Deutsch-israelischer Schriftsteller Chaim Noll verteidigt Sarrazin
Ungewöhnlicher Beistand für Thilo Sarrazin: Der deutsch-israelische Schriftsteller Chaim Noll verteidigt in einem Beitrag in der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" die Aussage Sarrazins, dass alle Juden ein bestimmtes Gen teilen würden.
Noll argumentiert, dass die Juden sich selbst genetisch definieren würden. Jude sei nämlich, wer eine jüdische Mutter habe. Darüber würde viel in Israel geforscht- und auch offen gestritten.
Der Zentralrat der Juden hatte Sarrazin wegen dieser Aussage in die Nähe der NPD gerückt.
Deutsch-israelischer Schriftsteller Chaim Noll verteidigt Sarrazin
Thilo Sarrazins These vom "jüdischen Gen" - In Israel versteht man die Aufregung nicht
Mit seiner Behauptung "Alle Juden teilen ein bestimmtes Gen" hat Thilo Sarrazin in Deutschland für viel Aufregung gesorgt. Auch der Zentralrat der Juden war empört. In Israel dagegen entrüstet man sich nicht über Sarrazin. Dort ist man stolz auf die genetische Gemeinsamkeit zwischen den Juden.
Im Juni hatten erst zwei wissenschaftliche Studien aus Israel und den USA bestätigt, dass die Juden viele Gene von einer gemeinsamen jüdischen Gruppe aus dem Mittleren Osten geerbt haben, die dort vor etwa 3.000 Jahren gelebt hat. Auf diese Studien hat sich angeblich auch Sarrazin bezogen.
Heute gibt es etwa 13 Millionen Juden, die nicht nur durch Kultur und Religion, sondern auch durch ein genetisches Erbe miteinander verbunden sind, schrieb auch die Zeitung "Tagesspiegel" im Juni. Auch der israelische Innenminister Eli Yishai ist vom "jüdischen Gen" überzeugt.
Thilo Sarrazins These vom "jüdischen Gen" - In Israel versteht man die Aufregung nicht