Bundeswehr aus Afghanistan abziehen?

Bundeswehr abziehen?

  • ja

    Stimmen: 164 64,8%
  • nein

    Stimmen: 89 35,2%

  • Umfrageteilnehmer
    253
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Mal eine Frage: Der Krieg wurde doch von den USA begonnen, und die USA jagt die Terroristen da unten... Warum ist das KSK dann auch mit von der Partie? Die Amis haben doch selber soviele Special Forces... z.B. Delta Force, Navy SEAL´s, Green Berets usw...

Nach dem Selbstverständniss der USA und ihrer Verbündeten (inkl. uns) begann der Krieg mit dem Angriff al kaidas auf das WTC. Seitdem befindet ist die NATO damit beschäftigt, sich zu verteidigen und daran sind alle Mitgliedsländer mit ihren jewals passenden Einheiten beteiligt.



(folgendes auch @Quicksylver. Es gibt keine "Kriegsgefangenen die nach Genfer Konvention keine Rechte genießen" - es gibt nur Kriegsgefangene und Zivilisten. Letztere mögen ggf. Kriminell sein und sich im Rahmen krimineller Aktivitäten an Kampfhandlungen beteiligen, aber selbst dann genießen erstmal den gleichen Schutz wie Kriegsgefangene. Ggf. könnte man sie alternativ auch wie Kriminelle behandeln, was nach Gesetzgebung der USA aber eine Verbesserung wäre)

Nicht ganz.
Wer ist Kombattant und wer hat Rechte aus der III. Genfer Konvention?

Wer z.B. ohne Uniform kämpft ist kein Kombattant und hat entsprechend keine Schutzrechte aus der Genfer Konvention.

Wobei sich die Frage stellt, wer die Definitionshoheit über den Begriff "Uniform" hat ;)
Denn Militäreinheiten vermeiden mitlerweile durchaus das Tragen von offensichtlichen Rangabzeichen im Einsatz (Kommandanten sollen für Scharfschützen nicht erkennbar sein) und Camouflage-Kleidung tragen auch ettliche Zivilisten.

Allgemeiner wäre aber noch anzumerken:
NÖ.

GenferKonvention schrieb:
Da es jedoch in bewaffneten Konflikten Situationen gibt, in denen sich ein bewaffneter Kombattant wegen der Art der Feindseligkeiten nicht von der Zivilbevölkerung unterscheiden kann, behält der den Kombattantenstatus, vorausgesetzt, dass er in solchen Fällen
a)
während jedes militärischen Einsatzes seine Waffen offen trägt und

Bildern zu Folge scheinen Taliban ihre Waffen zu jedem Zeitpunkt offen zu tragen :ugly: - und selbst wenn nicht

GenferKonvention schrieb:
4. Ein Kombattant, der in die Gewalt einer gegnerischen Partei gerät und die in Absatz 3 Satz 2 genannten Voraussetzungen nicht erfüllt, verwirkt sein Recht, als Kriegsgefangener zu gelten; er geniesst jedoch in jeder Hinsicht den Schutz, der dem den Kriegsgefangenen durch das III. Abkommen und dieses Protokoll gewährten Schutz entspricht.

...hat er sehr wohl noch Rechte.

Deswegen haben auch Söldner gemäß Zusatzprotokoll ebenfalls keine Rechte, egal ob mit oder ohne Uniform.

Falsch. Sie haben nicht das Recht, als Kriegsgefanger behandelt zu werden.
Bis auf weiteres kennt die Genfer Konvention aber keinen dritten Status für Rechtslose. Man kann nur seine Sonderrechte als Kombatant (vor allem den Schutz vor Anklage für seine Taten als Kombatant) verwirken:

GenferKonvention schrieb:
... unterscheiden die am Konflikt beteiligten Parteien jederzeit zwischen der Zivilbevölkerung und Kombattanten sowie zwischen zivilen Objekten und militärischen Zielen...

Und selbst wenn man sich da rausreden will, gibt es immer noch §75, demnach alle "ohne jede nachteilige Unterscheidung auf Grund von Rasse, Hautfarbe, Geschlecht, Sprache, Religion oder Glauben, politischer oder sonstiger Anschauung, nationaler oder sozialer Herkunft, Vermögen, Geburt oder einer sonstigen Stellung oder anderer ähnlicher Unterscheidungsmerkmale" eine ganze Reihe von Rechten haben.
z.B. "mit Menschlichkeit behandelt" werden, Verbot körperlicher Züchtigung (Folter sowieso, auch ausdrücklich erwähnt), Verbot von "Beeinträchtigung der persönlichen Würde, insbesondere entwürdigende und erniedrigende Behandlung" (erinnert sich noch jemand an die hübschen Bilder aus Camp X-Ray?),...
Selbst die Unschuldsvermutung ist -wie ich gerade selbst überrascht feststelle- festgeschrieben:
"bis zum gesetzlichen Nachweis seiner Schuld wird vermutet, dass der wegen einer Straftat Angeklagte unschuldig ist;"


Selbst wenn man anfinge den Taliban und Alqaida den Kombattantenstatus zuzubilligen, wäre Cuntanamo legal.
Denn selbst ein Kriegsgefangener hat kein Recht auf einen zivilen Anwalt. Auch Militärtribunale und die Anwendung der Todesstrafe ist durch die Genfer Konvention auch weiterhin ausdrücklich erlaubt.

Das war aber nur die Hälfte der Guantanomproblematik. Denn weder Zivilisten noch Kriegsgefange dürfen gefoltert werden - macht ja auch keinen Sinn, denn
GenferKonvention schrieb:
Jeder Kriegsgefangene ist auf Befragen hin nur zur Nennung seines Namens, Vornamens und Grades, seines Geburtsdatums und der Matrikelnummer oder, wenn diese fehlt, einer andern gleichwertigen Angabe verpflichtet.

Also müssen die einem nichts verraten und man kann sie somit auch nicht zwingen müssen.
Desweiteren werden in Guantanmo eine ganze Reihe von Leuten gefangen gehalten, die außerhalb von Kampfgebieten aufgegriffen wurden. Wer aber gar nicht an Kämpfen teilnimmt, ist wohl endgültig Zivilist und hat somit entsprechende Ansprüche. (außer er sitzt gerade in einem extraterritorialen Bereich unter Kontrolle der US of A...)



Das Problem was wir haben ist, das die Leute nicht kapieren das wir im Krieg sind*

Nicht mal die Politiker, womit wir wieder beim Thema wären ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Quicksilver schrieb:
Jaaa und ich verstehe nicht, warum es ein Problem sein soll gezielt Taliban zu jagen und zu töten, wenn man doch im Krieg ist.
Nun ja zum einen ist es schwer diese Leute gezielt zu finden und zweiten,woher willst du wissen ob einer der Taliban angehört oder nicht?

Ist ein Mann,er mit dem Lehnstuhl vor einer Hütter sitzt und eine Waffe hat, gleich ein Taliban/Aufständischer nur weil er vielleicht seine Familie sowohl gegen die ISAF als auch gegen Aufständische verteidigen will?
 
Bei den Taliban klappt die Zuordnung afaik noch ganz gut, jedenfalls auf kurze Entfernung, die treten schließlich offen als Gruppierung auf. (wenn auch ohne einheitliche Uniform)
Problem da: Die schießen zurück. Ggf. auch aus verschiedenen Richtungen, denn nicht jeder sitzt den ganzen Tag vorm Haus.

Das schwerer zu lösende Problem sind Al Kaida und vor allem versteckte Sprengladungen. Die meisten Tote unter den ISAF-Truppen gibt es afaik in Folge von Anschlägen und Minen.
 
Nach dem Selbstverständniss der USA und ihrer Verbündeten (inkl. uns) begann der Krieg mit dem Angriff al kaidas auf das WTC. Seitdem befindet ist die NATO damit beschäftigt, sich zu verteidigen und daran sind alle Mitgliedsländer mit ihren jewals passenden Einheiten beteiligt.

Na bravo... Das erinnert mich an den zweiten Golfkrieg... Da war ja auch nicht nur Amerika beteiligt... -.- Zweiter Golfkrieg ? Wikipedia


Das schwerer zu lösende Problem sind Al Kaida und vor allem versteckte Sprengladungen. Die meisten Tote unter den ISAF-Truppen gibt es afaik in Folge von Anschlägen und Minen.

Das Problem an den Sprengladungen ist, das sie sehr gut getarnt sind. Die Panzerung der Fenneks und Dingos dagegen, ist nur bis zu einem bestimmen Grad wirksam...


Vielleicht wird einfach bessere Ausrüstung benötigt. Oder man muss mal über die Strategie nachdenken, die dort unten zum Einsatz kommt...
 
Der wahre Grund für den Krieg ist uns doch vor 3 Wochen vor Augen geführt worden.

Die USA sammeln Informationen zu Bodenschätzen- ein Shcelm wer böses dabei denkt

reine Wirtschaftpoltik
 
Der wahre Grund für den Krieg ist uns doch vor 3 Wochen vor Augen geführt worden.

Die USA sammeln Informationen zu Bodenschätzen- ein Shcelm wer böses dabei denkt

reine Wirtschaftpoltik


Aber sie bauen die Bodenschätze nicht ab....



Sieh hier...

Die bedeutendsten Bodenschätze sind neben Eisen- und Kupfererzen, Erdgas, Kohle und Halbedelsteinen (hauptsächlich Lapislazuli) auch Erdöl, von dem im Jahr 2006 im Norden des Landes Lagerstätten entdeckt wurden, die das 18-fache der ursprünglich geschätzten Menge enthalten. Bereits im Jahr 1991 ergab eine US-Studie, dass durch den Abbau von Bodenschätzen genügend Profit erzielt werden könnte, um damit den Wiederaufbau des Landes zu finanzieren.
Zahlreiche der früher ausschließlich als Staatseigentum angesehenen Minen und Lagerstätten wurden inzwischen privatisiert, was die Beteiligung ausländischer Investoren erst ermöglicht. Bei Erhebungen des möglichen Abbaus vorhandener nicht-fossiler Bodenschätze wurden 20 Lagerstätten identifiziert, die das Potenzial für einen wirtschaftlichen Abbau besitzen sollen. Voraussetzung für einen Produktionsbeginn ist jedoch eine ausreichende Sicherheitslage, die vielerorts noch nicht gegeben ist.
Die mit 5,5 bis 11,3 Millionen Tonnen bedeutenden Vorkommen von Kupfererzen bei Aynak, nur etwa 30 km südlich der Hauptstadt, werden künftig von einem chinesischen Unternehmen abgebaut. Ende 2007 wurde beschlossen dort innerhalb von 5 Jahren eine Mine zu errichten, die dem Land langfristig Einnahmen in der Höhe von 2,9 Milliarden US-Dollar bescheren soll.
2010 wurden von Geologen aus den Vereinigten Staaten zudem große Vorkommen an Bodenschätzen in beträchtlicher Höhe entdeckt. So soll Afghanistan z.B. über Vorkommen an Lithium verfügen wie bisher nur Bolivien. Weitere Funde betreffen erneut Eisen und Kupfer sowie Niob, Kobalt, Gold, Molybdän, seltene Erden und Asbest. Der Wert der neuerlichen Funde wird auf über 1 Billion USD geschätzt.Für den Abbau der Bodenschätze wären jedoch weitere Studien sowie größere Investitionen in Infrastruktur und Sicherheitslage notwendig.
 
Äußerst sinnvoller Beitrag, hast du auch ne Meinung oder wie?! :schief:

Wird das nicht daraus ersichtlich?

Der Link zeigt was passiert, wenn die NATO sich aus Afghanistan zurückzieht.

Die Taliban übernehmen wieder die Kontrolle, die Scharia wird eingeführt, es werden wieder Terroristen für den Globalen Heiligen Krieg ausgebildet und Pakistan mit seinen Nuklearwaffen wird weiter destabilisiert.

Deswegen muss die NATO (und damit die Bundeswehr) in Afghanistan bleiben.
 
Nein so ein Beitrag ist Spam!

Und in deinen Kopf kann keiner reinschauen, aber jetzt hast du dich dazu geäußert und somit wissen wir auch was du und sagen wolltest! ;)
 
Nein so ein Beitrag ist Spam!

Und in deinen Kopf kann keiner reinschauen, aber jetzt hast du dich dazu geäußert und somit wissen wir auch was du und sagen wolltest! ;)

SPAM nicht gerade, aber interpretationswürdig.

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Egal wie lange die NATO dort bleibt. Wirklichen Frieden wird es so in der Region nicht bringen.

Die Menschen müssen wollen, die Staaten müssen wollen und das Ganze auch noch zusammen.

Wir können den Prozess nur unterstützen, aber ob wir solange dort bleiben können?

Bsp. Deutschland anch dem 2ten Weltkrieg. Wie lange sind die USA in Deutschland gebleiebn, um den Prozess zu unterstützen? Klar später auch wegen dem kalten Krieg, aber im Ergebnis ist Europa heute ein Vorbild für andere Regionen in der Welt. Man hat scih zusammen ein gemeinsames Europa geschaffen.
 
[X] ja
Deutschland hätte sich in diesen Konflikt niemals einmischen dürfen.

Doch hatten Sie! Als Nato-Mitglied sind sie verpflichtet dazu! Deutschland befindet sich im Krieg! Nach 9/11 ist der Bündnissfall Realität! Das ist nicht an Deutschland zu entscheiden wo und wie sie im Bündnissfall einzusetzen sind sonder ganz einfach wir sind im Krieg und folgen den USA schaut euch mal die Nato genauer an wie das dort funktioniert!
 
Doch hatten Sie! Als Nato-Mitglied sind sie verpflichtet dazu! Deutschland befindet sich im Krieg! Nach 9/11 ist der Bündnissfall Realität! Das ist nicht an Deutschland zu entscheiden wo und wie sie im Bündnissfall einzusetzen sind sonder ganz einfach wir sind im Krieg und folgen den USA schaut euch mal die Nato genauer an wie das dort funktioniert!

:wow:
So viele Ausrufezeichen - so viel Aufregung - und so wenig Wahrheit (mal den Satz "Deutschland befindet sich im Krieg!" ausgenommen).
 
Fadeout Player

Kannst dich ja selbst informieren, wie es in der Nato steht und wer wohl die Befehle gibt ;)

Sorry bin sehr schnell mit den Ausrufezeichen.

Es ist ein konstruierter Bündnisfall, da kein Bündnispartner der NATO von Afghanistan angegriffen wurde, es bis heute keine Beweise gab und gibt, dass sich Osama tatsächlich dort befindet/befand und somit 9/11 in dem Zusammenhang eh nur als Begründung für den Überfall auf Afghanistan vorgeschoben ist.

Nach Beweislage "richtig" gehandelt hätte man, folgte man deiner Argumentation, mit einer Intervention in Saudi-Arabien oder Pakistan. Aber auch da wäre dieses Handeln umstritten, weil nicht eines dieser Länder tatsächlich die USA angegriffen oder den Terroranschlag in irgend einer Weise unterstützt hat.

Auch die Herausgabe (Gefangennahme, Tötung, etc.) von Osama durch die damalige Regierung der Taliban in Afghanistan (hätten sie es denn gewollt) wäre überhaupt nicht möglich gewesen, wenn man betrachtet, welche Ressourcen die USA und ihre Verbündeten bisher auf dieses Ziel verwendet haben, ohne auch nur einen Teil-Erfolg zu erreichen.
Dass man fremden Truppen (zur Erreichung dieses Zieles: Ergreifung von Terroristen) Zugang zu seinem Land gestattet, ist ebenso im internationalen zwischenstaatlichen Gefüge ein absolute Zumutung und Provokation, der kein souveräner Staat zustimmen würde.

Insofern ist die Struktur und Funktionsweise der NATO erst mal vollkommen nebensächlich.
 
Wie Polen und Deutschland oder Frankreich und Großbrittanien??? :stupid: :lol:

:schief:
Ein wahrscheinlicheres Szenario bilden Griechenland und Türkei ... nicht mehr so abwegig, oder?

Auf den Fall Afghanistan bezogen, wäre auch der Sachverhalt zu überdenken, was passieren würde, wenn bspw. die Basken einen erfolgversprechenden Unabhängigkeitskrieg gegen Spanien anzetteln und Frankreich die agierenden "Freiheitskämpfer/Terroristen" nicht ausliefert, wenn diese sich auf deren Gebiet zurückziehen.
Würde es dann eine Intervention von Seiten der US-Streitkräfte geben? Oder würde man sich eher auf ein europäisches Kontingent verlassen?
 
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