Coronavirus: Behandlungsmethoden und Maßnahmen

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Man weiß, dass es ernst ist, wenn
a) Franzosen sich über deutsche Soldaten im Elsass freuen
b) Jemand auf fliegendes Gerät von der Bundeswehr hofft


Den Nachtrag erlaube ich mir mal noch, eben weil das Geschriebene so falsch ist. Ich habe das auch schon früher in ellenlangen Beiträgen erklärt, aber es scheint nicht auszusterben:
Ich habe absichtlich rechtskonservativ geschrieben, denn zwischen "rechts" und "konservativ" gibt es per Definition keinen Unterschied (Ursprung: französischen Abgeordnetenkammer 1814 - Sitzordnung -> links saßen die, die die pol. Verhältnisse verändern wollten, rechts die "Bewahrer" des status quo).
Diese Begriffe stehen Synonym.

Könnte es sein, dass deine Definition veraltet ist? So um rund 200 Jahre schätze ich mal ganz willkürlich. Der Sprachgebrauch hat sich seit 1814 nämlich ein Bisschen gewandelt. Einerseits haben wir wegen der zurückliegende Geschichte ein breites Spektrum von selbst ernannten Konservativen, die sich eine Rückkehr in die 00er/90er/80er/70er/50er/30er wünschen. (Swinging Sixties und Kriegsdeutschland mögen "Konservative" irgendwie nicht :ugly:). Das heißt vieler unserer "Konservativen" wollen eben nicht den Status Quo konservieren. Diesen Standpunkt definiert man heute als "Mitte" und "rechts" davon finden sich Leute, die sehr wohl Änderungen wollen (nach deiner Definition also "Links" wären), allerdings in die gegenteilige Richtung von dem, was Internationalisten/Sozialisten/Pazifisten/Umweltschützer/Klimaschützer/Femministen/Anarchisten/etc. fordern. ("Links" zu definieren ist eindeutig schwerer als "rechts". Die haben einfach keinen Sinn für Ordnung :ugly:)
Andererseits kommen wir nicht mehr aus einem Absolutismus und haben keine steife, nach außen verschlossen, kleine Gesellschaft mehr. Sondern eine höchst individuelle, die im steten Austausch mit der ganzen Welt steht und mittlerweile Ausmaße angenommen hat, die schwerwiegende Feedbackmechanismen triggern. (Vor allem bei Natur, Klima und Umwelt) Das heißt selbst die bewahrende Mitte, die nichts ändern will (also "rechtskonservativ" gemäß deiner Definition wäre), ist heute gespalten in Leute, die die geltenten Regeln unverändert erhalten wollen, was mangels Anpassung an dynamische Umstände zu sich ändernden Lebensverhältnissen führen würde, und Leuten, die die herrschenden Zustände bewahren wollen und dafür diverse Regeln anpassen/auf äußere Einflüsse reagieren müssen.

In keinem anderen Land auf der Welt ist ähnliches gelungen (nicht mal in Österreich).

Klar, die Bezeichung nationalistischer Umtriebler als "rechts" ist rein deutsches Phänomen...
"Far Right" sind in Amerika dann wohl auch alles Umwelschützer, die unveränderte Landschaft erhalten wollen? ("Konservative") :wall: :wall:

"Bürgerlich" ist abgeleitet vom guten, alten Bürgertum (Bourgeoisie) und entspricht heute wohl der gehobenen "Mittelschicht". Bürgerlich ist jemand, der wirtschaflich konservativ denkt

Äh - nein. Komplett falsch?
Die Bourgeoisie/das klassische Bürgertum war über einen Wertekanon definiert, der verdammt wenig wirtschaftliches enthielt und das Bisschen dürfte vielen heute üblichen Vorstellungen sogar komplett zuwieder laufen. Das Vermögen durch faules auf-der-Couch-sitzen in Kombination mit Aktien-von-Unternehmen-die-ganze-Landstriche-verwüsten-besitzen, wäre z.B. zutiefst unbürgerlich. Sicherlich haben die bürgerlichen Vorstellungen der öffentlichen Selbstdarstellung einen gewissen Wohlstand vorrausgesetzt, das Bürgertum erstreckte sich aber trotzdem über mehrere Vermögensschichten ohne eine davon vollständig zu erfassen. Ein gut wirtschaftender Schweinezüchter mit bodenständigem Verhalten wäre nie bürgerlichen Salons akzeptiert worden, wer trotz knapper Kasse den äußeren Anstand wahrte dagegen schon. Und z.B. der Klerus stand komplett daneben.

Umgekehrt ist unsere heutige "Mittelschicht" komplett über das Vermögen definiert und nicht im geringsten über Werte. Man könnte sogar sagen, dass letzteres eines der entscheidenden Probleme unserer Zeit ist und man schon verdammt wenig Ahnung von Gesellschaft haben muss, um da irgend einen Bezug zu bürgerlichen Werten herzustellen. Ladenbesitzer, kirchlich getraut, zwei Kinder mit Ausbildung in klassischer Musik, 60k Haushaltseinkommen? Mittelschicht. Zuhälter mit 10 (registrierten) Strassenutten und seiner Fichtel, SL AMG unterm Arsch und 30k für die eigene Tasche am Jahresende? Mittelschicht. Päärchen, er im Sommer DJ auf Mallorca, im Winter in Österreich der andere er Hersteller von Bondage-Zubehör nebenan, zusammen 50k im Jahr? Mittelschicht. Aber nur eines von den drei Beispielen ist auch bürgerlich.


In Indien gibt es auch schon erste Fälle. Und da werden wohl die ärmsten der Armen wie die Fliegen wegsterben in den Slums.
Um die Flüchtlinge in den Flüchtlingslagern macht man sich auch Sorgen. U.a. auf den griechischen Inseln.
In Afrika könnte es auch sehr schlimm werden. :(

Die griechischen Inseln finde ich richtig tragisch. Es wäre so verdammt einfach gewesen, die komplett zu isolieren. Aber das dass noch geschieht, bevor es zu spät ist, kann man praktisch ausschließen. Und wenn es da ausbricht, würde ich mit 20-30% Todesquote der gesamten Inselbevölkerung rechnen, denn Bewegungskontrolle ist schon jetzt nicht mehr gegeben und räumlicher Abstand sowieso nicht, Gesundheitsversorgung auch nicht.


Wenn die Zahlen "echt" sind bzw. stimmen, Respekt, keine Frage. Dann darf man auch mal Leute Zuhause einschweißen bzw. Haustüren zunageln usw.

Wenn die Zahlen stimmen.

Die Zahlen werden nicht 1:1 hinhauen, aber wenn China die gleiche Entwicklung wie Italien hingelegt hätte, dann hätten sie Anfang März deutsche Expertise im Betrieb von Großkrematorien angefordert und mittlerweile einen totalen Zusammenbruch des Staatsappartes schlicht aus Mangel an Mitgliedern erlebt. Stattdessen gibt es aktuell keine Hinweise darauf, dass die Situation nicht tatsächlich um Größenordnungen besser ist, als noch vor einem Monat und selbst wenn sie nicht so gut ist, wie dargestellt: Davon können Italien, Spanien oder die USA nicht einmal träumen.



Vor kurzem gab es einen Artikel über die Ausbreitung in den USA und da stand, dass bei einer Geburtstagsfeier von 50 Personen, eine infizierte Person es geschafft hat die hälfte der Gäste anzustecken. Wenn das stimmt, muss die Ansteckungsgefahr nicht gerade unerheblich sein.

Der Südkoreanische Ausbruch ging fast komplett auf eine einzige Infizierte aus China bei einer eintägigen Veranstaltung einer Sekte zurück. Ein ähnliches Epizentrum gab es auch in Ostfrankreich. Also ja: Das Zeug ist verdammt ansteckend, aber vermutlich nur bei engem Kontakt. Jedenfalls hat die hochgradige Verbreitung in beiden Fällen nur vor Ort zugeschlagen, während die zwangsweise folgenden losen Kontakte im Alltag nur einen kleinen Teil der Begegnungen infiziert haben. Also direkter Körperkontakt, längere Gespräche (Tröpcheninfektion), etc., aber eher nicht beim Vorbeilaufen auf der Straße. (Verlassen sollte man sich aber nicht auf sowas, sondern es nur als Anzeichen für

Wenn die Infektionen überwiegend an Orten stattfinden an denen sich viele Menschen nahe kommen, dann sollte deren Schließung nach ca. 1 Woche eine Wirkung zeigen, da die durchschnittliche Inkubationszeit 5-6 Tage beträgt.

Orte wie z.B. Clubs, Schulen und Fitnessstudios sind aber schon seit über einer Woche geschlossen und die Zahl der Infizierten steigen aber immernoch stark an. Daher frage ich mich wo die herkommen. Wo haben sich die meisten Menschen, die jetzt erkranken, infiziert? In den ÖPNV, im Supermarkt, durch Mitbewohner oder auf Arbeit?

Erstmal kann die Inkubation auch doppelt so lange dauern und dann vergehen von Krankheitsausbruch bis zur Feststellung stärkerer Symptome, die auch untersucht werden, einige Tage mehr. Ich würde also von 2-3 Wochen Lag ausgehen. Einschließlich Testdauer bis zu 4 Wochen. Und dann haben wir die Testkapazitäten in den letzten Wochen massiv aufgebaut und das Bewusstsein in der Bevölkerung ist gestiegen, sodass die Dunkelziffer heute geringer als vor "über einer Woche" ist. Davon abgesehen würde ich aber definitiv vollen ÖPNV in Kombination mit unvorsichtigen Leuten, Mitbewohner und vor allem Arbeit als gute Infektionsquellen sehen. Unvorsicht und öffentliches Gedränge haben wir erst seit knapp einer Woche massiv runtergefahren, die Wirkung dieser Maßnahmen zeigt sich dann ~Ostern. Sekundärinfektionen an Mitbewohnern folgen den noch aus der Club- & Party-Phase erfolgten Verbreitern mit zwei Wochen Inkubationslag, das wäre dann ~eine Woche nach Ostern. In Gegenden mit vielen Corona-Partys noch später. Und Infektionen auf Arbeit? Zwar steht bei einigen Arbeitgebern zwangsläufig alles still und einige Arbeitgeber haben versucht, Abstände zwischen Mitarbeitern zu vergrößern, aber wirklich auf 0 gesenkt wurde diese Ansteckungsquote nur in weniger wichtigen Geschäften mit direktem Kundenkontakt. Es lebe der Kapitalismus! (... aber nicht seine Angehörigen. Die sterben.)


Ähem, doch:
Anhang anzeigen 1083662 .

Nur hat das hier anscheinen keiner gelesen.

Bei mir ist es auch schon lange her und es ist ziemlich trocken.

Aber die ökonomische Grundessenz habe ich mir gemerkt: c+v= c+v+m.

Äh: Das mag eine grundlegendes Werk ÜBER den Kapitalismus sein, aber es ist kein definierendes Werk, an dem "Kapitalisten" ihr Handeln ausrichten. (Eigentlich versucht es sogar, das Gegenteil zu sein. Mit wenig Erfolg, Kapitalisten richten sich zwar nicht danach, machen aber trotzdem vieles so, wie es kritisiert wird :ugly:)

Ohne eine "Lehre des reinen Kapitalismus" kann und tut aber eben jeder eine eigene Definition dafür finden. Beim Sozialismus und Kommunismus ist das einfacher, weil sie nicht diffus entstanden und erst nachträglich anhand einer komplexen Realität als solche definiert worden sind, sondern als reine, eindeutige, niedergeschriebene Theorie einen exakt definierten Ursprung haben. (Zwar gäbe es da im Prinzip auch mehrere, voneinander abweichende Definition, aber wenn mir hier einer aus dem Kopf eine nicht-marxistische samt ihrer Abweichungen von selbigem zitieren kann, bin ich verdammt beeindruckt. Eine praktische Rolle spielen diese alternativen Ursprungsdefinitionen jedenfalls nicht.)

Die gesellschaftliche Basis heißt Privateigentum an Produktionsmitteln, die den Überbau des kapitalistischen Staates hervorbringt.

Jup, das ist die Basis. Das sind aber auch Eigenschaften, die wir (besonders historisch) bei vielen gemeinhin nicht als kapitalistisch bezeichneten, zumindest aber bei vielen grundverschiedenen Wirtschafts- und Gemeinschaftsformen finden.

Würde ich nicht so sehen.
Jeder Sozialismus ist anders, immer nur ein kleines bischen.
Die Grundlagen (gesellschaftliches Eigentum an PM, Diktatur der sozialistischen Partei mit Hilfe der Geheimpolizei - Stasi, KGB und wie sie alle hießen) sind tatsächlich gleich.

Missverständniss?
Mein "das gleiche gilt für den Sozialismus" bezog sich auf "DER Kommunismus ist definiert und man kann recht klar sagen, was ihm entspricht und was nicht." Es ist also kein Widerspruch zu mir, wenn du ebenfalls der Meinung bist, dass es im großen und ganzen "einen Sozialismus" gibt. Dass ich gegenüber Mahoy (und weiteren Vorpostern) meinerseits explizit zwischen Sozial- und Kommunismus unterschieden habe liegt daran, dass die reihenweise den "chinesischen Kommunismus" kritisiert haben. Dieser Ausdruck zeugt aber nur davon, dass die Dikussionsteilnehmer weder eine Ahnung haben, was in China los ist, noch was Kommunismus eigentlich ist. Und auch nicht, was Sozialismus ist. Denn weder das eine noch das andere herrscht in China praktisch und auch in der Theorie gibt es da nur Sozialismus, aber keinen Kommunismus.

Wo ich dir aber durchaus wiedersprechen würde: Mit Ausnahmen des ersten Punktes ist keines deiner Merkmale sinnstiftend für den Sozialismus. Und das ist eine wichtiger Punkt, denn man kann nicht über dessen Vor- und Nachteile reden und dann Dinge aufzählen, die zwar von real sozialistischen Regimen oft praktiziert wurden, aber funktional gar nichts damit zu tun haben. Diktatorische Einheitsparteien und ihre Machtapparate sind genauso wenig "sozialistisch", wie es gebackenes Brot "kapitalistisch" ist. Man trifft zwar beides oft zusammen an, aber es ist nicht Teil des Konzeptes.

Stand in der DDR auch so sinngemäß drin.
Ich hab sie jetzt nicht da, muß mal suchen.

Dürfte bei den meisten drinnstehen, denn die real existierenden "sozialistischen" Staaten beziehen sich alle auf den Marximus-Leninismus und prädigt nunmal die "Diktatur des Proletariats". Das schreiben sich dann alle auf die Fahnen bzw. in die Präämbeln. (Nur um dann in der Regel eine "Diktatur über das Proletariat" zu etablieren. Aber das meine ich ja mit dem einheitlichen Ursprung, an dem man alle möchtegern-Sozialisten messen kann um festzustellen, dass sie eben nur sehr eingeschränkt sozialistisch sind...)
Aber was da eben nicht steht: "In China herrscht Kommunismus". Also kann man es sich auch sparen, die Auswirkungen des "Kommunismus in China" anzukreiden. Die gibt es genausowenig, wie "Folgen der Alieninvasion in den USA"

Nein.
Der Sozialismus duldet keine "freien" Medien.
ALLES unterliegt der Zensur der Partei und der Geheimpolizei.

Ich zittiere dich mal:
"Nein"
Und es würde mich sehr wundern, wenn du mir von Marx oder Engels (oder einem früheren Vordenker, wenn du die trotz mangelnder Wirkung als Begründer des Sozialismus bezeichnen willst) eine entsprechende Anweisung zeigst. Genau das sind die Abarten, die real existierende Diktaturen praktiziert haben und die den Idealen des Sozialismus, insbesondere der Gleichberechtigung aber auch der Aufgeklärtheit, massiv zuwiderlaufen.

Ein Virus ist KEIN Lebewesen.
Es hat keinen Stoffwechsel und ist nur ein Schnipsel DNS oder RNS.

Hast recht, "überleben" war das falsche Verb. "infektiösbleibend" wäre aus biologischer Sicht besser, aber ich denke jeder hat die Aussage auch so verstanden.


Corona-Forschung: Sind Patienten nach der Genesung immun? | tagesschau.de


Noch ist nicht mal klar ob man nach der Genesung überhaupt dauerhaft immun ist. Dann würde es nämlich auch nichts bringen, wenn in 2 Jahren 60-70% der Bevölkerung "mal an der Reihe waren", wenn das Spiel dann (oder vielleicht sogar schon nach einem Jahr) wieder von vorne anfangen würde. Und dann vielleicht/sehr wahrscheinlich auch noch mit einem mutierten Corona-Virus.

Es steht und fällt alles mit einem Impfstoff - und anschließend dessen Weiterentwicklung.

Selbst wenn sich keine vollständige Immunisierung ausbildet, sollte das Immunsystem auf leicht veränderte Varianten wesentlich schneller anspringen, wenn es schon mal trainiert wurde. Siehe Influenza. Und außerdem würde eine zeitlich befristete Immunisierung auch nicht bei allen gleichzeitig enden, die heutige Situation des global grassierenden Virus in einer zu 100% infektionsgefährdeten Bevölkerung wird es so nicht wieder geben.



****. Das es asymtomatisch bleiben kann, war ja bekannt, aber dass das auch für Fälle mit schweren Verlauf gilt, die erst bei einer massiven Schädigung anhand eben dieser die Krankheit bemerken, ist echt übel.
 
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Die griechischen Inseln finde ich richtig tragisch. Es wäre so verdammt einfach gewesen, die komplett zu isolieren. Aber das dass noch geschieht, bevor es zu spät ist, kann man praktisch ausschließen. Und wenn es da ausbricht, würde ich mit 20-30% Todesquote der gesamten Inselbevölkerung rechnen, denn Bewegungskontrolle ist schon jetzt nicht mehr gegeben und räumlicher Abstand sowieso nicht, Gesundheitsversorgung auch nicht.
Das Problem ist auch, dass dort viele schon an anderen Krankheiten erkrankt sind. Auch Kinder.:(


Die Zahlen werden nicht 1:1 hinhauen, aber wenn China die gleiche Entwicklung wie Italien hingelegt hätte, dann hätten sie Anfang März deutsche Expertise im Betrieb von Großkrematorien angefordert und mittlerweile einen totalen Zusammenbruch des Staatsappartes schlicht aus Mangel an Mitgliedern erlebt. Stattdessen gibt es aktuell keine Hinweise darauf, dass die Situation nicht tatsächlich um Größenordnungen besser ist, als noch vor einem Monat und selbst wenn sie nicht so gut ist, wie dargestellt: Davon können Italien, Spanien oder die USA nicht einmal träumen.
Vielleicht haben die Chinesen ja wirklich alles richtig gemacht. Das einzige was bei diesem scheiss Virus hilft: alles (hermetisch) abriegeln. Keiner raus, keiner rein.


Selbst wenn sich keine vollständige Immunisierung ausbildet, sollte das Immunsystem auf leicht veränderte Varianten wesentlich schneller anspringen, wenn es schon mal trainiert wurde. Siehe Influenza. Und außerdem würde eine zeitlich befristete Immunisierung auch nicht bei allen gleichzeitig enden, die heutige Situation des global grassierenden Virus in einer zu 100% infektionsgefährdeten Bevölkerung wird es so nicht wieder geben.
Nur warum muß man sich dann gegen die Influenza eigentlich jedes Jahr impfen lassen?
Doch nur weil das Virus sich scheinbar wieder so stark verändert hat, dass der Körper ihn/es nicht mehr abwehren kann.
 
Nur warum muß man sich dann gegen die Influenza eigentlich jedes Jahr impfen lassen?
Doch nur weil das Virus sich scheinbar wieder so stark verändert hat, dass der Körper ihn/es nicht mehr abwehren kann.

Es gibt nicht "das Virus", die Influenzaimpfung ist eine Kombinationsimpfung unzähliger Einzelviren aus iirc 4 verschiedenen Virenstämmen.
Natürlich können die alle mutieren und ja, gegen die mutierten ist man dann nicht immun - aber die Krankheit kann deutlich milder verlaufen wenn das Immunsystem zumindest "ähnliches" kennt als wenn es völlig bei Null anfangen muss.

Es gibt da ja nicht nur 0 und 1 (immun und schwerer Verlauf), Impfungen gegen sehr ähnliche Viren erhöhen zumindest die Chance, dass der Krankheitsverlauf milder wird auch wenn man nicht direkt immun ist.
 
Bloß wenn man sich die aktuelle Entwicklung anschaut, gleicht die Erwartung an einen Impfstoff dem Warten auf ein Wunder.

Selbst wenn man den in einem Jahr hat, bleiben da möglicherweise nicht mehr viele, die man impfen kann.

Über Lockerungen der Beschränkungen kann man dann erst nachdenken, wenn die Zahl der bestätigten Neuinfektionen bei unter 10 am Tag liegt.
Davon sind wir meilenweit entfernt. So eine Zahl hatten wir zuletzt im Februar, aktuell bewegen wir uns auf die 10.000 Neuinfektion am Tag zu.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das stimmt schon. Die Frage die man sich irgendwann ernsthaft stellen muss (da tatsächlich kein Impfstoff zu erwarten ist die nächsten ~12 Monate) ist: Was richtet mehr Schaden für die Bevölkerung an - ein Virus das weniger eingedämmt wird oder eine wirtschaftliche harte Depression bei dauerhafter Eindämmung?
Als "Optimalszenario" wird ja gehandelt die Eindämmung gerade so stark zu halten dass zwar die Wirtschaft läuft aber dennoch die Fallzahlen nicht das Gesundheitssystem kollabieren lassen, das ist aber schlichtweg nicht so genau kontrollierbar, daher gibts das On/Off Modell wo immer "Ausgangssperre" mit "alle Maßnahmen aufgehoben" abgewechselt wird je nach Entwicklung der Fallzahlen - da dauert eine Durchseuchung aber ggf. mehrere Jahre.

Man wird sehen müssen wozu man sich entscheidet aber sicher ist keine der gangbaren Optionen wird ohne große Schmerzen ablaufen können. Das Leben wird nach 2020 ein anderes sein, so viel ist sicher.
 
Man kann nur hoffen, dass China endlich durchgreift und diese "Tiermärkte" für "chin. Heilmedizin" endlich Dichtmacht und rigoros durchgreift.

Ist bereits geplant oder sogar schon umgesetzt:
Anthropogener Klimawandel mit kleiner Erklärung

Zu nicht Kriegszeiten gab es damals bereits weltweiten Handel mit relativ schnellen Frachtschiffen und weltweiten Schiffstourismus ala Titanic mit großen Passagierdampfern.
Ich denke also schon dass sich das Virus auch ohne die Verlegung von US Truppen auf Europa verbreitet hätte.

"Schiffstourismus mit der Titanic"? Transatlantikreisen dieser Art waren keinen Kreuzfahrten, sondern Verkehrsmittel der Reichen und Superreichen. Zwar auch Privat, genauso aber geschäfftlich. Der Gesamtumfang in 1. und 2. Klasse dürfte geringer gewesen sein, als heute der in der 1. Klasse bei den wenigen Airlines, wo es die noch gibt und vermutlich kaum weniger, als heute im Privat-/Firmenjet über den Teich fliegt. Die Titanic, das (knapp) größte Schiff zum Zeitpunkt des Unterganges hatte knapp über 600 Luxuspassagiere an Board (Kapazität war mehr, aber eben selbst auf der prestigeträchtigen Jungfernfahrt nicht annähernd ausgebucht) und hätte eine E>A Überfahrt alle zwei Wochen hinbekommen. (Von einer Hin- und Rückfahrt in der gleichen Woche, die mit den schnellsten Liner theoretisch möglich wurde, war man im 1.WK noch meilenweit entfernt)
Große Passagierzahlen wurden damals nur in der 3.Klasse mit Auswanderern erreicht, die aber eben nichts "aus den USA" hätten mitbringen können, weil sie in dieser Richtung nicht reisten. Klar wäre das Virus ohne Krieg trotzdem nach Europa gelangt, aber eben nur durch eine Hand voll Infizierte und bei denen hätten gute Chancen bestanden, dass die Krankheit noch an Board zu erkennen (eben wegen der langen Überfahrt). Die Infektions-Grundlage für eine Epidemie hätte es ohne die Millioneneinschiffungen für den Kriegseinsatz vermutlich nicht geben und die guten Ausbreitungsbedingungen insbesodnere der ersten Welle ohne das Chaos in Europa und die Bedingungen in den Schützengräben erst recht nicht.


Dike Infektionszahlen in den USA liegen mittlerweile bei knapp 100.000.


Brasilien: Indigene ziehen sich in Regenwälder zurück

18:02 Uhr
Verschiedene Ureinwohner Brasiliens gehen zum Schutz vor der Corona-Pandemie freiwillig in die Isolation. Wie das Portal "G1" berichtete, entschieden die Guajajara und die Awá Guajá, die im nördlichen Bundesstaat Maranhão auf eigenem Land leben, sich in den Regenwald zurückzuziehen. Nur Angehörige des Dorfes dürfen das Gebiet noch betreten. Selbst Indigenen anderer Dörfer und Mitarbeitern der Indigenenbehörde Funai ist dies untersagt.
Auch die Ashaninka im Westen Brasiliens hätten sich zu diesem Schritt entschlossen, sagte Yvonne Bangert von der Gesellschaft für Bedrohte Völker (GfbV).


Da haben wir Glück, das Bolsonaro da noch nicht hat alles abholzen lassen.


Stellt sich die Frage, ob das auch die Holzindustrie so sieht. Das die brasilianischen Indigenen am liebsten ihre Ruhe hätten, ist ja nichts neues. Trotz versuchen, dass mit allen politischen Mitteln und zum Teil sogar mit Gewalt durchzusetzen, haben sie die aber bislang nicht. Und wenn man sich schon anguckt, wie die brasilianische Elite mit der Pandemie umgeht ("nur ne Erkältung"), dann glaube ich nicht, dass der durchschnittliche Holzarbeiter sich dieser Tage zu Hause verkriecht.


Weiß man schon was GM dazu so sagt? :ugly:
Das wird ja lustig...

GM hatte das schon angeboten/geplant, die Produktion umzustellen. Ist dieser Tage nunmal ein viel besseres Geschäft, als Autos herzustellen. Und du kennst doch Trump: Der zwingt die garantiert nicht, das alles umsonst zu machen. Viel wahrscheinlicher ist, dass er einige Milliarden, die eigentlich den Ärmsten zugestanden hätte, in derartige Maßnahmen umleitet und GM nach 1-2 Runden Golf mit den Bossen dazu "gezwungen wird", viel Geld zu verdienen.


Wobei man das ja dann auch noch ein paar Wochen später machen kann. 9 Monate sind schließlich Zeit.

Klar, in den USA ist Corona ja auch zu Ostern wieder weg und ob ein unerwünschter Fötus nun 14 Tage, 14 Wochen oder 14 Monate alt ist, macht auch keinen Unterschied.


Jetzt wurde von der FDP rummeckert, das die der Arbeitsminister sich erst im Herbst mit dem Rentenkonzept beschäftigen würde.
Dabei würde sich das Problem schnell lösen, wenn die Selbständigen auch einzahlen würden.

Das Problem löst sich dank Corona doch auch so schnell :schief:
Die FDP hat es allerdings im Moment auch schwer, mit irgend einem ihrer klassischen Themen zu punkten. Kostendrückung im medizinischen Bereich und Abschaffung staatlicher Fürsorge stehen aktuell ebensowenig hoch im Kurs wie maximale Ausbeutung von Arbeitnehmern. Aber ein Lindner kann auch nicht einfach mehrere Wochen die Klappe halten, der will beißen.


Wobei ihr in Österreich da halt die Skipisten habt weiterlaufen lassen trotz Coronafällen in den Urlaubsorten.

Hat eigentlich jemand was darüber gehört, wie die Ausbreitungsdynamik zwischen Italien und Tirol lief? Für die deutsche Corona-Situation kann man Österreich ja gut als Hauptverursacher bezeichnen.


Eigentlich nicht. Aber ich hab grad mal die Symptome genauer angeschaut bzw. gegoogelt (ja ich weiß, Google soll man nicht nach Krankheiten fragen:ugly:), und ich sag mal so: Wenn es auch eine (sehr?) leichte Form von Heuschnupfen gibt, dann wäre das eine Erklärung für so manche Symptome, die mich selten aber seit den letzten Jahren regelmäßig heimsuchen, und die ich nie zuordnen konnte (oder pauschal alles auf "leichte Erkältung" geschoben hab), und daher quasi irgendwann einfach ignoriert hatte. Gerade vor 2 Tagen erst hatte ich extrem brennende Augen nach dem aufstehen für bestimmt 1-2h... endloses Niesen ohne [für mich] erkennbaren Grund, mit laufender Nase, da ist das letzte mal jetzt auch noch nicht so lange her. Und meine Halsschmerzen kamen vorgestern (?) irgendwie innerhalb von vielleicht einer halben bis einer Stunde wie aus dem Nichts. Wenn sowas auch von HS kommen kann...

Gereizte Augen und Niesen sind sehr, sehr typische Reaktionen für allergische Reize und ich habe sie noch nie im Zusammenhang mit Corona gehört. Das heißt nicht, dass du keins hast (siehe oben), aber vermutlich ist es nicht für die genannten Unanehmlichkeiten verantwortlich. Ärgerliche Überschneidungen gibt es aber bei Husten, Reizungen der Atemwege und Schnupfen. :(


Hier taucht jeder Todesfall auf, unabhängig von der Ursache. Ich sehe keine signifikante Veränderung. Ganz im Gegenteil gehen durch die Quarantäne Massnahmen die absoluten Todesfälle zurück. In Italien und der Schweiz allerdings, siehe den unteren Teil der Grafik, sieht man durchaus einen Anstieg.
EURO MOMO

Das sind landesweite Statistiken. Bei der Analyse der italienischen Infizierungsgeschichte geht es um die Entwicklung in den einzelnen Gemeinden. Das ist epidemologisch durchaus interessant, aber natürlich gehen die paar Dutzend in einer landesweiten Bilanz unter.


Mit der Recherche der Gesundheitsämter meinte ich explizit den Anfang der Epedemie, z.B. die Infektion der Wabesto Mitarbeiter Ende Januar. Und genau damit haben wir vermutlich entscheidende Wochen gewonnen.

k.

Es ist alles ein Abwägen. Was bringt ein extrem teurer kompletter Shutdown? Die Infektion wird dann durch irgendwen oder irgendwas wieder angefacht. Der Drop ist durch, eine komplette weltweite Ausrottung ist illusorisch. Arbeitgeber haben ein Eigeninteresse, dass niemand krank wird. Denn dann gibt es auch ganz schnell Quarantäne für alle Mitarbeiter. Es ist eine meldepflichtige Krankheit. Wo steckt man sich denn an? Da wo man viele uinterschiedliche Menschen sieht und das ist selten der Büroarbeitsplatz. Da sind Kneipen viel gefährlicher, kranke Köche in Restaurants etc.

Solange dir die Köchin nicht auf den fertigen Teller niest, ist gerade der eben nicht infektiös. Genauso wenig der Kellner. Eigentlich gilt gerade in Restaurants schon aus ganz anderen Gründen eine Trennung von Personalkörperflüssigkeiten und Kunden/Verkauftem. Und auch die Trennung zwischen Gästen ist in vielen Lokalitäten ganz gut, sodass man sich da fast nur durch Freunde anstecken kann. Ähnliches gilt aber einem gewissen Alter auch für nahezu alle Freizeiteinrichtung. Klar - flirtende Jugend und Raves wären ein enormes Verbreitungsrisiko. Aber ins Schwimmbad gehe ich in der Regel nur mit einem festen Personenkreis und fremden halte ich höfliche Abstand. Ähnliches bei Kino, wenn es nicht zu voll wird, definitiv in Museen/Ausstellungen, etc. Überall habe ich nur mit einem festen Kreis bekannter Kontakt und der ist zumindest in meinem Fall auch noch wesentlich kleiner, als der Kreis meiner Arbeitskollegen. Als praktizierender Soziopath ("hah, jahrelang habt ihr mit dem Finger auf mich gezeigt, aber jetzt bin euch weit voraus!") bin ich da natürlich das untere Ende der Statistik, aber bei mir hätte eine Einstellung der gewohnten Arbeitsaktivität 4-5 mal soviele potentiell infizierende Kontakte eingespart, wie eine Einstellung der gewohnten Privataktivität. Aber nur letzteres wurde angeordnet, ersteres, viel wirkungsvolleres wurde von mir und meinem Arbeitgeber in Eigenregie teilweise umgesetzt. (Ergebnis: Als ich doch wieder aus dem Home Office raus musste, hatte ich in binnen zwei Tagen mit viermal mehr fremden Personen Kontakt als in der gesamten Woche zuvor, wobei jeder einzelne dieser Kontakte mindenstens drei, zum Teil zehmal länger war als der längste der Vorwoche. Ich will nicht sagen, dass die Lage insgesamt unsicher war - man konnte meistens Abstand halten -, aber das zeigt ein Bisschen das Potential von beruflicher gegenüber privater Einschränkung zumindest bei mir)

Nein, nach dem jetzigen Stand bleibt das Virus in den Atemwegen und geht nicht in die Blutbahn

"... Für die Übertragbarkeit des Erregers durch Blut und Blutprodukte gibt es keine Hinweise. ..."

Ruhig Blut – Blutspende in Zeiten des Corona-Virus - Blutspendedienst des BRK

Thx, wusste ich noch nicht.


Könnte auch ein Hinweis darauf sein, wie ungenau die Testmethoden sind

Tiere testet niemand in nenneswerten Umfang, da weiß man fast nichts. Allerdings muss man auch trennen zwischen "Virus im Tier nachgewiesen" und "Krankheit ausgebrochen/Tier infektiös".


Spanien schickt Corona-Tests nach China zurück. Ihre Zuverlässigkeit läge nur bei 30 %. Woher wollen die das wissen? Wenn die das wüßten, bräuchten sie doch die Tests nicht.

:wall:
Sowas ist kinderleicht zu prüfen: Du nimmst eine Probe und testest sie zehnmal. Wenn du siebenmal Ergebnis A und dreimal Ergebnis B erhälst, ist der Test definitiv *******. Pro Forma nimmst du dann noch einmal einen Test, der sich bewährt hat und erfährst so, ob du 30% oder 70% Fehlerquote hattest, aber sicher einsetzen kannst du das Ding jedenfalls nicht. Aber sowas war zu erwarten - aus guten Gründen durchlaufen medizinische Verfahren jahrelange Entwicklungs- und Prüfroutinen. Dafür fehlt jetzt die Zeit. Man liefert so schnell es geht an die Front und wertet dann das Feedback aus. Wenig ist immer noch besser als nichts, man muss sich nur über die Fehleranfälligkeit im klaren sein. Der in Spanien verwendete Test ist vermutlich auch nicht komplett unbrauchbar: Reiner Zufall sollte bei einer ja/nein-Frage ein 50:50-Ergebnis erzielen. Wenn sie 70:30 haben, dann haben sie vermutlich jede Menge Falsch-Negative (Falsch-Positive wäre auch möglich, ist bei Massentests mit der aktuellen Infektionsrate aber noch die unwahrscheinlichere Situation). Die sind aber kein Problem, wenn man bei Patienten(/Toten) mit sehr eindeutigen Symptomen nur sicherstellen will, dass sie wirklich Corona haben: Wenn ein Test "positiv" zurückgibt, der selbst bei 70% der Infizierten "negativ" meldet, dann ist die "positiv"e Probe aber sowas von positiv...
Und da man 300000 von den Schrottkits rumliegen hat, kann man auch einfach jede Probe zehnmal durchlaufen lassen und dann immer noch 30000 Ergebnisse, die man sonst nicht gehabt hätte.

Viel schlimmer finde ich ehrlich gesagt, dass in Spanien wohl immer noch private Kliniken geschlossen sind, während die Menschen mangels Versorgungsinfrastruktur auf der Straße (bzw. zu Hause) krepieren.


Irgendwie muss sich Mexiko ja der Krisenkriminalität aus dem Nachbarland erwehren!
Jetzt bauen die Mexikaner vielleicht doch noch selbst die Mauer, die Trump von ihnen bezahlt haben wollte. :P

Cooler wäre es, wenn sie von Trump fordern würden, eine Mauer zu bauen, um die Amerikaner rauzuhalten :D


ich finde es trotzdem nicht richtig.
überall wird lauthals gejammert, dass alle überlastet sind, es hinten und vorne an personal feht, schutzausrüstung absolute mangelware ist, aber holt noch zusätzlich arbeit hierher.
passt nicht zusammen.

Die Intensivstationen sind in Deutschland nicht überlastet. (Bzw. fast nicht. Es gibt 1-2 Hotspots, die schon auslagern mussten, aber das sind absolut nicht viele Patienten) Auch Schutzausrüstung ist in den Krankenhäusern genug vorhanden und mittlerweile läuft auch die Versorgung von niedergelassenen Ärzten, Pflegediensten, etc. wieder etwas besser. Was hier alle haben: Angst, dass es in zwei Wochen zu aktuen Überlastungen kommt.
Aber dann sind die heutigen Intensivpatienten entweder tot oder auf dem Weg der Besserung. Umgekehrt kann man die !wenigen! französischen und italienischen Importpatienten auch als Übungsfälle betrachten, die den deutschen Teams echte Erfahrung statt wiederholter Trockenübungen bringen. Und Leben retten die Maßnahmen zufällig auch noch, was rein zufällig das Ziel jedes echten Mediziners ist - im Gegensatz zu Nationalismus.


Die Franzosen haben bereits 5x so viele Tote wie wir. Da die Krankheit und die ethnische Gruppe die gleiche ist und damit die Todesraten vergleichbar sein müssten ist davon auszugehen, dass auch die Infiziertenrate/Dunkelziffer 5x höher ist als bei uns.

Das sie weiter sind, stimmt zwar, aber mit solchen Vergleichen muss man vorsichtig sein: Offizielle Infektionszahlen sind nur dann vergleichbar, wenn die Testkapazitäten ähnlich oder bei weitem nicht ausgeschöpft sind und bei Todeszahlen gilt das gleiche in Bezug auf die Intensivbehandlung. Sonst siehst du vor allem, wie viele Kranke es über das jeweilige Limit der medizinischen Versorgung hinaus gibt (bzw. gab), was aber mehr von diesem Limit als von der Zahl der Infizierten/Kranken in der Bevölkerung abhängt.

Bitte bedenkt, dass die Versorgungsunterschiede in den Ländern nicht hauptsächlich in den verschiedenen Ressourcen begründet sind sondern darin, dass die Epidemie in verschiedenen Ländern unterschiedlich weit fortgeschritten ist. Die Infiziertenzahlen sind da völlig nutzlos da niemand die Wahrheit kennt, die Zahl der Toten aber vergleichsweise aussagekräftig.

Italien und Spanien hatten/haben spürbar schlechtere Behandlungsmöglichkeiten als wir, Frankreich afaik etwas schlechter und GB schlichtweg miserabel. Die Todeszahlen aus diesen Ländern sind schwer zu übertragen.


Kann mir mal jemand erklären, warum ich mit meiner Frau beim Einkaufen zwei Einkaufswagen nehmen muss. Mir leuchtet das nicht wirklich ein.

Du kannst auch zu einem Supermarkt fahren, der Chips verteilt. Da kannst du sogar ohne Einkaufswagen rein. Was aber ebenso bescheuert, wäre, wie seine Frau zum Einkaufen mitzunehmen. Im Moment sollte man die Versorgung der Haushalte mit sowenig Personen-Einkaufstagen wie möglich realisieren (also alleine für 1-2 Wochen auf einmal einkaufen), um die Ansteckungsgefahr zu minimieren. Und für letzteres haben die Supermärkte eben Kapazitätsgrenzen eingeführt, die sich am einfachsten durch eine fixe Zahl an "Eintrittskarten" umsetzen lassen. Wie gesagt - einige verteilen einfach Marken und man darf erst rein, wenn jemand rauskommt, dessen Chip man (nach Desinfizierung) bekommt. Andere nutzen als "Passierschein" eben einfach eine beschränkte Zahl Einkaufswagen, weil die a) eh jeder braucht und sie b) schon da waren.
Weiterer positiver Nebeneffekt: mit 1,5 m Wagen vor einem und 1,5 m Wagen des Hintermannes hinter einem hat man schon mal in zwei Richtungen den Sicherheitsabstand realisiert. Darüber wäre ich vor zwei Tagen froh gewesen, als mir in einem Laden, der nicht mit dem Wagenmodell gearbeitet hat, mehrfach Wagenlose von hinten auf die Pelle gerückt sind. Aber zumindest konnte ich mit meinem Wagen Entgegenkommende dazu zwingen, auf ihrer Seite des Weges und nicht mit 20 cm Abstand an mir vorbei zu laufen. :)


Frage an alle:
Hat irgend jemand einen Link zu dem Gerücht, dass in Island 40 unterschiedliche Varianten des Viruses nachgewiesen wurden? Das hörte ich jetzt von mehreren Seiten und halte da sfür absoluten BullShit

Höre ich gerade zum ersten Mal. Als vor ca. 5 Tagen von zwei Varianten die Rede war, wurde aber ziemlich vehement mit "es ist nur eins" widersprochen. Neue Erkenntnisse für "40 Stück" klingen mir selbst in diesen Tagen nach einem zu extremen Wissenszuwachs.



In meinen Augen genauso fahrlässig, wie Flugreisen aus China im Februar ohne Quarantäne oder wenigstens Untersuchung ins Land zu lassen. Oder Anfang März Pubs in London zu öffnen. Oder Mitte März Tests in den USA für überflüssig zu halten. Da hat leider JEDES (westliche) Land seine eigene "ja, aber wir sind doch praktisch nicht betroffen"-Selbstbelügung und daraus resultierende Fehler. Und wenn ich nach Japan und Südamerika gucke, ist das nicht einmal ein westliches Phänomen. Einzig Südkorea hat bislang konsequent gehandelt, alle anderen legen erstmal einen Fail hin. (Naja - einigen afrikanischen kann man bescheinigen, alles ihnen Mögliche zu tun. Also gar nichts.)

Allerdings muss man im Falle von Schweden auch sagen: Die haben in ihren Skigebieten keinen Sauftourismus mit großen Partys und Skilaufen an sich dürfte als "Bewegung an frischer Luft und Sonne" sogar positiv sein. Auch die Schulklassen sind in Schweden viel kleiner und weniger gedrängt, sodass eine Ausbreitung hierüber viel langsamer wäre und die Schließung von Kinderbetreuungseinrichtungen war ja schon in Deutschland eine sehr heikle Frage, weil sie eben erst einmal bestehende Ansteckungsgruppen zerreißt und in neuen Betreuungsformen mischt.



Und weiter? Das haben viele gemacht, nachdem China iirc im Februar oder sogar Ende Januar erste positive Experimente damit gemeldet hat. Aber die waren eben auch nur leicht positiv, sehr wirksam sind diese Medikamente nicht. Umgekehrt haben sie sehr heftige Nebenwirkungen, können also mehr Schaden als Nutzen.
Und genau deswegen ist "Russland hat Malaria-Medikament gefunden, das Corona heilt" (vorerst/wahrscheinlich) ein Lügenmärchen, auch wenn "Malaria-Medikamente können bei Corona-Therapie helfen" wahr ist.

Wenn Rußland gleich Fake News ist, dann nenne ich das eben so. Finde dich damit ab.

"Russland" ist nicht "Fake News". Aber Kreml-Medien (die Inhalte von Sputnik, RT, etc. werden direkt vom Informationsministerium diktiert) sind unbrauchbare Quellen, weil sie in großen Mengen AUCH Fake-News raushauen. Solange keine komplett andere, unabhängige, seriöse Quelle eine Bestätigung liefert, ist man durch einen RT-Beitrag also kein Bisschen schlauer. Aber wenn man eine andere, bessere Quelle hat, braucht man auch kein RT oder Sputnik mehr. Einzige Ausnahme von dieser Regel:
Wenn Putins Propagandamaschine mal was negatives über Putin berichten sollten, dann kann man davon ausgehen, dass die Kacke wirklich am dampfen ist. Haben sie aber bislang nicht. Genauso kann umgekehrt auch positive Meldungen über die russische Regierung glauben, wenn sie von einer der wenigen noch nicht verbotenen oder unter Staatskontrolle gestellten oppositionellen Quellen stammen. Aber auch das ist höchst selten.


Nur warum muß man sich dann gegen die Influenza eigentlich jedes Jahr impfen lassen?
Doch nur weil das Virus sich scheinbar wieder so stark verändert hat, dass der Körper ihn/es nicht mehr abwehren kann.

Muss man als normaler Mensch nicht. Ist nur besser. Ohne eine Impfung für das aktuelle Influenzavirus (das übrigens viel, viel Wandlungsfähiger als bisherige Coronastämme sein soll) braucht das Immunsystem halt länger für eine Reaktion. Das heißt man liegt ggf. 1-2 Tage flach, vor allem aber ist man eine zeitlang infektiös. Deswegen sollte man sich als Risikoperson impfen lasse, damit aus den 1-2 Tagen nicht "ewig" wird und man muss es als medizinisches Personal, damit man niemanden anstecken kann. Aber als Normalgesunder ist das optional.
 

Mit Coronavirus infiziertes Baby stirbt in Illinois

00:46 Uhr
Im US-Bundesstaat Illinois wird der Tod eines Babys untersucht, das mit dem Coronavirus infiziert war. In Verbindung mit der Erkrankung Covid-19 habe es bislang noch keinen Todesfall eines Babys gegeben, erklärte das Gesundheitsamt des Staates in einer Mitteilung. Eine "umfassende Untersuchung" solle die genaue Todesursache klären, hieß es weiter. Das verstorbene Kind war demnach jünger als ein Jahr.


Scholz gegen Lockerung von Maßnahmen aus wirtschaftlichen Gründen

00:45 Uhr
Bundesfinanzminister Olaf Scholz lehnt eine Lockerung der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus aus wirtschaftlichen Gründen ab. "Ich wende mich gegen jede dieser zynischen Erwägungen, dass man den Tod von Menschen in Kauf nehmen muss, damit die Wirtschaft läuft", sagt Scholz der "Bild am Sonntag" laut Vorabbericht. "Solche Abwägungen halte ich für unerträglich." Ein Abbau der Maßnahmen dürfe nur nach medizinischen, niemals nach ökonomischen Kriterien erfolgen. "Ich rate allen dringend davon ab, eine Lockerung an wirtschaftliche Fragen zu knüpfen."


Mehr als 2000 Coronavirus-Tote in den USA

00:39 Uhr
In den USA sind mehr als 2000 Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das ging aus einer Auflistung der renommierten Johns-Hopkins-Universität in Baltimore hervor. Ein Großteil der Toten entfällt auf den Bundesstaat New York, in dem sich das Coronavirus in den vergangenen Tagen besonders schnell ausgebreitet hat. Gouverneur Andrew Cuomo hatte die Zahl der Toten dort am Samstag mit mehr als 700 angegeben. Die USA sind weltweit das Land mit den meisten nachgewiesenen Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 - derzeit beläuft sich die Zahl auf mehr als 121.100.
 
Sowas ist kinderleicht zu prüfen: Du nimmst eine Probe und testest sie zehnmal. Wenn du siebenmal Ergebnis A und dreimal Ergebnis B erhälst, ist der Test definitiv *******. Pro Forma nimmst du dann noch einmal einen Test, der sich bewährt hat und erfährst so, ob du 30% oder 70% Fehlerquote hattest, aber sicher einsetzen kannst du das Ding jedenfalls nicht. Aber sowas war zu erwarten - aus guten Gründen durchlaufen medizinische Verfahren jahrelange Entwicklungs- und Prüfroutinen. Dafür fehlt jetzt die Zeit. Man liefert so schnell es geht an die Front und wertet dann das Feedback aus. Wenig ist immer noch besser als nichts, man muss sich nur über die Fehleranfälligkeit im klaren sein. Der in Spanien verwendete Test ist vermutlich auch nicht komplett unbrauchbar: Reiner Zufall sollte bei einer ja/nein-Frage ein 50:50-Ergebnis erzielen. Wenn sie 70:30 haben, dann haben sie vermutlich jede Menge Falsch-Negative (Falsch-Positive wäre auch möglich, ist bei Massentests mit der aktuellen Infektionsrate aber noch die unwahrscheinlichere Situation). Die sind aber kein Problem, wenn man bei Patienten(/Toten) mit sehr eindeutigen Symptomen nur sicherstellen will, dass sie wirklich Corona haben: Wenn ein Test "positiv" zurückgibt, der selbst bei 70% der Infizierten "negativ" meldet, dann ist die "positiv"e Probe aber sowas von positiv...
Und da man 300000 von den Schrottkits rumliegen hat, kann man auch einfach jede Probe zehnmal durchlaufen lassen und dann immer noch 30000 Ergebnisse, die man sonst nicht gehabt hätte.
Die haben 58K Tests zurückgeschickt. Die können es sich nicht leisten, zig mal gegenzutesten.


Und weiter? Das haben viele gemacht, nachdem China iirc im Februar oder sogar Ende Januar erste positive Experimente damit gemeldet hat. Aber die waren eben auch nur leicht positiv, sehr wirksam sind diese Medikamente nicht. Umgekehrt haben sie sehr heftige Nebenwirkungen, können also mehr Schaden als Nutzen.
Und genau deswegen ist "Russland hat Malaria-Medikament gefunden, das Corona heilt" (vorerst/wahrscheinlich) ein Lügenmärchen, auch wenn "Malaria-Medikamente können bei Corona-Therapie helfen" wahr ist.
Die Sache ist nur die, daß niemand sowas behauptet hat. Dort steht:

"„Das Medikament mit hoher Selektivität blockiert die zytopathische Wirkung des Coronavirus in der Zellkultur und hemmt dessen Replikation. Die immunsuppressive Wirkung von Mefloquin verhindert die Aktivierung der durch das Virus verursachten Entzündungsreaktion“, hieß es weiter."


"Russland" ist nicht "Fake News". Aber Kreml-Medien (die Inhalte von Sputnik, RT, etc. werden direkt vom Informationsministerium diktiert) sind unbrauchbare Quellen, weil sie in großen Mengen AUCH Fake-News raushauen. Solange keine komplett andere, unabhängige, seriöse Quelle eine Bestätigung liefert, ist man durch einen RT-Beitrag also kein Bisschen schlauer. Aber wenn man eine andere, bessere Quelle hat, braucht man auch kein RT oder Sputnik mehr. Einzige Ausnahme von dieser Regel:
Wenn Putins Propagandamaschine mal was negatives über Putin berichten sollten, dann kann man davon ausgehen, dass die Kacke wirklich am dampfen ist. Haben sie aber bislang nicht. Genauso kann umgekehrt auch positive Meldungen über die russische Regierung glauben, wenn sie von einer der wenigen noch nicht verbotenen oder unter Staatskontrolle gestellten oppositionellen Quellen stammen. Aber auch das ist höchst selten.
Du solltest dich von dieser Vorstellung trennen. Zwar unterstehen diese Quellen dem Kreml, in den Gremien unserer Öffentlich-Rechtlichen sitzen aber ebenfalls die Vertreter der gewählten Parteien. Als Nicht-Konsument kannst du außerdem wenig bis nichts zum Wahrheitsgehalt von RT und co sagen.


In Venezuela wurden bereits 500.000 Menschen getestet:
Balance: Venezuela es el primer pais de Latinoamerica en numero de pruebas de Covid-19 aplicadas por habitantes La iguana TV
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein tieferer Einblick in die Infektions-Tests gegen das Coronavirus SARS-CoV-2 | heise online

Zwar unterstehen diese Quellen dem Kreml, in den Gremien unserer Öffentlich-Rechtlichen sitzen aber ebenfalls die Vertreter der gewählten Parteien.

Die machen im ÖR aber nur einen Bruchteil der Mitglieder aus und in jedem Bundesland sind es eigene Rundfunkräte. Außerdem sind es halt Politiker aus allen gewählten Parteien (inkl. rechtsextremer AfD), und nicht ein Diktator und seine Marionetten alleine.
Vielleicht einfach mal Fakten wahrnehmen.
Mitglieder des MDR-Rundfunkrates | MDR.DE
 
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