Die Bundestagswahl 2017

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Ok dann mal etwas Allgemeinbildung für dich. Du darfst Jungs aus religiösen Gründen verstümmeln. Die Debatte konnte man auch nicht überlesen. Wenn du also nicht mal das weißt.

Lustig, wovon du immer ausgehst, was ich weiß und nicht. Mir ist das durchaus bewusst.

Und gerade dieses Beispiel zeigt doch sehr deutlich, dass wir eben nicht alles hinnehmen sollten, nur weil irgendwer dann immer ruft „Religion, Religion“.

Warum sollten wir eine Tradition hinnehmen, die im Endeffekt nichts anders ist als Verstümmelung? Bei weiblicher Genitalverstümmlung sind wie ja auch (völlig zu Recht) dagegen. Aber bei männlicher Genitalverstümmlung ist es ok?

Ziemlich. Du änderst die Mitglieder ja dadurch nicht. Ist ja nicht, dass die dann den nächsten Morgen aufstehen und sagen "Okay, das war irgendwie alles ziemlich gewalttätig und rechtlich fragwürdig, ich höre jetzt auf und führe ein bürgerliches Leben" - said no one ever.

Und was soll die Konsequenz sein? Nichts tun, weil manche Leute uneinsichtig sind?

Joa, aber dann ist in diesem Beispiel das Burkaverbot nur das, was Threshold schon erwähnt: Eine billige Maßnahme, um bestimmte Leute ruhigzustellen. Dann bleiben die Frauen einfach zuhause und gehen gar nicht mehr raus. Ich weiß nicht, wie du darüber denkst, aber Integration ist damit jetzt nicht wirklich besser gelungen.

Das Ziel ist doch erfüllt. Keine Burka mehr im öffentlichen Raum. So wie es die Mehrheit ja auch will.

Ich bitte dich, gegen Nachfragen hat doch keiner was einzuwenden. Wenn ich dir aber schon deine Beiträge erklären muss, dann ist das doch arg lächerlich.

Du musst mir auch nicht meine Beiträge erklären, die habe ich selbst geschrieben. Nur wenn du eine Behauptung aufstellst über meine Beiträge solltest du diese Behauptung auf Nachfrage auch Beweisen können.

Darüber hinaus wollte ich auch nicht, dass du mir meinen Beitrag erklärst, sondern den Beitrag, indem du meinen Namen erwähnt hast. Und die Aussage über die Wahrheit, vor der Herr Kurz die Augen verschließt, hast du bisher auch noch nicht erklärt. Warum erklärst du das alles nicht auf Nachfrage?

Dann sei doch wenigstens so ehrlich und sage einfach, dass du das nicht willst, das wäre zumindest eine Ansage.

Du weißt sehr genau, wie du argumentierst und versuchst dich darüber nur einer Diskussion zu drücken.

So konkrete Nachfrage. Wo drücke ich mich vor was?

Aber damit argumentiert, als wenn es so wäre, um damit die Wirksamkeit von Grenzkontrollen zu belegen. Also so, als wäre der Mann der Täter.

Soviel dazu, wer hier kein Leseverständnis hat. Ich habe nie behauptet und auch nie so argumentiert, als wäre der Mann der Täter. Ich sagte nur (was man auch nachlesen kann), das man ihn überhaupt erst festnehmen konnte, weil man Grenzkontrollen durchgeführt hat.

Also was ist daran jetzt so verwerflich?

Wenn er es nicht ist, bricht nämlich dein Argument auseinander, von daher kann man mit sowas nicht sinnvoll argumentieren.

Eigentlich nicht. Wenn sich jetzt während den Ermittlungen herausstellt, dass er besagtes Tötungsdelikt nicht begangen hat, dann lässt man ihn halt gehen. So kann man dann eine Person, die man bisher verdächtigt hat, ausschließen. Also ganz normale Ermittlungsarbeit. Das man besagte Person aber erstmal überprüften konnte, das lag an den Grenzkontrollen.

Weil sie unnötig viel Aufwand bedeuten und es eben mehr oder weniger Lotto ist, ob man jemanden trifft, der zufällig den Kofferraum mit Waffen voll hat.

Die Sicherheit des Landes und des Volkes zu gewährleisten ist also „unnötig viel Aufwand“?

Mit der Logik („es eben mehr oder weniger Lotto ist, ob man jemanden trifft“) könnte man auch gleich den Zoll abschaffen.

Ist für dich eine Maßnahme nur dann sinnvoll, wenn sie kurz vor 100% Wirksamkeit hat?

Was wäre denn eine wirksame Maßnahme, Außengrenzen zu schützen, wenn man auch nebenan durch den Wald gehen kann?

Wenn man die Leute natürlich soweit kommen lässt, wird es natürlich schwieriger. Trotzdem auch hier der Einwand. Sollen wir jede Maßnahme sein lassen, die nicht 100% oder nahezu 100% Wirksamkeit verspricht?

Lässt du den Gurt im Auto weg, weil der nicht zu 100% schützt?
 
Ab 18 darfst mit deinen Geschlechtsteilen machen was du willst.

Und wenn deine Kinder ein Y-Chromosom haben, darfst sie legal verstümmeln, dafür wurde sogar ein Gesetz geschaffen.
Die Beschneidung weiblicher Genitalien machen die Mütter mit ihren Töchtern lange vor deren 18. Geburtstag,

Was Indoktrination angeht. Zählst du dazu auch das Schamgefühl? Oder ist das wieder positiv?
Ja, zähle ich dazu. Nein ist nicht positiv, ganz und gar im Gegenteil.

Wie kommst Du darauf, dass ausgerechnet ich das Schamgefühl als etwas positives sehen würde?! :)
 
Die Beschneidung weiblicher Genitalien machen die Mütter mit ihren Töchtern lange vor deren 18. Geburtstag

So schauts aus. Und weibliche Genitalverstümmlung wird auch (völlig zu Recht) verurteilt.

Schade, dass das bei männlicher Genitalverstümmlung nicht der Fall ist, sondern dass das den Segen des Gesetzgebers hat.
 
Ich finde das mit der religiösen Beschneidung sowieso komisch.
Einerseits wird der Mensch als Gottes Schöpfung angesehen.
Und Gott irrt sich ja nicht. Ergo sollte der Mensch also Perfekt sein.
Wieso muss ich ihn dann beschneiden?
Das würde im Umkehrschluss bedeutet, dass der Mensch doch nicht perfekt wäre. Ergo irrt sich Gott.
Und wenn sich ein Gott irrt, ist er fehlbar und somit kein Gott mehr.

Tja. Religion eben -- man muss sie nicht verstehen, man muss nur daran glauben. :rollen:
 
Ich finde das mit der religiösen Beschneidung sowieso komisch.
Einerseits wird der Mensch als Gottes Schöpfung angesehen.
Und Gott irrt sich ja nicht. Ergo sollte der Mensch also Perfekt sein.
Wieso muss ich ihn dann beschneiden?
Das würde im Umkehrschluss bedeutet, dass der Mensch doch nicht perfekt wäre. Ergo irrt sich Gott.
Und wenn sich ein Gott irrt, ist er fehlbar und somit kein Gott mehr.

Tja. Religion eben -- man muss sie nicht verstehen, man muss nur daran glauben. :rollen:

Oh da ist jemand nicht ganz bibelfest. (ich übrigens auch nicht!);)
Natürlich ist der Mensch an sich perfekt, also körperlich, doch Gott verlangt vom Menschen ein Opfer der Verbundenheit, in dem Fall --> Vorhäute.:D Das macht es aber nicht weniger strange.:lol::ugly:
Nachzulesen im 1. Buch Mose. --> kein Witz.
 
Ich finde das mit der religiösen Beschneidung sowieso komisch.
Einerseits wird der Mensch als Gottes Schöpfung angesehen.
Und Gott irrt sich ja nicht. Ergo sollte der Mensch also Perfekt sein.
Wieso muss ich ihn dann beschneiden?
Das würde im Umkehrschluss bedeutet, dass der Mensch doch nicht perfekt wäre. Ergo irrt sich Gott.
Und wenn sich ein Gott irrt, ist er fehlbar und somit kein Gott mehr.

Tja. Religion eben -- man muss sie nicht verstehen, man muss nur daran glauben. :rollen:

Da lob ich mir die alten antiken Götter, die konnten sich genau wie Menschen auch mal irren und waren trotzdem Götter.
Vermutlich hat sich auch deshalb niemand in der Antike für die Legitimierung seiner Kriege auf die Religion berufen.

Aber so ist das halt, sich irrende Gottheiten passen einfach nicht zu absolutistischen Herrschaftsformen die sich immer auf Monoteistische Religionen stützen, denn da passt es einfach nicht wen Gott sich irren könnte und ein Krieg doch nicht richtig war. :ugly:
 
Die Beschneidung weiblicher Genitalien machen die Mütter mit ihren Töchtern lange vor deren 18. Geburtstag,

Ja, zähle ich dazu. Nein ist nicht positiv, ganz und gar im Gegenteil.

Wie kommst Du darauf, dass ausgerechnet ich das Schamgefühl als etwas positives sehen würde?! :)

Du sagtest für sich selbst, oder ihre Kinder. Nun, wenn die Mutter 18 ist, dann darf man sie nicht mal hindern. Und die meisten Menschen sehen im Schamgefühl was positives.



Lustig, wovon du immer ausgehst, was ich weiß und nicht. Mir ist das durchaus bewusst.

Und gerade dieses Beispiel zeigt doch sehr deutlich, dass wir eben nicht alles hinnehmen sollten, nur weil irgendwer dann immer ruft „Religion, Religion“.

Warum sollten wir eine Tradition hinnehmen, die im Endeffekt nichts anders ist als Verstümmelung? Bei weiblicher Genitalverstümmlung sind wie ja auch (völlig zu Recht) dagegen. Aber bei männlicher Genitalverstümmlung ist es ok?


Weil mehrere deiner Post genau diesen Schluss zulassen. Und deine Antwort an mich in der Formulierung keinen Sinn ergibt. Und nein, ich halte die Verstümmelung für nicht gut. Ist aber eine ganz andere Hausnummer, als die Erziehung. Die gibt Eltern in vielen Bereichen Rechte.
 
Oh da ist jemand nicht ganz bibelfest. (ich übrigens auch nicht!);)
Natürlich ist der Mensch an sich perfekt, also körperlich, doch Gott verlangt vom Menschen ein Opfer der Verbundenheit, in dem Fall --> Vorhäute.:D Das macht es aber nicht weniger strange.:lol::ugly:
Nachzulesen im 1. Buch Mose. --> kein Witz.

Da steht aber wieder drin, dass der Gott den Menschen als sein Abbild erschaffen hat.
Ergo müsste Gott demnach eine Verdauung besitzen. :ugly:
 
Und nein, ich halte die Verstümmelung für nicht gut. Ist aber eine ganz andere Hausnummer, als die Erziehung. Die gibt Eltern in vielen Bereichen Rechte.

Aber genau diese Verstümmelung ist in Deutschland erlaubt. Und da sie unter "Religionsfreiheit" fällt, zählt sie als "Erziehung".

Schon makaber. Kinder zu schlagen ist (völlig zu Recht) verboten, sie zu verstümmeln jedoch nicht.

Da steht aber wieder drin, dass der Gott den Menschen als sein Abbild erschaffen hat.
Ergo müsste Gott demnach eine Verdauung besitzen. :ugly:

Was meinst du, warum es regnet? :D :D :D
 
Du sagtest für sich selbst, oder ihre Kinder. Nun, wenn die Mutter 18 ist, dann darf man sie nicht mal hindern.
Gemeint war, dass die meisten Mädchen (unter 18) so indoktriniert sind, dass sie das für selbstverständlich halten und sich nicht als vollwertige Frau fühlen, wenn sie nicht beschnitten sind. Und das ist einfach nur krank.

Für Männer gilt prinzipiell das gleiche, nur ist der Schaden für Männer nicht auch nur im Ansatz so schwerwiegend.

Und die meisten Menschen sehen im Schamgefühl was positives.
Die meisten Menschen sind auch entsprechend indoktriniert :)

Was soll an der Scham bitte positiv sein? Sag mir dafür einen Grund (der nicht aus Deine Indoktrinierung heraus ensteht). Natürlich ist das Schamgefühl jedenfalls nicht. Und Naturvölker haben das auch nicht.

Das bedeutet nicht, dass ich will, dass jeder nackig rumläuft oder seine Teile in die Luft hält. Aber der anerzogene Scham vor der eigenen Sexualität und allem, was damit zusammenhängt, ist einfach nur krank. Generell der immer noch sehr verspannte Umgang großer Teile der Bevölkerung mit dieser höchst natürlichen und menschlichen Sache.
 
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Gemeint war, dass die meisten Mädchen (unter 18) so indoktriniert sind, dass sie das für selbstverständlich halten und sich nicht als vollwertige Frau fühlen, wenn sie nicht beschnitten sind. Und das ist einfach nur krank.

Für Männer gilt prinzipiell das gleiche, nur ist der Schaden für Männer nicht auch nur im Ansatz so schwerwiegend.

Die meisten Menschen sind auch entsprechend indoktriniert :)

Was soll an der Scham bitte positiv sein? Sag mir dafür einen Grund (der nicht aus Deine Indoktrinierung heraus ensteht). Natürlich ist das Schamgefühl jedenfalls nicht. Und Naturvölker haben das auch nicht.

Das bedeutet nicht, dass ich will, dass jeder nackig rumläuft oder seine Teile in die Luft hält. Aber der anerzogene Scham vor der eigenen Sexualität und allem, was damit zusammenhängt, ist einfach nur krank. Generell der immer noch sehr verspannte Umgang großer Teile der Bevölkerung mit dieser höchst natürlichen und menschlichen Sache.


Dann habe ich dich falsch verstanden.

Du hast übrigens unrecht. Auch die meisten Naturvölker haben ein rudimentäres Schamgefühl. Es wird nur bei anderen Gelegenheiten getriggert.
 
Und was soll die Konsequenz sein? Nichts tun, weil manche Leute uneinsichtig sind?

Ne, aber bitte was sinnvolles tun. Damit zeigt man weder Stärke, noch hat man wirklich was erreicht. Man kann aber so tun, als ob man was erreicht hätte.

Das Ziel ist doch erfüllt. Keine Burka mehr im öffentlichen Raum. So wie es die Mehrheit ja auch will.

Wenn dann aber viel weniger Frauen auf der Straße sind, dann ist dieses Verbot irgendwie sinnlos. Denn will es die Mehrheit wirklich? Mit der Studie scheinst du dich nicht groß beschäftigt zu haben, denn selbst wenn man nur den Spiegelartikel liest, wird einem schnell klar, wie man auf das Ergebnis kommt: Das Ding ist nicht mehr als eine Fernsehumfrage im Frühstücks-TV eines von mehrheitlich sehr alten Menschen geschauten Senders. Da könnte man auch in der Entzugsklinik fragen, ob man Drogen legalisieren sollte. Und damit möchtest du jetzt gegen richtige Integrationsmaßnahmen argumentieren?

Du musst mir auch nicht meine Beiträge erklären, die habe ich selbst geschrieben. Nur wenn du eine Behauptung aufstellst über meine Beiträge solltest du diese Behauptung auf Nachfrage auch Beweisen können.

Darüber hinaus wollte ich auch nicht, dass du mir meinen Beitrag erklärst, sondern den Beitrag, indem du meinen Namen erwähnt hast. Und die Aussage über die Wahrheit, vor der Herr Kurz die Augen verschließt, hast du bisher auch noch nicht erklärt. Warum erklärst du das alles nicht auf Nachfrage?

Dann sei doch wenigstens so ehrlich und sage einfach, dass du das nicht willst, das wäre zumindest eine Ansage.

Der Beitrag ging gar nicht an dich, was soll ich dir da erklären? Und jeder, der ihn liest, weiß, was gemeint ist, es geht nämlich um deinen Standpunkt. Den brauche ich dir bestimmt nicht zu erläutern.

So konkrete Nachfrage. Wo drücke ich mich vor was?

#2985 z.B. oder auch die Rückfragen, was das posten von diesen ganzen Einzelfällen zeigen soll, Tatverdächtiger vs. Täter....die Liste ist lang und das weißt du.

Soviel dazu, wer hier kein Leseverständnis hat. Ich habe nie behauptet und auch nie so argumentiert, als wäre der Mann der Täter. Ich sagte nur (was man auch nachlesen kann), das man ihn überhaupt erst festnehmen konnte, weil man Grenzkontrollen durchgeführt hat.

Also was ist daran jetzt so verwerflich?

Dass deine Lösung aus "Mauer rum" besteht. Was anderes hast du hier nämlich noch nicht verlauten lassen.

Eigentlich nicht. Wenn sich jetzt während den Ermittlungen herausstellt, dass er besagtes Tötungsdelikt nicht begangen hat, dann lässt man ihn halt gehen. So kann man dann eine Person, die man bisher verdächtigt hat, ausschließen. Also ganz normale Ermittlungsarbeit. Das man besagte Person aber erstmal überprüften konnte, das lag an den Grenzkontrollen.

Wo bleibt die Antwort zu der schlampigen Arbeit direkt nach der Tat? Hast du sicher nur vergessen, anstatt dich davor zu drücken.

Die Sicherheit des Landes und des Volkes zu gewährleisten ist also „unnötig viel Aufwand“?

Mit der Logik („es eben mehr oder weniger Lotto ist, ob man jemanden trifft“) könnte man auch gleich den Zoll abschaffen.

Ist für dich eine Maßnahme nur dann sinnvoll, wenn sie kurz vor 100% Wirksamkeit hat?

Ne, aber wenn dann eben sinnvoll. Und eben in einem sinnvollen Aufwand/Ergebnis-Verhältnis. Wenn ich jetzt jeden, der rein- oder rauswill erst mal gründlich filze, dann ist der Aufwand dafür zu hoch. Außerdem passt das nicht zu einem modernen, freien, demokratischen Staat, was du hier teilweise vorschlägst.
 
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Was soll an der Scham bitte positiv sein? Sag mir dafür einen Grund (der nicht aus Deine Indoktrinierung heraus ensteht). Natürlich ist das Schamgefühl jedenfalls nicht. Und Naturvölker haben das auch nicht.

Das bedeutet nicht, dass ich will, dass jeder nackig rumläuft oder seine Teile in die Luft hält. Aber der anerzogene Scham vor der eigenen Sexualität und allem, was damit zusammenhängt, ist einfach nur krank. Generell der immer noch sehr verspannte Umgang großer Teile der Bevölkerung mit dieser höchst natürlichen und menschlichen Sache.

Schamgefühl ist nicht nur eine soziologisch wichtige Eigenart, sondern nebenbei auch ein Schutzmechanismus. Man entblößt sein innerstes selbst nicht vor Fremden, weil dies auch immer ein Angriffspunkt darstellen kann...und "Angriffspunkte bieten" ist etwas das die Natur idR seit jeher verhindern will. Zudem verhindert Schamgefühl das man sich selber demütigt und so auch vor anderen herabsetzt...Jeder kennt das doch, mit voller Birne mal wieder auf der Weihnachtsfeier blamiert weil einem zu dem Zeitpunkt alles egal ist und man kein gut und böse kennt. Das ist jetzt natürlich kein perfektes 1:1 Beispiel, aber ich denke es ist klar was gemeint ist.

Wie gesagt, "Scham" hat durchaus positive Eigenschaften, was du hingegen zurecht anprangerst ist vielmehr "Verklemmtheit", die ist in der Tat eine eher negative Eigenschaft. Übrigens sind die wenigsten Verhaltensmuster beim Menschen angeboren und müssen erlernt werden, daran ist per se nichts schlechtes, sondern stellt eine reine Notwendigkeit um sich in eine Gesellschaft überhaupt erst sozial einfügen zu können.

Natürlich kann man diese menschliche Eigenart leider auch missbrauchen, idem man seinen Kindern bspw. Rassismus, Arroganz, oder halt auch Verklemmtheit vermittelt.
 
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Ok, vielleicht sollte man differenzieren. Schamgefühl generell, sich also davor zu schämen einen schlechten Eindruck zu hinterlassen, ist sicher nicht verkehrt.

Sich seiner Sexualität (oder der dazugehörigen Körperteile) zu schämen, weil das ja bähbäh ist, das ist krank.
 
Ok, vielleicht sollte man differenzieren. Schamgefühl generell, sich also davor zu schämen einen schlechten Eindruck zu hinterlassen, ist sicher nicht verkehrt.
Sich seiner Sexualität (oder der dazugehörigen Körperteile) zu schämen, weil das ja bähbäh ist, das ist krank.
Ja, dass kann man allgemein wohl so sagen. An dieser negativen und früher weit verbreiteten Ansicht hatte btw. (-mal wieder) vor allem die Kirche großen Anteil.

Wobei diese Art Verhalten im Hinblick auf die eigene Sexualität zumindest in westlichen Ländern heutzutage eher eine Seltenheit ist und im Grunde nur noch in Einzelfällen vorkommt. WAS aber stattdessen nach wie vor hier vorkommt und ein nicht weniger krankes Verhalten darstellt, ist wenn man sich zwar selber akzeptiert....NICHT aber andere. Ein gutes Beispiel ist in dem Bezug Homosexualität. In den Medien und gesellschaftlich rein oberflächlich betrachtet augenscheinlich akzeptiert, verhält sich ein großer Teil der Bevölkerung im praktischen Leben dem aber komplett entgegen gesetzt, lehnt sie ab und stigmatisiert sie nach wie vor als "unnatürlich". Vor allem Jugendliche fallen da oft in die Steinzeit zurück und vertreten Ansichten wie im dunkelsten Mittelalter. Was besonders erstaunlich ist, denn gerade von jüngeren würde man ja ein offenes und modernes Verhalten erwarten.

Allgemein werden dann z. B. bei Umfragen in der Bevölkerung als Rechtfertigung für die Ablehnung die abenteuerlichsten Gründe hervor gekramt, warum man dies negativ sieht und oft wird sogar von Leuten die sonst mit Kirche und Co. nichts am Hut haben der arme Jesus aus dem Himmel gezerrt...und dabei liegt auch in dem Fall einfach nur eine Form der indoktrinierten "Verklemmtheit" vor, die zudem noch zusätzlich dafür sorgt das man schlicht nicht akzeptieren kann wenn sich jemand anders verhält als man selber.

Auch dieses Verhalten ist etwas das letztlich unbedingt überwunden werden muss, genauso wie früher in den 50er-70er Jahren die Stigmatisierung der Sexualität im gesamten. Wo Sex etwas schmutziges war das man verstecken musste und wo jeder der nicht verheiratet war und Sex hatte schon fast als eine Art "Verbrecher" angesehen wurde.
 
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