Coronavirus: Behandlungsmethoden und Maßnahmen

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Bei den Fluggesellschaften wird man abwickeln müssen, weil das Geschäftsmodell einfach nicht ökologisch nachhaltig ist. Bei den anderen müsste das Geld nur für ökologische Produkte oder die Umstellung auf eine klimaneutrale Produktion verwendet werden dürfen. Kein Cent sollte für den Erhalt der Produktion von Verbrennungsmotorenluftverpestern ausgegeben werden.

Man kann ja die Förderung an Elektroautos koppeln. Allerdings gibt es ja heute schon eine gute Förderung für Elektroautos.
Ich hab mir ja auch ein Elektroauto gekauft -- mit Förderung -- und irgendwann ist es auch lieferbar. :D
Ich soll mein Auto im August bekommen. Mal abwarten.
Allerdings -- VW hat im vergangenen Jahr 13 Milliarden Euro Gewinn gemacht. Wo ist die Knete hin? Haben die keine Rücklagen?
Ist bei Adidas ja nicht anders. wie kann ein Weltkonzern nach 2 Monaten Stillstand pleite sein?
 
Warum hast du immer noch nicht begriffen das es keine normale Grippe ist?:ugly:

Jede X-beliebige Erkältung wird durch einen Corona-Virus hervorgerufen. Covid19 wird auch nur durch einen solchen Corona-Virus ausgelöst. Die sind Artverwand. Wissenschaftler gehen auch davon aus, wenn man eine Erkältung in letzter Zeit durch einen Corona-Virus hatte, dass es bei Covid19 zur einer besseren Prognose führt.

Genau so gibt es bei den Influenza-Viren, welche die aggressiver sind oder auch harmloser.

Covid19 ist für mich letztendlich nicht mehr als eine Grippe. Das einzige Problem ist, dass es kaum bis keine Immunität gegen das Virus gibt, da es neu auf den Menschen übergesprungen ist.
 
Das würden sich die Politiker nicht gefallen lassen, denn wenn es konsequent wäre, dürften die dann auch nicht mehr fliegen.

Die meisten Konferenzen würden sich auch virtuell machen lassen, so wie jetzt.

Und ja, die Masken sind unnütz, oder besser unnötig.

Ja, wenn die Leute einfach so wie Anfang April zu Hause bleiben würden anstatt sinnlos in die Stadt zu gehen, müssten sie auch weniger Masken tragen.
#StayAtHome.

Eigentlich braucht man die Maske nur 1-2 mal in der Woche wirklich für den Lebensmitteleinkauf. Und den sollte man so schnell wie möglich durchführen.
 
Die Zahl der aktuell Infizierten ist rückläufig. Ich ziehe einfach die Genesenen von der kumulierten Zahl der jemals Infizierten ab, das meinte ich mit rot minus grün. Das Ergebnis ist die jeweilige zeitaufgelöste Zahl der aktuell Infizierten. Oder verstehe ich da was falsch?

Es sind abweichende Kategorien. Wer genesen ist, ist definitiv nicht mehr krank (zeigt keine Symptome mehr), ist jedoch *nicht* automatisch frei von der Infektion. Dafür braucht es einen negativen Test.

Nun kann man zwar sagen, das wäre ja doof, weil man dann ja nie sicher weiß, wer gar nicht mehr infiziert ist; da müsste doch viel mehr getestet werden!
Das stimmt natürlich. Allerdings gilt die exakt gleiche Unsicherheit auch bei der Zahl der überhaupt erst festgestellten Infektionen: Sprich, für jeden, der noch als Infizierter geführt ist, aber womöglich gar nicht mehr infiziert ist, läuft auch irgendwie *mindestens* Einer herum, der nicht als Infizierter geführt wird, obwohl er infiziert ist.

Die Grafik zeigt (in rot) alle bestätigten Fälle. Das sind also alle jemals positiv getesteten (plus nicht getestete aber in Kontakt gekommene Personen), inklusive Genesene und Gestorbene.

Leider nicht. Ich werde das jetzt aber nicht noch einmal erklären.

"Die Zahl der Toten beinhaltet zudem alle, die nicht eindeutig an etwas Anderem als COVID-19 gestorben sind."
Nicht vergleichbar? Das ergibt doch keinen Sinn. Wenn bestätigt wurde, dass die Person an Covid gestorben ist, wird der Fall ja wohl in die Statistik als bestätigter Fall (Infizierter) aufgenommen. Falls nicht, wäre das eine Manipulation der Sterberate nach oben!

Die einzig verlässliche Methode bei den Todesfällen ist der Abgleich der durchschnittlichen Sterberate im gleichen Zeitraum vergangener Jahre. Aber auch die bringt keinen Boah-Effekt, weil dank der anhaltenden Maßnahmen bei uns vergleichsweise wenig Leute sterben und deren Zahl durchaus in den jahresüblichen Schwankungen untergehen kann.

COVID-19 überschneidet sich beispielsweise mit der Grippesaison, und wie sich ja inzwischen bestimmt herumgesprochen hat, sind die saisonalen die Schwankungen der Todesfälle durch Influenza erheblich: Von wenigen Hundert bis ein paar Tausende ist alles drin. Und wenn wir dieses Jahr eine besonders milde Grippesaison hatten (unter anderem deshalb, weil die Maßnahmen gegen COVID-19 auch die Zahl der Grippeinfektionen senken), gehen *unsere* COVID-19-Toten möglicherweise komplett in der Statistik unter.

Aber kein Problem, wenn wir spürbare Zahlen haben möchten, brauchen wir nur die Eindämmungsmaßnahmen aussetzen. Dann bekommen wir doch noch Zustände wie in den derzeitigen Brennpunkten der Pandemie und alle Zweifler geben endlich Ruhe.
Das ist nämlich das Hauptproblem von Handeln und Unterlassen: Die Gegner des Handelns bewerten die Situation, wie sie *durch* das Handeln aussieht und verkennen komplett, dass die Situation durch das von ihn geforderte Unterlassen so aussehen würde, dass sie kein Unterlassen wünschen würden.

Gut, es gibt auch ein paar Gemäßigte, die meinen, man müsse ja nicht alles lockern, sondern nur ein wenig, denn im anderen Land so und so würde das ja auch funktionieren, ohne dass die Fall- und Todeszahlen explodieren oder das Gesundheitssystem überlastet wäre. Diese Leute verkennen, dass die Bedingungen unterschiedlicher Länder ebenso wenig 1:1 übertragbar sind wie das dort praktizierte Verfahren bzw. die Gründlichkeit zum Ermessen der Situation.

Da ja hierzulande ja gerne Schweden genannt wird: Schweden ist größer als Deutschland mit deutlich weniger Einwohnern und dementsprechend viel Platz zwischen diesen, in dem es ein durch hohe Abgaben vorbildlich gepolstertes Gesundheitssystem existiert, jedoch trotzdem signifikant weniger getestet, aber dafür neuerdings dennoch deutlich mehr gestorben wird.
Jemand will schwedische Verhältnisse ohne Rücksicht auf Rahmenbedingungen einfach mal so nach Deutschland exportieren? Viel Glück, das wäre selbst ohne Pandemie ein Unterfangen, von dem ich bitte rechtzeitig informiert werden möchte, damit ich vorher auswandern kann und das Elend nicht miterleben muss. Was *mit* Pandemie in Schweden *vielleicht* gerade so noch gut ausgehen könnte, wäre in Deutschland mit ziemlicher Sicherheit eine Katastrophe.

Gut, eine länger blockierte Wirtschaft ist auch eine Katastrophe, aber deren Folgen sind wenigsten berechenbar und Deutschland ist ein reiches Land mit genug Sitzfleisch, um das nach kurzer Durststrecke und mit Anpacken wieder auszugleichen. Bei COVID-19 ist auch noch Wochen noch erschreckend wenig berechenbar und Fleiß heilt keine Infektion.
Kurz: The devil you know ...
 
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Es sind abweichende Kategorien. Wer genesen ist, ist definitiv nicht mehr krank (zeigt keine Symptome mehr), ist jedoch *nicht* automatisch frei von der Infektion. Dafür braucht es einen negativen Test.

Daher sollen nun auch negative Tests und Genesene gemeldet werden.
Bundesregierung will zu Corona-Eindaemmung Tests und Meldepflichten ausweiten | STERN.de
https://www.stern.de/news/bundesregierung-will-zu-corona-eindaemmung-tests-und-meldepflichten-ausweiten-9243838.html schrieb:
Die Labore müssen künftig auch negative Testergebnisse melden. Zudem müssen es Gesundheitsämter mitteilen, wenn jemand als geheilt gilt. Teil des Meldewesens ist künftig auch, wo sich jemand wahrscheinlich angesteckt hat. Die Daten werden anonymisiert an das RKI übermittelt. Falls wissenschaftlich bewiesen wird, dass nach einer Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2 Immunität besteht und man niemanden mehr anstecken kann, sollen sich die Betroffenen diese Immunität bescheinigen lassen können - analog zum Impfpass.
Neues Corona-Paket: Kabinett plant Beschluss zu weiteren Tests, Meldepflichten und Unterstützung für Arbeitnehmer | rdn.de
 
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Eigentlich braucht man die Maske nur 1-2 mal in der Woche wirklich für den Lebensmitteleinkauf. Und den sollte man so schnell wie möglich durchführen.
Wenn man es auf 1-2 mal die Woche beschränken kann, kann man sich ja glücklich schätzen.
Wenn ich da aber an die Leute in den Supermärkten, bei Metzgern etc denke, von denen ich persönlich weis das sie die Maske den kompletten Tag tragen müssen, kann ich deren Unmut voll und ganz nachempfinden.
 
Wenn man es auf 1-2 mal die Woche beschränken kann, kann man sich ja glücklich schätzen.
Wenn ich da aber an die Leute in den Supermärkten, bei Metzgern etc denke, von denen ich persönlich weis das sie die Maske den kompletten Tag tragen müssen, kann ich deren Unmut voll und ganz nachempfinden.

Na blos gut das diese Leute nie Soldaten im Ersten Weltkrieg waren...
Zwei Jahre lang immer wieder regelmäßig mit das komplette Gesicht bedeckener Gasmaske die Nächte im Erdbunker schlafen müssen, wegen möglichen Giftgasangriffen (auch im Sommer bei 30 Grad), hätte diese Leute vermutlich direkt nach 4 Wochen in den Selbstmord getrieben. :ugly:

Ehrlich, die Leute heute heulen schon wegen jedem Furz rum als hätte ihnen jemand beide Hände abgehackt.
 
Wenn ich da aber an die Leute in den Supermärkten, bei Metzgern etc denke, von denen ich persönlich weis das sie die Maske den kompletten Tag tragen müssen, kann ich deren Unmut voll und ganz nachempfinden.

Der Metzger sollte eigentlich allein auf Gründen der Lebensmittelsicherheit entsprechende Schutzkleidung sonst auch tragen.

Aber dort ist auch der Chef entsprechend dafür zuständig da ordentliche Masken zu besorgen und auch genügend, sodass die gewechselt werden können.
 
Bei "Teil des Meldewesens ist künftig auch, wo sich jemand wahrscheinlich angesteckt hat." bin ich mal auf die Details gespannt. Also ob damit in konkreter Ort gemeint ist, oder nur die Kategorie wie Krankenhaus, Baumarkt, Schule usw.
Selbst mit dem Zweiten ließen sich dann wissenschaftlich die Ansteckungsrisiken an diesen Orten ermitteln und damit aufhören die Öffnungen nach Lobby zu entscheiden. Eventuell müssen dann auch bestimmte Öffnungen wieder Rückgängig gemacht werden.
 
Na blos gut das diese Leute nie Soldaten im Ersten Weltkrieg waren...
Zwei Jahre lang immer wieder regelmäßig mit das komplette Gesicht bedeckener Gasmaske die Nächte im Erdbunker schlafen müssen, wegen möglichen Giftgasangriffen (auch im Sommer bei 30 Grad), hätte diese Leute vermutlich direkt nach 4 Wochen in den Selbstmord getrieben. :ugly:

Ehrlich, die Leute heute heulen schon wegen jedem Furz rum als hätte ihnen jemand beide Hände abgehackt.

Jetzt kommt er gleich mit Weltkrieg.:ugly:
Ist doch normal das man sich bei sowas beschwert.
Genau so wie man sich beschwert wenn im Sommer die Klima im Büro nicht funktioniert.
Ich kenne sogar 2 Arbeitskollegen die boykottieren die Masken komplett, setzen sie nicht auf.
Die machen es dann vermutlich so wie letztins jemand beim Metzger. Einfach den Reißverschluss der Fließjacke bis oben zu machen und dann den Kopf senken.;)

Also jetzt lass ich mir die Masken noch gefallen, im Juli/August sicherlich nicht (außer es würde mal ein gefährlicher Virus kommen).
Da leck ich vorher sämtliche Türklinken im Betrieb ab.^^
 
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Der Virus ist gefährlich. Da sterben tausende Leute dran.

Der Virus ist nicht gefährlich...

Professor Püschel, Pathologe.
Die Deutschen müssten lernen, mit dem Coronavirus zu leben, und zwar ohne Quarantäne. Die von ihm untersuchten Todesopfer hätten alle so schwere Vorerkrankungen gehabt, dass sie, „auch wenn das hart klingt, alle im Verlauf dieses Jahres gestorben wären“, sagte Püschel.

Corona tötet zum größten Teil sowieso die bald Sterben werden. Corona ist keine gefährliche Krankheit, diese ganze Hysterie ist das einzig Schlimme daran.

Ich hab den ein oder anderen Bekannten, dir an Corona erkrankt war und davon ging es niemanden wirklich schlecht.
 
Der Virus ist nicht gefährlich....
Das ist Deine Meinung, andere sehen das ganz anders. Rate Deinen genesenen Freunden bitte zu einer Lungenfunktionsprüfung.

".... Der Arzt kommt zu dem Schluss: Keiner von den sechs Tauchern kann vorerst trotz Wohlbefinden fürs Tauchen freigegeben werden. Deshalb appelliert er in seinem Leserbrief an die Tauchsportszene, dass sich jeder nach überstandener Erkrankung mit COVID-19 einer Tauglichkeitsuntersuchung unterziehen solle. ..."
Warnung an Taucher: Von COVID-19 genesene Sportler mit bleibenden Lungenschaeden? - Allgemein - Mehr Sport - sportschau.de
 
Der Virus ist gefährlich. Da sterben tausende Leute dran.

Grippe ist auch gefährlich.

Man muss unterscheiden WIE gefährlich es ist, wie tödlich es wirklich ist.
Das ist nicht Ebola mit einer extrem hohen Sterberate.

Wir haben doch weit schlimmere Sachen auf dem Planeten und für alles gibt es eine Wahrscheinlichkeit. Für einen Autounfall, die Chance von einem Blitz getroffen zu werden oder anderswie umzukommen, ohne das man dafür was kann.
Es muss immer eine Balance sein zwischen der eigentlichen Gefahr und den Maßnahmen die wir ergreifen um dies zu verhindern oder zu minimieren.
Mountainbiker riskieren auch schwere Verletzungen, trotzdem machen das tausende Leute jedes Wochenende überall. Bei rot drüberlaufen ist auch nicht gerade ungefährlich, aber das machen die Leute trotzdem.
Bislang wurde alles so geregelt das ein gesunder Menschenverstand und leichte Strafen im schlimmsten Fall (bei rot drüberfahren - gibt keinen Knast, wirst halt einige hundert € los und darfst zu Fuß latschen - aber wenn was passiert kannst du jemanden so umbringen). Auch bei Sachen die wesentlich gefährlicher sind als SARS-CoV-2.

Es sterben auch tausende Leute in Autounfällen jeden Tag. Trotzdem verbietet das niemand, es gibt gewisse Regeln - die einen aber nicht am normalen Leben hindern.

Da muss endlich eine gesunde Mischung zwischen unseren Rechten, unseren Pflichten und unseren Freiheiten geschaffen werden. Ein Restrisiko bleibt immer, aber alle komplett einsperren nur weil sie sich oder jemanden anderen schaden könnten ist jetzt auch keine Lösung, war es noch nie und wird auch nie so sein.
Der Mensch will leben - mit dem Risiko das er jeden Tag eingeht und selbst einschätzt ob es ihm das wert ist oder nicht.

Ich hab vor diesem Virus absolut keine Angst. Es gibt tausende Sachen auf dem Planeten die wesentlich schlimmer sind für uns alle und die werden entweder komplett ignoriert oder nur lokal behandelt wenn überhaupt. Von Krebst, HIV und Ebola bis hin zu Naturkatastrophen, Bedrohungen aus dem All (Meteoriten, Kometen, Strahlung) bis hin zur menschlichen Dummheit wie einem besoffenen Autofahrer der dich plattfährt - ALLES ist gefährlicher als Corona und bekommt von mir mehr Respekt.
 
Der Virus ist nicht gefährlich...

Professor Püschel, Pathologe.
Die Deutschen müssten lernen, mit dem Coronavirus zu leben, und zwar ohne Quarantäne. Die von ihm untersuchten Todesopfer hätten alle so schwere Vorerkrankungen gehabt, dass sie, „auch wenn das hart klingt, alle im Verlauf dieses Jahres gestorben wären“, sagte Püschel.

Corona tötet zum größten Teil sowieso die bald Sterben werden. Corona ist keine gefährliche Krankheit, diese ganze Hysterie ist das einzig Schlimme daran.

Ich hab den ein oder anderen Bekannten, dir an Corona erkrankt war und davon ging es niemanden wirklich schlecht.

Jo selbstverständlich. Der Pathologe hat natürlich mehr Ahnung als Virologen oder Epidemiologen.

Dieses ständige Relativieren nervt.
Außerdem: "Alle im Verlauf des Jahres gestorben", ja sicher. Kann man natürlich immer so genau sagen.

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Es sind abweichende Kategorien. Wer genesen ist, ist definitiv nicht mehr krank (zeigt keine Symptome mehr), ist jedoch *nicht* automatisch frei von der Infektion. Dafür braucht es einen negativen Test.

Nun kann man zwar sagen, das wäre ja doof, weil man dann ja nie sicher weiß, wer gar nicht mehr infiziert ist; da müsste doch viel mehr getestet werden!
Das stimmt natürlich. Allerdings gilt die exakt gleiche Unsicherheit auch bei der Zahl der überhaupt erst festgestellten Infektionen: Sprich, für jeden, der noch als Infizierter geführt ist, aber womöglich gar nicht mehr infiziert ist, läuft auch irgendwie *mindestens* Einer herum, der nicht als Infizierter geführt wird, obwohl er infiziert ist.
Und was würde das nun an der Statistik ändern?
Leider nicht. Ich werde das jetzt aber nicht noch einmal erklären.
Kannst mir auch gern einen link da lassen.


Die einzig verlässliche Methode bei den Todesfällen ist der Abgleich der durchschnittlichen Sterberate im gleichen Zeitraum vergangener Jahre. Aber auch die bringt keinen Boah-Effekt, weil dank der anhaltenden Maßnahmen bei uns vergleichsweise wenig Leute sterben und deren Zahl durchaus in den jahresüblichen Schwankungen untergehen kann.

COVID-19 überschneidet sich beispielsweise mit der Grippesaison, und wie sich ja inzwischen bestimmt herumgesprochen hat, sind die saisonalen die Schwankungen der Todesfälle durch Influenza erheblich: Von wenigen Hundert bis ein paar Tausende ist alles drin. Und wenn wir dieses Jahr eine besonders milde Grippesaison hatten (unter anderem deshalb, weil die Maßnahmen gegen COVID-19 auch die Zahl der Grippeinfektionen senken), gehen *unsere* COVID-19-Toten möglicherweise komplett in der Statistik unter.

Aber kein Problem, wenn wir spürbare Zahlen haben möchten, brauchen wir nur die Eindämmungsmaßnahmen aussetzen. Dann bekommen wir doch noch Zustände wie in den derzeitigen Brennpunkten der Pandemie und alle Zweifler geben endlich Ruhe.
Das ist nämlich das Hauptproblem von Handeln und Unterlassen: Die Gegner des Handelns bewerten die Situation, wie sie *durch* das Handeln aussieht und verkennen komplett, dass die Situation durch das von ihn geforderte Unterlassen so aussehen würde, dass sie kein Unterlassen wünschen würden.

Gut, es gibt auch ein paar Gemäßigte, die meinen, man müsse ja nicht alles lockern, sondern nur ein wenig, denn im anderen Land so und so würde das ja auch funktionieren, ohne dass die Fall- und Todeszahlen explodieren oder das Gesundheitssystem überlastet wäre. Diese Leute verkennen, dass die Bedingungen unterschiedlicher Länder ebenso wenig 1:1 übertragbar sind wie das dort praktizierte Verfahren bzw. die Gründlichkeit zum Ermessen der Situation.

Da ja hierzulande ja gerne Schweden genannt wird: Schweden ist größer als Deutschland mit deutlich weniger Einwohnern und dementsprechend viel Platz zwischen diesen, in dem es ein durch hohe Abgaben vorbildlich gepolstertes Gesundheitssystem existiert, jedoch trotzdem signifikant weniger getestet, aber dafür neuerdings dennoch deutlich mehr gestorben wird.
Jemand will schwedische Verhältnisse ohne Rücksicht auf Rahmenbedingungen einfach mal so nach Deutschland exportieren? Viel Glück, das wäre selbst ohne Pandemie ein Unterfangen, von dem ich bitte rechtzeitig informiert werden möchte, damit ich vorher auswandern kann und das Elend nicht miterleben muss. Was *mit* Pandemie in Schweden *vielleicht* gerade so noch gut ausgehen könnte, wäre in Deutschland mit ziemlicher Sicherheit eine Katastrophe.

Gut, eine länger blockierte Wirtschaft ist auch eine Katastrophe, aber deren Folgen sind wenigsten berechenbar und Deutschland ist ein reiches Land mit genug Sitzfleisch, um das nach kurzer Durststrecke und mit Anpacken wieder auszugleichen. Bei COVID-19 ist auch noch Wochen noch erschreckend wenig berechenbar und Fleiß heilt keine Infektion.
Kurz: The devil you know ...

Also kurz: nichts genaues weiß man nicht. Oder: wir machen aus Angst so weiter. Tolle Perspektive.

Übrigens haben die PCR Tests eine Spezifität von 98 % (günstigste Annahme, laut dieser Quelle: Coronavirus: Nein, aktuelle PCR-Tests haben keine Fehlerquote von 30 bis 50 Prozent Nein, aktuelle PCR-Tests haben keine Fehlerquote von 30 bis 50 Prozent) und wohl eine Sensitivität von annähernd 100 % wenn man keine Fehler macht.
Jetzt mal ein kleines Rechenspiel. Wir testen 320000 Personen in der Woche. Nehmen wir mal an, 10 % sind tatsächlich infiziert. 288000 sind also nicht infiziert. Mit einer 98 % Spezifität kommen da 32000 positive und 5760 falsch positive Resultate raus. Oder anders ausgedrückt, 15% der Infizierten sind gar nicht infiziert.

Irgendwie ist das alles nicht zufriedenstellend. Ich hab das Gefühl, man tappt hier noch gewaltig im dunkeln.
 
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