Wer mal einen durchdachten Blick auf die Infektionsentwicklung haben möchte, sollte einen Blick ins Mittelteil des letzten RKI-Bulletin werfen
RKI - Navigation - Schaetzung der aktuellen Entwicklung der SARS-CoV-2-Epidemie in Deutschland - Nowcasting
("Nowcasting", vor allem S.12 & 14)
Da wurden die wild schwankenden ("es war Wochenende") Meldezahlen mit ihrem stark unterschiedlichen Lag je nachdem, was gemeldet wird, mal systematisch auf den Beginn der Krankheit rückdatiert und darauf aufbauen auch die noch zu erwartenden Nachmeldezahlen für die letzten Wochen recht genau geschätzt, sodass man endlich mal vergleichbare Zahlen über 1,5 Monate hat. Ergebnis:
Die Maßnahmen vom 16.3. haben recht schnell zu einem Stopp des steigenden Infektionszahlen geführt, aber seitdem hat sich deutlich weniger getan, als die systembedingten verfälschten reinen Neumeldungen erwarten lassen. Von 5000 Krankheitsausbrüchen pro Tag sind wir auf ungefähr 3500 runter (jeweils zzgl. Dunkelziffer), was dem Stand in der zweiten Märzwoche entspricht, als man eingesehen hat, dass Deutsche doch nicht unsterblich sind und man was tun mussen. R=1 hatten wir demnach schon am 23.3. erreicht und bis heute ist die Lage nicht mehr besser geworden. Die bis Anfang dieser Woche geltenden Regeln waren also gerade eben ausreichend, um bei 20000 Kranken pro Woche (inkl. 200 Toten pro Woche, Tendenz steigend da eben nicht mehr nur Skifahrer am Ende eines schweren Verlaufs stehen, sowie inkl. 2000 vermutlich lebenslang Geschädigten pro Woche) zu bleiben.
(Die seit dieser Woche geltenden, laschen Maßnahmen, werden dementsprechend nicht ausreichen, sondern wieder in ein exponentielles Wachstum münden)
Ebenfalls enthalten: Zahlen zum durchschnittlichen Infektionsverlauf. Demnach liegt die Inkubationszeit bis zu den ersten Symptomen bei meist 5-10, meist 7 Tagen wobei man jeweils 2 Tage vorher schon infektiös ist. Das ist kürzer als zumindest mein letzter Stand (7-14 Tage).
Formulierung richtig zugeordnet.
gez.: ein Ex-Judge

"Die Beschränkungen ... beruhen auch auf der Annahme, dass es bei kleineren Verkaufsflächen leichter sei, ... das Abstandsgebot, zu überwachen"
Wenn das mal einer machen würde, dann hätten in meiner Gegend 50% der Leute Supermarkt-Hausverbot. (Darunter übrigens rund 90% der Maskenträger => Einschätzung von gestern bestätigt, dass Masken und Unsicherheit korrelieren)
Zumal man zum Fahrradfahren in manchen Städten auch einen - schonend formuliert - eher defizitär ausgeprägten Lebenswillen haben muss. Das Risiko, dort unter die Räder zu kommen ist höher, als fatal an COVID-19 zu erkranken. Aber wenigstens besser vermeidbar.
"in manchen"? Allerdings sollte es derzeit in praktisch allen etwas weniger problematisch als bis vor 2 Monaten sein. Die Chaoten sind ja genauso unterwegs wie immer, aber die Zahl der es-zählt-jede-Sekunde-Pendler hat stark abgenommen. Nur die Abstandsvorschriften (ja, mittlerweile gibt es sie, 1,5 m ist nicht mehr nur Empfehlung) werden leider mit denen für Infektionsschutz verwechselt, d.h. 1,5 m von Mensch zu Mensch ohne Berücksichtigung der 1,2 m Blech, die rechts an dem ersten Menschen drankleben...
Da die Baumärkte wieder aufhaben, sollte ich mir mal 1,5 m Federstahl mit kratzigem Ende besorgen und asymmetrisch auf den Gepäckträger klemmen.
Und weil es so schön ist musste der Donald "Mengele" Trump nochmal nachlegen und möchte Menschen jetzt mit großen Mengen UV-Licht behandeln:
Befürwortet noch jemand präventive Behandlungen für besonders wichtige Persönlichkeiten, bei denen man sich gerade jetzt keinen Ausfall leisten kann?
Das ist mein Daumenwert. Lass bedingt durch die Alterpyramide die Anzahl bei 200 liegen, 25 ist absolut unglaubwürdig.
Aktuell waren es bis zu 800 Toten. Auch da muss man sehen, dass sich über das Jahr die Todesfälle nicht gleichverteilen.
Im Sommer sind es viel weniger, Höhepunkt ist Weihnachten, Hochzeit ist der Winter.
New York kann im Sommer ziemlich stickig und heiß werden. Sicher, dass die Todeszahlen da runter gehen? Das Minimum könnte auch im Frühling liegen. Also eigentlich jetzt.
Deine Überschlagsrechnung mit der Lebenserwartung kannst du bei so einer Metropole übrigens vergessen. In New York Stadt lebt man nur, wenn man arbeitet und selbst dann oft nicht, weil es sich viele an vielen Orten nicht leisten können. Das heißt du hast unter den offiziellen Einwohnern einen deutlich reduzierten Teil alter Leute, weil Rentner weg oder zumindest rausziehen. Auch die klassisch-verfetten Risikogruppen im letzten Jahrzehnt der gelungenen Karriere ziehen in hübschere Vororte, umgekehrt drängen junge Künstler, Studenten und Karrieristen in die Stadt. => die lokale Alterstruktur dürfte deutlich vom nationalen Durchschnitt abweichen und weitaus weniger alterskorrellierte Tode bedingen.
"... Dabei ist er nun bei sechs Tauchsportlern zu schockierenden Ergebnissen gekommen, die eine COVID-19 Erkrankung in häuslicher Quarantäne ausgestanden haben. Sie weisen erhebliche Schäden an der Lunge auf. "Das ist schockierend, wir verstehen nicht, was hier gerade passiert. ..."
Warnung an Taucher: Von COVID-19 genesene Sportler mit bleibenden Lungenschaeden? - Allgemein - Mehr Sport - sportschau.de
Kann daran liegen, dass Taucher Lungenvorschäden haben. Aber es ist ein Indiz, was mit Leistungssportlern nach einer Infektion passieren kann. Das war es dann, reicht dann für den Superstar noch für die Regionalliga.
Gerade Taucherlungen sind vergleichsweise regelmäßig untersucht und sollten unterdurchschnittlich selten Vorschäden mitbringen (auch wenn einem Statistik bei 6 Fällen nur bedingt weiterhelft). Außerdem sind die beschriebenen Schäden (die wir hier auch schon mal in einem anderen Link hatten) nicht auf der pulmonalen Seite der Lunge, sondern weisen auf Schäden im Kapillarsystem hin. Das wird durch leichten Ausdauersport (und das ist Tauchen im wesentlichen - man kann es sich aus naheliegenden Gründen nicht leisten, dabei regelmäßig außer Atem zu kommen) definitiv nicht geschädigt.
Und dann diese Unsitte, Youtube links ohne weiteren Text in den Raum zu hauen. Warum sollte ich dafür Zeit verschwenden, das wird einfach ignoriert. Wenn man nicht einmal in der Lage ist eine kurze Zusammenfassung des Dargestellten zu geben, dann ist ein Beitrag völlig ohne Wert. Aber das wird der User auch noch lernen, wenn er denn diskutieren will. Das hat ja nicht den Anschein. Da hilft dann eine der wichtigsten Funktionen im Forum.
/sign. Wer keine Argumente hat, die es wert sind, aufgeschrieben zu werden (oder deutlich weniger wert, als ein paar persönliche Angriffe), der hat offensichtlich nichts beachtenswertes zu bieten. Youtube ist i.d.R. selbst ein Quelle unter einer ausformulierten Quelle eine Frechheit, da extrem schlecht zu scannen und praktisch immer ein tertiärer Beitrag, an dessen Stelle ein höflicher Diskussionsteilnehmer direkt die Primär- oder Sekundärquelle verlinken könnte. Aber einige wollen, wie man hier sieht, sowieso nicht über Corona reden, sondern über sich oder über ihre Sicht anderer Forumsteilnehmer.
Als würde das irgendwen interessieren.
Und das nächste wirkungslose "Wundermittel: Remdesivir
"... Nicht mal eine Woche später wurden am Donnerstagabend ebenso ungesicherte Hinweise bekannt, dass das Mittel Patienten möglicherweise doch nicht nutzt: Die "Financial Times" berichtete am Donnerstag, dass es mithilfe von Remdesivir nicht gelungen sei, den Gesundheitszustand von Corona-Patienten zu verbessern. Die Zeitung berief sich dabei auf die unfertige Zusammenfassung einer Studie aus China, die offenbar aus Versehen kurzzeitig auf der Website der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zu sehen war. Die WHO bestätigte die Datenpanne. ..."
Corona: Verwirrung um Studie zu Ebola-Medikament Remdesivir - DER SPIEGEL
Hatten wir weiter oben schon einen Bezug zu. Scheinbar ist die chinesische Studie ... verbesserungswürdig.
https://www.n-tv.de/panorama/Muenchener-Klinik-hat-Erfolge-mit-Remdesivir-article21736502.html
Das die Epidemie am Abklingen ist, wie der Typ im zweiten Video behauptet, ist falsch. Sie stagniert gerade nur und wird durch die Lockerungen wieder stärker werden.
Durch den Faktor "R" von etwa 1, ist der Anstieg jetzt linear.
Anhang anzeigen 1087293
Der Anstieg der Fallzahlen ist bei R=1 linear, aber die Zahl der Kranken stagniert. Das ist zwar auch kein Abklingen, aber auch kein Anstieg mehr. Sondern ein stabiles Niveau, mit dem man sich arrangieren könnte - wofür man aber eben auch die Schutzmaßnahmen auf einem konstanten Niveau halten muss.
Man muss da immer aufpassen. Prinzipiell haben wir viele tolle Medikamente. Alleine der Fokus liegt meiner Meinung nach falsch. Geforscht wird in bereichen, in denen viel Geld zu verdienen ist, weniger in Bereichen, die großen Nutzen bringen. Dazu sind mir viel zu viele manipulierte Studien über den Weg gelaufen, viel zu viele medikamente haben nur eine sehr bescheidenen Wirkung und denke ich an diesen ganzen Massenbetrug mit Cholesterinmitteln und Blutdrucksenkern, dann wird mir übel.
Ich wäre allgemein dafür, bei der Zulassung von Medikamenten aber auch von Ackergiften, etc. nur noch Studien zuzulassen, die a) vorher angemeldet waren (damit nicht alle mit schlechtem Ergebnis in der Schublade verschwinden) b) frei zugänglich und frei zitierbar veröffentlicht werden und c) dabei ihre gesamten Rohdaten einschließen/zugänglich machen. Man muss gar nicht manipulieren, sondern nur lange genug probieren und dann nur das best of in Auszügen zur Zulassungsstelle tragen, um einen Persilschein zu erhalten
Auch jetzt hoffe ich auf ein schnelles und wirksamen Impfmittel. Alleine der Glaube fehlt mir. Die Zulassungsverfahrenw erdenv erkürzt werden. Hoffen wir, dass da skein Nachspiel haben wird.
Zumindest in Deutschland scheint man die üblichen Eskalationsstufen noch einzuhalten. Ein all zu schlimmes Nachspiel sollte es daher nicht geben - das aufwendige bei Impfstofftests ist oft die Bestätigung der Wirksamkeit. Man kann die Leute ja schlecht absichtlich infizieren, sondern muss warten, bis sich eine nenneswerte Anzahl durch Zufall hätte infizieren müssen. Und das muss man auch nur über einen langen Zeitraum machen um sicherzugehen, dass die Immunität längere Zeit erhalten bleibt. Diesen Aufwand wird man bei Corona sicherlich massiv abkürzen und dann werden ein paar Unternehmen Milliarden mit wirkungslosen Impfstoffen verdienen. Aber das ist auch kein alzu großer volkswirtschaftlicher Schaden im Vergleich zu dem, was die Politik gerade direkt anrichtet und ein medizinischer Nachteil sollte gar nicht resultieren. Denn auch gestrafte Tests bedeuten immer noch einige 10000, die das Mittel probehalber bekommen und im Auge behalten werden. Nebenwirkungen sollten dabei zuverlässig entdeckt werden.