Bundeswehr aus Afghanistan abziehen?

Bundeswehr abziehen?

  • ja

    Stimmen: 164 64,8%
  • nein

    Stimmen: 89 35,2%

  • Umfrageteilnehmer
    253
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Soviel wie ich weiß haben sie die Aufgabe gegen al Qaida vorzugehen, aber auch Einsätze gegen den Drogenanbau werden durchgeführt. ;)
 
Also eine Search & Destroy-Mission... Das würde doch reichen... Die Amis haben die Deltas, SEAL´s und sonstige Spezialeinheiten da unten...

Da könnten wir doch unsere "Standartsoldaten" abziehen, oder!?
 
Ich habe hier im Thread schon gepostet das ich für einen Komplettabzug bin! Wir haben da nichts zu suchen, das ist ein Krieg im Deckmantel der UNSC, ein sogenannter "friedenserzwingender Einsatz" und die Bundeswehr ist eine Verteidigungsarmee, denn mir wäre es neu das Afghanistan Deutschland angegriffen hat. ;)
 
Ich habe hier im Thread schon gepostet das ich für einen Komplettabzug bin! Wir haben da nichts zu suchen, das ist ein Krieg im Deckmantel der UNSC, ein sogenannter "friedenserzwingender Einsatz" und die Bundeswehr ist eine Verteidigungsarmee und mir wäre es neu das Afghanistan Deutschland angegriffen hat. ;)

Stimmt ja auch...

Das ist eine neue Art von "Krieg" und dafür braucht man eine "neue Art" von Soldaten...

Das was da unten Abgeht, liegt den Special Forces am besten... SAS, KSK, SEAL´s, Delta Force usw...

Für sowas muss man nicht die ganze Bundeswehr einsetzen...

Edit: Das einzige Hubschrauberregiment was da unten was reißen könnte, wären die Jungs vom 160th SOAR aka "Night Stalkers"... Wenns dann nur die...
 
Zuletzt bearbeitet:
Wie gesagt kein einziger deutscher Soldat wird da gebraucht, wenn die USA ihre Fehde gegen al Qaida im Herkunftsland führen will soll sie es gerne tun, aber nicht noch andere Staaten zwingen das auch zu machen!
 
Wie gesagt kein einziger deutscher Soldat wird da gebraucht, wenn die USA ihre Fehde gegen al Qaida im Herkunftsland führen will soll sie es gerne tun, aber nicht noch andere Staaten zwingen das auch zu machen!


Ist auch meine Meinung, aber wenn die Deutschen sich "verpflichtet" fühlen, mitzuhelfen... Dann bitte nur mit dem KSK. Die sind für solche Situationen ausgebildet worden....
 
Warum sollte sich der Deutsche verpflichtet fühlen? Ihmo ist da nur die Politik in der Pflicht und selbst die könnte "Nein!" sagen, aber sie hat wohl Angst vor der großen und mächtigen USA! Nur weil die USA durch den Marshall-Plan Teile von Deutschland wieder aufgebaut haben, ist das noch lange kein Grund denen hinterherzurennen. ;)

Scheinbar liegt das aber auch nur an der Regierung, denn den Irakkrieg 2003 hat die damalige Regierung ja abgewälzt, obwohl die USA uns da auch die Pistole auf die Brust setzte.

Auch die KSK-Truppen der Bundeswehr sind (egal wie sie ausgebildet wurden) eben Teile dieser und sollten nur auch in deren Sinne eingesetzt werden, eben zur Verteidigung!
 
Ich stimme insofern mit dir überein Connvers, das die Bundeswehr und alle Truppengattungen inklusive KSK nur für die Verteidigung der INNERdeutschen Grenzen einzusetzen seien. So steht es auch im Grundgesetzt, welches aber ja willkürlich nach Lust und Laune still und heimlich geändert wird ...

Allerdings widerspreche ich dir, bei der Aussage das unsere Politik hätte nein sagen können. Hier in klein amerika (Besatzungsstaat) ist es so, das die amerikanische Regierung hier das sagen hat. Und wir wollen doch nicht unseren Brötchengeber verärgern.

Her Schröder (nein, ich bin kein Anhänger) ist auch genau aus solchen Gründen gegangen worden.
 
Aber es würde die Soldaten besser schützen, als ein Jeep....

Du sprachts von "als Abschreckung" - da würden sie imho nichts bringen.
Als Schutzfahrzeug für Soldaten sind sie sicherlich nicht zu verachten (auch wenn wir da imho B-Riege wären - haben die Briten Challengers2 vor Ort? Die haben sich als sehr unempfindlich nicht nur gegenüber älteren RPGs erwiesen), aber: Wozu?
Ein sicheres Fahrzeug ist nur ein Teil - es muss auch ein Fahrzeug sein, mit dem man seinen Auftrag ausführen kann. Der Leopard2 ist aber zu groß, um in Städten zu operieren, er ist schon allein aufgrund des Aussehens ungeeignet für Hilfsmissionen, die Vertrauen in der Bevölkerung schaffen sollen, er ist als Truppentransporter absolut ungeeignet (maximale Kapazität abzüglich Bedienmannschaft: Mit wohlwollen 1), er ist als Materialtransporter ungeeignet,... - er ist eigentlich für alles ungeeignet, außer Verteidigung gegen gepanzerte Fahrzeuge und Angriffe gegen andere Fahrzeug-, besonders Panzerverbände und befestige Stellungen. Dumm nur, dass die Taliban nicht mit gepanzerten Fahrzeugen, nicht mit befestigten Stellungen und fast gar nicht mit Fahrzeugen arbeitet, die auf größere Entfernung als militärisch genutzt erkennbar wären. (und wenn sie es machen, bestehen kaum Unterschiede zu Karzais-Truppen -> Leopard-Einsatz aufgrund von FF-Möglichkeit nicht empfehlenswert)
Diesem "0" Nutzen stehen die zu erwartetenden Schäden an Straßen und der hohe Treibstoffverbrauch gegenüber (der eine größere Zahl an zusätzlichen Versorgungseinheiten und somit zusätzliche, gefährdete Soldaten bedeuten würde)


Kampfhelis braucht die Bundeswehr da und besseren Schutz für Nachschublieferungen durch gepanzerte und Bombensichere Fahrzeuge sowie allgemein bessere Ausrüstung, moderne Schusssichere Westen (Drachenhaut genannt)... . Aber auf lange sicht muss die Regierung da die Aufgaben selbst übernehmen.

Beim Personenschutz und besseren Fahrzeugen hast du recht, aber was willst du mit Kampfhubschraubern? Wie willst du Nachschublieferungen noch schützen, außer durch den besseren Selbstschutz der Fahrzeuge? Was soll "allgemein bessere Ausrüstung" noch enthalten?
Soweit ich das mitbekomme, sterben in Afghanistan nur sehr wenige NATO-Soldaten in offenen Feuergefechten. Das Problem sind Anschläge, improvisierte Minen, Sprengsätze, schwerer Beschuss aus Hinterhalten in bebauter Gegend,...
Also Angriffe, die man -egal mit welcher Ausrüstung- nicht vorhersehen kann, die so schnell ablaufen, dass keinerlei aktive Gegenmaßnahmen möglich sind und die dem Angreifer sehr oft einen unerkannten Rückzug ermöglichen. Oder anders: Guerillataktiken.

Was aus meiner Sicht nicht geht sind die Warlords/ Clanchefs da und der Drogenanbau.
Aber das ist da wohl Kultur und läst sich kaum schnell ändern wenn überhaupt.

Das ist das Ergebniss einer Situation, in der seit 30 Jahren nur das Recht des stärkeren gilt, "Kampf" das von allen Seiten (inklusive der westlichen Welt) geforderte und geförderte Verhalten ist und in der es keinerlei Gesetzesmacht gibt, die Drogenanbau unterbinden könnte, aber keine ausreichende Stabilität, um sich mit irgend etwas mit geringerer Gewinnspanne eine Zukunft zu schaffen.

Die(USA) sind doch nur da weil Sie Öl wollen

Es gibt in Afghanistan kein Öl, es gab bislang keinerlei Versuche, die anderen Bodenschätze zu sichern.
Den maximalen Nutzen, den die USA im Moment aus Afghanistan ziehen könnten, wäre die Lage. (Stützpunkte zwischen Iran und China, mit Blick auf Pakistan und Indien. Praktischer gehts kaum.)


Klar wir sind in der UN, aber die Initiierung des ganzen kam von den Amerikanern auch ohne Zustimmung des UN-Rates.

Die formelle Initiierung kam (nach allen vorliegenden Indizien) von Al Kaida, die einen massiven Angriff auf ein NATO-Mitglied gestartet haben. Der Rest waren mehr-oder-minder logische Konsequenzen. Deswegen "fühlen" "wir" uns auch nicht verpflichtet - wir sind verpflichtet.
Die einzige Möglichkeit, das zu vermeiden, war in der Woche nach dem 11.9.01 gewesen. Da waren aber weder die Politiker (okay: die Linke natürlich schon) noch die deutsche Bevölkerung der Meinung, dass man den USA den Stinkefinger zeigen und ihnen ein "das ist euer Problem, das hat rein gar nichts mit Krieg oder Verteidigung zu tun" an den Kopf zu werfen.
(Anm.: Afaicr gab es sonst auch nur ein anderes Staatsoberhaupt, dass den USA nicht vollste Unterstützung zugesichert hat. Das hat er dann 2 Jahre später bereut...)


Also eine Search & Destroy-Mission... Das würde doch reichen... Die Amis haben die Deltas, SEAL´s und sonstige Spezialeinheiten da unten...

Da könnten wir doch unsere "Standartsoldaten" abziehen, oder!?

Äh: Unser erklärtes Ziel ist es, Frieden in Afghanistan zu schaffen. Das schafft man ganz sicher nicht nur mit Spezialeinheiten.
 
Äh: Unser erklärtes Ziel ist es, Frieden in Afghanistan zu schaffen. Das schafft man ganz sicher nicht nur mit Spezialeinheiten.

Und Frieden kann man nicht schaffen, wenn man die Feinde nicht bekämpft. Das ist ein Teufelsrad...

Ich bin nur der Meinung, das zum gezielten aufspüren von Taliban-Verstecken, Waffenhändlern & Co das KSK einfach besser geeignet ist. Durch ihre Undercoverausbildung sind sie dafür einfach besser geeignet als der normale Frontsoldaten...

Mit normalen Mitteln kann man den Taliban nur wenig anhaben....
 
.....
Die formelle Initiierung kam (nach allen vorliegenden Indizien) von Al Kaida, die einen massiven Angriff auf ein NATO-Mitglied gestartet haben. Der Rest waren mehr-oder-minder logische Konsequenzen. Deswegen "fühlen" "wir" uns auch nicht verpflichtet - wir sind verpflichtet. ...

Nö, sind und waren wir nie.
1. ist EL Kaida kein Staat, sondern eine terroristische (... früher nannte man sie noch Freiheitskämpfer und Patrioten, als sie sich gg. das russische Regime wehrten), inzwischen international agierende Vereinigung. Das legitimiert keinen Staat der NATO gegen einen anderen Staat vorzugehen.
Welche Konstrukte und Hintertürchen geschaffen wurden, um diesen Einsatz letztendlich zu gewährleisten, steht auf einem anderen Blatt. Eine legitime Rechtfertigung kann ich beim besten Willen nicht erkennen.

.....Die einzige Möglichkeit, das zu vermeiden, war in der Woche nach dem 11.9.01 gewesen. Da waren aber weder die Politiker (okay: die Linke natürlich schon) noch die deutsche Bevölkerung der Meinung, dass man den USA den Stinkefinger zeigen und ihnen ein "das ist euer Problem, das hat rein gar nichts mit Krieg oder Verteidigung zu tun" an den Kopf zu werfen.
..........

Das fett markierte ist faktisch falsch. Wie du immer selbst so schön sagst: die deutsche Bevölkerung gibt es nicht.
Ich kenne 6 Menschen (+ mich) persönlich, die sofort dagegen waren.
Es gab zu diesem Zeitpunkt weder Umfragen, noch statistische Erhebungen, noch wurde Wert auf einen Rückhalt zu diesem Thema in der Bevölkerung gelegt. 2 weitere Parteien (DKP, MLPD), haben sich ebenso sofort und mit aller Konsequenz gegen diesen Einsatz ausgesprochen. Sind aber halt nur Randparteien, wayne ... :schief:

.....
Äh: Unser erklärtes Ziel ist es, Frieden in Afghanistan zu schaffen.

Das sieht aber unser Ex-Bundespräser und viele andere Leute ("er hat doch nur die Wahrheit gesagt") ganz anders. Ich übrigens auch. Und genau deshalb bin ich auch gegen diesen Einsatz mit all seinen vorgeschobenen Gründen.

Selbst für das "erklärte Ziel" wäre ein Einsatz bewaffneter Kräfte im Kontext und vor dem historischen Hintergrund absolut kontraproduktiv. Dazu muss man kein Wehr-Experte oder Geschichtsprofessor sein.
Da reicht gesunder Menschenverstand.
 
Und Frieden kann man nicht schaffen, wenn man die Feinde nicht bekämpft. Das ist ein Teufelsrad...

Ich bin nur der Meinung, das zum gezielten aufspüren von Taliban-Verstecken, Waffenhändlern & Co das KSK einfach besser geeignet ist. Durch ihre Undercoverausbildung sind sie dafür einfach besser geeignet als der normale Frontsoldaten...

Mit normalen Mitteln kann man den Taliban nur wenig anhaben....

Du solltest mal deine eigenen Aussagen besser in Erinnerung behalten...

painkiller schrieb:
Da könnten wir doch unsere "Standartsoldaten" abziehen, oder!?

Nur weil die "Standardsoldaten" nicht optimal sind, um Verstecke & Waffenhändler aufzuspüren (je nach Versteck würde ich wiedersprechen), heißt das nicht, dass man sie abziehen kann. Denn zur Bekämpfung militärischer Truppen, zur Absicherung von Gebieten, für Unterstützungsaufgaben, Transport, Wiederaufbau,.......... sind sie immer noch das beste, was wir haben.


Nö, sind und waren wir nie.
1. ist EL Kaida kein Staat, sondern eine terroristische (... früher nannte man sie noch Freiheitskämpfer und Patrioten, als sie sich gg. das russische Regime wehrten), inzwischen international agierende Vereinigung. Das legitimiert keinen Staat der NATO gegen einen anderen Staat vorzugehen.
Welche Konstrukte und Hintertürchen geschaffen wurden, um diesen Einsatz letztendlich zu gewährleisten, steht auf einem anderen Blatt. Eine legitime Rechtfertigung kann ich beim besten Willen nicht erkennen.

Ob du (oder ich) die Rechtfertigung als legitim einstufen oder nicht, ist mindestens solange irrelevant, wie wir die damalige Regierung nicht illegalen Praktiken überführen. Aber wenn die BRD den Bündniss- und Verteidigungsfall anerkennt (und das hat sie nunmal), dann ist sie auch zur Unterstützung verpflichtet. Und ein Jahrzehnt später auf einmal zu einem anderen Ergebniss zu kommen, würde ein bißchen mehr als nur diplomatisches Geschick brauchen.


Das fett markierte ist faktisch falsch. Wie du immer selbst so schön sagst: die deutsche Bevölkerung gibt es nicht.
Ich kenne 6 Menschen (+ mich) persönlich, die sofort dagegen waren.
Es gab zu diesem Zeitpunkt weder Umfragen, noch statistische Erhebungen, noch wurde Wert auf einen Rückhalt zu diesem Thema in der Bevölkerung gelegt.

Es ist mir nicht mehr möglich, so lange Zeit später Umfragen zu finden, aber ich glaube mich sehr deutlich an welche erinnern zu können. Ansonsten dürften allein der öffentliche Zuspruch die mit Abstand deutlichste Äußerung der Bevölkerungsmeinung noch vor den Montagsdemonstrationen gewesen sein.

2 weitere Parteien (DKP, MLPD), haben sich ebenso sofort und mit aller Konsequenz gegen diesen Einsatz ausgesprochen. Sind aber halt nur Randparteien, wayne ... :schief:

Bin mir nicht ganz sicher, ob man Parteimitglieder ohne jegliche Funktion als "Politiker" bezeichnen sollte, muss aber zugeben: Die nicht-Bundestagsparteien habe ich tatsächlich vernachlässigt. Vermute mal, dass da noch deutlich mehr dagegen waren. (APPD aus Prinzip, NPD weil USA,...)

Das sieht aber unser Ex-Bundespräser und viele andere Leute ("er hat doch nur die Wahrheit gesagt") ganz anders. Ich übrigens auch. Und genau deshalb bin ich auch gegen diesen Einsatz mit all seinen vorgeschobenen Gründen.

Man kann gegen die vorgeschobenen Gründe sein (imho sind sie das nicht, denn es gibt -abseits der Diplomatie- keine anderen. Sie werden nur schlichtweg von inkompetenten Leuten eingesetzt, aber das ist ein Thema für den Nachbarthread zu Volksentscheiden), aber das steht auf einem anderen Blatt. Aus der offiziellen Haltung der Regierung dazu, was in Afghanistan stattfinden soll, folgt auch, dass wir nicht einfach abhauen können.

Selbst für das "erklärte Ziel" wäre ein Einsatz bewaffneter Kräfte im Kontext und vor dem historischen Hintergrund absolut kontraproduktiv. Dazu muss man kein Wehr-Experte oder Geschichtsprofessor sein.
Da reicht gesunder Menschenverstand.

Das bewaffnete Kräfte allein nicht das Ziel erreichen können, stimmt (auch wenn eingie der Verant.. - siehe Inkompetenz), aber genauso offensichtlich ist, dass man ohne bewaffnete Kräfte gar nichts machen kann. (zugegeben: Den viel propagandierten Frieden im Sinne von "keine Kämpfe" würde die Taliban wohl am schnellsten herstellen, wenn man ihr das Feld überlässt)
 
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Aus der offiziellen Haltung der Regierung dazu, was in Afghanistan stattfinden soll, folgt auch, dass wir nicht einfach abhauen können.
..........
Und genau das ist mit einer der vorrangigen Gründe, warum diese Regierung so schnell wie möglich in der Versenkung der Geschichte verschwinden muss.
Die Haltung dieser und der Vorgängerregierungen zum Thema Afghanistankrieg ist schlicht falsch und in Anbetracht der zutage getretenen Zweifel und Erkenntnisse, kann eine neue Regierung diesen Irrsinn nur beenden.

Abgesehen davon, gibt es trotz der fatalistischen Einsicht von bereits vor einem Jahr, dass man sich aus dem Land zurückziehen muss, noch immer keine gültige Exitstrategie. Es gibt noch nicht mal eine Exitdiskussion. Und genau das zeigt mir, dass die Regierung wieder nur auf Zeit spielt und gar nicht die Absicht hat, den Abzug durchzuführen.


....Das bewaffnete Kräfte allein nicht das Ziel erreichen können, stimmt (auch wenn eingie der Verant.. - siehe Inkompetenz), aber genauso offensichtlich ist, dass man ohne bewaffnete Kräfte gar nichts machen kann. (zugegeben: Den viel propagandierten Frieden im Sinne von "keine Kämpfe" würde die Taliban wohl am schnellsten herstellen, wenn man ihr das Feld überlässt)
Es ist ein Trugschluss, anzunehmen, dass man mit einer militärischen Okkupationstruppe, oder -armee, dieses Land soweit befrieden kann, dass ein friedliches Miteinander der verschiedenen Stämme, Clans und Ethnien gewährleistet werden kann. Das hat die letzten 1000 Jahre nur in ziemlich kurzen Zeiträumen funktioniert und dann war es auch nur oberflächlich betrachtet ruhig.
Man kann das Ziel durchaus schneller erreichen als die Taliban (mit dem negativen Effekt, dass Territorium die nächsten 10.000 Jahre nicht mehr nutzen zu können). Aber da auch das nicht gewollt ist, gibt es nun mal keine Option zu einem Truppenabzug.
Da kann man Gründe anführen, wie schlecht das ist und dass das keinen Nutzen bringt und die Taliban in 5 Jahren (sagen wir 2-3) wieder an der Macht sind.
Antwort: Das wird auch mit ausländischen Truppen geschehen. Die Frage ist nur, welche Maßnahme weniger Opfer fordert. Weniger internationale Opfer ist klar. Die anderen lassen sich nicht vermeiden, ob mit oder ohne Bundeswehr, Nato, UN und weiß der Geier was noch.
Und falls jemand glaubt, dass es sich irgendein Land leisten kann, seine Elitetruppen, (egal ob KSK, KRK, SF, Navy Seals, Green Berets) dort unten (vllt. als "Trainingsmaßnahme") verheizen zu lassen, der ist schief gewickelt. Weder finanziell, noch ausbildungstechnisch, lassen sich solche Verluste auf lange Dauer kompensieren - von keinem Land der Welt.

Auch dazu muss ich wieder, wie schon einige Seiten zuvor, auf das Buch: https://portal.d-nb.de/opac.htm?referrer=Wikipedia&method=simpleSearch&query=3549071620 von sowie diverse Interviews vom April 2009 (Der Krieg in Afghanistan ist nicht zu gewinnen" | Kriege) und November 2009 (Peter Scholl-Latour | Krieg am Hindukusch - Wir können in Afghanistan nichts ändern! | The European) mit Scholl-Latour verweisen. Trotz seines Alters hat der wenigstens den Durchblick behalten. Was man von den ganzen Pappnasen im Pentagon, bei der Nato oder der BW und ganz zu schweigen von den Polithanseln nunmal nicht behaupten kann.
O-Ton und politischer Konsens:
"Ja, lasst den alten Zausel mal labern, wir schicken der Weile lieber noch ein verstärktes Regiment runter."
Apropos: Sind denn die Tiger und PzH2000 inzwischen unten angekommen? Soll ja da einige Problemchen mit dem Transport geben.... aber vllt. sind sie ja dann endlich da, wenn unsere Jungs heim dürfen. Quasi als "Geschenk" für die Taliban.
:schief:
 
Du solltest mal deine eigenen Aussagen besser in Erinnerung behalten...
Wenn du dich da auf die Aussage mit den Leo2-Tanks beziehst, muss ich dazu sagen, das ich bei dieser Aussage nicht wusste das das KSK auf einer S&D-Mission ist... Siehe Zitat von ConNerVos

Zitat von ConNerVos
Soviel wie ich weiß haben sie die Aufgabe gegen al Qaida vorzugehen, aber auch Einsätze gegen den Drogenanbau werden durchgeführt.



Nur weil die "Standardsoldaten" nicht optimal sind, um Verstecke & Waffenhändler aufzuspüren (je nach Versteck würde ich wiedersprechen), heißt das nicht, dass man sie abziehen kann. Denn zur Bekämpfung militärischer Truppen, zur Absicherung von Gebieten, für Unterstützungsaufgaben, Transport, Wiederaufbau,.......... sind sie immer noch das beste, was wir haben.

Die Standardsoldaten sind für die Punkte die du genannt hast, bestens geeignet... Da geb ich dir recht. Aber wie sollen sie den Feind bekämpfen, wenn sie ihn nicht sehen...
Gegen Guerilla-Attacken gibt es nun mal keinen Masterplan...

Die Russen mussten dafür auch teuer bezahlen....

Zitat aus wiki

Den sowjetischen und afghanischen Regierungstruppen gelang es trotz ihrer militärischer Überlegenheit und Lufthoheit nicht, den Widerstand der Mudschaheddin zu brechen. Zwar konnten sie schnell wichtige Städte und Straßen besetzen, über Gebiete außerhalb der großen Städte hatten sie jedoch keine Kontrolle. Im Jahr 1982 wurde schließlich eine militärische Pattsituation erreicht, während der Kampf auf beiden Seiten immer brutaler geführt wurde. Eine Wende in dem andauernden Konflikt kam erst 1986 mit der Wahl von Michail Gorbatschow zum neuen Generalsekretär der KPdSU, der mit dem Versprechen angetreten war, den Krieg in Afghanistan zu beenden. Außerdem verloren die sowjetischen Truppen infolge der Lieferung von hochmodernen Stinger-Raketen an die Mudschaheddin durch die CIA die Luftüberlegenheit über das Land. Die sowjetische Führung gelangte zu der Einsicht, dass der Krieg nicht zu gewinnen war und suchte nach einem Weg, die Truppen aus dem Land abzuziehen.


Und leider sieht es im Moment einfach nicht so aus, als würde die Situation da unten besser.

Krieg in Afghanistan seit 2001 ? Wikipedia
Mit technischen Fortschritt & Anzahl der Soldaten lässt sich nun kein (unsichtbarer) Feind besiegen.
 
Ich wußte gar nicht das Krieg in diesem Land war, bevor die USA mit ihrem Lämmerschwanz NATO dort hineinmarschierte? :D

Tjo, das wussten viele nicht. Wen interessieren schon Verstöße gegen die Menschenrechte am anderen Ende der Welt? Ob ehemalige Verbündete mit geschenkten Waffen oder nicht, das macht dann auch keinen Unterschied mehr.
Aber "Krieg" ist da ja auch keiner, der Krieg wurde doch ~2003 "gewonnen" und seitdem gibt es nur noch "bewaffnete Konflikte", weswegen das mit dem Frieden noch ein weilchen dauert ;)
(Umkehrschlüsse gelten in Afghanistan nicht, es gibt immer noch eine Kategorie mehr. Man denke an Zivilisten und Kämpfer und äh andere Kämpfer, die zwar z.T. nicht mal Waffen haben und über deren Vorgeschichte nichts bekannt sind, die aber ganz sicher auch keine Rechte haben)


Wenn du dich da auf die Aussage mit den Leo2-Tanks beziehst, muss ich dazu sagen, das ich bei dieser Aussage nicht wusste das das KSK auf einer S&D-Mission ist...

Ich bezog mich auf die Zeile, dich unmittelbar danach zitiert habe, die aus einem Post stammt, in dem du selbst die Aussage zu S&D wiederholst, und auf die ich 2 Post früher in unserem Diskussionsverlauf mit Zitat geantwortet habe. Also die Zeile, die als einzige eine Aussage über Standardsoldaten macht, genau das eine Thema also, auf das meine Antwort als einziges eingeht.
Ich hoffe, dieser Zusammenhang (von zugehörigem Zitat begleitet, gleiche Begriffe verwendet, die keine Bezug zu anderen Diskussionsabschnitten haben) erlaubt nach dieser Erklärung eine Zuordnung der Sätze...

Die Leos wurden im Laufe dieser Diskussion noch gar nicht mit dem KSK oder dem Begriff "Standardsoldaten" in Verbindung gebracht. Insbesondere bei ersteren sehe ich auch nicht, wieso man das machen sollte.

Die Standardsoldaten sind für die Punkte die du genannt hast, bestens geeignet... Da geb ich dir recht. Aber wie sollen sie den Feind bekämpfen, wenn sie ihn nicht sehen...
Gegen Guerilla-Attacken gibt es nun mal keinen Masterplan...

Die Russen mussten dafür auch teuer bezahlen....

Tjo. Damit sind wir wieder bei dem "sollte man überhaupt in Afghanistan agieren?" und "ist das gesetzte Ziel überhaupt erreichbar?" Punkt. Aber solange die Politik beide Fragen mit Ja beantwortet, folgt daraus der Einsatz einer größeren Anzahl normaler Soldaten.
 
Die formelle Initiierung kam (nach allen vorliegenden Indizien) von Al Kaida, die einen massiven Angriff auf ein NATO-Mitglied gestartet haben. Der Rest waren mehr-oder-minder logische Konsequenzen. Deswegen "fühlen" "wir" uns auch nicht verpflichtet - wir sind verpflichtet.
Wie sicher waren denn die Fakten, dass Al Qaida wirklich dafür verantwortlich war ?

Ich erinnere nur ungern an die Hasstiraden von Bush gegen Afghanistan und dann auch gegen den Irak, mit angeblichen Massenvernichtungswaffen, Laboren etc.
In meinen Augen war der Angriff auf Afghanistan nur Vowand, um dann den Krieg gegen den Irak weiterzuführen den sein Vater nicht beenden konnte.
 
Tjo, das wussten viele nicht. Wen interessieren schon Verstöße gegen die Menschenrechte am anderen Ende der Welt? Ob ehemalige Verbündete mit geschenkten Waffen oder nicht, das macht dann auch keinen Unterschied mehr.

Hm viele wissen das in China Menschenrechte mit Füssen getreten werden, das es in einigen Ländern der Erde auch Unterdrückung von ethnischen Minderheiten gibt und … ??? Komisch da ist aber die USA, die Nato oder die UN nicht zu sehen. ;)



Aber "Krieg" ist da ja auch keiner, der Krieg wurde doch ~2003 "gewonnen" und seitdem gibt es nur noch "bewaffnete Konflikte", weswegen das mit dem Frieden noch ein weilchen dauert ;)

Genau ein Weilchen?! :what: Naja die Bundeswehr ist immer noch in Bosnien und im Kosovo … rechne rechne denk … und da herrscht mittlerweile Frieden. :P



... äh andere Kämpfer, die zwar z.T. nicht mal Waffen haben und über deren Vorgeschichte nichts bekannt sind, die aber ganz sicher auch keine Rechte haben ...

Hier bitte ich um eine genauere Erklärung was du meinst! :huh:

Es gibt in einem bewaffneten Konflikt Kompandanten (bewaffnete Einheiten/Einzelpersonen) und Nicht-Kompandanten (Zivilisten), die Rechte beider sind in den Genfer Konventionen niedergeschrieben, also Rechte hat jeder auch im Krieg! ;)
 
Wie sicher waren denn die Fakten, dass Al Qaida wirklich dafür verantwortlich war ?

Hängt davon ab, wen du fragst und wann du meinst - würde aber in eigenes Thema ausarten. (imho waren sie im Moment der Kriegserklärung absolut unzureichend, viel mehr als ein "jemand besseres fällt uns nicht ein" gabs -zumindest öffentlich- nicht zu hören. Mitlerweile liegen ganz gute Beweise dafür vor, dass die Attentäter gute Verbindungen zu Al Kaida hatten und trotz vielfacher Mitteilungen wurde auch nie die Verantwortung abgestritten)

Ich erinnere nur ungern an die Hasstiraden von Bush gegen Afghanistan und dann auch gegen den Irak, mit angeblichen Massenvernichtungswaffen, Laboren etc.
In meinen Augen war der Angriff auf Afghanistan nur Vowand, um dann den Krieg gegen den Irak weiterzuführen den sein Vater nicht beenden konnte.

Es gab gegen Afghanistan keine Hasstiraden wegen Massenvernichtungswaffen, Laboren oder sonst was. Es gab nur Osama bin Laden und die Weigerungen der Taliban in der Vergangenheit, ihn auszuliefern.
Der Krieg im Irak war davon vollkommen unabhängig und basiert auf Irak-spezifischen Begründungen, die vorher verfügbar und unabhängig von Afghanistan waren. "Terror" kam erst kurz vor Ende des Krieges in die Liste und bislang haben selbst die USA nicht versucht, dass auf "Al Kaida-Terror" auszuweiten, da allgemein bekannt ist, dass deren Aktivitäten von Hussein eher unterbunden denn unterstützt wurden.


Hier bitte ich um eine genauere Erklärung was du meinst! :huh:

Damit meine ich die von der NATO (bzw. deren führendem Mitglied) etablierte und von der UN (bzw. derem bekannt unrepresentativen Sicherheitsrat) abgesegnete Definition, der zu Folge es Zivilisten, Soldaten (bis hierhin im Sinne der Hager Landkriegsordnung) und "unlawful combatants" gibt, die sich von ersteren durch ihre Absichten von letzteren durch das fehlen einer Uniform unterscheiden, die man entführen, jahrelang ohne Prozess inhaftieren, verhören und foltern kann, ohne dass man sich im Kriegszustand mit ihrem Herkunftsland befindet und ohne zivilen Prozess oder auch nur einer Anklage zu stellen und die nach einem etwaigen Ende dieser Odysee auch bei fehlender Schuldzuweisung keinerlei Anrecht auf Entschädigung oder auch nur Rückführung haben. (Anm.: Inhalte der Definition nicht aus offiziellen Dokumenten, sondern aus dem Verhalten der USA abgeleitet)
 
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