Was ist nur aus der SPD geworden?

Das ist für die SPD auch ein relevantes Thema.
Das ist für jede Partei ein relevantes Thema.

Wie jede Gruppierung hat sich auch die SPD gewandelt. Sie wird sich auch weiterhin wandeln. Interessant ist, dass der SPD immer das "Arbeiter" Schild angeheftet wird. Auch innerhalb der SPD wird dieses Mantra gerne vor sich her getragen. Tatsächlich entfernt man sich jedoch immer weiter davon. Was in meinen Augen auch kein Problem ist. Mein Eindruck auch während meiner Mitgliedschaft ist, dass der Begriff Sozialdemokratie nicht mehr klar umschrieben wird. Wer Begriffe nicht versteht kann auch nicht danach handeln.
Die SPD ist eine Beamten und Rentner Partei welche noch in der Erinnerung an Willy Brandt schwelgt. Die nachfolgende Generation hat mit Willy aber nur noch wenig am Hut. Was die SPD verpasst hat sich dem Wandel, wie im Bergbau zu stellen, und sich neu aufzustellen. Tradition ist gut und schön aber dieses Ständige Glück auf und das Steigerlied auf SPD Veranstaltungen konnte ich wirklich nicht mehr hören.
 
Das ist für jede Partei ein relevantes Thema.
Aber keine andere Partei hat den Mindestlohn durchgesetzt.
Wie jede Gruppierung hat sich auch die SPD gewandelt. Sie wird sich auch weiterhin wandeln. Interessant ist, dass der SPD immer das "Arbeiter" Schild angeheftet wird. Auch innerhalb der SPD wird dieses Mantra gerne vor sich her getragen. Tatsächlich entfernt man sich jedoch immer weiter davon.
Schon mit Harz IV hat man sich davon entfernt.
Was in meinen Augen auch kein Problem ist. Mein Eindruck auch während meiner Mitgliedschaft ist, dass der Begriff Sozialdemokratie nicht mehr klar umschrieben wird. Wer Begriffe nicht versteht kann auch nicht danach handeln.
Die SPD ist eine Beamten und Rentner Partei welche noch in der Erinnerung an Willy Brandt schwelgt. Die nachfolgende Generation hat mit Willy aber nur noch wenig am Hut. Was die SPD verpasst hat sich dem Wandel, wie im Bergbau zu stellen, und sich neu aufzustellen. Tradition ist gut und schön aber dieses Ständige Glück auf und das Steigerlied auf SPD Veranstaltungen konnte ich wirklich nicht mehr hören.
Ich werde sie weiter beobachten. Macht sie zuviele Zugeständnisse an die Union, dann werde ich beim nächsten mal die Linken wählen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Die SPD ist eine Beamten und Rentner Partei welche noch in der Erinnerung an Willy Brandt schwelgt. Die nachfolgende Generation hat mit Willy aber nur noch wenig am Hut. Was die SPD verpasst hat sich dem Wandel, wie im Bergbau zu stellen, und sich neu aufzustellen. Tradition ist gut und schön aber dieses Ständige Glück auf und das Steigerlied auf SPD Veranstaltungen konnte ich wirklich nicht mehr hören.
Das ganze Zeug und die Leute sind halt weitestgehend altbacken - neue Leute kommen kaum und die alten bestimmen den Ton. In der CDU ist es ähnlich.
 
Wie geschrieben, versteckte Neiddebatte.
Wer von sozialer Gerechtigkeit nichts wissen will schiebt es auf Neid.
Alle, die ich bisher im wahren Leben kennengelernt habe, die kräftig bei den Erben zuschlagen möchten, sind ebenso im wahren Leben Looser, die niemals die Palme hochklettern werden udn über diesen "Umweg" hoffen, davon persönlich profitieren zu können.
Wie können sie persönlich davon profitieren? Wenn dann profitiert die ganze Gesellschaft davon.
Und was sind Looser für dich? Menschen die es nicht schaffen ein großes Vermögen anzuhäufen?
 
Wer von sozialer Gerechtigkeit nichts wissen will schiebt es auf Neid.

Wie können sie persönlich davon profitieren? Wenn profitiert die ganze Gesellschaft davon.
Und was sind Looser für dich? Menschen die es nicht schaffen ein großes Vermögen anzuhäufen?
Also, du hast weiter oben richtiger Weise aufgeführt, wie das mit der Erbschaftssteuer aktuell läuft.
Der Freibetrag für Normalo-Kinder, die das Häuschen der Eltern erben liegt bei 400 k€.
Die allermeisten, denen solch eine Erbschaft bekommen, sind ganz normale Menschen wie du und ich.
Die hätten gar nicht das Geld dafür, wie dann vorgschlagen, dass die auf einmal zu 50% das Häuschen nochmal bezahlen könnten. Die Konsequenz ist also, die Bude muss verkauft werden und sowohl der immaterialle Wert (Elternhaus) wir tatsächliche Wert ist weg.
Profitieren tun von solchen Aktionen ausschließlich Immospekulanten.
Kein Staat, keine Sozialsysteme.

Profitieren:
Die Hoffnung ist ja, das ein Geldabfluss in die Sozialsysteme erfolgt.
Nachhaltige Verschiebung von reichem Vermögen gelingt aber nicht über Einmalige Aktionen und Zugriff auf Erspartes (wie auch immer das aussehen mag).
Nachhaltig (über Jahre, Jahrzehnte) funktioniert dann, wenn du in die laufende Liquidität, dem Verdienst gehst.
Darum zahlst du auch nicht einmalig deine Lebenssteuer bei Geburt über das Erbe deiner Eltern, sondern monatlich - leicht übertrieben und plakativ formuliert.

Wenn also ein Ziel sein soll, dass Reiche mehr belstet werden sollen, dann funktioniert das (auch von der Akzeptanz her) ungleich besser, wenn eine Reichensteuer auf laufendes Einkommen oder aber auch Gewinne aus Aktien, Dividenden usw. erfolgt.
Im Moment drängt der Gesetzgeber Dank eine unklarer Rechtslage und "Steuerschlupflöcher" Unternehmen dazu, genau diese anzuwenden.
Der Effekt:
Große Unternehmen zahlen in der Regel gar nix (exemplarisch: BMW=Frau Klatten), der keine Dönerladen oder Bäcker bei dir um die Ecke geht Pleite.

Aus meiner Sicht ist hier eine zwingende Entkoppelung von Betriebsvermögen und Privatvermögen notwendig.
Bleiben wir beim Beispiel BMW:
BMW hat die Frau Klatten als eine Hauptaktionärin.
Die Firma arbeitet, wenn man so will, mit geliehenem Geld aus ihrerm Aktientopf.
Im Gegenzug erhält sie Dividenden aus dem Unternehmensgewinn.
Nominal sind darauf 25% Abgeltungssteuer + Soli von 5,5% drauf.
Bei 8 Mrd. € Aktien und der Dividende von 2024 kassiert also die Frau Klatten Jährlich (zumindest 2024) grob 400 Mio. nach Abzug der Steuern.
Da bin ich bei den Meisten von euch, 400 Mio. €/anno braucht kein Mensch, niemals.
Zumal sie dieses Geld (so weit mir bekannt) auch gar nicht mehr investiert, sondern nur "behält".

Das ist natürlich ein Extrembeispiel, zeigt aber auf, wo das eigentliche Problem liegt:
Es bedarf einer Progressivsteuer auf solche Anlagenvermögen, die eben nicht einem Betrieb schädigen, wenn es zu einem Erbfall kommt. Hat ja kaum einer was davon, wenn BMW Pleite gehen würde, würde da an das "Erbe" herangegangen.
Aber jeder würde nicken, wenn ich schreibe, wenn die Dame 8 Mrd. bei BMW an Aktien hält, dann tut es ihr überhaupt nicht weh, wenn sie im Jahr "plötzlich" nur noch 100 Mio. statt 400 Mio. unterm Kopfkissen hat.

Darum ist es für mich eine versteckte Neiddebatte.
Alle, die um ihre Erbschaft vom Elternhaus bangen, weil ganz links "enterben" brüllen, Kreuzen doch logischer Weise Union (oder noch schlimmer an) und an der sozialen Gerechtigkeit ändert sich genau nix.
Nimmste aber mal all diese Schwarz (Lidl) oder Albrecht-Nachfahren oder Würth oder eben Klatten und Co. mit ins Gebet bei ihrem Vermögen (nicht Immo, irrelevant die Diskussion), dann wirste plötzlich sehr viel Geld haben, ohne dass einer murrt oder murren kann.
 
Also, du hast weiter oben richtiger Weise aufgeführt, wie das mit der Erbschaftssteuer aktuell läuft.
Der Freibetrag für Normalo-Kinder, die das Häuschen der Eltern erben liegt bei 400 k€.
Die allermeisten, denen solch eine Erbschaft bekommen, sind ganz normale Menschen wie du und ich.
Die hätten gar nicht das Geld dafür, wie dann vorgschlagen, dass die auf einmal zu 50% das Häuschen nochmal bezahlen könnten. Die Konsequenz ist also, die Bude muss verkauft werden und sowohl der immaterialle Wert (Elternhaus) wir tatsächliche Wert ist weg.
Profitieren tun von solchen Aktionen ausschließlich Immospekulanten.
Kein Staat, keine Sozialsysteme.

Profitieren:
Die Hoffnung ist ja, das ein Geldabfluss in die Sozialsysteme erfolgt.
Nachhaltige Verschiebung von reichem Vermögen gelingt aber nicht über Einmalige Aktionen und Zugriff auf Erspartes (wie auch immer das aussehen mag).
Nachhaltig (über Jahre, Jahrzehnte) funktioniert dann, wenn du in die laufende Liquidität, dem Verdienst gehst.
Darum zahlst du auch nicht einmalig deine Lebenssteuer bei Geburt über das Erbe deiner Eltern, sondern monatlich - leicht übertrieben und plakativ formuliert.

Wenn also ein Ziel sein soll, dass Reiche mehr belstet werden sollen, dann funktioniert das (auch von der Akzeptanz her) ungleich besser, wenn eine Reichensteuer auf laufendes Einkommen oder aber auch Gewinne aus Aktien, Dividenden usw. erfolgt.
Im Moment drängt der Gesetzgeber Dank eine unklarer Rechtslage und "Steuerschlupflöcher" Unternehmen dazu, genau diese anzuwenden.
Der Effekt:
Große Unternehmen zahlen in der Regel gar nix (exemplarisch: BMW=Frau Klatten), der keine Dönerladen oder Bäcker bei dir um die Ecke geht Pleite.

Aus meiner Sicht ist hier eine zwingende Entkoppelung von Betriebsvermögen und Privatvermögen notwendig.
Bleiben wir beim Beispiel BMW:
BMW hat die Frau Klatten als eine Hauptaktionärin.
Die Firma arbeitet, wenn man so will, mit geliehenem Geld aus ihrerm Aktientopf.
Im Gegenzug erhält sie Dividenden aus dem Unternehmensgewinn.
Nominal sind darauf 25% Abgeltungssteuer + Soli von 5,5% drauf.
Bei 8 Mrd. € Aktien und der Dividende von 2024 kassiert also die Frau Klatten Jährlich (zumindest 2024) grob 400 Mio. nach Abzug der Steuern.
Da bin ich bei den Meisten von euch, 400 Mio. €/anno braucht kein Mensch, niemals.
Zumal sie dieses Geld (so weit mir bekannt) auch gar nicht mehr investiert, sondern nur "behält".

Das ist natürlich ein Extrembeispiel, zeigt aber auf, wo das eigentliche Problem liegt:
Es bedarf einer Progressivsteuer auf solche Anlagenvermögen, die eben nicht einem Betrieb schädigen, wenn es zu einem Erbfall kommt. Hat ja kaum einer was davon, wenn BMW Pleite gehen würde, würde da an das "Erbe" herangegangen.
Aber jeder würde nicken, wenn ich schreibe, wenn die Dame 8 Mrd. bei BMW an Aktien hält, dann tut es ihr überhaupt nicht weh, wenn sie im Jahr "plötzlich" nur noch 100 Mio. statt 400 Mio. unterm Kopfkissen hat.

Darum ist es für mich eine versteckte Neiddebatte.
Alle, die um ihre Erbschaft vom Elternhaus bangen, weil ganz links "enterben" brüllen, Kreuzen doch logischer Weise Union (oder noch schlimmer an) und an der sozialen Gerechtigkeit ändert sich genau nix.
Nimmste aber mal all diese Schwarz (Lidl) oder Albrecht-Nachfahren oder Würth oder eben Klatten und Co. mit ins Gebet bei ihrem Vermögen (nicht Immo, irrelevant die Diskussion), dann wirste plötzlich sehr viel Geld haben, ohne dass einer murrt oder murren kann.
Ok. Damit könntest du Recht haben!

Aber der Spitzensteuersatz könnte auch angehoben werden.
 
Ok. Damit könntest du Recht haben!
Vermute ich mal...
Aber der Spitzensteuersatz könnte auch angehoben werden.
Es ist laufendes Einkommen, warum auch nicht.
Das hatten wir ja schon mal.
Der Hebel mit der EK Steuer ist relativ gering, wenn man "nur" die oberen 10% betrachtet und das ist dann das trickreiche dabei. Da kommen bei +10% um die 25-30 Mrd. mehr für Papa Staat heraus.
Das gleiche auf Anlagenvermnögen, Einlage ab z. B. 200 k€ wären schon 50 Mrd €/anno. (!!)

Ich bin für eine massive Besteuerung von Aktien und Co..
Einlage jenseits von 200k € haben nur Reiche, sie arbeiten dafür nix und kassieren nur ab.
Da würde ich nicht rot werden, wenn hier zu Gunsten des Staates ordentlich abgeschöpft wird.

Bei Einkommen ist da halt so ne Sache.
Wenn einer 100k€ /anno verdient, klingt das erst mal nach sehr viel.
Hat er damit aber ein Familie mit zwei Kiddies zu versorgen und noch ein Reihenhaus abzubezahlen, ist das gar nicht mehr viel, eher zu wenig. Ist leider so heutzutage.
Rein gefühlt, kein Beleg, würde ich bei der EK Steuer also erst jenseits von 200k€/anno zuschlagen wollen.
Kann man ja diskutieren.
 
Da würde ich nicht rot werden, wenn hier zu Gunsten des Staates ordentlich abgeschöpft wird.
Das Dilemma sind immer die Mehrheiten. Dafür gibt es keine.
Ich bin dafür, die Mehrwertsteuer für Dinge des täglich Bedarfs auf 0% zu setzen und sie dafür an anderer Stelle auf bis zu 100% zu setzen.
 
Das Dilemma sind immer die Mehrheiten. Dafür gibt es keine.
Ich bin dafür, die Mehrwertsteuer für Dinge des täglich Bedarfs auf 0% zu setzen und sie dafür an anderer Stelle auf bis zu 100% zu setzen.
Ja aber was ist täglicher Bedarf? Ich verkaufe auch Lebensmittel. Da gibt es Produkte wie die Kakaobohne welche mit 19% versteuert wird. Die daraus produzierte Schokolade allerdings nur mit 7%. Völlig undurchsichtig. Hier gehört auch eine Vereinfachung dazu. Das ist halt ein Beispiel mit welchen ich persönlich derzeit zu tun habe.
 
Das Dilemma sind immer die Mehrheiten. Dafür gibt es keine.
Ich bin dafür, die Mehrwertsteuer für Dinge des täglich Bedarfs auf 0% zu setzen und sie dafür an anderer Stelle auf bis zu 100% zu setzen.
Die Frage dabei ist hier, was sind die Dinge des täglichen Bedarfs?
Und welcher Begleitkontext?
Z. B. Mehl, Eier, Zucker, Obst, Gemüse - klar!
Ungesunde Fertigpizza?
Fleisch?
Gaststätte, Dönerstand - mit Sicherheit nicht. 100%???
PC Bauteile ebenso mit Sicherheit nicht - was wäre das für ein Aufschrei in diesen Hallen, wenn die CPU statt 300 € plötzlich 600 € kosten würde...

Also, ich will das nicht gänzlich ablehnen, die Frage ist eben nur, wer definiert täglichen Bedarf und ist die Bevölkerung auch der Meinung , das dies der tägliche Bedarf ist?
 
Ja aber was ist täglicher Bedarf? Ich verkaufe auch Lebensmittel. Da gibt es Produkte wie die Kakaobohne welche mit 19% versteuert wird. Die daraus produzierte Schokolade allerdings nur mit 7%. Völlig undurchsichtig. Hier gehört auch eine Vereinfachung dazu. Das ist halt ein Beispiel mit welchen ich persönlich derzeit zu tun habe.
Alles, was regelmäßig benötigt wird. Das gilt auch für den Kaffee im Imbiss oder die Binden für Frauen.
Einen Fernseher brauche ich nicht regelmäßig. Der kann 25% bekommen. Der Porsche 50%, die Yacht 100%
Und dann gibt es auch nur die Sätze und nichts dazwischen und keine Ausnahmen.
Dass wir ein kompliziertes Steuersystem haben, ist wieder Lobbyarbeit, damit Anwälte und Steuerberater Geld verdienen können.
Also, ich will das nicht gänzlich ablehnen, die Frage ist eben nur, wer definiert täglichen Bedarf und ist die Bevölkerung auch der Meinung , das dies der tägliche Bedarf ist?
Was kaufst du denn täglich bzw. regelmäßig?
Sicher keinen PC. Eine CPU muss ja auch nicht 100% Mehrwertsteuer bekommen. Es sollte aber keine Ausnahmen mehr geben.
 
Also, du hast weiter oben richtiger Weise aufgeführt, wie das mit der Erbschaftssteuer aktuell läuft.
Der Freibetrag für Normalo-Kinder, die das Häuschen der Eltern erben liegt bei 400 k€.
Die allermeisten, denen solch eine Erbschaft bekommen, sind ganz normale Menschen wie du und ich.
Die hätten gar nicht das Geld dafür, wie dann vorgschlagen, dass die auf einmal zu 50% das Häuschen nochmal bezahlen könnten. Die Konsequenz ist also, die Bude muss verkauft werden und sowohl der immaterialle Wert (Elternhaus) wir tatsächliche Wert ist weg.
Profitieren tun von solchen Aktionen ausschließlich Immospekulanten.
Kein Staat, keine Sozialsysteme.

Profitieren:
Die Hoffnung ist ja, das ein Geldabfluss in die Sozialsysteme erfolgt.
Nachhaltige Verschiebung von reichem Vermögen gelingt aber nicht über Einmalige Aktionen und Zugriff auf Erspartes (wie auch immer das aussehen mag).
Nachhaltig (über Jahre, Jahrzehnte) funktioniert dann, wenn du in die laufende Liquidität, dem Verdienst gehst.
Darum zahlst du auch nicht einmalig deine Lebenssteuer bei Geburt über das Erbe deiner Eltern, sondern monatlich - leicht übertrieben und plakativ formuliert.

Wenn also ein Ziel sein soll, dass Reiche mehr belstet werden sollen, dann funktioniert das (auch von der Akzeptanz her) ungleich besser, wenn eine Reichensteuer auf laufendes Einkommen oder aber auch Gewinne aus Aktien, Dividenden usw. erfolgt.
Im Moment drängt der Gesetzgeber Dank eine unklarer Rechtslage und "Steuerschlupflöcher" Unternehmen dazu, genau diese anzuwenden.
Der Effekt:
Große Unternehmen zahlen in der Regel gar nix (exemplarisch: BMW=Frau Klatten), der keine Dönerladen oder Bäcker bei dir um die Ecke geht Pleite.

Aus meiner Sicht ist hier eine zwingende Entkoppelung von Betriebsvermögen und Privatvermögen notwendig.
Bleiben wir beim Beispiel BMW:
BMW hat die Frau Klatten als eine Hauptaktionärin.
Die Firma arbeitet, wenn man so will, mit geliehenem Geld aus ihrerm Aktientopf.
Im Gegenzug erhält sie Dividenden aus dem Unternehmensgewinn.
Nominal sind darauf 25% Abgeltungssteuer + Soli von 5,5% drauf.
Bei 8 Mrd. € Aktien und der Dividende von 2024 kassiert also die Frau Klatten Jährlich (zumindest 2024) grob 400 Mio. nach Abzug der Steuern.
Da bin ich bei den Meisten von euch, 400 Mio. €/anno braucht kein Mensch, niemals.
Zumal sie dieses Geld (so weit mir bekannt) auch gar nicht mehr investiert, sondern nur "behält".

Das ist natürlich ein Extrembeispiel, zeigt aber auf, wo das eigentliche Problem liegt:
Es bedarf einer Progressivsteuer auf solche Anlagenvermögen, die eben nicht einem Betrieb schädigen, wenn es zu einem Erbfall kommt. Hat ja kaum einer was davon, wenn BMW Pleite gehen würde, würde da an das "Erbe" herangegangen.
Aber jeder würde nicken, wenn ich schreibe, wenn die Dame 8 Mrd. bei BMW an Aktien hält, dann tut es ihr überhaupt nicht weh, wenn sie im Jahr "plötzlich" nur noch 100 Mio. statt 400 Mio. unterm Kopfkissen hat.

Darum ist es für mich eine versteckte Neiddebatte.
Alle, die um ihre Erbschaft vom Elternhaus bangen, weil ganz links "enterben" brüllen, Kreuzen doch logischer Weise Union (oder noch schlimmer an) und an der sozialen Gerechtigkeit ändert sich genau nix.
Nimmste aber mal all diese Schwarz (Lidl) oder Albrecht-Nachfahren oder Würth oder eben Klatten und Co. mit ins Gebet bei ihrem Vermögen (nicht Immo, irrelevant die Diskussion), dann wirste plötzlich sehr viel Geld haben, ohne dass einer murrt oder murren kann.
Ein Missverständnis in dieser Debatte um Erbschaftsteuer ist, dass befürchtet wird, dass es um das Haus der Oma oder Eltern oder ähnliches ginge. In den Entwürfen ist aber von Freibeträgen die Rede für solche Erbschaften. Eine Besteurung würde in der Gestalt nicht stattfinden. Mit der Befeuerung dieser Befürchtungen und Desinformation ist es den Reicheren bisher gelungen, eine Reform im Ansatz abzuwürgen. Der Bogen zur SPD - sogar bei dieser gibt es Konzepte für eine Erbschaftsteuer. So etwas fällt aber gerne hinten runter, wenn mit Parteien wie der CDU/CSU koaliert wird. Die Linke innerhalb der SPD würde ich als schwach annehmen, so mensch sie vom Ergebnis her noch als links (also was sie politisch hat erreichen können) bezeichnen kann. Der rechte Flügel, Seeheimer Kreis ist recht einflussreich (das sieht mensch auch an den Personalien, bspw. Lars Klingbeil). Mit Hilfskrücken wie "Wer regiert, gestaltet", " besser wir als andere", " Deutschland braucht eine stabile Regierung" usw. beschwichtigt mensch sich und profitiert letztlich anhand Pöstchen. So mein Bild der SPD.

Die Verhältnisse sind meiner Ansicht nach so aus den Fugen geraten, gewaltige und stetige Spreizung der Arm-Reich-Schere, dass eine höhere Besteuerung der Einkommen der Besteuerung von Vermögen nachrangig ist. Es ist auch zu einem Demokratieproblem geworden. Sehr offensichtliche Beispiele sind im globalen Rahmen Elon Musk oder Donald Trump. Aber auch hierzulande gibt es genügend Kritik an der großen Konzentration von Reichtum und damit auch von Macht (siehe bspw. Bertelsmann Stiftung Familie Mohn, haben stark Einfluss u.a. auf HartzIV Reform genommen) ...
 
Zuletzt bearbeitet:
Arm und Reichschere wächst automatisch, bei steigenden Aktienkursen.

Sagen wir jemand kaufte 2017 für 1100 Euro Nivdiaaktien, eine andere Person fuhr dafür nach Malle.

Die erste Person hat dann heute gute 50.000 Vermögen, die andere 0. Deswegen müssen die Produktionsmittel sozialisiert werden.
 
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