Ist der Strafvollzug in Deutschland noch zeitgemäß?

Als Ordnungswidrigkeit ändert es aber nichts am Ergebnis. §96 OWIG - wenn jemand das Bußgeld nicht zahlt und es trotz Zahlungserleichterung nicht zahlt, dann kommt er in Erzwingungshaft. Zahlungserleichterung kennt §42 StGB, ebenso wie das Ordnungsrecht.
 
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Für jeden Drogentoten in D. müssen vorab zw. 250-500 Menschen weltweit zuerst sterben (Produktion, Ausbeutung etc.), damit das Zeugs hochpreisig von Reichen in den Industrieländern konsumiert werden und da dann erst richtig der Rubel rollt.
Natürlich muss das sanktioniert werden, alles andere wäre Irrsinn.
Was aber daran liegt dass es Illegal ist. Ein klassischer Zirkelschluss.

Man sollte meiner Meinung nach definitiv darüber diskutieren ob es nicht klüger wäre auch solche Substanzen zu entkriminalisieren. Dann hätte man die Möglichkeit für einen regulierten legalen Handel.
 
Man sollte meiner Meinung nach definitiv darüber diskutieren ob es nicht klüger wäre auch solche Substanzen zu entkriminalisieren. Dann hätte man die Möglichkeit für einen regulierten legalen Handel.
Du willst Crack und Heroin entkriminalisieren? Wer bezahlt dann die Kosten, die sowas nach sich zieht?
 
Wo?

Ich hatte in der gesamten Schulzeit eine einzige kurze Veranstaltung.
Und die sollte doch vollkommen ausreichen. Muss dir irgendwer auch täglich sagen, dass du keinen anderen töten sollst, oder betrügen?
Einmal von den Erziehenden gesagt sollte das eigene Denkvermögen stimulieren und dann sich alles von selbst einrichten. Wenn du es sogar noch in der Schule gelernt hast, was willst du denn noch?

Ich bin groß und war das auch als Kind schon. Mit 14 konnte ich bei Sexmessen ein- und ausgehen wie ich lustig bin und hab mit Ende 16 meinen Ausweis bei einem pflichtbewussten Türsteher abgegeben, weil das alle Jugendlichen mussten. Den hat man nur wiederbekommen wenn man rechtzeitig und ohne Alkoholfahne den Schuppen verlässt. Ich hab mich nicht dran gehalten und erst mit Mitte 19, als ich doch mal den Führerschein abholen wollte, habe ich im Straßenverkehrsamt die Nachfrage danach bekommen. Quasi Ausweis gegen Führerschein. Also musste ich nach drei Jahren den Clubbesitzer ausfindig machen und fragen ob es den noch gibt. Ich brauchte den nie. Selbst die Anmeldung zum Führerschein und die Fahrstunden, sowie die Rechnung liefen alles selbstverständlich ab, weil ich älter ausgesehen habe. Seitdem hab ich den auch nur bei Veranstaltungen beim TÜV und Flügen ins Ausland benötigt. Der war für mich fast immer überflüssig.
Ich durfte also immer alles mögliche und habs dennoch nicht ausgenutzt, oder der Gleichen. Alkohol für jüngere nie geholt und für mich ebenso nicht. Obwohl ich den mochte. Es reichte zu wissen dass man den erst mit 18 kaufen sollte.

Assis, benötigen keine Aufklärung, sondern Züchtigung. Wer Regeln ignoriert ist nicht einfach unwissend, der ist ein Mistsack und hat gar nicht versucht sich zu informieren.

"Alkohol kann süchtig machen" steht nicht nur auf jedem 6'er-Träger, sondern hört man auch nach jeder Werbung im Fernsehen, oder dem Radio. Auf Konzerten steht es mit auf Plakaten usw. Es bedarf ganz sicher nicht noch mehr. Es bedarf Erziehung mit Konsequenzen und später dann diese in rechtlicher Form.
 
Dass du mit Eigenverantwortung selbige hast scheint mir gerade so.

Regeln sind Regeln, es ist doch vollkommen egal ob die Regel lautet dass man nicht mit Messern auf Leute einstechen darf, oder dass man nicht über ein Stoppschild fahren darf. Regel ist Regel und lautet: Du darfst das nicht. Das doofe Schild steht da, weil es eben im Zweifelsfall die Konsequenz mit sich bringt, dass du sonst wen über den Haufen zu fahren und der dann verletzt ist, ebenso wie die Regel mit dem Messer. Es ist die gleiche Formulierung: Man darf nicht und am Ende auch, weil der andere sonst ggf. geschädigt wird.
Man muss nur selbst erkennen, dass dem so ist.

Jeder Mensch ist seines eigenen Glückes Schmied. Wie man dieses aber erreicht, das entscheidet jeder für sich selbst, in Abhängigkeit von der Gesetzgebung und den Regeln des Anstands.

Dass einer wie du mir mit mangelnder Empathie kommt, aber kein Problem damit hat, den Käufer seiner alten Hardware zu schröpfen, zeigt genau das auf.
 
Menschen sind glücklicherweise nicht alle gleich. Nur weil für alles ganz toll ausgegangen ist, heißt das nicht dass das für alle so ausgeht. Viele kommen aus kaputten Elternhäusern wo evtl. noch Alkoholmissbrauch und co vorgelebt wird. Denkst du echt da ist es immer mit einem einfachen "du sollst aber kein Alkohol trinken" getan? Meinst du nicht dass diese Menschen auch eine faire Chance verdient haben?

Wir leben hier in einer Solidargemeinschaft, das heißt wir sollten auch mal füreinander einstehen und uns gegenseitig helfen. Dazu gehört dann auch sowas.

Dass einer wie du mir mit mangelnder Empathie kommt, aber kein Problem damit hat, den Käufer seiner alten Hardware zu schröpfen, zeigt genau das auf.
Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung was du mir hier andichten willst. Ich verkaufe alte Hardware immer günstig, weit unter Wert :ka:
 
Du machst dir die Sache zu leicht und hast keine Ahnung woher ich komme und was ich erlebt habe. Den Anspruch den ich an andere stelle, den stelle ich immer auch an mich selbst. Anders als augenscheinlich viele da draußen, verlange ich von niemandem etwas dass ich nicht auch mir abverlange.

Auch ich finde, dass wir in einer Sozialgemeinschaft leben. Genau deshalb denke ich, dass es nur aus eigenem Antrieb möglich ist, Drogen zu verfallen. Durch die Wahl des Umfeldes und des eigenen Anspruchs an sich selbst.

Menschen sind glücklicherweise nicht alle gleich.
Weißt du was Zeitgeist ist? Aktuell leben wir in einer Welt in der man gar lernt, dass sehr wohl alle Menschen gleich sind. Gibts für dich etwa bessere und schlechtere Menschen???

Keine Angst, dass soll dich nur aufmerksam werden lassen und ich will dich hiermit nicht schlecht dastehen lassen.
Ich habe für mich persönlich entschieden, dass wenn ich so tun soll als wären alle gleich, ich auch von jedem das Gleiche erwarten darf und entsprechend abwerte, wer das nicht erfüllt. Da bin ich sehr konsistent, was mich oft anecken lässt. Bin ich mir mit meinem Gegenüber hingegen einig dass wir nicht gleich sind, erwarte ich auch nicht viel von dieser Person. Außer sich an regeln zu halten.

Nur weil für alles ganz toll ausgegangen ist, heißt das nicht dass das für alle so ausgeht. Viele kommen aus kaputten Elternhäusern wo evtl. noch Alkoholmissbrauch und co vorgelebt wird. Denkst du echt da ist es immer mit einem einfachen "du sollst aber kein Alkohol trinken" getan?
Ja, das denke ich aus tiefster Überzeugung. Wenn ein Kind sieht, dass die Eltern jeden Tag Wein trinken, hält es das für normal und verheimlicht es nicht. Dann kommt früher oder später mal eine Rückmeldung die dem Kind zu denken gibt.
Was ich mir nicht vorstellen kann, dass diese Alkoholiker-Eltern ihrem Kleinkind schon nur Alkohol einflößen um es aktiv dahin zu bringen. Oft sieht es eher so aus, dass sie den Alk lange nur allein konsumieren. Zudem empfinden Menschen die das erste Mal Alkohol trinken diesen anfangs als aggressiv und brennend. Ein Schutzreflex des Körpers der weiß, dass es Gift ist. Das Kind/die Jugendlichen haben also durchaus die Möglichkeit zu erkennen was da passiert.

Meinst du nicht dass diese Menschen auch eine faire Chance verdient haben?
Ich denke, dass jeder Mensch der hier geboren wird schon mit einer solchen auf die Welt kommt und sich nur entscheiden muss ob und wie er sie nutzt.
Ist es okay auch harte Jahre durchzumachen, oder gibt man sich der Illusion hin es ginge nur einem selbst so schlecht und alles ist ja viel zu schwierig?

Wir leben hier in einer Solidargemeinschaft, das heißt wir sollten auch mal füreinander einstehen und uns gegenseitig helfen. Dazu gehört dann auch sowas.
Gerade da wir in einer solchen Gemeinschaft leben, erwarte ich auch von jedem, dass er sich vorher überlegt was er dieser Gemeinschafft abverlangt. Fahre ich beispielsweise auf dem Heimweg die Geschwindigkeit die ich fahren möchte, oder die ich darf? Ich nehme den Mittelweg und stelle die erlaubte Geschwindigkeit plus Toleranz ein. Damit fahre ich dann aber auch ohne zu bremsen durch jeden Blitzer. Denn hab ich es richtig gemacht blitzt es ja nicht. Warum fahre ich nicht ruhig schneller und bremse einfach kurz ab? Weil ich damit denen das Leben schwer machen würde, an denen ich vorbeifahre und die sich selbst dann fragen warum sie sich an diese Regel halten, vermeintlich als einzige. DAS hält mich davon ab. Meine Einstellung zu dieser Sozialgemeinschafft und den Gefühlen und Bürden der Menschen um mich herum, sonst nichts. Mein Mitgefühl.
Wie sieht das bei dir aus? Bremst du vor einer Blitze und wenn ja, warum? Was tust du den Menschen um dich herum an? Das ist psychische Gewalt die du da ggf. ausübst. Mal darüber nachgedacht? Ich schon.

Ich komme aus einem sozial schwachen Umfeld, genau deshalb nehme ich mir heraus derartiges zu denken. Kein Geld bei Klassenfahrten mitzufahren. Dann gibt es eben Unterricht und Gelächter in einer anderen Klasse. Aus der Hose herausgewachsen? Lass den Knopf offen und dich verspotten. Hochwasser? Schneid sie ab und trag sie kurz. Im Herbst härtet das ab. Das nächste Schuljahr fängt an und der Haufen neuer Schulbücher wird zu 70% von der Schule getragen, aber kostet 30% Zuzahlung? Nimm ein altes, vollgeschmiertes, welches man kaum noch lesen kann, oder schau beim Sitznachbarn mit rein.
Taschengeld? Pustekuchen! Mutter vor den eigenen Augen gestorben als ich 11 war, an Krebs, was meine Großeltern die zu Besuch waren so belastet hat, dass Großvater noch am Bett meiner Mutter eine Herzattacke erlitt und auch starb. Vater, der seine Frau und seinen Vater zeitgleich verloren hat, in der Silvesternacht, daraufhin allen Lebenswillen verloren, alleinerziehend mir drei Kindern und in Depression und Arbeitslosigkeit abgerutscht. Inzwischen auch die eigene Schwester (38) an Krebs sterben gesehen, bei mir zuhause, nachdem ich sie aufgenommen hatte, weil sie ebenfalls den Job verloren hat (Chef war übergriffig, sie hat ihn angezeigt, er hat daraufhin den Laden geschlossen) und es Vater nicht sagen wollte, damit er nicht wieder leidet. Das durfte ich dann im Nachhinein erledigen.
Meine Tochter auf dem Weg zur Schule von einem LKW angefahren, 150m mitgeschliffen und halb tot im Koma, mit offener Stirn, Wange nicht mehr da, Ohr fehlt ebenfalls zu großen Teilen, vier Rippen, rechtes Bein und Becken zertrümmert. Nach Wochen aufgewacht und ein Jahr im Rollstuhl, vernarbt. Seitdem dauerhaft Schmerzen. In der Schule sind Bilder von ihr aufgetaucht, auf denen sie nackt, im Winter und voll Blut auf der Straße liegt, weil man sie aus der Kleidung geschnitten hat und sie reanimiert werden musste. Aus diesen Bildern wurden abscheuliche Fotomontagen gemacht. Derjenige der die Fotos gemacht hat war ein Feuerwehrmann und hat glaubhaft gemacht, dass er das nur zur Beweissicherung mit dem privaten Telefon aufgenommen hat und "bestimmt jemand irgendwie an sein Handy gelangt ist". Man steht vor dem verzweifelten und beschämten Kind und kann ihm nicht helfen, weil man keine Handhabe hat. Was man machen möchte und locker könnte? Den verantwortlichen brutal niedermachen. Was hält einen davon ab? Eine simple Regel, sonst nichts. Ich bin groß, kräftig, einflussreich und könnte diesen Menschen das Leben sehr schwer machen, aber tue es nicht. Warum? Weil mein Vater mir als Kind gesagt hat, dass man seine Überlegenheit nicht ausnutzt und man schwächere in Ruhe lässt, oder ihnen hilft. Was meinst du wie oft ich mich darüber ärgere? Dennoch halte ich mich daran.
Ich denke ich selbst hatte mehr als genug Situationen die einen Menschen zum verzweifeln bringen können und auch Menschen um mich herum die meinten mir einreden zu wollen das Leben wäre leichter, wenn man sich mal "was gönnt". Schwiegervater ist ein Hippie geblieben, baut sein Gras massenweise selbst an, konsumiert es den ganzen Tag und ich nehms dennoch nie. Mehrere Arbeitskollegen immer voll, aber man merkt es schon nicht mehr, über die vielen Jahre.
Wenn ich selbst bei wochenlangen Auslandsaufenthalten merke, dass beim Essen im Hotel immer auch das Bier oder das Glas Wein gereicht wird, dann esse ich eben ein paar Tage mal nicht zu Abend, um aktiv der Gewohnheit zu entgehen.
Auf der Baustelle immer das Feierabendbier für die Mannschaft spendieren, um sie zu belohnen und die Stimmung zu heben okay (ich hab ja die finanziellen Möglichkeiten und das Sagen), aber selbst merken dass es jeden Tag passiert und eigenständig wieder sein lassen, auch wenn man dann plötzlich der Buhmann ist.

Also wenn ich mir bei etwas sicher bin, dann dabei, dass es immer nur um den eigenen Willen geht in diesen Fragen. Man kommt nicht auf die Welt und es ist vorbestimmt dass man süchtig wird. Man entscheidet sich dafür.

Ich habe ehrlich gesagt keine Ahnung was du mir hier andichten willst. Ich verkaufe alte Hardware immer günstig, weit unter Wert :ka:
Dann hab ich dich eventuell verwechselt. Ich dachte du gehörtest zu den Usern mit denen ich kurz vor release der 5090 geschrieben habe, die sich beim Verkaufspreis der 4090 der "Marktsituation" angepasst haben und sie teurer verkauften als es moralisch angebracht wäre.

Um mal auf den Strafvollzug zu sprechen zu kommen... Dabei sehe ich das ebenso. Man entscheidet sich aktiv dafür und deshalb denke ich, es sollte härtere Strafen geben, um die Abschreckung möglichst hoch zu halten. Eine bessere Lösung sehe ich nicht.
 
Ja in den Schulen muss mehr Präventivarbeit geleistet werden.
Die Allgemeinheit kann nicht jede Aufgabe der Eltern abdecken. Was hilft ist zielgerichtete Intervention, aber Lehrende dürfen eigentlich gar nicht fragen ob die Eltern saufen, der Arzt, der es evtl. an den Blutwerten sieht, darf es ebenso niemanden sagen und somit ist die Intervention meist erst möglich wenn das Problem außer Kontrolle geraten ist.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Die Allgemeinheit kann nicht jede Aufgabe der Eltern abdecken. Was hilft ist zielgerichtete Intervention, aber Lehrende dürfen eigentlich gar nicht fragen ob die Eltern saufen, der Arzt, der es evtl. an den Blutwerten sieht, darf es ebenso niemanden sagen und somit ist die Intervention meist erst möglich wenn das Problem außer Kontrolle geraten.
Gerade wenn die Eltern Suchtprobleme haben sollte Dritte weiterhelfen. Z.B. Sozialarbeiter oder Psychologen.
Aber nicht alle Kinder - und Jugendlichen trauen sich dort hinzugehen.
 
Exakt und das System ist so aufgestellt, dass es leicht ist das Problem zu verheimlichen. Selbst wenn Papa mit 3 Promille den Führerschein verliert, erfährt das Jugendamt davon nichts.
 
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