Die Bundestagswahl 2017

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Aber da fängt es schon an. Wenn ich per se nicht an Alleinerziehende vermiete, kann es passieren, dass ich Probleme bekommen, wegen des AGG.

Du lehnst doch keine Allein erziehenden ab.
Wenn deine Wohnung, die du vermietest, aber nur 2 Zimmer hat, wäre es nicht sinnvoll, sie an eine Mutter mit 3 Kindern zu vermieten. sie wäre schlicht zu klein.
Ebenso sollte die Wohnung ja nahe an einer Schule sein oder Kindergarten. Ist sie es nicht, wäre es ebenfalls nicht klug, sie an eine Mutter mit 3 Kinder zu geben.
Sowas kann man immer abwiegen und erklären.

Es soll ja (was man so in Vermieterforen so liest) auch nicht wenige Vermieter geben, die z.B. nicht an Rechtsanwälte vermieten. Da kannst du dich schnell in Teufels Küche begeben.

Sind Rechtsanwälte überhaupt Menschen? Bin mir da nicht sicher. :ka: :D

Kommt auch auf den Ort an. Ich wohne auch nicht in Blankenese oder der Hafencity in Hamburg. Es gibt halt keinen Anspruch darauf, in jedem Stadtteil zu wohnen. Dann muss man halt in die günstigeren Stadtteile ziehen.

Seit wann gibt es Sozialwohnungen in Blankenese? ;)
Bei uns im Dorf gab es mal ein paar Wohnblocks, die als Sozialwohnungen durchgingen.
Die wurden vor einigen Jahren von einer Gesellschaft übernommen, die sich praktisch nicht mehr darum gekümmert hat.
Da wurden Reparaturen nicht mehr durchgeführt.
Letztes Jahr wurde der letzte Block abgerissen und jetzt kommen da ganz neue Blocks hin. Mit riesiger Fensterfront, tollem Garten, Aufzüge. Alles vom Feinsten.
Aber ich bezweifel, dass die Klientel von damals sich die neuen Wohnungen leisten kann.

Naja Rassismus geht ja auch in die andere Richtung, ich hätte z.B. ehrlich gesagt echt Probleme damit an Menschen vom rechten Rand zu vermieten...

Das ist aber kein Rassismus.
Du lehnst eine Ideologie ab.
 
So schauts aus. Und wenn man dem Vermieter dann auch noch mit einer Maßnahme wie der Mietrpreisbremse jede Chance auf vernünftigen Profit nimmt, ist es klar, dass der Wohnraum knapper wird.

Das ist schon wieder völliger Blödsinn was du da von dir gibst. Der Wohnraum wurde auch knapper als es keine Mietpreisbremse gab, weil man im großen Stil abgerissen hat, und die Mietpreise stiegen immer höher.

Ich bin sicher auch kein Freund der Mietpreisbremse gewesen, weil das Konzept einfach völliger Mist war, aber Schuld an fehlenden Wohnungen und mangelnden Investitionswillen war sie garantiert nicht.

Was denkst du warum man mal vor Jahrzehnten irgendwann dazu über ging von staatlicher Seite sozialen Wohnungsbau zu betreiben?
Weil der Markt so investitionswillig war von sich aus genügend bezahlbaren Wohnraum zu schaffen?
Wohl kaum. Gerade der freie Wohnungsmarkt ist das Paradebeispiel dafür das der Markt eben nicht alles selbst regelt, wen der Staat da nicht nachhilft, wie mit sozialen Wohnungsbau.

Die Mietpreisbremse war da der absolut falsche Weg das anzugehen, aber warum hat man es gemacht? Weil es erstmal wesentlich billiger ist als Geld in die Hand zu nehmen und sozialen Wohnungsbau zu betreiben.
Letztlich kann es aber nur über sozialen Wohnungsbau funktionieren.
Man muss dem freien Markt mit sozialen Wohnungsbau Konkurenz machen, damit der freie Markt gezwungen wird seine Preise entsprechend des steigenden Angebots nach unten zu korrigieren.
So wie es eben im idealfall in einer Marktwirtschaft funktioniern sollte, steigendes Angebot, sinkende Preise.
Nur ohne sozialen Wohnungsbau von Seiten des Staats wird das wie gesagt nicht funktionieren.

Von sich aus wird der freie Markt das nicht lösen, weil für den freien Markt ein knappes Wohnungsangebot und das abreißen von Wohnraum um das zu erreichen wesentlich vorteilhafter ist als genügend Wohnraum zu schaffen und zu vermieten.
 
Du lehnst doch keine Allein erziehenden ab.
Wenn deine Wohnung, die du vermietest, aber nur 2 Zimmer hat, wäre es nicht sinnvoll, sie an eine Mutter mit 3 Kindern zu vermieten. sie wäre schlicht zu klein.
Ebenso sollte die Wohnung ja nahe an einer Schule sein oder Kindergarten. Ist sie es nicht, wäre es ebenfalls nicht klug, sie an eine Mutter mit 3 Kinder zu geben.
Sowas kann man immer abwiegen und erklären.

Oder man lädt mehre Mieter ein und sucht sich dann einen aus und erklärt gar nichts. Dann kommt man im Zweifel auch nicht in Erklärungsnot.

Sind Rechtsanwälte überhaupt Menschen? Bin mir da nicht sicher. :ka: :D

Warum sollten sie es nicht sein?

Seit wann gibt es Sozialwohnungen in Blankenese? ;)
Bei uns im Dorf gab es mal ein paar Wohnblocks, die als Sozialwohnungen durchgingen.
Die wurden vor einigen Jahren von einer Gesellschaft übernommen, die sich praktisch nicht mehr darum gekümmert hat.
Da wurden Reparaturen nicht mehr durchgeführt.
Letztes Jahr wurde der letzte Block abgerissen und jetzt kommen da ganz neue Blocks hin. Mit riesiger Fensterfront, tollem Garten, Aufzüge. Alles vom Feinsten.
Aber ich bezweifel, dass die Klientel von damals sich die neuen Wohnungen leisten kann.

Dann ist Flexibilität verlangt. Dann muss man umziehen.

Das ist aber kein Rassismus.
Du lehnst eine Ideologie ab.

Auch wegen seiner Weltanschauung darfst du niemanden ablehnen.

Das ist schon wieder völliger Blödsinn was du da von dir gibst. Der Wohnraum wurde auch knapper als es keine Mietpreisbremse gab, weil man im großen Stil abgerissen hat, und die Mietpreise stiegen immer höher.

Habe ich ja auch nie in Abrede gestellt. Nur verstärkt man diesen Effekt mit der Mietpreisbremse noch.

Ich bin sicher auch kein Freund der Mietpreisbremse gewesen, weil das Konzept einfach völliger Mist war, aber Schuld an fehlenden Wohnungen und mangelnden Investitionswillen war sie garantiert nicht.

Schuld war sie definitiv nicht. Aber sie hat die Situation nicht verbessert, sondern verschärft.

Was denkst du warum man mal vor Jahrzehnten irgendwann dazu über ging von staatlicher Seite sozialen Wohnungsbau zu betreiben?
Weil der Markt so investitionswillig war von sich aus genügend bezahlbaren Wohnraum zu schaffen?
Wohl kaum. Gerade der freie Wohnungsmarkt ist das Paradebeispiel dafür das der Markt eben nicht alles selbst regelt, wen der Staat da nicht nachhilft, wie mit sozialen Wohnungsbau.

Da sind wir wieder bei Leuten, die nicht genug Eigeninitiative zeigen, selbst was zu machen. Es sind Flexibilität und Mobilität gefragt. Wenn du dir eine Stadt X nicht leisten kannst, musst du umziehen.

Die Mietpreisbremse war da der absolut falsche Weg das anzugehen, aber warum hat man es gemacht? Weil es erstmal wesentlich billiger ist als Geld in die Hand zu nehmen und sozialen Wohnungsbau zu betreiben.
Letztlich kann es aber nur über sozialen Wohnungsbau funktionieren.
Man muss dem freien Markt mit sozialen Wohnungsbau Konkurenz machen, damit der freie Markt gezwungen wird seine Preise entsprechend des steigenden Angebots nach unten zu korrigieren.
So wie es eben im idealfall in einer Marktwirtschaft funktioniern sollte, steigendes Angebot, sinkende Preise.

Nur ohne sozialen Wohnungsbau von Seiten des Staats wird das wie gesagt nicht funktionieren.

Von sich aus wird der freie Markt das nicht lösen, weil für den freien Markt ein knappes Wohnungsangebot und das abreißen von Wohnraum um das zu erreichen wesentlich vorteilhafter ist als genügend Wohnraum zu schaffen und zu vermieten.

Angebot und Nachfrage. Wenn sich mit sozialen Wohnungsbau nichts verdienen lässt, warum sollte man es auch machen?

Deregulierung und Privatisierung geht langfristig immer nach hinten los.

Überregulierung und Verstaatlichung auch.
 
Da sind wir wieder bei Leuten, die nicht genug Eigeninitiative zeigen, selbst was zu machen. Es sind Flexibilität und Mobilität gefragt. Wenn du dir eine Stadt X nicht leisten kannst, musst du umziehen.
Und damit verbunden den Job kündigen? Viel Spaß mit der Sperre vom Amt. :schief: (Wobei es dem ja auch egal ist, ob man sich die Stadt leisten kann oder nicht, wenn sie einen auffordern sich irgendwo zu bewerben. Und macht man es nicht: Sanktionierung, sprich Leistungskürzung.)
 
@Threshold, nochmal die Frage: Ausgrenzen anderer Menschen (egal aus welchem Grund) verurteilst Du, richtig? Aber jemanden auf Grund seiner Herkunft, seines Einkommens, seines sozialen Status oder seiner privaten Situation Deine Wohnung NICHT zu vermieten, das ist in Ordnung?

Ich will betonen: Ich sage gar nicht, dass ich anders agieren würde. Es ist Menschlich und zu behaupten, man würde seine Mieter nicht auf Grund solcher Kriterien aussortieren, wäre eher unglaubwürdig.

Aber man sollte doch mal kurz innehalten, speziell als eher linker Mensch (zu denen ich mich zähle, und Du wohl noch viel mehr), ob man nicht manchmal sein eigenes Tun öfter gegen die eigenen Moralvorstellungen abchecken sollte... Das könnte ab und zu ein Augenöffner sein!
 
Als ob Jobs vom Himmel fallen würden. Vorallem solche, die nicht atypisch oder prekär sind und man deswegen wieder zum Amt zum aufstocken gehen muss.

Also da wohnt jemand jahrelang in einer Stadt, dann kommt die Mietpreiserhöhung und am nächsten Tag kann er sich das nicht mehr leisten, ja?

Wie soll den ein pflegehelfer ,Putzfrau die Wohnungen bezahlen, wen die Miete immer steigen ohne Sozialwohnungenbau

Umziehen oder besseren Job nehmen. Bis dahin Amt.
 
Wie soll den ein pflegehelfer ,Putzfrau die Wohnungen bezahlen, wen die Miete immer steigen ohne Sozialwohnungenbau

Gute Frage.

Dass bestimmte Berufsgruppen absolut unterbezahlt sind, steht außer Frage. Da kann ich auch Kaaruzos Argumentation nicht folgen. Pfleger und Friseur sind Ausbildungsberufe, aber beides ist für die Arbeit, die man leistet, massiv unterbezahlt. Wobei man bei letzterem auch sagen muss: Wir Kunden sind selbst schuld, wenn wir immer zur billigsten Friseurkette rennen! Und das gilt für viele andere Beispiele auch.

Dass jemand, der nie etwas gelernt hat und sich so durchwurschtelt, kein großes Einkommen hat, ist in meinen Augen logisch. Aber gerade die wurschteln sich mit Stütze, schwarzen Gelegenheitsjobs usw. oft besser durch als die gelernte Friseuse oder gar der Pfleger, der auf eine 70 Stundenwoche kommt.

Irgendwas läuft da schief.

Umziehen oder besseren Job nehmen. Bis dahin Amt.
Auch in München werden Pfleger benötigt. Sollen sie alle 4 Stunden am Tag im Auto sitzen?
 
Gute Frage.

Dass bestimmte Berufsgruppen absolut unterbezahlt sind, steht außer Frage. Da kann ich auch Kaaruzos Argumentation nicht folgen. Pfleger und Friseur sind Ausbildungsberufe, aber beides ist für die Arbeit, die man leistet, massiv unterbezahlt. Wobei man bei letzterem auch sagen muss: Wir Kunden sind selbst schuld, wenn wir immer zur billigsten Friseurkette rennen! Und das gilt für viele andere Beispiele auch.

Dass jemand, der nie etwas gelernt hat und sich so durchwurschtelt, kein großes Einkommen hat, ist in meinen Augen logisch. Aber gerade die wurschteln sich mit Stütze, schwarzen Gelegenheitsjobs usw. oft besser durch als die gelernte Friseuse oder gar der Pfleger, der auf eine 70 Stundenwoche kommt.

Irgendwas läuft da schief.

Auch in München werden Pfleger benötigt. Sollen sie alle 4 Stunden am Tag im Auto sitzen?

Sollst mal die Beiträge lesen was kaaruzo über Leute sagt die in diesen Bereich(Altenpflege) arbeiten

Den wäre es egal
Wen der mensch 4 Stunden fahren muss für so miesen Lohn
 
Zugegeben, ich kenne die ÖPNV Situation in München nicht, aber in Hamburg brauchste aus den Vororten bis in die Innenstadt so 1 1/2 bis 1 3/4h.

Ist es bei euch wirklich so schlecht mit dem ÖPNV?

Nein, der ÖPNV ist recht gut, aber der gesamte, per ÖPNV erreichbare Bereich (also in alle Richtungen um München etwa 50-70km Radius) ist vom Wohnraum extrem teuer. Selbst außerhalb ist der Preis noch heftig.
 
Und wollen selbst möglich alles billig haben

Und da beisst sich die Katze in den eigenen Schwanz.
Wenn ich selbst kaum meinen Lebensunterhalt von meinem Einkommen bestreiten kann, weil das Lohnniveau niedrig ist, wie soll ich dann viel Geld fuer irgendwas ausgeben?
Kein Wunder das man da sehr aufs Geld schaut.

Zugegeben, ich kenne die ÖPNV Situation in München nicht, aber in Hamburg brauchste aus den Vororten bis in die Innenstadt so 1 1/2 bis 1 3/4h.

Ist es bei euch wirklich so schlecht mit dem ÖPNV?

Ist es fuer dich ok wenn Menschen, die wahrscheinlich eh nicht viel verdienen, on Top noch 3-4h taeglich unbezahlt damit verbringen ueberhaupt zur Arbeit zu kommen?
Wenns komplett unrentabel fuer Menschen ist, dann darf man sich nicht wundern, wenn diese dann solche schlecht bezahlten Jobs nicht machen wollen und lieber von der Stuetze leben, weils Netto aufs Gleiche hinauslaeuft.
 
Nein, der ÖPNV ist recht gut, aber der gesamte, per ÖPNV erreichbare Bereich (also in alle Richtungen um München etwa 50-70km Radius) ist vom Wohnraum extrem teuer. Selbst außerhalb ist der Preis noch heftig.

Dann muss man wohl weiter rausziehen und die Bahn nehmen. Ich kenne Leute die aus Schwerin oder Lübeck nach Hamburg pendeln.

Ist es fuer dich ok wenn Menschen, die wahrscheinlich eh nicht viel verdienen, on Top noch 3-4h taeglich unbezahlt damit verbringen ueberhaupt zur Arbeit zu kommen?

Für mich schon. Letztendlich (und das ist das Entscheidende) muss das aber der Betroffenen für sich selbst festlegen, was für ihn zumutbar ist und was nicht.

Wenns komplett unrentabel fuer Menschen ist, dann darf man sich nicht wundern, wenn diese dann solche schlecht bezahlten Jobs nicht machen wollen und lieber von der Stuetze leben, weils Netto aufs Gleiche hinauslaeuft.

Womit wir wieder dabei sind, dass die Leute solchen Jobs konsequent meiden müssen, bis die Bezahlung stimmt.

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Mal ein anderes Thema:

Taxi nicht bezahlt, Fahrer bedroht: Fahndung erfolgreich

Hier hat sich mal wieder gezeigt, dass die Überwachung (wenn man die Bilder dann auch freigibt) der Städte sinnvoll ist.

Was an diesem Fall nur wieder irritiert, dass die Tat im April stattfand und erst jetzt die Bilder rausgegeben wurde. Da muss noch dringend nachgebessert werden.
 
Ist normal.
Wenn keine unmittelbare Gefahr für die Bevölkerung besteht, wird erstmal intern ermittelt.
Fotos werden bei solchen Taten immer erst bei Misserfolg veröffentlich, der letzte Strohhalm so zu sagen.

Zur Wohnungssituation:

Zwischen schwarz und weiß gibt es viele Graustufen.
Sozialer Wohnungsbau sollte wieder mehr gefördert werden, denn es gibt Jobs die benötigt werden, die aber auch in Zukunft niemals besser bezahlt werden.
Und alle "Niedriglöhner" raus aus der Stadt bzw. in einen Stadtteil --> fördert nur Ghettoisierung, es ist wichtig für eine Gesellschaft das alle "Klassen" und Gruppen aufeinander treffen und miteinander leben.

Wobei ich übrigens denke, dass die Städte in ca. 20 Jahren wieder Einwohner verlieren werden, weil auf einmal "das Land" wieder "in" ist...und sei es nur durch günstige Immobilienpreise.
 
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