Du meinst, es ist klüger, wenn wir die Schei3e erst in rauhen Mengen auf die Felder bringen und sie von dort in Gewässer und Grundwasser gelangt?
Oder wenn wir, weil wir so ein tolles Verständnis für Verschmutzung haben, unseren Müll zum Recycling aufwendig trennen und ihn dann nach Asien verfrachten, wo er kollektiv verbrannt wird?
Oder wenn jemand bei uns jemand vorschlägt, man könnte ja in den wegen Covid-19 nun fast leeren Straßen Autorennen durchführen, weil dem Deutschen das Heilig Blechle dasselbe ist wie für den Inder die Heilige Kuh, obwohl es eine Dreckschleuder ist?
(Die meisten Inder, und davon gibt es ja doch ein paar mehr, kommen übrigens ohne Auto aus, selbst wenn sie es sich leisten können.)
Zumindest in diesem Punkt traue ich dir ausreichende Eigenkompetenz zu.
Unsinn. Zwar ist es richtig, dass der Einsatz von Antibiotika in der DDR insgesamt maßvoller erfolgte, trotzdem wurden jedoch Antibiotika beispielsweise in den Kindergärten der DDR lange Zeit extrem häufig eingesetzt. Das wurde erst recht spät durch die Regierung beendet, als immer mehr führende Mediziner auf die Gefahr von Resistenzen und Unverträglichkeiten hinwiesen.
Und wenn der DDR-Bürger 'nen ernsthaften Infekt hatte, dann durfte er dicke Antibiotika-Tabletten schlucken, die man auch mit viel Wasser gerade so durch den Hals bekam.
Seltsamerweise war die Pestizidbelastung pro Hektar auf den Flächen der Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften trotzdem im Schnitt *doppelt* so hoch wie in der Bundesrepublik. Und das, obwohl DDR-Schüler am Wochenende und in den Ferien doch so fleißig Kartoffelkäfer und Raupen abgesammelt haben.
Aber Wofasept kannten einigermaßen helle DDR-Kinder (Ich unterstelle keineswegs, dass du dazugehört hast ...) garantiert. Damit wurde alles abgewischt, was nicht weglaufen konnte. Noch nach der Wende stanken die Hausflure von Mietkasernen derart auffällig nach dem Zeug, dass ich mich erkundigt habe, woher der Geruch kommt. Aber wirksam war's bestimmt.