Was ist nur aus der SPD geworden?

Das ist es ja, die Preissteigerung und bis die Löhne nachziehen, in der Zeit wird halt von den Multis, Geld gescheffelt.
Dann werden Löhne nicht ganz der Preissteigerung angehoben und da tröpfelt wieder den "Reichen" was in die Tasche.
In der Zwischenzeit, werden den Produkten Qualität oder Quantität entzogen..so ganz klammheimlich, und wieder wanderts den Reichen in die Tasche.
Und dann alles wieder von vorne.
Die einfachen Leute sollen auf alles verzichten und die Bonzen stopfen sich die Taschen voll! :motz:
 
Deine Lösung ist also, Löhne zu senken und Mindestlohn streichen?
Nö, wenn man den Leuten mehr Geld in die Tasche schaffen will, kann man auch Steuern senken.

Hört sich komisch an, ist aber so.

Heute ist Vollzeit Mindestlohn 2161 Brutto pro Monat. Also 25.935€ pro Jahr
Bei 15 Euro wären es. 2528 Brutto - 30.341€ pro Jahr

Jetzt gehen wir mal für einen Single ohne Kirchensteuer in den Einkommenssteuerrechner.

Für heute zahlt so eine Person 3178€ Einkommenssteuer (12%) -> 22.757€ netto ohne Sozialabgaben
Bei 15 Euro zahlt sie dann 4400 Euro (14,5%) -> 25.941€ ohne Sozialabgaben

Bruttoerhöhung: 4.406 (17%)
Nettoerhöhung: 3184 (14%)
Zunahme Steuerabgaben: 38,5%

Würde diese Person also einfach keine Einkommenssteuer zahlen, würde sie genau das Gleiche netto verdienen wie bei einer Erhöhung auf 15% und der heutigen Steuerlast.

Jetzt ist halt die Frage warum der in den Einkommensteuertarif integrierte Grundfreibetrag von 12.096 für die steuerliche Freistellung des Existenzminimums der steuerpflichtigen Bürgerinnen und Bürger so niedrig ist, wenn doch nur der Mindestlohn überhaupt ausreicht um aus eigener Arbeit die Existenz zu sichern.
 
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Jetzt ist halt die Frage warum der in den Einkommensteuertarif integrierte Grundfreibetrag von 12.096 für die steuerliche Freistellung des Existenzminimums der steuerpflichtigen Bürgerinnen und Bürger so niedrig ist, wenn doch nur der Mindestlohn überhaupt ausreicht um aus eigener Arbeit die Existenz zu sichern.
Der reicht ja teilweise nicht mal aus. Weil die Leute noch aufstocken müssen.

Aber eine geringere Besteuerung für niedrige Einkommen fände ich gut. Und nach oben den Spitzensteuersatz erhöhen.
 
Steuern zahlt jemand mit Mindestlohn nicht viel.
Dem ist so.
Wir haben ca. 45,7 Mio. ArbeitnehmerInnen in Deutschland.
2024 wurden ca. 6,3 Mio. unterhalb der Niedriglohnschwelle von 13,79 € entlohnt.
Das sind bei 160 h Vollzeit/Monat = 2.206 € brutto/Monat bzw. 26.500 €/Brutto/Jahr
Der Steueranteil dieser am Gesamtsteuervolumen ist kurz vor irrelvant, im besten Falle 16% (Personenbezogen)
gefühlt etwa bei 4% = ca. 0,04*950 Mrd. = 38 Mrd. Steuern
Ich würde einfach bei 25.000 € Jahresbrutto alles darunter steuerfrei setzen.
Gaaanz grob gegenfinanziert bei EK oberhalb von 200.000 € mit additiven 5% =5 Mio. ANs*0,05%*125000 € = ca. 31,250 Mrd. € Steuereinnahmen. Der Rest muss halt im Bundeshaushalt eingespart werden.
Thema durch.
 
Der Mindestlohn ist Sache der Mindestlohnkommission und nicht die der SPD. Ich denke nicht, dass die nächste Erhöhung des Mindestlohnes politisch entschieden wird.
 
Tja, Leistungsträger dafür bestrafen, das sie was angeschafft haben?
Ich weiss schon, warum ich bei Rot-Außen nie ein Kreuz hinmachen würde. :)
Erben sind also Leistungsträger?
Der Mindestlohn ist Sache der Mindestlohnkommission und nicht die der SPD. Ich denke nicht, dass die nächste Erhöhung des Mindestlohnes politisch entschieden wird.
Die SPD will ja 15€und ich kann mir vorstellen, dass sie das politisch festlegen will.
 
Der Freibetrag geht doch aktuell bis 400K Euro oder?
Yepp, denke, das passt auch halbwegs.
So ein normales EFH hat in Mittel- Norddeutschland meist weniger Verkehrswert, sprich dort erben die Allermeisten für Umme.
Im Süden siehts etwas anders aus, da zahlen die Allermeisten irgendwas um die 25-50 k additiv(Schnitt) , wenn sie so ein Teil erben.
Erben sind also Leistungsträger?
Die Diskussion ist ja müßig.
Jene, die Eigentum erworben haben/gebaut haben, haben ja schon ordentlich Steuern abgedrückt.
Es gibt eine klare Regelung (siehe @RyzA ), dass im Erbfall von größeren Vermögen da up to 43% Steuern anfallen.
Daran gehen übrigends auch die meisten Mittelständler darüber Pleite bzw. werden an irgendwelche Chinesen verschachert.
Kann man alles machen, aber weiter verschärfen bedeutet am Ende, weniger Geld in der Republik und schon gar kein Geld für Arme - ganz einfach.

Alles darüber hinaus ist eine versteckte Neiddebatte.
Warum sollen Kinder von fleissigen Eltern nicht was ordentlich abbekommen?
 
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Der Freibetrag geht doch aktuell bis 400K Euro oder?
Für diesen Betrag bekommt man in manchen Regionen nichtmal das Gründstück.

Je stärker man das besteuert, desto interessanter werden Steuersparmodelle. Oder halt keine Investitionen mehr, weil das am Ende alles vom Staat aufgefrühstückt wird.
Kaum einer hat Bock, für umme für den Staat zu arbeiten.
 
Und so entsteht im gegenwärtigen System eine sich unendlich erhöhende Automatik.

Mindestlohn steigt -> Tariflohn steigt -> Preise steigen / Löhne steigen -> Grundsicherung steigt und wieder von vorne

Diese Inflationsspirale ist der Grundgedanke des Mindestlohns. Realen Nutzen entfaltet der nur insofern, als das direkt nur Löhne steigen und das in voller Höhe auch nur die Mindestlohn-nahen, aber keine Kapitaleinkünfte oder einzeln verhandelte Managerboni. So staucht man die Lohnpyramide von unten her zusammen respektive man schiebt zumindest das untere Ende etwas nach oben, auf das die Spitzeneinkommen nicht ganz so schnell entwachsen.

Die imho sinnvollere, definitiv aber zielstrebigere und weniger disruptive Methode, wäre es natürlich, einfach am oberen Ende auf die Einkommen zu drücken. Aber Steuern sind ja böse, Gelder rausschmeißen ist besser...


Qualifizierung lohnt sich ja. Gelernte Arbeitskräfte werden besser bezahlt.
Und wenn die Differenz zwischen Mindestlohn und Fachkraftlohn zu gering ist, dann muss die Fachkraft besser bezahlt werden.

Wir haben in Deutschland mittlerweile einen auf-dem-Papier-Qualifizierungswahn, der sehr oft wenig reale Kompetenz widerspiegelt und nur noch in der Hoffnung auf respektive für rein formelle Lohnsteigerungen läuft, aber unsummen kostet. Natürlich verdienen höherqualifizierte im Schnitt mehr, aber das heißt nicht, dass das Philosophiestudium des Kassierers dem Supermarktbetreiber mehr nützt, als das Abi des Regaleinräumers.


Die Diskussion ist ja müßig.

In der Tat. Ausgansaussage klar falsch, Diskussion überflüssig.

Jene, die Eigentum erworben haben/gebaut haben, haben ja schon ordentlich Steuern abgedrückt.

Und ordentlich von der Gesellschaft profitiert.

Es gibt eine klare Regelung (siehe @RyzA ), dass im Erbfall von größeren Vermögen da up to 43% Steuern anfallen.

Intel garantiert auch "upto" Gigglehertz.
Die Realität sieht leider anders aus und die effektive Steuer auf große Erben liegt nahezu bei null. Mal so als Rechenbeispiel: 2021 ist rund 1/80tel der Bevölkerung verstorben, es sollte also rund 1/80tel des Bestandsvermögens vererbt werden. Das wären, aus dem Durchschnittsvermögen hochgerechnet, rund 320 Milliarden Euro, wobei die Durchschnittsschätzungen bekanntermaßen große Lücken bei den Superreichen aufweisen. Könnten also auch 400 Milliarden gewesen sein.

Erbschaftsteuern gezahlt wurden 9 Milliarden. Also nicht einmal 3% und das liegt bestimmt nicht am Basisfreibetrag/nicht daran, dass 1 Million Mal ein 400000 € Haus vereerbt wurde.

Daran gehen übrigends auch die meisten Mittelständler darüber Pleite bzw. werden an irgendwelche Chinesen verschachert.

Wenn ein Unternehmen zumacht, weil es eine zusätzliche Belastung von 0,2% des Unternehmens pro Jahr (3% durchschnittliche Erbschaftssteuer über 20 Jahre Rückzahlung + ein paar Kreditzinsen) nicht verkraftet, dann ist es nicht durch die Erbschaftssteuer pleite gegangen. Dann war es vorher schon Pleite und der Erbe hatte, im Gegensatz zum illusorischen Firmengründer, nur als erster den Mumm, es zuzugeben.

Wenn der Erbe das gutgehende Unternehmen nach China verkauft, anstatt einen Kredit von den sprudelnden Einnahmen abzustottern, dann hat der Erbe offensichtlich keinen Bock, den Laden weiterzuführen und es findet sich auch kein anderer Investor in Deutschland, der das machen möchte. Das kann man nicht ändern, aber man kann der deutschen Gesellschaft, dank der der Laden überhaupt existiert, wenigstens einen Teil zurückgeben, bevor ein Chinese zuschlägt.

Warum sollen Kinder von fleissigen Eltern nicht was ordentlich abbekommen?

Gegenfrage: Warum sollten sie? Das nichts weiter als eine euphemistische Formulierung für "Kinder weniger erfolgreicher Eltern werden nochmal richtig in die Scheiße gestoßen".
Und davon abgesehen: Wer bite schön schafft es mit ""Fleiß"", also mit Arbeit seiner eigenen Hände ohne von den Leistungen anderer zu profitieren, mehr als 400000 € in einem Leben anzuhäufen?
Das geht in aller Regel nur mit Genie, mit Glück oder durch Ausbeutung. Ersteres soll ruhig mit einem schönen Leben belohnt werden, aber wir reden hier über den Zeitraum nach dem Lebensende. Mittleres meinetwegen ebenfalls, auch wenn eine gerechte Gesellschaft versuchen sollte, das Glück einiger und das Pech anderer gegeneinander auszugleichen. Und letzteres gehört bestraft.

Womit wir auch den Bogen zur SPD geschlagen hätten, denn die hat mal als Vertretung derjeniger angefangen, die von gut Situierten ausgebeutet wurden. Damals waren es Arbeiter, heute wären es überwiegend Angestellte, aber es waren noch nie Leute mit großem Erbe.


Je stärker man das besteuert, desto interessanter werden Steuersparmodelle. Oder halt keine Investitionen mehr, weil das am Ende alles vom Staat aufgefrühstückt wird.
Kaum einer hat Bock, für umme für den Staat zu arbeiten.

Als hätte irgendjemand vermögendes jemals eine Möglichkeit zum Steuern ganz einsparen ausgeschlagen, nur weil die Steuer etwas niedriger war.
 
Zuletzt bearbeitet:
Diese Inflationsspirale ist der Grundgedanke des Mindestlohns. Realen Nutzen entfaltet der nur insofern, als das direkt nur Löhne steigen und das in voller Höhe auch nur die Mindestlohn-nahen, aber keine Kapitaleinkünfte oder einzeln verhandelte Managerboni. So staucht man die Lohnpyramide von unten her zusammen respektive man schiebt zumindest das untere Ende etwas nach oben, auf das die Spitzeneinkommen nicht ganz so schnell entwachsen.
Vor allem zahlen diese Leute dann mehr Steuern, da es eine progressive Steuer auf Lohn/Gehalt gibt. Die Lohngruppen rücken auch immer weiter zusammen.
Die imho sinnvollere, definitiv aber zielstrebigere und weniger disruptive Methode, wäre es natürlich, einfach am oberen Ende auf die Einkommen zu drücken. Aber Steuern sind ja böse, Gelder rausschmeißen ist besser...
Wir haben doch schon die weltweit höchste Steuer- und Abgabenlast, willste da noch mehr abziehen? Den Großteil der Steuern zahlen die kleinen und mittleren Einkommen, weil es für die keine/wenige Sparmodelle gibt.
 
Eigentlich geht es um die SPD und es wird nur über die Lohnentwicklung gesprochen.
Ist ja fast wie beim Bingo.
Erbschaftssteuer - Bingo
Kapitalerträge - Bingo
Angabenlast - Bingo

Sry musste mal raus.
Sry - Bingo
 
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