Anwältin Beate Bahner ist wieder frei | LTO.de
Mit Blick auf den eigentlichen Tatvorwurf habe sie die Polizei um die Annahme "mildernder Umstände" gebeten, erzählte sie weiter. Sie sei nämlich auf einer Städtereise im Ausland gewesen und habe nicht mitbekommen, wie sich die Rechtslage in Deutschland veränderte, dass Kundgebungen jetzt verboten seien. Das Infektionsschutzgesetz kenne sie "bedauerlicherweise noch nicht".
Wer soll das bitte glauben??
Also, ich bin sofort geneigt zu glauben, dass sich Frau Bahner seit 20 Jahren auf Städtereise im Ausland befand und daher das Infektionsschutzgesetz (wirksam seit Anfang 2001) nicht kannte. Insbesondere als Fachanwältin für Arztrecht, Medizinrecht und Gesundheitsrecht kann man da einfach nicht auf aktuellem Stand sein, während um einen herum eine medizinische Krise brodelt.
Grundsätzlich würde es eine unzumutbare Härte darstellen, sich erst noch über die Rechtslage zu informieren, wenn man nach 20jähriger Reise nach Hause kommt und sofort damit ausgelastet ist, Kundgebungen zur Rettung der Grundrechte zu organisieren.
Statt die Dame zu belangen, sollte man lieber Frau Bahners bösen Zwilling ausfindig machen, der sich auf ihrer Website mehrfach explizit über und gegen die - auf Basis eines ihr komplett unbekannten Gesetzes - erlassenen Einschränkungen ausgelassen hat, während sie auf Reisen war!
Apropos, auf Frau Bahners Website findet sich nach wie vor die erhellende "Chronologie des Kampfes von Beate Bahner um den Erhalt des Rechtsstaats, die Bewahrung der Grund- und Menschenrechte und den Erhalt der freiheitlich-demokratischen Grundordnung der Bundesrepublik Deutschland" und somit auch eine Dokumentation des schändlichen Treibens ihres bösen Zwillings, während sie komplett ahnungslos war und zwischendurch sogar von "dunklen Mächten" durch die Heidelberger Innenstadt verfolgt wurde!
Fazit: Liebe Mitbürger und Mitbürgerinnen, wenn ihr (gerade so noch) bemerkt, dass die Welt um euch herum seltsamer wird als üblich, sucht euch bitte Hilfe. Es bestehen nämlich gute Chancen, dass
ihr selbst gerade seltsamer werdet als üblich.