das aber eine weit untergeordnetere Rolle spielen, da haste auf jeden Fall Recht.
Ich bin hier bei dir, das schießen mit einem G3 oder auch MG3 ist ungleich anders und wesentlich schwieriger als z.B. mit einem G36/G95 und MG5 und nach allem was ich so aus der Ukraine sehe, macht es schon einen Unterschied, Grabenkämpfe sind dort alltäglich und die Front muss bei aller Technik , eben auch mit Infantristen besetzt sein, da hat sich in den letzten 150 Jahren wenig geändert!
Bundeswehr sagt aktuell 181.630 Soldaten.
Wie die ausgerüstet sind ist ja allgemein bekannt.

Kurz - wenn jemand uns ernsthaft angreifen würde wären wir ohne NATO praktisch nicht mehr nennenswert verteidigungsfähig. Eine Situation wie die Ukraine sie gerade hat würde die Bundeswehr keine 2 Wochen überleben. Am Anfang des Krieges kat glaube ich mal jemand hochrangiges gesagt wir haben Munition für 2 Tage oder so ähnlich.
Das kann man "schick" schreiben, ob es so stimmt mache ich auch mal ein Fragezeichen.
Ein Krieg fällt ja nicht vom Himmel, ist er auch nicht bei der Ukraine, die haben sich schon seit Mai/Juni 2021 bis zum 24 Februar 2022 darauf vorbereitet, wahrscheinlich um so mehr Anzeichen, um so intensiver die Vorbereitung.
Hätte DE 6 Monate Zeit vom Ernstfall bis zum Verteidigungsfall, von was ich ausgehe, sieht das völlig anders aus.
Eine "gegenerische Armee" kann ja nicht aus dem "Nichts" angreifen, ohne Anzeichen, ohne Aufmarsch, ohne Bereitschaftsgraderhöhung etc. etc.

In 6 Moanten kann man mit DEs industriellen Kapazitäten und einer eingermaßen gelungenen Organisation -> Wirtschaft, Bevölkerung -> wer stellt Rüstungsgüter her, wer ist an der Heimatfront, wer wird eingezogen und ausgebildet, eine ganze Menge bewirken.
Das was sich die meisten Leute nicht wirklich vorstellen können ist, wie schnell auch in einer Demokratie unter Druck, sich das Leben von einem auf den anderen Tag grundsätzlich völlig ändern kann, und man dann trotz aller "Beteuerungen", eher nur noch ein Rad im Getriebe ist, das dann funktionieren muss, und nur noch sehr wenig Rücksichten auf Befindlichkeiten genommen wird.
 
Etwa gleiche Größe. Alles über 1,85 oder so ist zu groß für T1. Es gibt auch ne Grenze wo du T3 bist sollte jemand 2 Meter groß sein. Die Grenzwerte kann man sicherlich googeln.

@psalm64 ja gut möglich. Ich war zwar unfit aber hatte keinerlei Erkrankungen. Wirklich nennenswerte eigentlich bis heute nicht.
Gibt's da nicht auch eine Gewichtsgrenze? Im Bekanntenkreis hieß es mal, mit Übergewicht ab BMI 30 oder so sei man auch nicht mehr eingezogen bzw. nur T3 gemustert worden.
 
Gibt's da nicht auch eine Gewichtsgrenze? Im Bekanntenkreis hieß es mal, mit Übergewicht ab BMI 30 oder so sei man auch nicht mehr eingezogen bzw. nur T3 gemustert worden.
Klar, es gibt für praktisch alles Ober und Untergrenzen die, sofern du sie reißt, eine Abstufung in T2, 3 oder gar 5 auslösen. Zu groß/klein/dick/dünn/krumm(Wirbelsäule) usw. sind nur die offensichtlichsten äußeren Dinge.

In 6 Moanten kann man mit DEs industriellen Kapazitäten und einer eingermaßen gelungenen Organisation -> Wirtschaft, Bevölkerung -> wer stellt Rüstungsgüter her, wer ist an der Heimatfront, wer wird eingezogen und ausgebildet, eine ganze Menge bewirken.
Das was sich die meisten Leute nicht wirklich vorstellen können ist, wie schnell auch in einer Demokratie unter Druck, sich das Leben von einem auf den anderen Tag grundsätzlich völlig ändern kann, und man dann trotz aller "Beteuerungen", eher nur noch ein Rad im Getriebe ist, das dann funktionieren muss, und nur noch sehr wenig Rücksichten auf Befindlichkeiten genommen wird.
Glaube ich dir im Prinzip schon - nur habe ich weder das Gefühl, dass wir innerhalb von wenigen Monaten groß was an Kriegsgerät/Munitioon produzieren können, noch dass wie in irgendiener Weise gelugen organisiert sind/wären.

Ich kriege es ja an erster Stelle mit wie es selbst mit nem krieg vonr der Haustür läuft, da wir auch Zulieferer der Bundeswehr sind für Panzerstahl. Nachdem wir unsere PZH2000 in die Ukraine gegeben haben wurde angefragt (per Fax!!) wie schnell wir wie viel Panzerung welcher Qualität/Spec liefern könnten. Die Antwort ist ziemlich simpel, wenn dus heute bestellst und es dringend ist haste in 3 Wochen Hunderte Tonnen an Panzerblech auf deinem Hof liegen. In der Zeit hat die Beschaffung der Bundeswehr es nicht mal geschafft zu antworten. Das ist jetzt 2 Jahre her, ich bion mir nicht sicher ob sies mittlerweile geschafft haben alle Formulare zu suchen/finden/kopieren/unterschreiben/stempeln/vergraben/vergessen/erinnern/ausgraben und eine Bestellung abseits einer Prototypen-Mindermenge auszulösen.

All das stimmt einen absolut nicht zuversichtlich, dass wir in irgendeiner Weise schnell auf irgendwas reagieren könnten.
 
Von daher halte ich die Version einer Berufsarme auf Freiwilligkeit schon für wesentlich gangbarer. Wir brauchen keine Menschen die kurzzeitig im Militär sind weils gerechter ist aber die in einem echten Konflikt ziemlich nutzlos sind (das ist eher so die russische Variante), wir brauchen gute Anreize für Menschen, die aus Überzeugung Soldat sein wollen und den Job langfristig und gut machen.
Vor allem nützt es nichts, wenn man Leute einzieht, die eigentlich nicht motiviert sind bzw. die Hierarchie der Bundeswehr ablehnen. Der Bund ist nun mal nicht demokratisch organisiert.
Ich bin auch für eine Berufsarmee mit freiwilliger Unterstützung. Der Sohn meines Cousin ist derzeit Freiwilligere und hatte sich für 12 Jahre verpflichtet. Aber auch er wird nicht zu einem Auslandseinsatz gezwungen.
Die Bundeswehr muss aber mehr für sich werben. Gerade weil man ein schlechtes Image hat.
Wobei ich das Modell der Schweden jetzt nicht schlecht finde, wo man jeden mustert, aber trotzdem freiwillig ist.
 
Aber mal zum Thema Dienstpflicht an sich - wenn da immer von Gerechtigkeit geredet wird: Die gabs nie und seien wir ehrlich, die wird es auch mit vertretbarem finanziellen Aufwand nie geben. Ein "jeder muss ein Jahr lang entsprechend seinen körperlich/geistigen Fähigkeiten Dienst tun" kriegen wir weder fianziell noch organistaorisch sinnvoll hin. Von daher halte ich die Version einer Berufsarme auf Freiwilligkeit schon für wesentlich gangbarer. Wir brauchen keine Menschen die kurzzeitig im Militär sind weils gerechter ist aber die in einem echten Konflikt ziemlich nutzlos sind (das ist eher so die russische Variante), wir brauchen gute Anreize für Menschen, die aus Überzeugung Soldat sein wollen und den Job langfristig und gut machen. Ist ja nicht so dass es solche Leute nicht gäbe, man muss nur die Rahmenbedingungen so setzen, dass wir ein paar Hunderttausend davon auch zusammen bekommen und die vernüftig ausrerüstet und ausgebildet vorhalten können.
Bin ich sehr skeptisch gegenüber deinen Ausführungen, weil du somit keinen Unterbau für etwas "längeres" hättest, und genau das spielen ja die Russen jetzt in der Ukraine aus, nachdem sie 2 Jahre auf dem Schlachtfeld mehr oder minder verloren haben.
Dazu kommen noch "europäische Eigenschaften" unserer Wirtschaft und Sozialsystems anders als im Anglo-Amerikanischen Bereich. Unser Schul- und Studiumsystem ist staatlich und nicht privat, ohne super hohe Kosten für den Einzelnen, man ist immer Krankenversichert etc. Das sind z.B. in den USA die Hauptanreize mit denen Leute in die Berufsarmee gezogen werden, man bekommt einen College Abschluss nahezu umsonst, bekommt eine Krankenversicherung, sicheres Auskommen etc. , was bei "uns" mehr oder minder völlig normal ist, dort aber für einige Einkommensschichten etwas besonderes. Wenn unsere Wirtschaft nicht vor Hunde geht, laufen wir automatisch in den nächsten Jahren von der Demographie in einen sehr arbeitnehmerlastigen Arbeitsmarkt, sprich es gibt wesentlich mehr Stellen, als Arbeitnehmer, was der BW noch abträglicher wäre. Auch finde ich die Abstinenz der BW aus den normalen Familien, Unterhaltungen, Präsenz, die durch die Wehrspflicht noch gegeben war, nicht sehr förderlich, was wir die letzten 15 Jahre beobachten konnten.
Ich halte eine Dienstpflicht/Wehrpflicht in der momentanen Situation für alternativlos.
Glaube ich dir im Prinzip schon - nur habe ich weder das Gefühl, dass wir innerhalb von wenigen Monaten groß was an Kriegsgerät/Munitioon produzieren können, noch dass wie in irgendiener Weise gelugen organisiert sind/wären.
Ich glaube schon, das sich dann etwas grundlegendes ändern würde, aber vielleicht liege ich auch falsch. Komischerweise tauchten ja auch als der Druck entsprechend war LNG Terminals wie aus dem Nichts auf!
 
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Unser Schul- und Studiumsystem ist staatlich und nicht privat, ohne super hohe Kosten für den Einzelnen, man ist immer Krankenversichert etc.
Studieren bei der BW hat für Unter- und Mittelschicht-Kinder aber auch immer noch Vorteile gegenüber dem "freien" Studium, da man ja seinen normalen Sold bekommt, man sich im Gegenzug aber für ein paar Jahre verpflichten muss. Und das ist deutlich mehr als Bafög und vor allem Elternunabhängig. Hat ein Bekannter von mir gemacht, der konnte dadurch schon in dieser Zeit Heiraten und Kinder bekommen, weil er schon normal verdient hat.

Auch finde ich die Abstinenz der BW aus den normalen Familien, Unterhaltungen, Präsenz, die durch die Wehrspflicht noch gegeben war, nicht sehr förderlich, was wir die letzten 15 Jahre beobachten konnten.
Ich halte eine Dienstpflicht/Wehrpflicht in der momentanen Situation für alternativlos.
Ich hätte noch vor 5 Jahren nicht gedacht, das ich jemals sowas sagen würde, aber ich kann Dir leider nur zustimmen. Ich denke das viele einfach bei der BW waren, weil das kürzer und es "unkomplizierter" war (keine Verweigerung nötig). Und einige sind dann einfach geblieben, weil sie es doch interessant fanden.
Das fehlt heutzutage einfach.
Ich denke eine Dienstverpflichtung für Alle, bei der man automatisch beim Bund landet, außer man nimmt opt-out (was aber nur ein Kreuzchen sein sollte), wäre da sehr hilfreich.
Wenn es dann nicht für alle bei der BW zu einem Platz reicht, ist das ja nicht schlimm, dann müssen sie halt was anderes machen. Auch die mit opt-out haben ja keine freie Wahl, weil es nicht alle Plätze in unendlich gibt. Vielleicht wäre es nicht schlecht, wenn das auch (kriegsrelevante) Tätigkeiten wären, die man auch im Kriegsfall ausführen würde? z.B. Logistik, Wartung, THW, Krankenhaus, usw.. Da gibt es ja eine Menge an Tätigkeiten mit einer großen Bandbreite für verschiedene Interessen.
Ich finde auch ehrlich gesagt das damalige Ausmustern einen Witz. Ich war ungeeignet für die BW (Neurodermitis), aber ich mache inzwischen einen 8h-Tag-Bürojob. Und auch in Kriegszeiten muss es ja Leute im Büro geben, die sich kümmern (Logistik organisieren usw.)

2ter Vorteil:
Viele Männer gingen früher überhaupt nur in Berufe wie Krankenpfleger, weil sie das als Zivi kennengelernt haben und es ihnen Spaß gemacht hat (mein Vater z.B.). Das fehlt halt auch seit vielen Jahren.
Und umgekehrt wäre es wohl genauso. Frauen würden möglicherweise technische/handwerkliche Tätigkeitsfelder in der Praxis kennenlernen und sich dann für so etwas entscheiden, statt für einen "typschen" Frauenberuf.
 
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Ich glaube das hat(te) wenig mit sportlich sein zu tun, sondern hauptsächlich mit Gesundheit. Kondition/Kraft/etc. kann man sich antrainieren, Vorerkrankunge/Verletzungen kann man nicht wegtrainieren.

Jo. Sportlichkeit war definitiv in der Kategorie "das können wir selbst beibringen", nicht in "Voraussetzung". Meine Sportlehrer haben mir damals eher "T4" gegeben, aber die Bundeswehr T1.

Etwa gleiche Größe. Alles über 1,85 oder so ist zu groß für T1.

Kann ich nicht bestätigen. Bestimmte Tätigkeitsbereiche (= Panzerfahrer) haben ein recht knappe Größenlimit, aber die Bundeswehr nimmt auch sehr gerne große Leute. Wenn die denen nicht direkt die Verweigerung aufn Tisch knallen, wie ich :ugly: .


Bin ich sehr skeptisch gegenüber deinen Ausführungen, weil du somit keinen Unterbau für etwas "längeres" hättest, und genau das spielen ja die Russen jetzt in der Ukraine aus, nachdem sie 2 Jahre auf dem Schlachtfeld mehr oder minder verloren haben.

Russland hat nicht 2 Jahre gegen die Ukraine verloren, gegen die Ukraine plus NATO plus einige weitere Staaten weltweit. Kannst du dir irgend ein Szenario vorstellen, in dem Deutschland sich auf eigenem Grund und Boden verteidigen muss UND solche Unterstützung hat? Ich nicht. Wenn ein Feind tatsächlich die deutsche Grenze überschreiten würde, dann nur weil wir schon lange auf uns allein gestellt wären. Und dann hätte das dicht besiedelte, eher auf High-Tech verlegte, nicht einmal in Friedenszeiten selbstversorgende Deutschland sowie keine Chance, länger als maximal ein paar Monate durchzuhalten. Gegen einen Feind von der Größe und (vor-Ukraine-Kriegs-)Stärke Russlands sogar eher nur ein paar Tage. Semi-Reservisten, die nach 6 Monaten Auffrischungstraining einen Schützengraben leidlich halten können, sind für Deutschland wertlos. Wir brauchen Spezialisten für globale Einsätze, für Ausbildunsmissionen oder für Reaktionen binnen Stunden bis Tagen im Ernstfall. Dafür taugt kein Wehrdienstler.

was bei "uns" mehr oder minder völlig normal ist, dort aber für einige Einkommensschichten etwas besonderes.

Die deutsche Politik arbeitet ja an einem Angleich an amerikanische Verhältnisse...

Ich halte eine Dienstpflicht/Wehrpflicht in der momentanen Situation für alternativlos.

Dann bist zu ziemlich phantasielos. Für die Kosten eines Zwangsdienst mit 700000 Teilenehmern jährlich könnte man, selbst wenn die jeweils nur sinnlos kurze 6 Monate machen, die personenbezogenen Ausgaben für jeden einzelnen der 180000 Soldaten mindestens verdoppeln, eher verdreifachen. Ein Teil dieser Mittel sollte sinnvollerweise in Verbesserung der Arbeitsbedingungen und damit auch Leistungsfähigkeit fließen, aber selbst in ihrem heutigen Zustand wäre die Bundeswehr für die meisten erste Wahl als Arbeitgeber, wenn sie einfach nur das Doppelte zahlen würde.
 
Ein Teil dieser Mittel sollte sinnvollerweise in Verbesserung der Arbeitsbedingungen und damit auch Leistungsfähigkeit fließen, aber selbst in ihrem heutigen Zustand wäre die Bundeswehr für die meisten erste Wahl als Arbeitgeber, wenn sie einfach nur das Doppelte zahlen würde.
Hier spricht der Experte welcher unsere Streitkräfte aus eigener Erfahrung aus dem FF kennt.
Die Bundeswehr ist durchaus ein attraktiver Arbeitgeber mit einen sehr guten Gehalt im Bezug auf die Ausbildungshöhe.

Wir brauchen Spezialisten für globale Einsätze, für Ausbildunsmissionen oder für Reaktionen binnen Stunden bis Tagen im Ernstfall.
Ist btw gar nicht mehr der Fokus unserer Streitkräfte. Sprach im übrigen auch der Verteidigungsminister davon.
Aber vermutlich hat der Experte da weiter gehende Kenntnisse.
 
Warum ich dann aber als einer der unsportlichsten Menschen der mir je begegnet ist es damals zu T2 geschafft hatte (Grund für nicht-T1: zu groß :ugly: ) ist mir bis heute ein Rätsel.
Willkür des Musterungsarztes bzw. je nach Musterungsjahrgang wurden die Bedingungen natürlich gelockert.
Ich wurde auch T2 gemustert, trotz leichter Skoliose, leichten Rückenbeschwerden und Null Sportlichkeit (hatte keine 10 Liegestütz geschafft). Und das T2 hab ich nur wegen der Brille bekommen, ansonsten hätten sie mir T1 gegeben (kannst dir nicht ausdenken). Im Zug war einer der hatte ne schwere Skoliose, dessen Schultern hatten 10cm Höhenunterschied. Der wurde nach 4 Monaten nachträglich ausgemustert, wie der von nem Musterungsarzt T2 bekommen konnte hat sich selbst der Truppenarzt gefragt.
Später im Studium hab ich zwei Leute getroffen die wurden beide ausgemustert wegen irgendwelcher angeblichen gesundheitlichen Problemen (just in zu der Zeit der Musterung). Die ware beide extrem durchtrainiert. Der eine ist regelmäßig Marathon gelaufen, der andere war Rettungsschwimmer und hatte in Kreuz welches beinah selber Arnold Schwarzenegger in Terminator blass aussehen lassen hätte. Deren Familien kannten anscheinend den "richtigen" Arzt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Kann ich nicht bestätigen. Bestimmte Tätigkeitsbereiche (= Panzerfahrer) haben ein recht knappe Größenlimit, aber die Bundeswehr nimmt auch sehr gerne große Leute. Wenn die denen nicht direkt die Verweigerung aufn Tisch knallen, wie ich :ugly: .
Ich hab mal versucht das rauszufinden... Google sagt
1.) Alles unter 1,55 und alles über 2,05m ist untauglich
2.) 1,56-1,60 und 1,95-2,04 ist maximal T2
3.) Für bestimmte Truppengattungen gelten strengere zusätzliche Regeln bzw. engere Grenzen (Panzertruppen, Fallschirmtruppen etc.)
4.) Es gibt wohl einen gewissen Spielraum bei individueller Truppenarztentscheidung

Punkt 4 zählt dann ggf. zu
Willkür des Musterungsarztes bzw. je nach Musterungsjahrgang


Später im Studium hab ich zwei Leute getroffen die wurden beide ausgemustert wegen irgendwelcher angeblichen gesundheitlichen Problemen (just in zu der Zeit der Musterung). Die ware beide extrem durchtrainiert.
Da war auch stark davon abhängig (in meiner Jugend) was die schon bekannte Gesinnung des Prüflings war.
Ich bin da als Lauch hin mit "Naja wenn sie mich nehmen mach ichs halt". Ein Freund von mir war mit 18 Saarlandmeister im Kickboxen und ein entsprechend durchtrainiertes Monster, kam aber zur Musterung mit nem Stapel an ärztlichen Dokumenten und einer "wenn ihr mich nicht direkt ausmustert verweigere ich nachträglich"-Nummer (dann wirste trotzdem eingezogen bist aber nicht eingesetzt worden bis die Verweigerung rechtskräftig war). Und siehe da der Herr warwegen was auch immer untauglich.
(Fun-Fact: Heute, 20 Jahre später, hat er tatsächlich deutlich mehr gesundheitliche Probleme als ich. Sich prügeln ist nicht gesund. Echt nicht.)
 
Gibt es irgendein Unternehmen welches derzeit alle Stellen besetzen kann?
Nein, manche Stellen haben aber zusätzliche Hürden wie IT-Jobs mit Präsenzpflicht oder haben Ausschreibungen nur als eine Art Alibi, damit es so aussieht, als ob das Unternehmen wachsen würde.
Geld allein wird bri der Bw die Stellen nicht füllen.
Die Wehrpflicht macht die Sache aber noch weniger zum attraktiven Arbeitgeber. Ebenfalls muss man sich dann mit Leuten rumschlagen, die keinen Bock haben. Das trifft dann auch auf die Zivildiensteinrichtungen zu.
 
Sind wir doch mal ehrlich, sich ausmustrrn lassen ist kein Hexenwerk...da geht eh nur jemand hin, der Bock hat oder Bock auf Zivildienst hatte.
Klar, Mechaniker hätte ich gern gemacht, aber im Schlamm suhlen oder Sport und so nen Scheiß, mehrer Leute auf dem Zimmet usw., nein danke.
 
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