Bundeswehr aus Afghanistan abziehen?

Bundeswehr abziehen?

  • ja

    Stimmen: 164 64,8%
  • nein

    Stimmen: 89 35,2%

  • Umfrageteilnehmer
    253
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Die Zitate muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.
Das hat damit nichts zu tun. Politisch und militärisch ist der IS tatsächlich geschlagen...

Ich schrieb ja bereits vor ein paar Tagen, dass ein Countdown bis zum Beginn der Selbstzerfleischung der Sieger läuft.
Hörst du dich vielleicht nur selbst gerne reden?
Ganz davon abgesehen, dass sie es sich nicht leisten können, wenn ihre Kämpfer zur ISKP überlaufen, weil diese den Eindruck machen, die dickeren Eier zu haben.
Ja, die guten Taliban. Können es sich nicht leisten. Scharfe Analyse.
Und der wiederum hat garantiert kein Interesse an so einem Deal, sonst hätte er nicht mal eben zum (Wieder-) Einstand US-Soldaten attackiert.
Womöglich hat der IS aber auch gar nicht (unmittelbar) damit zu tun.
Was jetzt? Ich bin der Ansicht, es ist nur Gesülze.
Grundsätzlich war die Lage damals anders...
Hier kannst du dir einmal ansehen, wie die Lage in den 60er Jahren war.
Die USA haben jedoch viel mehr davon, mit den Taliban zu paktieren.
Deshalb sind sie auch 2001 sinnlos in das Land eingefallen und haben die Taliban bekämpft. Damit sie jetzt mit Ihnen zusammenarbeiten. Wer das glaubt.:D

Denn erstens kam mit denen bereits ein Abkommen zustande..
Abkommen? Das ist nicht das Papier wert auf dem es geschrieben steht.
drittens schlägt man womöglich zwei Fliegen mit einer Klappe, wenn man mit den Taliban auf gutem Fuß steht - dann kann man sie nämlich eher bewegen, die chinesischen Interessen in Afghanistan abzuweisen und - das wäre die Königsklasse - sich stattdessen für zivil-wirtschaftliche amerikanische Interessen zu öffnen.
Man schlägt da überhaupt keine Fliegen mit irgendeiner Klappe. Der chaotische Abzug der US Truppen aus Afghanistan macht den Weg für China frei und dient als Brandbeschleuniger und Vorbild zu Taiwan. Die chinesische Staatszeitung titelte:
"Nach den Ereignissen in Afghanistan sollten die Menschen in Taiwan wissen, dass die Verteidigung der Insel innerhalb von Stunden zusammenbrechen wird, sobald ein Krieg in der Meerenge ausbricht, und dass das US-Militär nicht zu Hilfe kommen wird"

Vielmehr wird Afghanistan ein Teil der Seidenstraße.
Irgend einen Partner brauchen sie schließlich, und Russland ist aus bekannten historischen Gründen ohnehin persona non grata in Taliban-Land.
Deshalb ist die russische Botschaft auch fast die einzige die dort unten noch wie gewohnt ihrer Arbeit nachgeht, aber auch da hört sich deine Einschätzung nach Gesülze an.
 
Die Zitate muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.
Womöglich sollte man sie besser durch Gehirn verarbeiten lassen als durch die Zunge? :P

Hörst du dich vielleicht nur selbst gerne reden?
Kommt von dir noch etwas zum Thema? Um mich wissen zu lassen, dass du mich nicht leiden kannst, gibt es PN.

Ja, die guten Taliban. Können es sich nicht leisten. Scharfe Analyse.
Ich sitze hier in gespannter Erwartung deiner Gegenanalyse.

Deshalb sind sie auch 2001 sinnlos in das Land eingefallen und haben die Taliban bekämpft. Damit sie jetzt mit Ihnen zusammenarbeiten. Wer das glaubt.:D
Die schon geschrieben: Nur weil du Hintergründe nicht erkennen / begreifen kannst bzw. sie nicht in dein Weltbild passen, sind sie noch lange nicht absent.

Die Gründe für den Einmarsch wurden allein hier mehrfach dargelegt, man kann sie - aus unterschiedlichsten Perspektiven - auch anderswo nachlesen. Wenn dich das überfordert, solltest du dein Credo vielleicht besser im Kommentarbereich von RT Deutschland verkünden, denn deren Lesart ist deiner ohnehin auffällig ähnlich.

Abkommen? Das ist nicht das Papier wert auf dem es geschrieben steht.
Die Taliban haben sich weiterer Angriffe gegen die US-Truppen enthalten und diese sind abgezogen --> Abkommen beiderseitig erfüllt. Und damals, als es gegen die Sowjets ging, haben auch alle Beteiligten geliefert.

Man schlägt da überhaupt keine Fliegen mit irgendeiner Klappe. Der chaotische Abzug der US Truppen aus Afghanistan macht den Weg für China frei und dient als Brandbeschleuniger und Vorbild zu Taiwan. Die chinesische Staatszeitung titelte:
"Nach den Ereignissen in Afghanistan sollten die Menschen in Taiwan wissen, dass die Verteidigung der Insel innerhalb von Stunden zusammenbrechen wird, sobald ein Krieg in der Meerenge ausbricht, und dass das US-Militär nicht zu Hilfe kommen wird"
Genau, und was in der selbstverständlich komplett freien chinesischen Presse zwecks alltäglicher "Harmonisierung" der Bevölkerung salbadert wird, ist natürlich maßgeblich für die Realität.

Ich hatte dir bereits erklärt, dass die USA ihre Fronten verkürzen und unter anderem ihre Präsenz im Südchinesischen Meer - das wird übrigens durch Taiwan begrenzt, falls du gerade keine Karte zur Hand hast - verstärkt.
Du hast mir zu dem Zeitpunkt sogar beigepflichtet, aber die Einsicht scheint nicht lange vorgehalten zu haben.

Kurz gesagt, in Taiwan haben die USA geostrategische Interessen, in Afghanistan nicht (mehr).

Vielmehr wird Afghanistan ein Teil der Seidenstraße.
Wie jetzt, eben meintest du doch noch, dort marodieren demnächst unkontrolliert Islamisten aller Coleur und auf einmal ist es Teil der Neuen Seidenstraße? Was darf's denn nun sein?

Spaß beiseite: Egal, wer sich dort als nächster großer Partner durchsetzt, er will den IS dort weg haben. Und die Taliban wollen die Konkurrenz auch loswerden. Zähle bitte eins und eins zusammen.

Deshalb ist die russische Botschaft auch fast die einzige die dort unten noch wie gewohnt ihrer Arbeit nachgeht, aber auch da hört sich deine Einschätzung nach Gesülze an.
Russland ist etwas risikofreudiger, was die persönliche Sicherheit ihres Botschaftspersonals angeht. Das könnte womöglich daran liegen, dass in der Russischen Botschaft in Kabul ohnehin Nachrichtendienstler sitzen, die selbstverständlich ihre Arbeit fortsetzen können. Seine wenigen (!) in Afghanistan befindlichen Zivilisten hat Russland allerdings auch rausgeschafft, so weit geht das Vertrauen dann doch nicht, schreibt sogar .

Und erst letzten Mittwoch haben der Wowa und Xi Jinping telefoniert, wie man "den Gefahren durch die Machtübernahme der Taliban" gemeinsam begegnen könne. Thematisiert wurden, was nicht verwundern sollte, hauptsächlich der islamistische Terror sowie Drogenanbau und -schmuggel.

Spaßfakt: Die knapp 100 Kilometer Grenze Chinas zu Afghanistan sind unberührte Wildnis (ein Nationalpark auf afghanischer Seite, ganz viel Nichts auf chinesischer Seite) und gehören zu den am schlechtesten abgesicherten Grenzabschnitten Chinas - ein ideales Aufmarschgebiet für Islamisten, um den bedrohten Brüdern und Schwestern in den, ähem, "umzäunten Berufsbildungswerken" zu Hilfe zu kommen, ob die nun wollen oder nicht.
So lange die USA in Afghanistan saßen, hat China dort übrigens - trotz aller rauhen Töne aus beiden Richtungen - keinerlei Handlungsbedarf gesehen, seine Grenzsicherung zu verstärken, was sich jetzt sicherlich ändern dürfte.
Betrachte es als kleine Lektion in Realpolitik.
 
Sich kritisch zu Corona zu äußern ist leider gesellschaftlich verpöhnt.
Wo das denn?
Wer natürlich herumläuft und von Merkel Diktatur labert, darf sich nicht wundern, dass er ausgelacht wird, aber natürlich kann man sich kritisch äußern,. wenn man sieht, wie die Regierung mit der Pandemie umgeht.
Ich würde z.B. alle Beschränkungen aufheben und nicht den 3G 2G Kram anfangen. Corona wird nicht mehr verschwinden, ergo behandelt man das wie alle Viren auch. Solange die Krankenhäuser nicht überlaufen, ist alles i.O. und wenn ein Impfverweigerer an Covid 19 erkrankt, ist das eben das normale Lebensrisiko, das jeder mit sich trägt.
 
Womöglich sollte man sie besser durch Gehirn verarbeiten lassen als durch die Zunge? :P
Deine Verarbeitungszeit war wohl nicht lange genug was?
Jedenfalls lassen diese Widersprüche deutlich darauf schließen.
Ich sitze hier in gespannter Erwartung deiner Gegenanalyse.
Es ist gar keine Gegenanalyse nötig, da bereits in der Vergangenheit viele Taliban übergelaufen sind.
Du schreibst selbst, du erwartest die Zerfleischung der Taliban, auf der anderen Seite gäbe es angeblich aber so etwas wie eine Zusammenarbeit der USA mit den Taliban, sowie eine wie auch immer geartete Struktur in deren Reihen. In Wirklichkeit ist das alles Chaos.
Niemand wird wissen, wie es sich entwickelt, das ist alles theoretisierendes Gesülze.
Fakt ist nur, Terror kann man nicht mit Bomben bekämpfen, die Menschen dort haben weder den Einsatz der USA, noch die Afghanische Führung leiden können. Der Einsatz hätte 30 Jahre und nicht 20 dauern müssen und zum Ziel haben müssen, die Taliban nachhaltig auszuschalten, aber nicht mit Bomben.

Die schon geschrieben: Nur weil du Hintergründe nicht erkennen / begreifen kannst bzw. sie nicht in dein Weltbild passen, sind sie noch lange nicht absent.
Das hat nichts mit Weltbild zu tun, sondern nur mit gesundem Menschenverstand.
Gerade mal 20 Jahre sind vergangen. Damit die Taliban mit den USA zusammenarbeiten, wären erfolgreiche Friedensgespräche nötig gewesen. Warum die Taliban die US Kräfte nicht angreifen, ist eine rein strategische Entscheidung.
Die Gründe für den Einmarsch wurden allein hier mehrfach dargelegt, man kann sie - aus unterschiedlichsten Perspektiven - auch anderswo nachlesen.
Weil man nicht wusste, was man anderes hätte tun sollen.
Die Gründe für den Einmarsch sind vor allem strategische Interessen.

Die Taliban haben sich weiterer Angriffe gegen die US-Truppen enthalten und diese sind abgezogen --> Abkommen beiderseitig erfüllt. Und damals, als es gegen die Sowjets ging, haben auch alle Beteiligten geliefert.
Das Abkommen enthielt auch Friedensgespräche mit der Afghanischen Regierung.
Netzfund: "Aus dem US-Verteidigungsministerium hieß es, bislang hätten die Taliban ihre Zusagen nicht eingehalten. Insofern sei es derzeit schwierig, den Weg hin zu einer Verhandlungslösung bei den Friedensgesprächen zu sehen."
"US-Offizielle hatten unter anderem auf ein zu hohes Gewaltniveau verwiesen."
Außerdem ist ein Abkommen mit einer Terrororganisation generell nichts wert.

Genau, und was in der selbstverständlich komplett freien chinesischen Presse zwecks alltäglicher "Harmonisierung" der Bevölkerung salbadert wird, ist natürlich maßgeblich für die Realität.
Das sicherlich nicht, aber es kann Schule machen.

Ich hatte dir bereits erklärt, dass die USA ihre Fronten verkürzen und unter anderem ihre Präsenz im Südchinesischen Meer - das wird übrigens durch Taiwan begrenzt, falls du gerade keine Karte zur Hand hast - verstärkt.
Dagegen ist ja erst einmal nichts einzuwendenden. Das wird China auch nicht daran hindern ihren Einfluss im Nahen Osten zu erweitern.

Kurz gesagt, in Taiwan haben die USA geostrategische Interessen, in Afghanistan nicht (mehr).
Immerhin räumst du ein, dass es in Afghanistan nicht nur um den Terror, sondern auch um Geostrategie ging.

Wie jetzt, eben meintest du doch noch, dort marodieren demnächst unkontrolliert Islamisten aller Coleur und auf einmal ist es Teil der Neuen Seidenstraße? Was darf's denn nun sein?
Na die Islamisten brauchen auch etwas zu beißen und China ist was eine Zusammenarbeit angeht, deutlich pragmatischer angehaucht.
Spaß beiseite: Egal, wer sich dort als nächster großer Partner durchsetzt, er will den IS dort weg haben. Und die Taliban wollen die Konkurrenz auch loswerden. Zähle bitte eins und eins zusammen.
Irgendjemand wird schon wieder Chaos stiften, ich gebe dem ganzen 5 Jahre.

Russland ist etwas risikofreudiger, was die persönliche Sicherheit ihres Botschaftspersonals angeht. Das könnte womöglich daran liegen, dass in der Russischen Botschaft in Kabul ohnehin Nachrichtendienstler sitzen, die selbstverständlich ihre Arbeit fortsetzen können.
Diplomaten heißt es da.

So lange die USA in Afghanistan saßen, hat China dort übrigens - trotz aller rauhen Töne aus beiden Richtungen - keinerlei Handlungsbedarf gesehen, seine Grenzsicherung zu verstärken, was sich jetzt sicherlich ändern dürfte.
Betrachte es als kleine Lektion in Realpolitik.
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Wie war die Grenzsicherung Chinas als die Taliban 1996 an die Macht kamen? Eventuell bauen sie eine weiter chinesische Mauer?
 
Der Einsatz hätte 30 Jahre und nicht 20 dauern müssen und zum Ziel haben müssen, die Taliban nachhaltig auszuschalten, aber nicht mit Bomben.
Um noch mehr Menschenleben auf Spiel zu setzen und sinnlos dort Geld zu verbrennen?
Selbst nach 30 Jahren wären die Taliban wieder zurückgekommen.
Es gab nie einen richtigen Zeitpunkt. Man hätte dort nicht einmarschieren dürfen.
Nur die wichtigsten Al Quaida Mitglieder gezielt ausschalten sollen und fertig.
 
Es ist gar keine Gegenanalyse nötig, da bereits in der Vergangenheit viele Taliban übergelaufen sind.
Was sind für dich "Viele"? Die Taliban haben weit über 100.000 Mann unter Waffen, sonstige Unterstützer nicht mitgezählt. ISIS-K hat bestenfalls um die tausend Kämpfer, von denen sicherlich nicht alles Taliban-Aussteiger und die Meisten noch nicht einmal Afghanen sind. Ein Großteil stammt aus Pakistan, einige aus Usbekistan und eine Handvoll Uiguren soll auch dabei sein, was insbesondere China natürlich wahnsinnig gut gefällt.

Du schreibst selbst, du erwartest die Zerfleischung der Taliban, auf der anderen Seite gäbe es angeblich aber so etwas wie eine Zusammenarbeit der USA mit den Taliban, sowie eine wie auch immer geartete Struktur in deren Reihen. In Wirklichkeit ist das alles Chaos.
Das Eine schließt das Andere nicht aus. Gerade wegen der Kooperation mit den USA sind doch einige Kämpfer von den Taliban zu ISIS-K abgewandert. Dass das Ganze ein größtenteils geordnetes transantlantisches Verhältnis wäre, hat niemand behauptet - die Schwerpunkte aller Beteiligten sind allerdings kein Geheimnis.

Niemand wird wissen, wie es sich entwickelt, das ist alles theoretisierendes Gesülze.
Also auch deine steilen Thesen darüber, wie sich die Lage entwickeln wird. Ich gratuliere zu dieser Selbsterkenntnis.

Der Unterschied ist der, dass ich mit Einschätzungen (unter anderem) der dortigen Lage meinen Lebensunterhalt verdiene, geraume Zeit in Afghanistan und Pakistan zugebracht habe und nicht auf Google angewiesen bin, um mir die Hintergründe zusammenzusuchen. Die damaligen Prognosen meiner Kollegen und meiner Wenigkeit über die jetzige Entwicklung in Afghanistan waren erschreckend präzise, daher gehe ich mit recht hoher Wahrscheinlichkeit davon aus, dass auch unsere weiteren Einschätzungen bestätigen werden.

Du hast sicher Recht, wenn du meinst, dass niemand mit Gewissheit sagen kann, wie sich die Lage entwickeln wird. Tendenzen lassen sich jedoch trotzdem erkennen, wenn man in der Materie drin ist.

Fakt ist nur, Terror kann man nicht mit Bomben bekämpfen, die Menschen dort haben weder den Einsatz der USA, noch die Afghanische Führung leiden können. Der Einsatz hätte 30 Jahre und nicht 20 dauern müssen und zum Ziel haben müssen, die Taliban nachhaltig auszuschalten, aber nicht mit Bomben.
Im Prinzip wäre es nötig, wenigstens zwei Generationen lang in Afghanistan zu bleiben, damit diejenigen wegsterben, die mit den Taliban (zumindest punktuell) sympathisieren, während gleichzeitig Afghanen heranwachsen und dann ihrerseits Kinder großziehen, für welche die Vorstellungen der Taliban (und ähnlicher Gruppierungen) gänzlich absurd sind.

Einen so langen Atem hat jedoch keine Nation auf diesem Planeten, weder was die Mittel noch was die Interessen angeht. Die UNO könnte da vielleicht stemmen, wenn sich die Mitglieder nicht ständig gegenseitig blockieren würden.

Immerhin räumst du ein, dass es in Afghanistan nicht nur um den Terror, sondern auch um Geostrategie ging.
Schreibe ich das nicht schon seit - Moment, bitte ... - drei Seiten? Und um was sollte es sonst gehen?

Terrorbekämpfung und das (ggf. zeitweilige) Stillegen von Rückzugsgebieten für irreguläre Kämpfer ist übrigens ein wesentlicher Bestandteil geostrategischer Doktrinen - insbesondere seit Ende des Kalten Krieges und der damit verbundenen Weltordnung, aber in Ansätzen auch schon vorher.
Sowjetrussland war ja auch nicht nur in Afghanistan, weil die damals kurzzeitig kommunistische Regierung händeringend um Hilfe gebeten hat und, was noch wichtiger ist, die wollten da auch nicht unbedingt hin und schon gar nicht so lange bleiben, wie es dann doch kam.

Na die Islamisten brauchen auch etwas zu beißen und China ist was eine Zusammenarbeit angeht, deutlich pragmatischer angehaucht.
Auch nicht pragmatischer als weiland die USA. Die haben sehenden Auges die Vorgängerorganisationen der Taliban aufgerüstet und ausgebildet. Im Vergleich dazu ist es gar nichts, den Taliban etwas entgegen zu kommen, wenn man es als humane Hilfe für die afghanische Bevölkerung verkaufen kann und gleichzeitig ISIS-K bei den Eiern hat.

In dem Maße, in dem wir uns wieder den Verhältnissen des Kalten Krieges annähern, werden selbstverständlich auch gewisse Mechanismen wieder aufleben. Kurz gesagt: Die Taliban werden natürlich versuchen, auf allen Hochzeiten zu tanzen.

Irgendjemand wird schon wieder Chaos stiften, ich gebe dem ganzen 5 Jahre.
Das ist optimistischer als meine Prognose.


Diplomaten heißt es da.
Wo Auftragsmörder offiziell Touristen sind, können Nachrichtendienstler auch offiziell Diplomaten sein. Warum sollte Wowa von dem abweichen, was sich in der Besetzung von Botschaftspersonal für Russland seit dem 19. Jahrhundert durch alle Staats-/Regierungsformen und Ideologien hinweg bewährt hat?

Ich bin ein alter Sack und ignoriere (bei informellen Texten) die Schlechtschreibreform, wenn die Änderungen keine Relevanz haben.
Und du solltest dich besser auf Inhalte konzentrieren, statt den Orthografie-Nazi zu spielen. :P

Wie war die Grenzsicherung Chinas als die Taliban 1996 an die Macht kamen? Eventuell bauen sie eine weiter chinesische Mauer?
Damals hatte China dort gerüchteweise mehr Soldaten im "Dauermanöver", als Afghanistan Einwohner hat. Das ist natürlich übertrieben, aber die werden sich schon abgesichert haben.

Mauern baut China heute lieber um eigene verdächtige Bevölkerungsgruppen herum und wenn man's genau nimmt, hat die Chang-Cheng schon damals nicht plangemäß funktioniert ...
 
Warum sollte die Ideologie der Taliban anders werden?
Weil den Taliban kein Land weggenommen wurde.
Gute Doku.
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Ne Doku zu posten, in der General Petreaus (aka General Betray-Us) den Afghanistan Rückzug kritisiert kann man machen. Man kann aber sich auch vor Augen halten, dass mit dem Abzug aus Afghanistan klar wird, dass Petreaus "Surge" Strategie weder im Irak, noch in Afghanistan echte nachhaltige Erfolge erzielt haben und er werte Herr General auch um sein militärisches Erbe diskutiert. Als COINdinista hatte er maßgeblichen Einfluss auf die Wiedereinführung der Methode der Counterinsurgency und hatte diese als Mittel der Wahl für die Kriege im Irak und in Afghanistan promotiert.

Der Rückzug der US Truppen ist somit auch seine Niederlage, schließlich war er maßgeblich daran beteiligt, wie die USA unter Obama diesen Krieg geführt haben...
 
Ja. Guck dir die Hamas an. Da sind es schon zwei bis drei Generationen. Der Hass gegen Israel ist unverändert.
Warum sollte die Ideologie der Taliban anders werden? Die wechseln nicht zur liberalen Demokratie oder setzen einen Gleichberechtigungsbeauftragten ein.
Dort wachsen allerdings die Folgegenerationen mehr oder weniger unter den gleichen Bedingungen auf wie ihre Eltern und Großeltern, woraus natürlich eine vergleichbare Grundhaltung resultiert. Das ist etwas grundsätzlich Anderes, als wenn in Afghanistan ein Generationenwechsel stattfindet, in dem die jungen Leute die "Besatzer" als Schulen- und Brunnenbauer wahrnehmen, welche tatsächliche Unterdrücker zurückdrängen und Fortschritt ins Land bringen.

Vergleiche dazu die Hamas, die stark im Gaza-Streifen ist, mit der Fatah, die aus dem vergleichsweise gemütlichen Autonomiegebieten heraus über die Jahre zunehmend gesprächsbereiter wurde und damit sogar auf Konfrontationskurs mit der Hamas geriet. Im Westjordanland ist eine Generation herangewachsen, die sich trotz einiger immer noch stattfindender Kränkungen ein Auskommen mit Israel prinzipiell vorstellen kann.
 
Im Jahr 2008 musste ein US-Hubschrauber in Afghanistan notlanden, ein Schneesturm hatte dem Piloten die Sicht genommen. An Bord des Helikopters: die drei damaligen Senatoren Chuck Hagel, John Kerry - und Joe Biden. Sie wollten sich vor Ort über die Lage in dem Land informieren. Ein Rettungsteam machte sich auf den Weg in die verschneiten Berge, um die Politiker zu retten. Mit dabei war auch US-Ortskraft Mohammed. Der damals 36-Jährige arbeitete für die US-Truppen als Übersetzer.

Doch obwohl der Afghane seinen Anteil daran hatte, dass der heutige US-Präsident Biden aus der misslichen Lage befreit werden konnte, ist er von den USA in den vergangenen Tagen und Wochen nicht aus dem Land evakuiert worden. Derzeit versteckt er sich mit seiner Frau und den vier Kindern aus Angst, für seine Zusammenarbeit mit den USA große Probleme mit den nun herrschenden Taliban zu bekommen.

"Retten Sie mich und meine Familie", bittet Mohammed nun Biden via "Wall Street Journal". "Vergessen Sie uns nicht hier!"

Mehr als ein paar Worte der Aufmunterung hat er aus dem Weißen Haus bis dato aber nicht bekommen. Pressechefin Jen Paski versprach immerhin, man werde Mohammed samt Familie "rausholen". Wann und ob das passiert, wird aber auch maßgeblich von den laufenden Verhandlungen mit den Taliban abhängen.

Die USA und ihre Partner hatten in den vergangenen gut zwei Wochen in einer großen Evakuierungsmission westliche Staatsbürger und afghanische Schutzbedürftige ausgeflogen. Allein das US-Militär brachte nach Angaben der US-Regierung rund 79.000 Zivilisten außer Landes, darunter rund 6.000 Amerikaner. Die USA und ihre Verbündeten haben gemeinsam mehr als 123.000 Menschen ausgeflogen.
Quelle: Biden-Retter von den USA in Afghanistan zurückgelassen

So etwas dürfte eigentlich nicht passieren aber man kennt die genauen Hintergründe nicht.
 
Der Westen sollte sich sowieso mit den Taliban und andersrum anfreunden um günstig an das Lithium zu kommen. Da haben die Taliban ja auch was von, wenn es Wirtschaftlich mal vorrangeht.

Vielleicht haben sie es ja mal kapiert, das man mit Arbeit besser dran ist, als mit Mord und Totschlag.
 
Der Westen sollte sich sowieso mit den Taliban und andersrum anfreunden um günstig an das Lithium zu kommen. Da haben die Taliban ja auch was von, wenn es Wirtschaftlich mal vorrangeht.
Die Chinesen haben ab 2023 eine Akkutechnik ohne Lithium auf dem Markt die deutlich billiger ist und kaum Nachteile hat.
 
Sie haben...oder sie wollen?^^
Genau wie die Deutschen oder die Israelis, oder, oder, oder...
Jeder will, ob was wann kommt ist aber was anderes...
Wir werden sehen.
Das Problem ist die Energiedichte.
 
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