Coronavirus: Behandlungsmethoden und Maßnahmen

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]Naja, zur Rettung des Finanzsystems (was nicht so funktionieren wird aber nur ums zu zeigen) werden in Deutschland bisher Größenordnung 1,2 Billionen Euro neues Giralgeld aus dem Nichts erschaffen. Das sind alleine etwa 17.500€ für jeden deutschen Erwachsenen. Damit haste das erste Jahr Grundeinkommen jetzt schon bezahlt, mit ganz aktuellen Mitteln ohne auch nur einen Euro aus der Staatskasse zu nehmen.
Mit einem Unterschied: Wenn ein Unternehmen überlebt, wird es im nächsten Jahr weiterhin Geld erwirtschaften. Gibt man das Geld an die Leute direkt, wird das nicht passieren.
 
Mit einem Unterschied: Wenn ein Unternehmen überlebt, wird es im nächsten Jahr weiterhin Geld erwirtschaften. Gibt man das Geld an die Leute direkt, wird das nicht passieren.

Das stimmt - und in einem Szenario wo eine funktionierende Geld- und Wirtschaftspolitik vorangegangen wäre wäre eine solche Reaktion auch völlig richtig.
Wenn man aber die letzten 10 Jahre jedes Unternehmen egal wie unwirtschaftlich und ineffizient es war mit Nullzinsen durchgeschleppt hat (das war faktisch jahrelange Insolvenzverschleppung) und damit vermieden hat, dass unwirtschaftliche Unternehmen aus dem Markt ausscheiden dann hat man eine Situation wie jetzt: Statt jedes jahr die schlechtesten ein, zwei prozent der Unternehmen pleite gehen zu lassen hat man jetzt eine Krise plus Zombieunternehmen wo dann auf einen schlag 15 oder 20% den bach runter gehen die eigentlich schon seit Jahren hätten weg sein müssen.
Und die retteste auch nicht mit Notkrediten - die erwirtschaften im nächsten Jahr nichts (denn auch das was sie vor der krise erwirtschafteten reichte nicht mal um dauerhaft ihre Kreditlasten zu decken!). Ob mit oder ohne Rettung.
 
Das alles bedeutet nicht dass ich das persönlich gut finden würde oder nicht, ich wollte nur mal kurz aufzeigen, dass das Zahlen von 1000€ für jeden Deutschen einfach so aus dem nichts als Beispiel deutlich weniger Geld ist als das, was innerhalb der letzten paar Wochen rausgehauen wurde um irgendwelches Corona-Krisengeld zu erschaffen wo die allermeisten Leute im ersten Step keinen Cent sehen und das mittelfristig wahrscheinlich kaum mehr Nutzen hat als eine Inflationswelle Ende des Jahres zu erzeugen die wir so schon viele Jahrzehnte nicht mehr gesehen haben.

Wie kommst du darauf?
Das ist ja auch Dirk Müllers Theorie, nur höre ich aus der Prxis etwas ganz anderes, nämlich dass das Geld, hauptsächlich bei denen ankommt, die davon ihre Mieten und laufenden Kosten decken, denn ungeprüft gab es bis jetzt nur für Soloselbständige/Freiberufler, Kleine Unternehmen und (Mittlere) Unternehmen Geld (je nach Bundesland), die das sofort "verkonsumieren". Der Mittelstand folgt jetzt mit gewissen Summen garantiert, nur über die KFW, alle anderen werden über die Hausbanken geprüft und haben ja auch laufende Kosten und stocken zum aller größten Teil das Kurzarbeiter Geld auf, wo da jetzt die Inflation entstehen soll erschließt sich mir nicht?!
Es ist vor allen dingen ein Ammenmärchen, das die Kleinen nichts bekommen, das größte Problem sind im Moment eher Firmen mit 20-1000 Mitarbeiter (je nach Bundesland), aber wie gesagt auch da gibt es jetzt Lösungen und Niemand ist daran gelegen, wenn nur Große überleben und der Mittelstand vor die Hunde geht.
Auch sehe ich überhaupt keine vergleichbare Situation zu 1923.

Das stimmt - und in einem Szenario wo eine funktionierende Geld- und Wirtschaftspolitik vorangegangen wäre wäre eine solche Reaktion auch völlig richtig.
Wenn man aber die letzten 10 Jahre jedes Unternehmen egal wie unwirtschaftlich und ineffizient es war mit Nullzinsen durchgeschleppt hat (das war faktisch jahrelange Insolvenzverschleppung) und damit vermieden hat, dass unwirtschaftliche Unternehmen aus dem Markt ausscheiden dann hat man eine Situation wie jetzt: Statt jedes jahr die schlechtesten ein, zwei prozent der Unternehmen pleite gehen zu lassen hat man jetzt eine Krise plus Zombieunternehmen wo dann auf einen schlag 15 oder 20% den bach runter gehen die eigentlich schon seit Jahren hätten weg sein müssen.
Und die retteste auch nicht mit Notkrediten - die erwirtschaften im nächsten Jahr nichts (denn auch das was sie vor der krise erwirtschafteten reichte nicht mal um dauerhaft ihre Kreditlasten zu decken!). Ob mit oder ohne Rettung.

Die Firmen bekamen doch kein (billiges) Geld ungeprüft, die können das ja schlecht selber drucken, insoweit halte ich das für eine ziemlich steile These, das wir hier in Deutschland uns 15-20% Zombiunternehmen die letzten Jahre, herangezüchtet haben!
 
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So schlimm das nunmal ist wenns auf einen Schlag kommt statt jedes jahr ein bisschen (was der Markt abkönnte): Eigentlich müsste man jetzt hart sagen "Wer keine Reserven für schlechte Zeiten hatte --> das wars". Das würde wahrscheinlich in eine massive Rezession münden, ein, zwei Jahre Marktbereinigung und darauf folgenden starken Aufschwung. Wie das seit jahrhunderten halt so ist mit den Wirtschaftszyklen.

UNd jetzt schmeißt man Billionen an neu erschaffenem Geld ins System. Die Rezession kommt trotzdem so sicher wie das Amen in der Kirche, nur dann eben mit zusätzlicher Inflation was zu etwas namens "Stagflation" führt und so ziemlich das schlimmste ist was einem Markt passieren kann (bedeutet dein Geld wird jeden Tag weniger wert aber es gibt nichts werthaltiges mehr, was du dafür kaufen könntest - siehe aktueller Goldhandel da hats vor ein paar Wochen begonnen - Gold steigt von 35000 auf 50000 €/kg und selbst für 60000€ kannste keins mehr kaufen weil physisch nichts mehr da ist).

Das wird wenns dumm läuft zu einer Enteignung des ganzen Mittelstandes und allem darunter führen weil nur diejenigen ihren Wert erhalten/steigern können, die jetzt schon Land, Immobilien, Edelmetalle usw. besitzen.

Wie kommst du darauf?
Das ist ja auch Dirk Müllers Theorie, nur höre ich aus der Prxis etwas ganz anderes, nämlich dass das Geld, hauptsächlich bei denen ankommt, die davon ihre Mieten und laufenden Kosten decken, denn ungeprüft gab es bis jetzt nur für Soloselbständige/Freiberufler, Kleine Unternehmen und (Mittlere) Unternehmen Geld (je nach Bundesland), die das sofort "verkonsumieren". Der Mittelstand folgt jetzt mit gewissen Summen garantiert, nur über die KFW, alle anderen werden über die Hausbanken geprüft und haben ja auch laufende Kosten und stocken zum aller größten Teil das Kurzarbeiter Geld auf, wo da jetzt die Inflation entstehen soll erschließt sich mir nicht?!
Bevor die Inflation kommt kommt nahezu immer eine Deflation weil Leute in Not alles verkaufen müssen was da ist um liquide zu sein (deswegen sind Aktien, Edelmetalle, Anleihen, Rohstoffe, ALLES die letzten 4 Wochen gefallen - jetzt kommt die übliche Bärenmarktrallye die auch immer kommt seit letzter Woche und dann gehts richtig runter). Die fette Inflation kommt nach der Enthebelung des Marktes, ich schätze grob Q4/2020.
Ob das alles zutrifft weiß ich selbstredend nicht aber das ist zumindest meine Sichtweise der Dinge. Es kann auch alles ganz anders kommen und weniger schlimm werden (ich hoffe es, wirklich) aber es ist nie falsch auch für die schlimmere Variante vorbereitet zu sein. Mir zerbombts die (private) Bilanz jedenfalls nicht so schnell wie bei den meisten Leuten - dass die Krise kommt war klar auch ohne Virus, ich hab entsprechend zumindest ein bisschen krisensicherer gebaut Ende 2019. Hat sich schon schneller ausgezahlt als mir lieb war.
 
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Mit dem Geld der Reichen und den eingesparten sonstigen Sozialkosten. (Rente, ALG2 usw.)

Von der Wirtschaft und neoliberalen muss du lernen :D

mit der 1,6mrd hätten die erstmal aus eigener kasse ihre Mitarbeiter zahlen können , bevor die Kurzarbeitgeld kriegen.

Corona: Dividende trotz Staatshilfe – Autokonzerne in der Kritik



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Markus Soeder liegt in Umfrage zur Kanzlerfrage bei CDU/CSU vor Friedrich Merz und Armin Laschet - DER SPIEGEL
 
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Mit einem Unterschied: Wenn ein Unternehmen überlebt, wird es im nächsten Jahr weiterhin Geld erwirtschaften. Gibt man das Geld an die Leute direkt, wird das nicht passieren.

Da müssen wir vielleicht noch ein Stück weiter gehen, nämlich zu dem Punkt, mit *was* das Unternehmen im nächsten Jahr Geld verdienen wird, wenn es durch die Stützen überlebt.
Die Unternehmen, die jetzt Hilfe brauchen, sind überwiegend inländische Dienstleister, die aufgrund der Eindämmungsbestimmungen keine inländische Kundschaft mehr bedienen können.
Das sind die Unternehmen, die stark davon profitieren, wenn der Verbraucher hierzulande mehr Geld in der Tasche hat, denn dieses gibt er, insbesondere angesichts der Niedrig- bzw. Nullzinsphase, die Sparen unattraktiv macht, bei besagten Unternehmen aus.
Damit endet es aber nicht. Denn um konsumfreudigere Kunden bedienen zu können, benötigen Dienstleister mehr Personal, stellen also mehr Leute ein. Es gibt also mehr Leute, die sich zu ihrem bedingungslosen Grundeinkommen ein Arbeitseinkommen haben, was ihre Kaufkraft weiter erhöht, weshalb sie mehr konsumieren und mehr Personal benötigt wird und ... man merkt, worauf es hinausläuft.

Aber: Dieses Verfahren hat in Deutschland keine Priorität, denn wir sind eine Exportnation. Unser nationaler Dienstleistungssektor ist, verglichen mit vielen anderen Nationen, stark unterentwickelt. Zwar muss er gerettet werden, damit der Laden läuft, aber ansonsten wird eifrig auf unbegrenztes Wachstum durch Produktion und Export gesetzt.
DAS wird uns irgendwann heftig auf die Füße fallen.
 
Nö, im Moment nicht.

Jetzt rettet sich jeder Staat erstmal selbst,
Hilfslieferungen an medizinischen Geräten/Schutzausrüstungen geht erstmal an
die "westliche" betroffene Welt, die hält ja die Welt auch am Laufen.

Erst danach, falls die Pandemie in Europa und den USA abnimmt,
kommt der Rest ran :ugly:
 
Nun in Afrika sind auch die Strukturen überhaupt nicht da um wie in Europa zu handeln und wie soll der Westen helfen wenn man schon mit der eigenen Bevölkerung mehr als ausgelastet ist?

Zum Glück machen wir jedenfalls keinen Unterschied zwischen Staatsbürgern und anderen solange sie sich im Land aufhalten.
 
Da müssen wir vielleicht noch ein Stück weiter gehen, nämlich zu dem Punkt, mit *was* das Unternehmen im nächsten Jahr Geld verdienen wird, wenn es durch die Stützen überlebt.
Die Unternehmen, die jetzt Hilfe brauchen, sind überwiegend inländische Dienstleister, die aufgrund der Eindämmungsbestimmungen keine inländische Kundschaft mehr bedienen können.
Das sind die Unternehmen, die stark davon profitieren, wenn der Verbraucher hierzulande mehr Geld in der Tasche hat, denn dieses gibt er, insbesondere angesichts der Niedrig- bzw. Nullzinsphase, die Sparen unattraktiv macht, bei besagten Unternehmen aus.
Damit endet es aber nicht. Denn um konsumfreudigere Kunden bedienen zu können, benötigen Dienstleister mehr Personal, stellen also mehr Leute ein. Es gibt also mehr Leute, die sich zu ihrem bedingungslosen Grundeinkommen ein Arbeitseinkommen haben, was ihre Kaufkraft weiter erhöht, weshalb sie mehr konsumieren und mehr Personal benötigt wird und ... man merkt, worauf es hinausläuft.

Aber: Dieses Verfahren hat in Deutschland keine Priorität, denn wir sind eine Exportnation. Unser nationaler Dienstleistungssektor ist, verglichen mit vielen anderen Nationen, stark unterentwickelt. Zwar muss er gerettet werden, damit der Laden läuft, aber ansonsten wird eifrig auf unbegrenztes Wachstum durch Produktion und Export gesetzt.
DAS wird uns irgendwann heftig auf die Füße fallen.

Ich bin bei dir, dass wir zwischen Dienstleistung und Produktion mehr Ausgleich schaffen müssen, nur eins haben doch die Krisen der Vegangenheit gelehrt, nur mit Dienstleistung kommt man auch nicht weiter, du kannst gerne mal die Leute in GB, außerhalb von London fragen, ob sie im nachhinein, die massive Umwndlung ihrer Wirtschaft rein auf Dienstleistung getrimmt, noch so gut finden.
Ein Produktions und Industrie Standbein zu haben, hat bis jetzt immer Vorteile gehabt und wir sind noch weit entfernt davon, das demnächst alles beliebig aus dem 3-D Drucker kommt, aber natürlich sollten wir unseren Exportüberschuss um ~2% senken und mehr den heimischen Markt ankurbeln, allerdings ist Deutschland seit mehr als 120 Jahren sehr exportorientiert, mal abgesehen von 1933-1945, das bekommt man so schnell nicht "raus", weil es hat ja auch eine Menge Wohlstand für sehr viele Menschen generiert.
 
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