Aber das ist eben Wunschdenken, keine nimmt sich wirklich mal die Zeit, oder hat einfach nur Desinteresse an Politik, leider. Und darum machen ja Neuwahlen so keinen Sinn, aber es wird auch nicht dazu kommen, wie schon von Dir und auch mir gesagt wurde.
Wie heißt es so schön: Die Dummheit des durchschnittlichen Wählers ist kaum auszuhalten. Und nun stell man sich vor: Die Hälfte ist noch dümmer.
Na mal gespannt ob es jetzt eine Minderheitsregierung geben wird, oder Neuwahlen.

Zimlich sicher aber dürfte das Merkels Position innerhalb der CDU nicht besonders stärken.^^
Position gegenüber wem denn? Merkel hat 0 Konkurrenz, dafür hat sie selbst gesorgt. Und die Sondierungen Mrs. Teflon genauso gehandhabt, wie alles andere auch. Das sollte ihre Position nicht sonderlich ändern - spannend wird nur, ob andere aus dem Ablauf Profit schlagen können.
(Ehrlich gesagt: Keine Ahnung. Die oportunistischen Wirtschaftsbeschenker von der FPD haben sich auf einmal als Idealisten präsentiert, die Idiologen von den Grünen als wachsweiche Realpolitiker und ich-hab-die-Macht-Seehofer hat viel Ego aber null Erfolge zum Vorzeigen. Eigentlich hat kein Wähler das zu sehen bekommen, was er hätte erwarten sollen.)
Wow, hätte nicht gedacht das Lindner Wort hält, auch wenn ich kein Freund der FDP bin muss ich nun sagen Hut ab.
Mal sehen was nun kommt.
Wenn man an die Endphase der Sondierungen mit Annäherung der FDP an CSU und AFD denkt: Aus der Ecke vermutlich noch mehr Populismus. Die Frage ist nur, wieviele Wähler es der FDP abkaufen, wenn sie geklaute Parolen wiederholt, die so rein gar nichts mit der Parteitradition zu tun haben.
Hört sich jetzt stark nach Neuwahlen an, denn ich glaube nicht, dass die SPD einspringen wird.
Abwarten. Gabriel hat keinen Bock mehr, Steinmeier will keine Neuwahlen (und er ist derjenige, der sie ausrufen müsste) und Nahles hat sich zwar voll auf stunkmachen eingeschossen, aber ist dabei so herrlich unpräzise geblieben, dass sie sich auch in harten Koalitionsverhandlungen austoben könnte, ohne ihr Gesicht zu verlieren.
Ist ja mal richtig aufregend was passiert

Aber mal die kurze Frage. Was sollen denn Neuwahlen eigentlich bringen? Ich würde mein Kreuzchen z.B. genau an den selben Stellen setzen. Man entwickelt doch in den paar Wochen nicht eine komplett andere Meinung.
Ist und bleibt spannend zur Zeit
Unmittelbare Neuwahlen brächten gar nichts, das stimmt. Aber die brauchen ohnehin Zeit zur Vorbereitung. In 2-3 Monaten könnte sich die Lage deutlich verändern, denn die SPD sortiert sich komplett neu (auch wenn sie dafür unter normalen Umständen vermutlich noch mindestens 1 Jahr bräuchte) und kann fast nur noch nach oben, bei den Grünen haben nach dem Wahldebakel bereits einige Leute an den Sondierungsgesprächen mitgemischt, die für einen deutlich anderen Parteikurs stehen, die 1,5 Themen der AFD treten immer weiter in den Hintergrund, die CSU poltert dafür um so mehr und die FDP hat sich gerade auf eine Art und Weise präsentiert, die mit ihrem gesamten bisherigen Auftreten seit der Ära Westerwelle gar nichts mehr gemeinsam hat.
Kurz: Da gibt es einige unbeschriebene Blätter, aus denen etwas anderes entstehen könnte.
Was wird denn die nächste Alternative sein?
Kann man mit einer so großen Verschiebung rechnen, dass andere Koalitionen möglich werden?
Sagen wir es so rum: Im Moment könnte Merkel von einer Neuwahl nicht profitieren und Steinmeier will keine. Also dürften erstmal viele Gespräche auf dem Plan stehen.
Langfristig wird es aber echt spannend. GroKo wollen SPD, Union und Wähler nicht. Dreierbündnisse sind alle tot oder <50%. Minderheitenregierung Schwarz-Gelb halte ich nach dem Debakel ebenfalls für unmöglich. Zum einen hat sich Lindner extrem unbeliebt gemacht, zum anderen muss gerade eine Minderheitenregierung extrem feinfühlig Kompromisse austüfteln. Bliebe Minderheitenregierung Schwarz-Grün. Aber AFD und FDP werden aus Prinzip nie mit denen stimmen, Merkel würde also immer Zugeständnisse in Richtung SPD oder gar Linker machen, nachdem sich ja insbesondere die CSU ohnehin schon Richtung Grün verbiegen müsste. (Es sei denn man macht tatsächlich nur CDU-Grüne

) Das Endergenis wäre also eher Schwarz-Grün-Rot, womit sich die Frage stellt, warum man die SPD nicht gleich offiziell ins Boot holt und die sich die Grünen erspart. (Antwort: Siehe Anfang der Kette)
Der einzige Ausweg wären Neuwahlen, die außer der FDP und der AFD niemand will. Oder die AFD macht mal ernst mit ihren Spaltungsbewegungen und verliert genug Abgeordnete an die Union damit Schwarz-Grün eine eigene Mehrheit hat
