Was ist nur aus der SPD geworden?

Vor allem zahlen diese Leute dann mehr Steuern, da es eine progressive Steuer auf Lohn/Gehalt gibt. Die Lohngruppen rücken auch immer weiter zusammen.

Steuerklassen und -abstufungen werden ebenfalls in ihrer Höhe mit angepasst, spätestens seitdem sich die FDP so vehement gegen kalte Progression eingesetzt hat, und dass die Einkommensgruppen weiter zusammenrücken, ist doch eben gerade das Ziel: Keine abgehobenen Spitzenverdiener und arme Knechte mehr, sondern eine soziale Gemeinschaft. Dafür stand das "S" bei der SPD mal.

Wir haben doch schon die weltweit höchste Steuer- und Abgabenlast, willste da noch mehr abziehen? Den Großteil der Steuern zahlen die kleinen und mittleren Einkommen, weil es für die keine/wenige Sparmodelle gibt.

So, und jetzt lesen wir das Post, dass wir zitieren nochmal, und meditieren eine Stunde darüber, ob mit "am oberen Ende" wohl "kleine und mittlere Einkommen" gemeint waren oder vielleicht doch jemand anders :wall: :wall: :wall: .


Wie geschrieben, versteckte Neiddebatte.

Alle, die ich bisher im wahren Leben kennengelernt habe, die kräftig bei den Erben zuschlagen möchten, sind ebenso im wahren Leben Looser, die niemals die Palme hochklettern werden udn über diesen "Umweg" hoffen, davon persönlich profitieren zu können.

Kann nichts dafür, wenn du im realen Leben mit Arschlöchern abhängst. Aber wenn du jedem, der soziale Probleme anspricht, eine persönliche Neiddebatte vorwirfst, ergibt sich das vielleicht von alleine.


Das ist natürlich ein Extrembeispiel, zeigt aber auf, wo das eigentliche Problem liegt:
Es bedarf einer Progressivsteuer auf solche Anlagenvermögen, die eben nicht einem Betrieb schädigen, wenn es zu einem Erbfall kommt. Hat ja kaum einer was davon, wenn BMW Pleite gehen würde, würde da an das "Erbe" herangegangen.

Nur nützt das eine rein gar nichts ohne das andere, sobald ein ausreichend hoher Anteil an einem Unternehmen gehalten wird. Wie du selbst sagst, gibt die geneigte Dame das Geld aktuell nicht einmal auf. Sie könnte also ebenso gut ihre Mehrheit nutzen, um die Ausschüttung bei BMW zu reduzieren und so den Wert der Firma BMW ansteigen zu lassen. Wenn jemand 1000 Einheiten Firmenvermögen und 100 Einheiten Privatvermögen hat und die Firma im Jahr 50 Einheiten extra aus der Arbeit anderer quetscht, dann ist es für die Vermögensentwicklung vollkommen egal, ob die Firma dieses Geld behält und dann 1050 Einheiten Firmenwert von 100 Einheiten Privatvermögen dastehen, oder ob die Firma das auszahlt, bei 1000 Einheiten Wert stagniert und das Privatvermögen auf 150 steigt. Nur Geldzahlungen als Einkommen versteuern zu können, ist Teil des asozialen Grundproblems, denn dadurch werden Spekulationsgewinne eben erst einmal nicht erfasst.

Wer 10 Wohnungen in der Stadt hat und vermietet, der zahlt auf die Mieteinnahmen Steuern. Wer 10 Wohnungen leerstehen lässt und wartet, bis sie das doppelte wert sind, zahlt gar nichts. Da gibt es zwar diverse Versuche, so etwas über Haltepflichten und Vergleichsrechnungen abzuschöpfen, aber die sind eben alle nachträglich drübergestülpt und umgehbar, sobald das Investment eine gewisse Größe erreicht hat. Verkauft man halt nicht mehr die 10 Wohnungen in Deutschland, sondern Anteile an einer bahamischen Firma, deren einzige Tätigkeit "10 Wohnungen in Deutschland haben" ist. Fertig.

Du hast sicherlich recht, dass eine Erbschaftssteuer, die solche Profite nur einmal pro Generation erfasst, auch nicht optimal ist. Aber die Nachlasseröffnung ist der einzige Punkt, an dem ein klarer Besitzerwechsel ohne die Möglichkeit von Nebenkanälen unvermeidbar ist und auch die Superreichen greifbar werden. Die Einmaligkeit kann man zudem relativ leicht durch Kredite überbrücken. Wie gesagt: Über 20 Jahre verteilt entspricht das aktuelle durchschnittliche Erbschaftsteueraufkommen 0,2% p.A.. Selbst wenn wir das !Verzehnfachen!, sind das nur 2% jährlich und wir reden hier schon von Multi-Millionen-Erben, sonst würde der Freibetrag die relativ Last signifikant senken. Ein gut laufender Betrieb bekommt locker so eine Kreditlinie, die er aus laufenden Gewinnen bedienen kann (könnte man sogar über KfW o.ä. sicherstellen/ohne private Gewinnabschöpfung realisiern) Zumal der Staat diese Geld ja nicht nehmen und verbrennen soll. Wenn man diese Einnahmen z.B. als Grundlage für eine Bürgerversicherung nimmt, so dass die KV-Anteile bei AN und AG wegfallen, hat der Laden erst recht das nötige Geld übrig und wir haben einen ordentlichen Wirtschaftsaufschwung. Und eben eine sozialere Gesellschaftsstruktur.

Darum ist es für mich eine versteckte Neiddebatte.
Alle, die um ihre Erbschaft vom Elternhaus bangen, weil ganz links "enterben" brüllen, Kreuzen doch logischer Weise Union (oder noch schlimmer an) und an der sozialen Gerechtigkeit ändert sich genau nix.

Jo. Wenn die Bürger so blöd, faul und Vorurteilsgesteuert sind, dass sie Forderungen, die auf Albrecht/Würth/Klatten abzielen, auf ihr Elternhaus projezieren und deswegen Albrecht/Würth/Klatten begünstigende Parteien wählen, anstatt sich den erbrachten "oh hilfe nein böse LINKEN" Vorschlag wenigstens einmal persönlich anzugucken, dann ändert sich tatsächlich nichts.
Demokratie sorgt halt nicht dafür, dass ein Volk eine gute Regierung bekommt. Sondern nur für die, die es verdient.


Bei Einkommen ist da halt so ne Sache.
Wenn einer 100k€ /anno verdient, klingt das erst mal nach sehr viel.
Hat er damit aber ein Familie mit zwei Kiddies zu versorgen und noch ein Reihenhaus abzubezahlen, ist das gar nicht mehr viel, eher zu wenig. Ist leider so heutzutage.
Rein gefühlt, kein Beleg, würde ich bei der EK Steuer also erst jenseits von 200k€/anno zuschlagen wollen.
Kann man ja diskutieren.

Das ist eine sehr subjektive Sache. 100k/a sind schon weit über dem Median, also jemand der besser als die Mehrheit verdient und offensichtlich auch jemand, der sich was besseres leisten kann, als die Mehrheit, sonst hätte er kein Haus abzubezahlen. Aus Sicht der Mehrheitsgesellschaft ist also schon jemand, von dem aus weg zugunsten Bedürftiger verteilt werden sollte. Umgekehrt, wenn man von weiter oben auf der fleiß-nach-unten-treten-Skala guckt, ist der mit 300000/a, der Haus, Boot und Zweitwohnung für die Afäre bezahlen muss, bestimmt der Meinung, dass der Cut erst bei 40000/a zu erfolgen hat. Und unser Mittelschichtskanzler zieht die Grenze vermutlich erst im siebenstelligen Bereich, schließlich verschlingt so ein Flugzeug unsummen.
Am anderen Ende gibt es halt Leute, die wären froh, wenn sie über 30k kommen würden und mal das zu Essen kaufen können, worauf sie Appetit haben (oder gar was gesundes), anstatt das, was gerade am billigsten ist. Stattdessen dürfen sie die Pendlerpauschale, die Batterieauto-Prämie, die Stromsubventionen, den Glasfaserausbau, die bezuschussten Immobilienkredite, staatlich geförderte Privatvorsorge, etc. für all die zuvor genannten Mitfinanzieren, denn 19% Märchensteuer zahlt im Endeffekt jeder und die Sozialabgaben erreichen auch schon bei sehr niedrigen Einkommen eine stattliche Höhe.
 
Alles, was regelmäßig benötigt wird. Das gilt auch für den Kaffee im Imbiss oder die Binden für Frauen.
Einen Fernseher brauche ich nicht regelmäßig. Der kann 25% bekommen. Der Porsche 50%, die Yacht 100%
Und dann gibt es auch nur die Sätze und nichts dazwischen und keine Ausnahmen.
Dass wir ein kompliziertes Steuersystem haben, ist wieder Lobbyarbeit, damit Anwälte und Steuerberater Geld verdienen können.

Gerade in dem Bereich hat Deutschland ein wahnsinnig komplexes System und das ist eine oftmals nahezu willkürliche, nur wenig dem Ausgleich dienende, aber Unternehmer teils erheblich belastende Bürokratie. Das berühmte Beispiel ist ja der Weihnachtsbaum, der je nach Herkunft was anderes kostet. Aber auch sonst: Tageszeitungen gibt es kaum noch. Man braucht also entweder den Fernseher für Zugang zu den ÖR oder aber Internet, um sich als Bürger zu informieren. Der Porsche ist verzichtbar, aber gilt das auch für den Audi? Wenn es für den Audi gilt, was ist dann mit dem VW? Verläuft zwischen VW und Skoda eine Grenze oder zwischen VW und Dacia? Irgendwas brauchen bestimmte Berufsbilder und Gegenden jedenfalls zwingend, um von A nach B zu kommen. Das gleichen fließende Feld hast du von Coca Cola über Bio-Limo, Saftschorle, Wasser mit Aroma und Mineralwasser, bei Flug-Mangos, israelischem Granatapfel, spanischer Zuckermelone, französischem Weintrauben und Äpfeln vom andere Ende Deutschlands oder aus unmittelbarer Nachbarschaft. Und während die einen Frauen Binden kaufen, bevorzugen die anderen Tampons und die dritte will die Umwelt weniger belasten, nimmt deswegen eine Menstruationstasse. Die muss man aber nicht regelmäßig kaufen, sondern kann sie wiederverwenden. Bestrafst du das jetzt mit deinem System?

Da muss man aber schon sehr selbstsicher sein, um ausgerechnet in diesem Minenfeld die Welt retten zu wollen.
(Ich persönlich wäre dafür, die Mehrwertssteuer komplett abzuschaffen. Sozialen Ausgleich kann man bei Produkten nicht hinbekommen. Deren Abgabenbelastung sollte sich eher nach den Nebenwirkungen -CO2, Flächenverbrauch, Müll- richten, damit man da mal eine Lenkungswirkung reinkriegt und dann kann man sich bei anderen Aspekten, die direkten sozialen Bezug haben, um das soziale kümmern. Das wäre weitaus zielstrebiger und was zielstrebig ist, spart Aufwand und vor allem Schlupflöcher ein. Außerdem sind wir dann, Stichwort Erbschafts- und Reichensteuer, progressive Lohnsteuer, bei Dingen, die auch Teile der SPD fordern. Also beim Thema :ugly: .)


Die Vonovia ist ein privates Wohnungsbauunternehmen.
Ne Firma, wie VW oder Thyssen etc..
Sie ist deswegen groß geworden, weil der staatliche soziale Wohnungsbau seit Jahrzehnten abbaut und nix auf die Räder bekommt.
Willst du jetzt private Firmen verstaatlichen?
Da hat ja in der Vergangenheit in diversen Ländern prima funktioniert :ugly:

Vonovia ist vor allem deswegen groß geworden, weil in den 90ern und 0ern eine Reihe von Politikern (teils mit direkten Lobbyverbindungen, teils aus Parteien mit solchen) der Meinung waren, Gemeinschafseigentum zu Spottpreisen zu verkaufen. Parallel wurden Forderungen nach besserem Mieterschutz abgeblockt. Vonovia (bzw. Vorgängerunternehmen) hat zugeschlagen, die alten Mieter aus den sozialverträglichen Verträgen geekelt und angefangen, fett Kasse zu machen. Später hat die gleiche politische Ecke über Jahre hinweg und auf die Kosten künftiger Steuerzahlergenerationen hunderte Milliarden Euro in die oberen 100000 gepumpt, was erwartungsgemäß zu ordentlicher Inflation und Flucht eben dieses Kapitals in Betongold geführt hat, sodass nach den Einnahmen auch noch die Bestandswerte von Vonovia explodiert sind.

Was man da juristisch machen kann, würde das Thema "SPD" sprengen. Aber rein moralisch sehe ich absolut kein Problem damit, denjenigen etwas abzuknöpfen, die unter anderem mittels SPD die große Mehrheit um Besitz gebracht und sich selbst bereichert haben.


Und natürlich fand weltweit im Zuge der Globalisierung der Neoliberalismus Einzug und nahezu alles wurde entstaatlicht. Das war mit Sicherheit nicht immer toll, manches erfolglos (Deutsche Bahn), manches erfolgreich (Lufthansa).

Das war bei der Lufthanse so erfolgreich, dass man es sogar zweimal gemacht hat!
Nur mit den Umweltfolgen der Lufthansa-Aktivitäten, den Sicherungskosten des Lufthansa-Betriebs, der Lebensabsicherung eines erheblichen Teils der Lufthansa-Zuarbeiter bei Security,..., Teilen der Entwicklungskosten für die Lufthansa-Flugzeuge, Bau und Umgebungsbelastungen eines Teils der Lufthansa-Infrastruktur, der Überwachung und Koordinierung der Lufthansa-Aktionen, etc. etc., da hat das irgendwie nicht geklappt. All diese Kostenfaktoren sind weiterhin staatlich, nur die Rendite wurde privatisiert. Selbst die Besteuerung entspricht in weiten Teilen weiterhin einer Staatsinstitution. (sprich: so gut wie keine auf Tickets, auf Kerosin, ...)

Aber: Auch wenn das ein sehr gutes Beispiel für die Abzocke der Gemeinschaft zugunsten bereits Gutsituierter ist, das war ein Move von Kohl. Schröder/die SPD sind verantwortlich für die Verschenkung des Kabelnetzes und der Stromnetze, was in Anbetracht des fehlenden Ausbaus letzterer, auch relevanter für die heutige Politik ist. Die Boni der Lufthansa dagegen resultieren nur aus der allgemein verkorksten Verkehrspolitik (mehr oder minder) großer Koalitionen.


Was im Wahlprogramm steht ist irrelevant, Wahlprogramme sind keine Versprechen, sondern Lockanreize, die jeweilige Partei zu wählen.
Die Ampel selber hat dann diese 400 k WEs in die to-do-liste mit übernommen (ähnliches haben auch die Grünen im Wahlprogramm gehabt).
Das mag jetzt formalistisch sein, aber ein Wählerversprechen kann nur innerhalb der Koalition umgesetzt und dann auch tatsächlich versprochen werden. Alles davor ist Werbung.

Eine SPD-Ministerin in einer Regierung unter SPD-Führung hat das aus ihrem Wahlprogramm in ihre Regierungsziele übertragen.

Die Grünen dagegen hatten im Wahlprogramm iirc ein paar Zeilen gegen Flächenverbrauch und haben sich in der Regierung nur um Gaskonzerne, aber nicht ums bauen gekümmert. Das war ein reines SPD-Thema.

Dummerweise ist es aber halt auch überwiegend ein Landesthema und allgemein eins mit Vorlaufzeiten, die deutlich über vier Jahre liegen, wenn es auch nur halbwegs wirtschaftlich bleiben soll.


Wenn der Baugrund in der Zeit den 2 oder dreifachen oder noch höheren Wert erreicht? Wenn juckt es?

/sign. Häuser, die man in Städten komplett verfallen lässt, sind oftmals welche mit (mangelhaft durchgesetzten) Denkmal- oder Bestandsschutz, an deren Stelle ein Investor Luxuswohnungen hochziehen will. Da er das nicht direkt darf, wartet er halt, bis die Bausicherheit gefährdet ist und er leider, leider abreißen muss. Könnte man durch stricktere Bebauungspläne verhindern oder insbesondere, in dem man Leerstand als die Nutzungs-Umwidmung kategorisiert, die er darstellt, aber solche Forderungen gibt es leider nur deutlich links von der SPD.

Im übrigen wird ein Haus, solange Dach und Fenster bei Bedarf repariert und die Heizung auf Frostschutzsstufe aktiv bleibt, durchs rumstehen auch nicht schneller schlecht, als wenn es bewohnt ist. Je nachdem, was für Einwohner man zugrunde legt und wie die Bausubstanz ausgestaltet ist, sogar langsamer (Böden z.B. nutzen sich nicht ab). Nur die Fassade macht nach 20 Jahren halt so oder so Arbeit.
 
Saskia wer ..?

Das war zumindest meine Reaktion, als ich zum ersten Mal von ihr als Parteichefin hörte. Seitdem hat sich bei mir kaum etwas verändert. Spricht das nicht dafür, dass sie den Job nicht wirklich mit Eindruck gemacht hat? Nur Walter-Borjans war in meinen Augen noch blasser.
 
Saskia wer ..?

Das war zumindest meine Reaktion, als ich zum ersten Mal von ihr als Parteichefin hörte. Seitdem hat sich bei mir kaum etwas verändert. Spricht das nicht dafür, dass sie den Job nicht wirklich mit Eindruck gemacht hat? Nur Walter-Borjans war in meinen Augen noch blasser.
Das gleiche Bild hatte ich meistens von Merkel. :ka:

Aber wir sind ja bei der SPD. Mir ist egal ob die weg ist. Klingbeil geht so.
Richtig Vollblut-Politiker hat die SPD schon lange nicht mehr.
 
Ich hab mir das Manifest mal durchgelesen.
Hätte auch von Wagenknecht stammen können.
Natürlich hat der Westen eine Schuld für den Konflikt. Mit Gorbi konnte man früher ja auch verhandeln. Willy Brandt war eh beste Kanzler aller Zeiten. Nur mit Russland kann es in Europa wieder frieden geben. Dann dürfen keine neuen Atomraketen stationiert werden. Keine Steigerung der Militärausgaben auf 2,5 oder 5% des BIP.
Und von den Unterzeichnern kenne ich nur Stegner, Müntzenich, Walter Borjans und Hans Eichel.
 
Doch was man jetzt mitbekommt, was unter Merz als Kanzler alles durchgesetzt werden soll, fragt man sich was von der SPD und ihren Werten eigentlich noch übrig bleibt?
Also ich wüsste nicht (zumindest zu meinen Lebzeiten, in der ich aktiv Politik verfolgen konnte), wann die SPD jemals etwas für die Arbeiter und den Mittelstand getan hat??

Sie predigen das zwar immer, zocken aber die normalen Leute total ab.

Für die ist ja jeder ab 50k+ reich und muss ausgenommen werden.
Für die Rente soll man privat vorsorgen, aber dann sollen Aktien und Vermögen wieder extra besteuert werden.

Die gesetzliche „Berufsunfähigkeitsversicherung“ wurde abgeschafft.

Nur um mal 2 Beispiele zu nennen.

Sie machen es für normale Leute immer und immer schlimmer.

Wer die wählt, braucht sich auch nicht über die Amis beschweren, wenn sie Trump wählen.
 
Eigentlich war die SPD seit ihrer Gründung eine Arbeiterpartei.
Das ist jetzt aber die AFD, die überdurchschnittlich oft von Arbeitern gewählt wird.
Damit ist die SPD profillos geworden, was sehr bedenklich ist.

Und wenn man bei der SPD nicht aufpasst, wird man bald einstellig bei Wahlen sein.
Die Arbeiter wählen dann AFD, Linkspartei, und oft gar nicht mehr, weil sie nicht mehr glauben dass Politik etwas positiv für sie ändert.
 
Wenn die SPD die Partei der Angestellten wird ist es nicht bedenklich. Die Zahl der Arbeiter sinkt stetig. 2018 gab es 41,9 Millionen Erwerbstätige. 16,6 Millionen waren Arbeiter 65,1 Millionen waren Angestellte der Rest teilt sich auf Selbständige Beamte und Auszubildende auf. An dem Verhältnis wird sich in den letzten Jahren nicht viel getan haben auch wenn die Zahl der Erwerbstätigen stieg.
Eine Partei ist immer dem Wandel unterworfen sprich das was man zur Gründung war muss in der Zukunft nicht genau so sein. Btw die AfD war zu ihrer Gründung auch noch keine Rechtsextreme Partei. Was die AfD noch nie war ist das sie eine Arbeiter Partei ist. Dazu sollte man weniger glauben sondern tatsächlich mal das Programm der Partei lesen.
Das die SPD profilos geworden ist teile ich nicht. Ein Grundthema ist die soziale Gerechtigkeit dazu zur jeder Wahl ein sehr umfangreiches Programm. Ob sich der Wähler da findet ist eine andere Sache. Das Arbeiter ungesehen die SPD wählen und einen Bogen um die CDU machen ist lange vorbei. Es geht immer mehr um die aktuellen Themen.
 
Sozial schwache Bürger wählen überdurchschnittlich oft gar nicht, wie die Studien von Prof Armin Schäfer von der Uni Osnabrück aufzeigen, und erst recht nicht SPD.

Auch hier erreicht die SPD nur sehr wenige Bürger.

Also fallen sozial schwache Bürger und Arbeiter für die SPD aus.
Kein Wunder, dass man da aktuell bei 13% in den Umfragen ist....

Hier ist eher die Linkspartei die neue SPD, weil man genau diese Bevölkerungsschichten erreicht, aber auch die AFD.

Und ja, dass Programm der AFD ist überhaupt nicht arbeiterfreundlich, und hat auch nicht sozial schwache Menschen im Fokus. Trotzdem wählen sie die AFD, was eigentlich irrational ist. Hier sieht man wieder gut, dass Menschen emotionale Lebewesen sind, und nur selten logisch handeln.
 
In dieser ZDF News geht es darum, warum die AFD in Umfragen weiter zulegt:

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Unterm Strich, wird nur gesagt dass die AFD ihre Rolle als Oppositionspartei gut ausfüllt, und die Regierung ordentlich unter Druck setzt.

D.h. wenn Grüne, Linkspartei, FDP, und BSW, nicht weiter wachsen, funktioniert die Opposition nur bei der AFD richtig gut.

Beim Polit Barometer liegt die SPD bei 15%, bei anderen Umfrageinstituten aber bei 13%, in der Nähe der Linkspartei. Und die AFD liegt nicht selten gleichauf mit der CDU, je nach Umfrage.

Die SPD wird immer schwächer, je nach Umfrage, die AFD immer stärker, und weder CDU, SPD, BSW, oder FDP, gelingt es die AFD zu schwächen, seit Jahren.

Was die Sendung auch gut anzeigt, ist dass die Mehrheit der Bürger sehr unzufrieden mit der Regierung ist, und deren Politiker.

Aktuell gehen viele Wahlkreise der SPD an die AFD im Ruhrgebiet, schon bei den letzten Kommunalwahlen, aber auch in Umfragen.

Ich bin übrigens Mitglied der Linkspartei, und habe keine Sympathie für die AFD....

ps:MrWissen2go hat genau zum Thema eine 2. Sendung gemacht:

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Und MrWissen2go stimmt kurioserweise zu 100% mit meinen Ansichten dazu überein, in der Analyse und möglichen Lösungen. Das passierte bei mir sehr selten.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Das mit der AfD ist ein Paradoxon. Deren Konzepte sind - gelinde gesagt - kaum tragfähig und auch kaum bezahlbar. Sie haben aber den Vorteil, dass sie bisher nur meckern dürfen und nichts unter Beweis stellen müssen. Andererseits kann ich mir keine Welt vorstellen, in der es zum Guten gereicht, wenn man dieser Partei die Chance dazu bietet zu beweisen, wie schlecht und vor allem schädlich sie eigentlich ist.
 
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