Edit: Bockwurst ist bei uns in der Gegend (je nach Geschäft) auch schon deutlich weniger verfügbar bis tlw. ausverkauft.
Verdammt. Bei der Gelegenheit fällt mir auf, dass ich zwar Hot Dog Brötchen gekauft habe, aber keine Würstchen dazu...
Einen positiven Aspekt hat die ganze Sache. Super Plus gibt es grade für 1,30€ und es sind relativ wenig unterwegs. Da kann man im Moment richtig einen rausbrennen.
Denk dran, dass die Krankenhäuser keine Plätze für Intensivbehandlung entbehren können also. Bitte mit mindesten 180 gegen den Baum, um auf Nummer sicher zu gehen. 250 wo es keine Bäume gibt.
Plausibler ist, dass Spanien eine riesige Dunkelziffer aber begrenzte Testkapazität hat. In Deutschland scheint die Anzahl der Positivgetesteten in etwa der Realität entsprechen. Wir sind noch in der frühen Phase. Erst in 2-3 Wochen werden hier die spanischen Zustände herrschen.
Wir haben auch in Deutschland massiv zu knappe Testkapazitäten, die derzeit nicht einmal für die harten Verdachtsfälle reichen. Langsam aber sicher ist das aber ohnehin egal - wenn sich jeder jederzeit irgendwo anstecken könnte und es sowieso keine gezielte Behandlungsmöglichkeit gibt, wozu dann noch in der breiten Masse testen?
Wer heute negativ getestet wird, kann morgen schon wieder ein neuer Verdachtsfall sein und ob man jemanden mit Symptomen positiv testet oder nichts ändert nichts daran, dass die Symptome behandelt werden müssen. Ist ja auch nicht so, als gäbe es für Corona oder für eine der Alternativdiagnosen irgendwelche gezielten Heilungsmöglichkeiten, sodass genaues Wissen über die Krankheit einen weiterhelfen würde. Sinnvoll wäre es imho, die begrenzten Testkapazitäten auf Personen in Schlüsselpositionen (vor allem medizinisches Personal) zu konzentrieren und die regelmäßig zu testen. Denn wenn da einer infektiös wird, gibt es eine Katastrophe und umgekehrt sind die derart überlastet, dass leichte Anzeichen von Unwohlsein einfach normal werden und deswegen niemand "sicherheitshalber" aufhört, Hilfe zu leisten.
Da Trump den Virus schon seit Wochen "vollständig unter Kontrolle" hat hätte er ihn auch einfach fragen können.
Aber Scherz beiseite, ich halte die Chancen für nicht besonders hoch dass die Amis die ersten sind die nen Impfstoff haben. Die haben später angefangen, weniger (bewilligte) Mittel, schlechtere Ausrüstung und sind gegen dem Rest der Welt massiv in der Unterzahl. Das gerade DIE den ersten Impfstoff haben wäre im Fall des Falles einfach statistisches Glück (für sie und pech für den Rest der Welt da Trump das Zeug natürlich nicht rausrückt bis jeder Ami was hat). Die wären schon froh wenn sie nur annähernd genügend Tests hätten.
Afaik gilt ein US-Unternehmen als ziemlich weit vorne, was die Entwicklung angeht. Die USA haben zwar in der Breite ein miserables System, aber sie haben auch ein Big Business dahinter, dass bei großen Gewinnaussichten alle Hebel in Bewegung setzen kann. Und sie haben viel weniger Vorsichtsmaßnahmen und Beschränkungen, was Tests und Inverkehrbringen angeht. Das macht die Leute zwar insgesamt nicht gesünder, aber es ist gut möglich, dass sie als erste einen Erfolg proklammieren.
Was ich irgendwie erstaunlich finde: Mit keiner der genannten Maßnahmen/Dinge was noch so alles kommen könnte hätte ich auch nur das geringste Problem.
Also bei der Massen-Telefonüberwachung bin ich sehr kritisch. Einerseits bringt die wenig, weil die Präzision zu gering ist um einzelne Kontakte auszumachen und es vorerst auch gar keine Grundlagen gibt, die hunderten potenziellen Kontakte zu informieren. Andererseits wissen wir aber seit 9/11, das solche übers Knie gebrochen "Notfall"-Einschränkungen der Grundrechte dann dauerhaft aktiv bleiben und missbraucht werden.
Aber die Panik über Isolierungsmaßnahmen finde ich auch bescheuert. Seit einem Jahrzehnt regt man sich darüber auf, dass reale soziale Kontake im seltener werden und vor allem junge Menschen nur noch über Bildschirme kommunizieren. Und jetzt, wo genau das gewünscht ist, muss man massiv Partys feiern? Hätte es die Abiturienten mitten in den Prüfungen erwischt, hätte ich es mir noch halbwegs zurechtreimen können, ich habe damals auch einen Monat nur wenig von der Welt wahrgenommen, hätte also so etwas ungewöhnliches auch leicht unterschätzt, und war nach den Prüfungen verdammt froh, alles fallen zu lassen inkl. mir selbst. Aber es ist ja nur Unterrichtsende, der eigentliche Stress beginnt gerade erst und die Leute sind top vernetzt. Da kann man die Infektionsraten fast schon zum Teil der Prüfung machen - "definitiv zu blöd für den Abschluss"
Findet ihr das es korrekt abläuft hier?
Nö. Die Leute lassen sich immer noch ihre Meinung BILDen.
Welche Ansprache?
Och, JETZT also, das ging ja schnell.
Es haben sich in den letzten Wochen genug Politiker dazu geäußert, wie du eigentlich hättest mitkriegen müssen, wenn du nicht nur 15-Minuten-Kurznachrichten und ein paar trash-Webseiten verfolgt hättest. In den Kurzfassungen fehlte das nämlich, weil ausnahmsweise wirklich mal alle Medien gerafft haben, dass es nichts unwichtigeres gibt, als Hackfressen beim Kommentieren zu zeigen. (Neben der drastischen Reduktion sinnlosen Pendelns und der Einstellung des Flugverkehrs eine weitere positive Überraschung: Corona sorgt dafür, dass sich Leute endlich wieder auf Fakten statt auf Personen konzentrieren.

)
Das kann ich absolut nachvollziehen. Ich arbeite direkt neben dem Krankenhaus an dem gestern Teststationen eingerichtet wurden - da war ne Menschenschlange ohne Ende davor und nach wenigen Stunden mussten sie dicht machen weil die tests alle waren. Das ist Scheiẞe keine Frage aber da kann die Politik nichts dafür auch wenn man gerne nen Schuldigen hätte. Wir haben einfach nicht die Kapazitäten, millionenfach Tests innerhalb weniger Tage zu produzieren.
Das wiederum ist aber Sache der Politik, die seit bald einem Vierteljahrhundert unser Gesundheitssystem immer weiter privatisiert und auf Profit trimmt. Kapazitäten für Notfälle aufrechtzuerhalten ist aber nun einmal nicht profitabel. Da muss man eine politische Entscheidung treffen: Wollen wir eine staatliche Gesundheitsversorgung, die für Katastrophen gerüstet ist? Oder wollen eine Gesundheitsindustrie, die ganz kapitalistisch Leute, die zuweit abseits des profitoptimierten Normalfalls liegen, kreppieren lässt?
Wir haben uns für letzteres entschieden und "gewinn oder stirb" ist das grundlegende Konzept freier Märkte. Wortwörtlich.
Danke, leide ist hier echt niemand mehr gekommen, ohne Absage. Na Ja, gibt schlimmeres.
Warum sollen Friseure eigentlich geöffnet bleiben wenn man zuhause bleiben soll?
Versteht absolut niemand. Ich persönlich habe den Eindruck, dass die Ausnahmelisten mit der Grundüberlegung "auf was kann ich die nächsten 4 Wochen nicht verzichten?" von unseren typischen Politikern zusammengestellt wurden. Also gesetzte Herren und auch Damen gehobenen Alters, für die es größtenteils weiterhin unvorstellbar ist, dass männliche Ohren von Haaren überdeckt werden oder weibliche Frisuren länger als 14 Tage ungestutzt bleiben. Es könnte ja love & peace in Deutschland ausbrechen, wenn man solche Zustände dulden würde!
Genauso unverständlich sind für mich uneingeschränkt geöffnete Baumärkte, die sollten eigentlich nur Gewerbetreibende (Arbeit soll ja weitergehen) reinlassen und Heimwerkern nur eine Notfallklappe anbieten. Nicht nur, weil Privatleute fast immer ihren Baumarktbedarf um 3 Monate verschieben können, sondern auch weil gerade jetzt sehr viele Leute viel Freizeit bekommen und die dann "sinnvoll" nutzen wollen. Für die Tätigkeiten, die mit am häufigsten Leute aus ihrem zu Hause auf Intensivstation befördern, weil in der breiten Masse eben doch immer mal wieder was schief geht.
Und Restaurants würde ich auch ausschließlich auf Abholungen beschränken. Es mag gerade jetzt wichtig sein, dass auch jemand ohne eigene Nahrungsvorräte oder Zeit zu kochen eine gute Malzeit bekommt, aber es gibt absolut 0 Bedarf, diese außerhalb der eigenen 4 Wände zu konsumieren.
Gestern Abend war ich noch kurz einkaufen, und ehrlich, Toilettenpapier, Feuchttücher und Zewa, alles ausverkauft. Genauso wie Nudeln oder Fertiggerichte in Gläsern oder Dosen. Einer vor mir an der Kasse meinte nur noch, dass die Leute einen Dachschaden hätten, Recht hat er.
Das Konserven knapp werden, ist noch nachvollziehbar. Die meisten Leute essen sowas eher selten, dass heißt der reguläre Nachschub ist nicht allzu groß. Jetzt gibt es aber tatsächlich Gründe, sich Vorräte für 1-2 Wochen hinzustellen und wenn alle gleichzeitig diese Lager aufbauen, reicht es hinten und vorne nicht. Was ich dagegen gar nicht verstehe ist Brot (hält sich eh nicht so lange) und Klopapier zu hamstern. Oder Küchenpapier, dass hier als Ausweichprodukt genauso ausverkauft ist. Und Tempos gibt es auch nur noch in kleinen Mengen.

Ich meine: Ja, das sind auch alles Dinge, die man braucht und die sich lagern lassen. Aber es sind auch Dinge, die man vorher doch auch nicht alle zwei Tage nachgekauft hat und es sind keine Dinge, die man wegen Corona häufiger braucht, als sonst. Also wieso diese plötzliche Über-Nachfrage?
Bei den Märkten hier vor Ort geschieht das bereits: Maximal zwei Packen Toilettenpapier und vier Packen Nudeln pro Haushalt sind erlaubt. Ich bin die Woche bei verschiedenen Märkten vorbeigefahren und hatte keine Schwierigkeiten Lebensmittel und andere Dinge für den täglichen Gebrauch zu finden. Ja, ein paar der Regale waren tatsächlich leer. Aber ich hatte nicht den Eindruck, dass uns die Lebensmittel in irgendeiner Form ausgehen. Essen die Deutschen denn nur Nudeln?

Reis, Kartoffeln, Hülsenfrüchte oder Konserven – es ist alles in Hülle und Fülle vorhanden. Dann isst man eben mal nicht die gewohnte Kost, sondern orientiert sich neu.
Also ich habe auch geleerte Reisregale gesehen (nur Uncle Benz Saucen gehen schlecht, aber das versteht sich von selbst

), Dosenmais, -Bohnen und -Erbsen waren auch fast komplett weg und bei den Obstkonserven der Bestand rund 50% geringer. Also ganz so eingeschränkt sind die Leute scheinbar nicht.
In einer Empfehlung an die EU-Staaten hat sich die EU-Kommission für ein fünfstufiges Verfahren in Bezug auf die Corona-Tests ausgesprochen. Es bezieht sich auf die Reihenfolge, wann welche möglicherweise betroffenen Personen getestet werden sollen.
Zuerst sollten Klinikpatienten mit ernsten Atemwegsinfektionen auf das Virus getestet werden. An zweiter Stelle folgen Patienten mit akuten Atemwegsinfektionen und Krankenhausmitarbeiter mit Symptomen.
WTF? Krankenhausmitarbeiter an zweiter Stelle und auch nur mit Symptomen???
Die Symptome treten nach aktuellem Stand der Dinge erst mehrere Tage der Beginn der Infektiösität auf und die sollte man bei behandelndem Personal ASAP bemerken. Umgekehrt frage ich mich (s.o.) was es bei Personen mit schweren Atemwegserkrankungen bringt, wenn man weiß, dass die Corona haben. Geht man deswegen in irgend einer Weise anders mit denen um? Nein. Also?
Du kennst das mit "wir müssen Hände waschen, Abstand halten, Läden schlioeßen usw. um die Epidemie zu verlangsamen dass das Gesundheitssystem das schafft". Dazu gibts dann solche Bildchen für die Massen:
Anhang anzeigen 1082926
Schön. Stimmt sogar dass man die Kurve so beeinflussen kann - aber die Dimensionen sind sehr verzerrt dargestellt bzw. die Achsen auch nicht konkret beschriftet.
Jetzt ein Bildchen der Realität aus einer Coronastudie die der Politik seit 16. März vorliegt - mit konkreter Achsenbeschriftung:
Anhang anzeigen 1082927
Diese Informationen könnten die Bürger verunsichern würden gewisse Leute das nennen. Erstens es wird viele Monate Notstand sein und zweitens selbst wenn wir alle uns an alle Regeln halten reicht das nicht Ansatzweise dafür dass jeder ein Platz im Krankenhaus hat. Turnhallen mit Betten incoming Mai bis August.
Bist du sicher, dass sich die Grafik auf Deutschland bezieht? Da ist ~1 Bett pro 10000 eingezeichnet, wir haben in Deutschland aber circa 3,5 und sind fleißig am ausbauen. Nicht dass das diese Bilanz massiv verbessern würde, aber es liegt nahe, dass dann auch die Kurvenverläufe auf andere Annahmen ausgelegt sind. Ein intensiver Behandlungsbedarf von rund 2% der Gesamtbevölkerung geht jedenfalls auch weit über die bislang genannten Zahlen hinaus, die eher mit 5% der Erkrankten auf der Intensivstation rechnen. Da müsste die Krankheit also innerhalb weniger Wochen bei 70% der Bevölkerung gleichzeitig ausbrechen, was schon die Grenze zur Herdenimmunität bedeutet.
Wenn sich 3 Familien mit jeweils mehreren Kindern treffen und eine Fahrradtour machen, während überall die Geschäfte geschlossen werden, damit nicht so viele Leute Kontakt haben, dann ist das gut?
Hängt davon ab, wie eng die Familien sonst zusammenhängen. Da man ja blöder Weise alle werktätigen Eltern Deutschlandweit gezwungen hat, neue Betreuungsmöglichkeiten für ihre Kinder zu suchen, ist es durchaus denkbar, dass die darüber ohnehin eine verknüpfte (nicht-)Infektionsgemeinschaft bieten, weil sie abwechselnd untereinander aufpassen. Kann natürlich auch genausogut nur Dummheit gewesen sein, wobei die meisten Fahrradfahrer zumindest weniger Kontakt zueinander haben, als die vielen zu beobachtenden Spaziergänger.
Dumm ist es aber in jedem Fall aus einem anderen Grund: Radfahren - Langlegen - Krankenhausbehandlung brauchen
Man sollte zwar eher Rad als Ubahnfahren (und auch eher als laufen, es sei denn es ist sehr menschenleer), aber nur wenn es keine dritte Möglichkeit gibt. Wie "zu Hause bleiben".
Ich weiß dass manche es nicht hören mögen, aber das klingt irgendwie nach der Gaia Theorie. Nach der sich die Natur selbst schützt. Die kranken und schwachen (und auch die "überfälligen") sterben und die starken und gesunden bleiben.
Das ist Darwin, nicht Gaia.