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Ne, Sorry. Zwei Stunden der "Friedenskoordination Cottbus" zu lauschen, habe ich dann doch nicht hinbekommen. Der Kegelclub Wanne-Eickel hatte ein "Rettet den Laubfrosch"-Video in ähnlicher Länge, da musste ich eine Entscheidung treffen.Allerdings hast du ja im Video gesehen, dass der Ölsand nur 2 Millionen Fass Öl pro Tag schafft, weil er eben nicht flüssig ist. Benötigt werden heute aber knapp 100 Millionen Fass Öl. Pro Tag!
Der Bedarf wird sicher noch steigen.
Aber ernsthaft: Man schafft so viel, wie man möchte, wenn die Investitionen durch den Gewinn weit übertroffen werden. Man arbeitet beim Ölsand eben noch lange nicht am Fördermaximum, eben weil dessen Bearbeitung sauteuer ist und sich auch nur bei relativ hohem Ölpreis rentiert. Sollte der Tag tatsächlich mal kommen, an dem Ölsand aus Kanada die alleinige Quelle für Erdöl darstellt, kannst Du Dir gewiss sein, dass die Bearbeitung und Produktion dementsprechend hochgefahren wird.
Aber das nur am Rand. Wichtiger sind mir Deine restlichen Statements (und die haben es in sich):
Ich war vor 2 Jahren auf der Gamescom in Köln und auch im Dom und am Hauptbahnhof und hatte dort keine Probleme. In Bonn war ich vor 10 Jahren auch mal und kann nicht nicht an was schlimmeres erinnern.
Du warst also schon ganze 2mal in 10 Jahren an genannten Bahnhöfen. Das ist ja phantastisch.Na dann hat sich die Polizei ja geirrt:
Videouberwachung: Hohe Kriminalitat am Hauptbahnhof | Kolnische Rundschau
Polizei verliert Kontrolle uber Frankfurter Hauptbahnhof
Ist klar. Diese Logik ist das (mit Abstand) Asozialste, was ein Mensch in seinen Gehirnwindungen fabrizieren kann. Sie ist die Grundlage für den Klassiker schlechthin: "Wenn Frauen sich aufreizend kleiden, müssen sie sich nicht wundern, wenn sie vergewaltigt werden."Ist immer auch eine Frage, wie man sich selbst gegenüber seinen Mitmenschen verhält.
Wo lebst Du eigentlich? Das sollen die vielen Gewaltopfer Deiner Meinung nach tatsächlich getan haben? Da bekomme ich echt einen dicken Hals. Den Opfern noch die Schuld in die Schuhe schieben, ist einfach das Letzte. Und selbst wenn jemand tatsächlich mal "haut ab" gebrüllt haben sollte, weil er/sie sich bedroht gefühlt hat, dann soll er/sie sich über "eins auf die Fresse" bekommen nicht wundern? Mir fehlen echt die Worte.Wenn man den Leuten natürlich "haut ab" o.ä. entgegen brüllt, muss man sich nicht wundern, wenn man eins auf die Fresse bekommt.
Nein, das ist nicht völlig normal und 10 Einbrüche landen auch (je nach organisatorischen Bedingungen) bei 10 Ermittlern.
Denn dass diese 10 Einbrüche vom selben Täter begangen wurden, muss ja erst ermittelt werden. Du verwechselst da (mal wieder) ganz gehörig so einiges. Erst nach der Auswertung von Spuren kann überhaupt erst ein Zusammenhang von Delikten erkannt werden. Ob ein Täter oder 10 diese von Dir beispielhaft erwähnten 10 Einbrüche begangen haben, ist völlig egal, denn die Ermittlungsarbeit ist identisch.
Es geht hier um die statistische Aufbereitung der Fallzahlen. Dass Verfahren zusammengelegt werden, wenn die Ermittlungen einen Täter ergeben haben, ist selbstredend.
"Ein Täter, ein Fall" dient einzig und allein dazu, die Fallzahlen reduziert darzustellen und ein falsches Gefühl von Sicherheit zu vermitteln. Die Wahrscheinlichkeit, dass Du vergewaltigt wirst, wird nicht dadurch reduziert, dass es Peiniger gibt, die wiederholt zuschlagen. Ob die Tat jemand ausführt, der in den Wochen zuvor schon zweimal vergewaltigt hat oder jemand, der es noch nie getan hat, ist für die Sicherheit völlig irrelevant. Wenn 100 Täter 1000 Straftaten begangen haben, wird in der Statistik durch "Ein Täter, ein Fall" nur noch von 100 Fällen gesprochen. Das ist die ganze Magie dahinter. Das macht sich gut, der Bürger denkt, er wäre sicher, obwohl das gar nicht der Fall ist, in seiner Umgebung 10mal mehr Verbrechen begangen wurden, als er aus der Statistik herauslesen kann.
Und um statistische Methodik zu erklären, ziehst Du das StGB heran. Das ist einfach auf so vielen Ebenen falsch, dass ich gerade echt völlig sprachlos bin. Das StGB gibt die juristischen Rahmenbedingungen für die Verurteilung von Verbrechern vor. Die statistische Methodik hat damit rein gar nichts zu tun.
Noch hanebüchener ist dann diese Opferverachtung von wegen "wenn es nicht angezeigt wurde, kann es nicht so wichtig gewesen sein". Gerade bei Vergewaltigungen, häuslicher Gewalt und Körperverletzungen ist das Anzeigeverhalten extrem schlecht. Das hat viele Gründe. Einer ist pure Angst, ein weiterer Scham. Nicht zu vergessen ist auch, dass Opfer immer wieder miterleben müssen, dass die Täter eh mit Bewährung oder ähnlich davonkommen, während sie die Tat im Gericht ein zweites Mal durchleben müssen und dort dann noch mit hoher Wahrscheinlichkeit verhöhnt werden, ohne dass jemand einschreitet.
Unsere Justiz denkt an den Tater, nicht ans Opfer: Gewalttaten - WELT
Hamburg: 14-Jahrige vergewaltigt - Angeklagte lassen sich vor Gericht feiern - FOCUS Online
Ich bitte Dich in vollem Ernst: hör auf, Stuss zu erzählen, wenn Du keine Ahnung von der Materie hast. Bitte gehe in Dich, beschäftige Dich mit den Themen, reflektiere Deine Einstellung zu Gewalt, den Tätern und ganz besonders den Opfern.
Menschen wie Du machen letztere nämlich gleich noch mal zu Opfern und es sollte niemanden wundern, wenn diese lieber innerlich verzweifeln, anstatt die Öffentlichkeit zu suchen.
) anordnet, weil sie eine Party schmeißt. Und man staune, was das für ein Fest war:
